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Die Wahrheit · 1921-05-13 · Heft 10 (13.5.1921) · page 13

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1921
Issue
Heft 10 (13.5.1921)
Date
1921-05-13
Page
– (sequence 13)
Language
German
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%. lö Sie Wahrheit Vermischtes Probevortrag. Wir entnehmen der Budapsster Zeitschrift „Mutt 6s Jövö" folgendes: Den am vergangenen Samsltag. im großen Tabakstempel überaus zahlreich versammelten AndächR'gen bot der Gesang des tÄegriaphffch vom Wien-Döblilnger Tempeil berufenen beliebten Oberkantors Drag er eiinen hohen künstlerischen Genuß. Der edle Klang!. seiner Stimme, die trefflich kultivierte Vortragsweise in Verbindung mit seiner absolut musikalischen Begabung gewährleisteten trotz seiner Indisposition infolge der Plötzlich angetretenen Reise den unbestrittenen Erfolg. Wie es heißt, wird der Vorstand' der Religionsgemeinschaft —' unter dem Eindrücke der überaus günstigen Aufnahme des Probevortrages — den Künstler zu einem neuerlichen Vortrag in Budapest eiuladen. Kartoffelaktion des Tempelvereines „Aeschel Awrohom". Auf Anregung Sr. Ehrwürden des Herrn Rabbiner Dr. S. Funk wurde vom Tempelvereitn in Verbindung mit der großzügigen Mazzesaktion des „Joint" an arme Tempelbesucher zirka 2000 Kilogramm Kartoffel verteilt. An diesem wirklich schönen Unternehmen beteiligten sich die Herren Obmannftellvertreter Schrämet und A d l e r, sowie die Herren Vorstaudsmitglieder Biß, C h l a m t a t s ch, Gar st l und Rieß in verdienstvoller Weise. (Ein jüdisch-historisches Filmwerk.) Wie uns aus New-Aork berichtet wird, soll in nächster Zeit ein von unserem gesch. Mitarbeiter Herrn Josef -Grob und Hermann Blumeuthal verfaßter großer, historischer Film aus dem jüdischen Leben des 17. Jahrhunderts zur Ausführung gelangen. Daß der Film ein großes Meisterwerk zu sein scheint, beweist die Tatsache, daß für das Manuskript allein 8000 Dollar geboten werden. Hofentlich werden wir auch bei uns in Oesterreich Gelegenheit haben, Grobs Filmstück zu sehen. „Woja" (Wirtschaftliche Organisation jüdischer Angestellter). Die vorn Gemeindembbliner Dr. M. Rosenmann im Verein mit angesehenen Vertretern verschiedener Berufslategorien Mitte Jänner l. I. ins Leben gerufene wirtschaftliche Organisation schreitet rüstig vorwärts, und erstarkt in jeder Weise. Am 9. April l. I. fand in den Festsälen des Kursalons die von einem vornehmen Damen-Komitee zugunsten der „Woja" veranstaltete Akademie statt, wobei die Kunstkräfte: Betty Fischer, Oskar Be reg i, Prof. Josef Sulz er, Fritz Lunzer, Ludwig Wodicka, Frl. Fröhlich, Nancy Bauer und die Koloratursängerin Marianne Strauß vorzügliches geleistet haben. In der Gesellschaft bemerkte man außer dem VereiuspräftdiUm Gemeinderabbiner Dr. R o s e n m a n n, Eisenbahn-Oberrevidenten Karl Blume, Schulrat Dr. Ad. Weiß sowie unter anderen Vorstandsmitgliedern den Präsidenten der Wiener Kultusgemeinde Prof. Dr. Alois Pi ck samt Gemahlin, Generaldirektor L ö w e n t h a l samt Frau, Regionaldirektor L. W e ch s l c r samt Gemahlin, Llbg. Reitzes, Gemsinderabbiner Dr. Grunwald samt Gemahlin, Herrn und Frau Dr. K r ü g e r, Herrn Gemeinderat Dr. P l a s ch k e s, Rechtsanwalt Dr. Leb Gold Hamm er samt Gemahlin, Gro ßindustviiell en Schüller, Direktor R o s n e r, sowie eine ganze Reihe von Bankdirektvren und Fabrikanten und sämtliche Damen des veranstaltenden Komitees. Das finanzielle Erträgnis entsprach den Erwartungen, jedoch d ü r f t e dasselbe n o chdnrchbev o r st >e h e n d e weitere Honorierungen der Ehrenkarten e i<n e Er- %ite 13 h ö y u n g c r f a h r e it. Der ideale Zweck der wirtschaftlichen Organ-isatiou wirkt werbsnd in allen sozial fühlenden Kreisen. Döblinger Tempelverein. Die unter dem Vorsitz des Obmannstellvertreter P e k a r e k am 3. April d. I. stattgehabte Generalversammlung des Döblinger Tempelvereines wies einen Massenbesuch auf. Der Vertreter der Kultusgemeinde Herr Dr. K r e n b e r g e r sprach seine Befriedigung ans über dieses untrügliche Zeichen der Lebensfähigkeit, welche ihren Ausdruck in den Ziffern des Rechenschaftsberichtes findet. Nach Genehmigung desselben fanden die Wahlen statt, welche außer der Wiederwahl der bisherigen Vorstandsmitglieder die Neuwahl der Herren Michael Tauber und Isidor Löwe nb e i n brachten. Die Leitung konstituierte sich wie folgt: Obmann: Eduard R e ch n i tz e r, Stellvertreter: Ludwig Pekarek, Tempelvorsteher: Dr. Bruno Werner, Schriftführer Dr. Jakob K o h n und Kassier: Wilhelm Löwy. Elisabeth-Heim für Kriegswaisen, Lehrmädchen und Arbeiterinnen. Am 22. v. M. wurde im „Elisabeth-Heim" in feierlicher Weise der erste Sederabend abgehalten. An demselben nahmen sämtliche 165 Schützlinge des Heimes sowie einige Damen und Herren des 'Vorstandes teil. Die religiösen Funktionen wurden, wie alljährlich, von dem Vorstandsmitglied Herrn Josef May in ausgezeichneter- Weise versehen. Nach Beendigung des Abendessens wurden die Anwesenden durch gelungene, der Feier des Abends angepaßte Borträge der Schützlinge erfreut. Die Älbhaltung dieser Feier wurde durch die besondere Fürsorge Sr. Ehrwürden Herrn Oberrabbiner Dr. H. P. C h a j e s und die werktätige Unterstützung des American Joint Distrilmtion Committee ermöglicht, wofür den Genannten ganz besonders herzlicher Dank gebührt. W. Barmizwahssiern. Samstag, den 7. d. M., fand die Barmirzwahfeier des Georg . Friedrich S ch ö n h e r z, Sohn des Herrn Isidor Schönherz und seiner Gattin Jda, im Gotteshause des Tempelvereines „Aeschel Awrohom" statt, besten langjähriger, verdienstvoller Kassier und Vorstandsmitglied der Vater des Konfirmanden ist. Zu der schönen Feitzr hatten sich der Vorstand, die Verwandten sowie viele Freunde und Verehrer des Hauses 'eingesunden. Nach altjüdischer Sitte trug der kleine Georg die Paraschah wie den Prophetenabschni'tt hi der weihevollen Melodie vor, die von frischen Kinderlippen gesprochen, einen tiefen Eindruck auf die andächtigen Zuhörer machte. Nachdem OberkaNtor I. G i b l i ch m a n n einen besonderen Mischeberlach in wirkungsvoller Weise zu Geihör gebracht, richtete Herr Rabbiner Dr. S. F u tt k an den Konfirmanden eine zu Herzen gehende Ansprache, in welcher er den Sinn ffirs Judentum bei seinen Eltern, die edlen Regungen, die großen, zahlreichen und mannigfachen Verdienste feines Vaters hervorhob und denselben als Vorbild hinstellte. Am Nachmittag vereinigte ein schönes Familienfest die Mitglieder und Freunde der Familie, wobei der junge Schönherz eine innige, von den Festgäften äußerst beifällig ausgenommene Rede hielt. Bon den Festgäften sprachen zur Feier des Tages zunächst Herr Obmannftellvertreter S. A d l e r, sodann Herr Hofrat Schlag, Herr Rabbiner Dr. F u N k, wie auch die Herren Leen mann, Bermann und Hirschfeld, die sämtlich die herzlichsten Wünsche für die Zukunft des Konfirmanden zum Ausdruck brachten. — Vorher (beim ersten Gottesdienst) fand die Barmizwahseier des Egon Hochberg, Sohn des Herrn Hermann und Frau-Hilda Hochberg, statt. In seiner Ansprache ermahntie der Herr Rabbiner den Konfirmanden der Tradition seiner vor--

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