Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1920
- Issue
- Heft 19 (17.11.1920)
- Date
- 1920-11-17
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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HM I I II II ,»» II IM llll III II IlHlllWIII IllWUllill ■»l'll ll f'll TI Nr. 19 Die Wahrheit Seite IS Goldene Hochzeiten. Donnerstag, den ll. d. M. beging Se. Ehrwürden Herr Rabbiner Professor Heinrich Reich mit seiner Gemahlin im engsten Familienkreise das Fest der goldenen Hochzeit. Gleichzeitig jährt sich zum 35. Male der Tag des Amtsaustrittes des Jubilars als Rabbiner des Tempels für den 4. und 5. Bezirk. In Bescheidenheit hat Herr Rabbiner Reich von jeder offiziellen Feier dieses Tages abzusehen ersucht. Der Vorstand des Tempelvereines, in dessen Vertretung die Herren Obmann Adolf H o f m a n n und Obmannstellvertreter Ignatz Taussik dem Jubilar die herzlichsten Gratulationen überbrachten, will aber auch an dieser Stelle seinem geistlichen Oberhaupte Dank für seine bisherige Tätigkeit sagen und ihm und seiner geehrten Frau Gemahlin die besten Wünsche für eine frohe, glückliche Zukunft darbringen. Möge der Jubilar im Kreise seiner Angehörigen noch viele viele Jahre in ungetrübter Gesundheit, körperlicher und geistiger Frische und Rüstigkeit verbringen können. * Im Kreise ihrer Familie begingen Montag, den 15. d. M. Herr Moritz Leitner, der langjährige verdienstvolle Präsident und Begründer der Kultusgemeinde Baden und seine Gattin Julie Leitner, die Begründerin und Pr äsidentin des Badener Frauen- Wohltätigkeitsvereines, das schöne Fest der goldenen Hochzeit in voller körperlicher und geistiger Frische. Das durch seine vorzüglichen Tugenden beliebte und geachtete Jubelpaar wurde von der Gemeinde, sowie von zahlreichen Freunden und Verehrern herzlich beglückwünscht. Samstag, den 13. November 1920 feierte Herr Samuel Altstadt und seine Gattin Perla das Fest der goldenen Hochzeit. Im festlich geschmückten Josef-, städter-Tempel, den Freunde und Verehrer des Jubelpaares füllten, ging die solenne Feier vor sich, zu der sich nebst den Familienangehörigen, Gemeindemitgliedern, auch der Präses des Josefstädter Tempelvereines, Herr Adolf Beck, der Vizepräses Gabor Rosenseld und die Herren Vorsteher Kommerzialrat Edmund Hacker, Leopold Robitschek, Direkor Anton Stein, Hermann Pollak und Philipp Weiß eingefunden haben. Der Jubilar wurde vom Kantor Grob feierlichst zur Thora ausgerufen und nach Vorlesung des Thoraabschnittes, als die Jubilarin vom Präsidium zum Altar begleitet, an der Seite ihres Gatten Platz genommen, hielt Herr Rabbiner Dr. Bauer eine überaus herzliche Ansprache an das Jubelpaar, in der er. die Bedeutung des so seltenen Festes auseinander setzte, die schöne, echtjüdische Wirksamkeit des Ehepaares schilderte besonders die Liebe und Ehrfurcht der Kinder - des Jubelpaares zu ihren Eltern hervorhob und den Segen des Almächtigen für dasselbe erflehte. Herr Oberkantor Schneeweiß, der sich trotz seiner verhältnismäßig kurzen Wirksamkeit in unserem Bezirke bereits die volle Sympathie aller Tempelbesucher erworben, rezitierte mit klangvoller Stimme das Mischeberach in erhebender Weise. Die Söhne des Jubelpaares, die Herren Max, Sigmund, Moritz und Ingenieur Oskar A l t st a d t wurden alle zur Thora gerufen und machten namhafte Spenden für verschiedene wohltätige Zwecke. Nach dem Gottesdienste wurde das Jubelpaar von allen Tempelbesuchern in herzlichster Weise begrüßt und beglückwünscht. G. Todesfälle.' Unter außerordentlicher Beteiligung fand Sonntag, den 7. d. M. das Leichenbegängnis des Seniorchefs der bekannten Lederfirma Salomon. Bauer, Herrn Salomon Bauer, Bruder des Oberkantyrs Jakob Bauer, statt. Der Verblichene war nicht nur in beruflichen, sondern auch in weiteren Kreisen ob seiner Tüchtigkeit sowie seines Wohltätigkeitssinnes geachtet und geschätzt. Rabbiner Dr. Grunwald hielt die Trauerrede, schilderte in bewegten Worten die hervorragenden Eigenschaften des Dahingeschiedenen. Die kantorale Funktion versah Oberkantor Morgenstern in wirkungsvoller Weise. * Am 16. d. M. wurde in Klattau Herr Jonas Steiner, das verdienstvolle Vorstandsmitglied der dortigen Gemeinde, unter großer Teilncchme zu Grabe geleitet. Adas Jisroel, 2. Große Schiffgaffe 8. Kanzlei: 3. Große Schiffgaffel. Am Schab des, Parascha Wajeschew (4. Dezember) werden im Bethause der Adas Jisroel der Eingang für Eliaus und die Spenden für Zedokoh vollständig Lchelek Loanijim (der sofortigen Armenbeteilung) gewidmet. Die Verteilung erfolgt am 2. Tage Chanuka, dem Jahrzeittage nach dem seeligen Rabbi Spitzer. — Aus Anlaß dieses Jahrzeittages wird am Vorabend des 2 Chanuka-Tages nach dem Maariw-Gebet im Beth Hamidr asch der Adas Jisroel eine Darascha abgehalten. — Am 2. Tage Chanuka, dem Jahrzeittage nach dem seligen Rabbi Spitzer, gelangen 2 Stipendien im Betrage von je K 300'—, Kronen Zweihundert, für unbemittelte, würdige Jünglinge, deren Eltern in Wien wohnen und die an einer Jeschiba mit besonderem Fleiße dem Thorastudium.obliegen, zur Vergebung. Gesuche sind bis zum 18. Kislev an den Vorstand der Adas Jisroel zu richten. Allgem. Hilfskoinmiffiou für Palästina, Wien, 4. Frankenberggasse 14, Geschäftsstelle: Wien, 3. Ferdinandstraße 23. Bethausverein Erdbergerstraße 1311-62 K., Israel. Gemeinde Ada 300 K., Sigmund Kurfürst, Wien, Spenden von seinem Minjan für Waisen 381 K., Siegfried Löwi, Mitrowica 200 K., Gutsverwaltung Pernhosen, Moritz Braun. Mitrowica je 100 K., Rozso Gergely. Zsigmpnd Deutsch. Fo. A. Engel, sämtliche in Budapest, je 50 K., Rabbiner Jakob Twersky, Wien 36 K., Frau Dr. Simon Budai, Budapest 30 K., Pros. Dr. Josef Herzig, Wien 25 K, Klischee-Fabrik Wilhelm Gergely, Gustav Hager, Johanna Keßler, sämtliche in Wien, Adolf Sommer, Mitrowica, je 30 K., Juwelier Josef Geiger, Wien I3'80 K., Heinrich Bober, Wien 10 K-, Wilhelm Grünwald, Wien 6 K. Spitalshilfe für Palästina, Hofrat Dr. Julius Schlag, Wien, 2. Obere Donaustraße 109, Geschäftsstelle: Wien, 3. Ferdinandstraße 23. (Für einzige jüdische Augenklinik in Jerusalem.) Tempelspenden durch Hauptkaffa der israelitischen Kultus-! gemeinde Wen 1. von Alfred Landesberger 2000 K.