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Die Wahrheit · 1922-01-01 · Heft 1 (1.1.1922) · page 9

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1922
Issue
Heft 1 (1.1.1922)
Date
1922-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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zu bkttett, iticljt aber mit ihren tutztttättiglichott Krästeu inoer Po Mt müzutrm. Der „Blau-Woiß" ijt eine Aivgelogenhett des ganzen Judentums, insoweit es noch eittvtt guten Kern in sich hat. Er tarnt feilte hohen Aufgaben nicht er- Men, wenn tcicht -das jüdische Hans in jeder Hinsicht -seine Pflicht tut, indem es erkennt, daß nur in einer Jngendgemoinschaft mit s'elbsteigiten jngetlvlichen Formen, namentkich in 'den Großstädten, die tiefe Kluft, welche sich heute im Judentum zwischen Vätern und Söhnen nnfzntnn droht, überbvüüt und die Jugend der moralischen und physischen Bevioajhrtosnnlg entzogen werden kann. Zudem ist töerc Eltern int „Blau-Weiß" durch die Etterttausschnsie sowie die Elternversatmulnugeu der weiteste Einfluß auf die Erziehung gesichert. Man braucht auch nicht zu befürchten, daß mit den Kindern hetumexperimentiert 'werde. Der „Blau-Weiß" hat nicht die Absicht, die Natur zu reformieren, und wenn er Naturlräste nicht leugnen kann, so sticht-er sie auch nicht zu beschneiden. Daher Mt es im „Blau-Weiß" keine Koedukation oder ähnliche Ausgeburten einer dürren Phantasie. . Seine Ziele sind nicht „Ideen", sondern Menschen, die a-ujf jedem Posten, wohin «sie das Beben ruft, ihren Niann stellen. Als Beweis dafür mag dietM, daß in der letzten Zeit in palästinensischen Zeitungen hingewiiefett wurde >auf ein ganz neues Elenvent, welches lsich in Palästina bemerkbar mache durch seine Tüchtigkeit, moralische Integrität nnld 'lautere Begeisterung, tvelche an die der alten „Bilu" erinnere: die (von den „Blau-Weiß" rekrutieren) „deutschen Chaluzim". Mögen die attderen weiter lärmen, agitieren, Red outen veranstalten, Bücher schreiben, Rskorde schlagen; der „Blatt-Weiß" setzt still und unverdrossen den Hebel dort an,, wo zwar der geringste äußere, aber «der einzig wahre Erfolg zu hoffett ist: bei der Erziehung. Lrenderl. Sollte man vergessen haben, Dich Trenderl aus der guten Zeit^ Wo die" Mädchen und auch Knaben Auf Ehauuka sich jo gefreut^ Mein o Trenderl nicht vergessen Kamt man dich in Judas Kreise, Liebe, die du stets besessen, Hegt.man noch in treuer Weise. itn b wenn auch immer tteue Leiden Ueber unis'rem Haupte weh'n, Will ntan Trenderl stets mit Freuden "" Dich in unf'rer Mitte sch'n. Du bekennst ja wahr und offen, Ob wir unser Ziel erreichen. Int Vertrauen, Lieben, Haffen, Nie vom Jndentume weichen. Nicht h alb, denn ga nz bleibt unser Streben, Ist M o s e s' Lehre doch ein Licht. Wollen treu als Inden leben, Bis einstens unser Auge bricht. . Albert L ö w. Das Unglaublichste. An das Berlitter Publikum, bejonders att du Arbeiter, tveudet sich ein nnbekanttter Sndelichreiber, der ttach enter Meldung der „Freiheit" du indijchen Aerzte als „Ncordbuben" bezeichnet, du in den Spttätern die Krantcn systematisch mit Gtst aus oer Wett ichasseu uuo zum Zweae, recht vtetc Äteujcheu zu beseitigeu, me Beicheu nicht otoß für attatomische ^tudieit veräußern, jondern sogar att P j e r d e s ch t ä ch t e r e t e u v e r h a n- D c 1111 Bwmtt gejagt tueroen |oil, daß die jüdischen Aer.zte dem Konsum von Würsteit aus Ncenschenleichenftersch Borschub leisten. Das Flugblatt fordert nicht nur Bl aßregetu gegen die arztttchen :r-cordbuveu, joudertt auch gegen ore Budenregiernug. Dte Weltstadt oer ^utelligenz ötetoi tttcht beim alten dtugzeug des btitualmoroes. Dw Sa-audlerte arbeiten tmpregtoutsttscher. Hilsloje Kraute als Wutstmotevital. Wen da tncht der yeimge Zorn zur vesrewndea Tat hiureitzl, vlewt eut Schtappjchwanz, unwürdig des Namens etues Dentjcheu. Dte „FrecheN" oemerkt: Uns i')t Geist vom Ktitippel-Kunze! Das ist auch Geist vom Geiste der dentjcheu Tageszeitung, der. Dmter utvd Luidettdotff, der es rechtserttgt, tveint die sreutden Natiottett auch'nach dem Kriege dte Deutschen als Barbaren aujprecheu. Indien als Pogtomboden. Die „Times" berichten über die tturuhen in Indien, daß tu Bombay sich Mohammedaner mit Indiern vereinigt hätten, um Me Perjo treu mit Lurvpätjchem ^lnstriche auzugreisett. In Wahrheit wurdett aber fast nur Juden üoerfallen und mißhandelt, und es ist auzuttehmen, daß eitrige Jndett bet den tturuhen auch nmgekommen sind. Jtt dent Ansrus, dett der indische Führer G e h a n d i zur Beruhigung der Gemüter erließ, heißt es unter anderem: „Ich wende nicht eher ruhen und rasten, keine Speise noch Trank zu mir nehmen, als bis die Jttdier und Ncohammedatrer von Bombah Frieden gejchlossett habett mit dett Persern, Ehriften und Jude tt". Die Feststellung, daß in der „Wiege der Meujchheit" antijüoische Äusjchrettmtgen ftattstnden konnten und die sprichwörtlich sanften Hindus Gewalttätigkeiten verüben konnten, ist nach mehr als einer Richtung beachtenswert. Indien hat eilten jüdischen Bizekönig, wie Palästina einen jiü.ischen Oberkommissür. Es scheint, daß verborgene Kräfte dahin arbetten, die hohen jüdischen Würdenträger vor ihrer Regierung und aller Wett bloßzuftelletr durch dett Nachweis, daß diese Männer nicht imstande sind, die wichtigste t'lusgabe, die Erhaltung der Ruhe im Laude, zu lösen. Bei diejem Pogrom einigten sich die Jttdier, bereit Religiott eine Fliege zu töten verbietet, und die sanatischett Mostims, die von Religiottstvegen alles, tvas tttcht Mah betenm, des strengsten Gerichts jchnldig finden. EM Ausruf und seine Bedeutung. Er war in der „Wiener Morgenzettung", von der Exekutive der ziotttsttschen Weirorganisation ausgesendet, „An die Zionisten!" schlechtweg gerichtet, erschienett. Aus dem mtgeheuren Wortschwall, der gebraucht tourde, soll nur das notwendigste aufgezeigt werden, um aus den Teilett ans das Ganze schließen ztt lassen. Auch diestttal wird, wie schon so oft, das Psanenrad des Karlsbader Kottgresses geschlagen und das »vohl unbeabsichtigte Geständnis gemacht: „Der Kongreß war ein G e f ch ä f t s k o n g r e ß". Aber das Geschäft scheint recht flau zn gehen, denn die Anfrnser — es zeichnen ihrer sechzehn — legen es allen Juden, auch

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