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Die Wahrheit · 1921-09-15 · Heft 19 (15.9.1921) · page 12

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1921
Issue
Heft 19 (15.9.1921)
Date
1921-09-15
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 1L Dke MaKrOe-kr . Nr. 19 — "" - "-1 u _ - . - — : : ' 4u~'. " teßCQ&ir. eine Badestube mit Dusche und Briause, in den RÄemüumen in musterhafter OrdnUUtz «geschichtetes Holz. Die Kinder werden wissenscha.st.1ich gefördert und zu pvaktischarArbetten angehvitLN; mchrere taubstumme Knaben sind derAusta-lt während der Ferien vom Taubftummeuinstitut übevrviesen woMen. Sie lachen, scheinen nichts von ihrem UwotM zu wissen. Jetzt haben 40 Kinder in der Wrstalt Aufnahme gesunden, aber wie viele sollten dieses Segens keichaftig werden, wenn' die Mittel reichten. In diesem T eiupe l. de r H u m anität möchte ich all die im schönen Baden weilenden, mit Glücksgüteru Gesegneten sühreu, die keine Jde^von dem Unglück haben, in dem zahllose Kriegswaffen leben, die nicht das Glückhaben wie di^e hier, in edler Menschen Hut geborgen.zu sein. Möchten sie helfen, denn Hilfe tut not. JAa Barber. WWÄiffeier für Oberdmtor Mayerowitsch. Am Abend des 3. September veranstaltete der Vorstand des Oesterreichischen Kantorenvereines zu Ehren des von Wien noch London berufenen Kollegen Obevkantor Her^- mann Mayerowitsch im großen, festlich «dekorierten Saale des Hotels Barschalk eine erhebttid «verlaufene Abschiedsfeier. Nach Eröffnung der Bexsammlung überreichte der erste Vitzüprasident des Vereines, Oberkanitor Isidor Löwit, Herrn Obierkautor Mayerowitsch und' seiner Iran ein vion der Wiener Kollogenschaift gewidmetes, prachtvolles Bukett mit aus den Tag bezugnehmenden Erinnernngsschleifen und begrüßte hiievaus die in evfreulich großer Zahl, zum Teil auch mit ihren FrMen, erschienenen Kollegen, . speziellden Ehiverchvaisidenten des Vereines, Oberkantör Jakob B au e r, und d'aMe insbesoiÄttLdcu Tempelvorstehern aus dem 20. Bezirke und dem Prater BeHaUsvereine für ihr Erscheinen. In seiner Ansprache an den Scheidenden rühmte Oberkantör Jstdor Löwit insbesondere seine selbstlose, «Her- und opfervolle TLtWett im. Interesse des Standes, seine mUstergiltige und tadellose Amts- und Lebensführung, überbvachte Hm die Glückwünsche der Wiener Kollegen für seine neu« Stellung, grck der Hoffnung Ansdruck, daß er auch dort die Wiener Kollegen nicht vergessen werde und Ließ hieraus die vom Beveinsvorftande dem Kollegen Mayerowitsch gewidmete Advesie verlesen. Oberkautvr Mayerowitsch, allseitig, mit großem Beifall begrüßt, dankte gerührt für die chm dargebrachte Ehrung umd> sagtie, er scheide -nicht gerne von Wien, den -ihm liebgewb Menen Wiener Kollegen und seinem Wiener Amte; aber er habe schon während feines ietzigen kurzen Mffenthal-tes in England gesehen, daß der Kantooenstand dort viel höher eingeschätzt nich gewürdigt werde als hier und daß der Scheiliach Zibbur in England ein ganz a-Meves, seiner Stellung viel mehr entsprechendes Wchchen genieße als in Oestbvrmch. Das Scheiden werde ihm gewissermaßen leichter gemacht, wenn er sich daran erinnere, daß noch zuletzt von seinem Borstande wegen einer Lappalie förmlich ein Streit vom Zaune gebrochen wurde, wie chm -überhaupt immer, merBwürdiger Weise, mehr Kowed von den Mitgliedern als vom Vvrstande des Tsochelvereiues erwiesen wurde. Er werde düe Wiener Kollogen, in deren Kreise er so viele schöne Stunden-verlöt HÄbe, nismaLs vergessen, auch in England trachten, den h«pgen Kollegen «keine Schände zu machen und wenuauch räumlich getrennt, werde er im Geiste mit ihnen stets verbundon öleLbem Er wolle zum Schluffe ober auch der festen? . Überzeugung Worte verleihen, daß binnen krrzer Zeit auch der österreichische Kantorenstand zu jenem Ansehen in der Bevölkerung und bei den Bdrstäudön der Tempel- Vereine gelangen werde, das -ihm verdientermaßen nach seiner Stellung im GotteÄwenste gebühre. Der Ehrenpräsident «des Beveines, ObeMntor Jalkob Bauer, rühmte die Berdiensts dÄ Scheidendenum Stand und Amt und mmnte, daß, wenn der KlMtoveNverem auch scheinbar im Rü^ange sdk, er doch wieder woiterblühen und gedeihen.joerde, wenn Aas festigende und einigende Baud -dos SolitmriMsgefühles. -Me MitglieiAer -umschließe. — QbeÄanjor. Ma t y u.s richtete in ömer tiesdurchdachteu Rode einen Appell an den Scheidenden, -aber aiuch au alle übrigen Kollegen, nicht stets «mir vom materiellen Standpunkte auszu'gchen, sondern in Hrem BerU!fe immer die idealen Ziele sich borKuhialten und diesen zuzustrebeny dann werde sich allf dieser -Basis mit der Erhöhung des-An-' sehens auch dfe materielle Lage der Kollegen von selbst bessern. In die ÄMenW Abschiedsstinmmng brachte ObeMntvr Fräntl durch eine humoristisch gehaltene, an Em- und AusMtzw reiche und witzige Ansprache eine wiMommene und anregende Heiterkeit «itrdb Oberkantor G ib l i ch m a n n -erfreute über -allseitiges Verlangen zu Ehrendes scheidenden Kollegen Mayevoavitsch die ' Wer sammlung mit! gewohnter M-effterschast durch -einen cpollendeten Bortüqg. «des Rosch-Ehodesch Jchi Itozann, für welche Darbietungen beiden «Kollegear reicher mrd allgemeinerBeifall Meil wurde. Hievauf «tMrde'das Tischgebet, von Oberkantör Frankl Pracht- «und ausdrucksvoll, vprgetrageu : und die späte AbestAstunÄe« «veroim-gte noch , die näheren KolleWN und -Freunde in gemütlicher. Zwiesprache im Kaffeehause, «als Abschluß einer Feier, welche allen Beteiligten noch «lange in angehmer Erinnevunig bleiben wird. Der Zionistenkongreß in orthodoxer Auffassung. Deb „Jsvaelit" schreibt in seiner Ausgabe vom 11. d.. M.: Bekauntlich ist es Mr der böse Wille der AgjnAa,.welcher die Tatsache leugnete^daß. die «igeiirtliche Bertetunig des „Jüdischen Volkes" die Zionistische Partei sei. Nunmehr'gilt .es,, vor dem ZioMstischen WÄKortgveß «möglichst viel Schekelzahler zu gewinnen und so ein-er -erstaunten jndischen und nichtjüdischen Welt ad aculos . zu demonstrieren, wie vi-ele Juden innerhalb der Zionistischen OrgamHaöion vertreten^ sind. Da ist es-nun ganz nwd>Üch,.diaß mau unlvr anderem auch Schekelzah'ler uritdem ausdrücklichen Bemerken' wirbt, man s o i 1 e r n h i g s e i ne u S ch e k e l zahle ir, a u ch o h n e Z i o n i st z u s e i n . DeUn das sm wegear der BaLfour-Doklavaltion nötig. Dein über diese polittjs^-'WMHM erstaunten Aglldisten wurde -klartzeiletzit, Aast eben die AgUda, wennsie nicht -assimiliert tzvaro, einen «Scheksl hätte ebnrichten sollen. Wir brauchen natürlich nicht viel Worte über die LächerMchkeit dieser Art von Mitgliedevstmtz zu verlieren , hatten es 'aber im Interesie der Aufklärung für ersvMerlich, die Tatsache zu registrieren, -daß jede OrtsgrUppenguittung über dengezahlw.n Beitrag an AguÄl^ JUroel der englischen Regierung gegiAvüber ebenso rvettvvW ist wie der „Schekel" der Zioni stischen Ortsgruppen. Es ist weiter von Wert zu wissen, datz die A-Krdas Jisroet- -fett Hver Züricher Konfekenz sich, «bemüht hatte; vor nichtjüdischen' ««Stellengemeinsam -mit der Zionistischere OvMmistckion W Interessen des jüdischen Volkes zu vertreten -und daß lediglich de r -seiuerzeitige Widzsvstmrd' der AmWWen LeituM eine. gemeüffame Aktiow hisHWK machste. Dies« Tatsache wird von uns hedauert; Wir gliaUben isogair^ daßmarrchs Kreis« der Misvachrsie auch bediauemr. Aber daß Herr Adolf Fraenkel in -der „Jüdiischew Presse" wieder Mmal Anlaß nimmt, die AgMa M schm^e», weil sieihre eigenen Wege gcht .ruch' 'mäß 'MiWch -«Miitz«» die ihm geeignet erschckuen,. ist-sicher auch Mr -Als -Vvrbereituutz «für «den" Zionistischen Kongreß; gedacht. «Mau, macht Wah«lM, nrau macht Sdimmungen, mau erhebt Vorwürfe, -mau erteilt denr einen - Beth-Diu eiaic gute Note,MeM aud«ren eiUe schlechte, lauter

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