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Die Wahrheit · 1921-09-15 · Heft 19 (15.9.1921) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1921
Issue
Heft 19 (15.9.1921)
Date
1921-09-15
Page
– (sequence 8)
Language
German
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tMker folgendes Inserat: ha HgU sMMge Mobtzl, Ditz er JeWM^in UMee benützte, sind zu veMuseä. MfchiDM MKLWMia M-Wttzlir. 18. Bitz.,- 'MWWrs MM!-«Sssr-'O.^ -Das Jntertzfsante an dieser Pietätlosigkeitist; daß die ÄWonoe gtzrüde zu «Wer Zeit erschien, dir in KarksbAd Der XLI. ZiotristenLongreß tagte, idtzr BeMÄUlntzskövper, -den LÄanMich Herzl ms Lebert rief. Es -ift also bei beit heutt$en JLLischnativnalen nicht nur ein geistiges Mwsichen Mm Herzl, ftmdern' auch^-M seeKschK- -M'-tzUieAkM. Denn Mül «miß sich doch w iÄttch srichKn, obsichUEr den Ge- MrlHgDn in der „Morgen-ZeAatg" Muer DsMndeu hat, der den. historischen Schreibttsch HeHls angeikätuft hatte. VieMG wäre ein solcher Ankauf «auch von geistigem Einflrch gewesen und -der neue Besitzer hAte Durch Arlmt - an ViWn ArÄÄtstische Herzls etwas von dessen Geist pvofrtttzN, dtzr so manchem ssnrer „RaWrmmsn" nur za oft fehlt. Vermutlich ist das Erscheinen der Ännonoe darauf Mrückzufühven daß die Großen der ,Morgen-Zeitnug'' MoUMtan beim Kongreß weÄen, so daß sie sich nicht um Mn WttMwWeil Nrmntzrn Gönnten. Oder erscheint dieser Mch sonst ganz nna^antzLg Vom MMtionMen Teil und HMtzt tzveÄuekl des Geschäftes wetztzuauch Inserate von AÄWMen. Wie immer die Entschuldigung -lcsüiön möge, dwfts J-nferctt hatteauchvon den jetzt in MendasRegime FühtzSkMn beachtet und in pietätvoller Weise Mterdrückt WeM«r soMn. Me Berteidigung MaMr RöchiMMs. Gegen dem vom VertvAien der Ententemächte ^stützten Und vöm ein-- Whtigen Teile der reichsdeutschen BevMerung anerkannten Wiederaufbaüminister Walter Rathenüu hät sich die gesamte Meute der hakenkreuzlerisch orientierten Deutschrmtrynalen erhoben. Diesem schändlichen TrÄben trat der Reichsadler mit einem schritte entgegen, der gleichzeÄig zwei Megen zertrat: die unpatriotischen Großbanken, die -ans schnöder Profitgier der Beschaffung der Goldmillrarde Hindernisse in den Weg legten, und die wüsten Hetzer gegen Rachenau. Der Reichskanzler sagte hei diesem Anlässe wörtlich: „Ich habe bei der ZusMrMeNsetzung meines Kabinetts nicht nach der PittMstelttLng AMagt. Ich hHe mir die tüchtigsten Leute gHdtt, "wo ich sie Nur DÜNN konnte. So habe ich mir einen Mann hergeholt, der Mit 'seÄrttl Ideen und Schöpfungen seiner Zeit weit voraw^jeMt fft. Er hat ein ungeheures Einkommen im Sttzhe gelsffen. Er h«tt an dem Tage seines Eintritts in die RetzMung seine vielen gut bezechtten Mssichtsratstelletv MAerMtegt,' um dem deutschen Volke und der deutschen MepMik zu dienen. Gegen diesen Mann ist fetzt eine ettndtz H^eim Gange. Mein Kollege Walter Rachenau Hat dem deMschen Bukerlande und dem deutschen Volke Eher Mott Wchr geleistet als die ganze SttWMntzesellWkft zusammen (stürmischer anhaltender Beifall), und Men sdlWn Männ bezeichnet matt als ,MrflNchte JuSKHau". (Zürüftz: RachtzMu^ ist Mr Mh Jude!) Jawohl, Raichen au ist ein Jude! Er ist seinem Glauben und seinem Gott treu geh li eben, und wir als Katholiken nÄssen 'vor einem solchen MaMe erst recht den Hut z'iHM." Hie AiHüelung «chf die „verfluchte JüdensaU" 'bMM^''aÄs^M<N^MördgesäNg in der deutschnationalen „ÄMaWvalder Bölkswacht", das atz Külturdokument des /^WWboHchÄvismüs" hier aufgezeigt fein soll: Du tapferer Held, du fchoßt den GareismiÄwr, Du brachtest allen uns BMeillBg WMtzr - Von einem sauber'n Sozihund, - Welch Licht in unserer Trauerstund' Auch Rathenau, der Walter, . , E r re i ch t k e i N h oh e s A lt e r. Die Rache, die ist nah. Hurra! Hurra! Hurra! . Laßt uns froh und munter sein, , Schlagt dem Wirth den Schädel ein! . Lustig, lustig, trallerMa, Bald ist Wilhelm wieder da. ^Wenn einst, der Kaiser kommen wird, Schlagen wir zum Krüppel den Wjirth, / Knallen die Gewehre tatt, tack, tack, Aufs schwarze und das tote Pack. Haut iurmer feste aus den Wirch! - Haut feinen Schädel, - daß es . klirrt, - - K no:-l l t a b den Wa lt er.-R-ath en a u, Die go tt v erf luchte Juden s au! Aus dieser Dichtung sieht man, daß die grvßdeutsche Mtse-Aeich Mr-großdeutschen PolM in die Gosse, gefallen, wo diese am-DreMgsten Ist. . . : 'Roch Mmal OberWMn. Sie lassen .ns,cht -locker! Waren die letzten anSWncktischen AusschoeNüNgen von ÄeUffchiwtioualer SMe inszenier, so wiiird jetzt -in Oberschlesien e»vn Flugblatt /MhOfftettve-rfolgungen in Oberschl-vsien" verbrÄM, das änschemend von -gut chvdft-Lacholischer Seite hervührk, die folgende. Geiftesblüw -produziert: „Was sich in Oberschlesien abspvelt, -ist -richtiger südisch er Bo lsche'wism u s, der sich unter polm- . schän Deckmantel 'aiMoVt. KM Verdacht fällt aus die x Juden; Mr die Wett fiutib’ es die Polen, Bolschewisten, 'KomMMM, also ArWMer. Mer M Dummer erkennt, daß HM Ne gHÄMe TritVkraft am 'Werke ist, nm die Deutschen Ghristen M vernichten. We Juden uNd -GeheiMjuden orW-msieren Mt nMer den D e u t s ch n-a t i o n alell und Ko mMunisten zu Motu u-wlen Pütsch. Die ganze Sache soll dann -den Chavakter eines ^polnischen UeberMs haben, damit kein Verdacht auf die Juden fakü." Mso, Me Jüden haben sich den Deutschn'atinmallen vieHHrMen, MÄlich, Weser neueste Witz der AttNsiemiten ist nttht schlecht. Und dabei glauben diese Herren sich auf Taffachen Au stützen. Würde doch vou uus in der vorletzten-'Rümmer Oerichtet, daß Oe Mr Hr Vaterland stets hilfsbereiten jüdischen Korporationen dam „OdüvWeisi-er- Hilfswerk" beigetveten sind. Nim wird dieses Hrlfswerk Vorreden deütschen' ChriMchsozinlen als ' dMsMMvnal verschrieen, ' daher sind auch die Juden deMschnational. Diese befinden M durch die Angriffe von °-beÄ»en'Seiten in Mer Wgen Läge; die Meisten arischen Kdrperschästen schließen sie von der Teilnahme an der HiltfsUMn «aus, und wenn sie sie schon MfwHmen, warten sie nür vie Zeit ab,- wo sie fich-Ätzr nWehueMen Wischen MiWnchßev entledigen köMtztt. DvH -gibt es, Gott sei Dank, -noch cmstandiga Weimemtz -unter den Äberschlesischtzn Heivmatstreuen Wd von 'hihtzr solchen Seite, 'der GÄppe O b e rl a n d des vbekschlesischen SMstschutzes, wurde dier -Orts- 'gmppe M ü n ch e'n, des ZenträMtWws deutscher Staatsbürger 'Wischen GlaWens eine Evkläramig Wden letzchin erwahuten SchüNdWkeiten' ÄbgegMn. Diese EMwüng verdient als wahrhaftes Dokument der Menschlichkeit in

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