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Die Wahrheit · 1918-05-31 · Heft 11 (31.5.1918) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1918
Issue
Heft 11 (31.5.1918)
Date
1918-05-31
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Nr. 11. ©eit* 8. Die Wahrheit Frau Raab, H. Lizepräsidentin, Herr Rosenstein, Schriftführer^ Frau Braun, Schriftführerin, Frau Engel, 1. Kaffierin, Frau Katz II. Kaffierin, Frau Gutmann, Revisorin, Frau Sußmann, Beirätin. Zn den.Borstand wurden gewühlt: Frau Dr. Grunwald, Frau \ Dr. Rieß, Frau Deutsch und mehrere andere. Laut Statut hat der B«ein folgende Zwecke: 1. a) Linderung der Not durch Hilfeleistung .an arme werdende Mütter, sowie bei Beschneidungen; d) durch Beistellung freiwilliger Helferinnen im Erkrarckungs- und Todesfälle armer Frauen; 2. Hebung des Interesses für das Judentum durch Veranstaltung jüdisch-wiffenschasüicher und literarischer Bortrüge: OrdenÜiche Mitglieder zahlen einen Jahresbeitrag von mindestens ß Kronen. Zuschriften sind an Präsidentin Karoline Goldschmiedt, 'S. Bezirk, Pstuggasse 5, Telephon 43722, zu richten. .Wie«. Mittwoch den 22. Mas fand im dichtgefüllten Saal des Niederösterreichischen Gewerbevereines der Bortrag der von Stephanie Forchheimer-Fialla über die soziale Kriegsarbeit der Frau im Deutschen Reiche statt. In fesselnder und geistvoller Weise behandelte die geborene Wienerin dies zeitgemäße Thema mit fortwährenden Vergleichen mtt Wien. Man konnte mit Genugtuung konstatrerkn, dich Wien weder im guten Willen noch Erfolg hinter Deutschland znrückstehe. Reicher Beifall lohnte die Vortragende, sowie die Dankesworte der Präsidentin der „Weiblichen Fürsorge", welche mit Freifrau Charlotte von Königswarter und Fräulein Rosa Schur den Bortrag veranstaltet hatte, dem ein ungewöhnlich distinguiertes Publikum, darunter die Gattin des Ministerpräsidenten Freihvcrn von Seidler, Frau Petrin-Forster, Frau Elsa Beer-Angerer . und die Spitze der Mischen Vereins- und Frauenwelt anwohnten. Wie«. Oberkantor Don Fuchs veranstaltete am 30. Mai im mittleren Konzerchaussaal einen ^Jüdischen Liederabend" unter Mitwirkung eines gemischten Chores (Leitung: i Gesangsprofeffor Artur Wolf), dessen außerordentlich in- . tereffantes Programm nachstehend wiedergegeben wird: 1. Posner: „Näher, mein Gott, zu dir"; 2. Lewandowski: Psalm 116; B. Nowakowski: „Die Hütte des Friedens" (Haschkiwenu) — Chöre mit Orgelbegleitung, Soli: Don Archs; 4. Volkslied: „O Chanukka"; 5. Rubinstein: Volkslied; 6. Artur Wolf: Hebräisches Wanderlied (Schir helech) -— ßieber für gemischten Chor; 7. Roskin : „Das neue Lied" (Don Fuchs); 8. Artur Wolf: „Der Tränenmillionär" (Don Fuchs); 9. „Rosinen mit Mandeln" (Chor mit Alt-Solo); 10. Artur Wolf: „Juda", Ballade für Solo mit Chor (Don Fuchs); 11. Brüll: „Ich werde sein"; 12. Neubauer: „Baum des Lebens" (Ez chajim). Sowohl der Konzertgeber OberEantor Don Fuchs wie auch die übrigen Mitwirkenden ernteten großen Beifall. Tesche«. (Konzert des Oberkantors Ferdinand Jura.) Samstag, den 18. d. M. fand im großen Konzertsaal „Zum braunen Hirsch" in Teschen ein großes Wohltätigkeitskonzert zugunsten des Blindenheims, des ehemaligen Opernsängers und Gesangsmeisters Oberkantor Ferdinand Jura statt, zum dem sich das feinste Publikum und die Gesellschaft von Teschen und Umgebung eingesunden hat uud bereiteten dem Künstler große Ovationen. Oberkantvr Ferdinand Jura, der in unserer Stadt Teschen des Krieges wegen sich aushält,'gesangpädagogisch tätig ist und als Künstler in unserer Stadt gefeiert wird, hat sich über Aufforderung ' entschlossen, ein Konzert abzuhalten um» zwar zugunsten des Blindenheimes für Teschen. Ueber die Fähigkeiten des Herrn Oberkantors Jura viel Worte zu verlieren, ist überflüssig. Herr F. Jura besitzt eine erstklassige Stimme und eine seltene Technik; mit seinem Bortrag verstand der Künstler das Publikum zu begeistern. Mit einem Worte, Herr Jura, ist ein Meister der Gesangskunst. Wir erwähnen noch, daß Frau Josi Steinhardt, eine Schülerin des Konzertgebers an dem großen Abend teilgenommen hatte und mit ihrer schönen, gut geschulten Stimme viel Beifall gefunden. Die junge Dame ist bereits für 1919 an das Opernhaus in Frankfurt a. M. verpflichtet. Das Publikum verlies den Saal mit großer Begeisterung und wünschten ein zweites Konzert, weiches sich Oberkcuüor Jura entschloffen hatte mit seinen 18. Zöglingen, noch im Monat Juni abzuhalten. Spende« für de« Leopoldstädter Tempel. ' Dem Komitee sind in der abgelaufenen Woche nachstehende Spenden zugekommen: Bon Herrn Robert Fanto K 5050, C. 2000, Herrn Moritz Winter 500, Herrn Jakob Lustig 50, Herrn Julius Gutfeld 50. Herrn und Frau Ignatz Ehrlich 500, Herrn Dr. Arnold Segal 1000, Herrn Heinrich Eißler 1000, Frau Amalie Beck 100, Herrn Moritz Pollitzer 100, Herrn kais. Rat Max Frankl 50, Herrn Franz Friedländer 50, Herrn Adolf Pollitzer 50, Herrn Benjamin Jsaksohn 300, Herrn Max und Frau Regine Silbermann 100, Herrn Alfred Kuschnitzky 50, Herrn Brand 50, Herrn Adolf Weil 50, Herrn Ludwig Gsler A), Herrn Dr. Heinrich Schreiber 100, Herrn Profeffor Dr. S. Ehrmann 300, Herren Samuel Rosenzweig & Bruder 200, Herrn kaiserlicher Rat Dr. S. Krüger 100, Herrn P. B. Czaczkes 100, Herrn k. k Baurat Dr. Techn. Sigmund Desris 1000, Herrn Börsensensal Jacques König 300, Herrn Börsensensal Julius Stern 300, Herrn Jakob. Kligler 50, Herrn Philpp Rentz 200, Herrn k. k. Kommerzialrat Hugo Herzfelder 500, Herrn Adolf Fried 500, Frau Flora Knina 300, Herrn Alois Glaser 50, Herrn Leopold Reller 100, Firma C. Karpel & Co. 100, Herrn Emanuel Allina 50, Herrn Samuel Kohn 100, Herrn Dr. Jakob Deutsch- 400, Firma Fuchs & Haas 200, Herrn Eugen Ernst 100, Firma Julius Engel 4- NeumanN 100, Frau Rosa Berger 100, Herrn Leopold Rosenbaum 50, Herrn Leopold Selmeczi 300,. Herrn Ignaz Selinko 400, Herrn Bernhard Winterstein Erhöhung auf 650, zusammen K 17.750 ab bereits ausgewiesen: Bernhard Winterstein K 500.—, bisher ausgewiesen: K 815.668.30. Gesamtsumme K. 832 918 30 „Anonym" K 10.000, Herrn Samuel Reitmann 200, Herrn Samuel BÄH 500, Herrn Ignaz Schreiber 500, Herrn Lipe Türkl 200, Herrn Hermann Reif 500, Herrn Moritz Oesterreicher 500, Herrn I. Z. Schütz 1000, Herrn Alfred Pollak, Ritter von Rudim 1000, Herrn Adolf Reiniger 100, Herrn k. k. Regierungsrat Wilhelm Neumann 300, Herrn Richard Schwarz 100, Herrn M. Pordes 200>. Herrn Rabbiner Dr. Max Grunwald 200, Herrn Richard Pick 100- Herrn Samuel Metzger 100, Herrn Hermann Pollatschek 50, Herrn f errn M. Lustig 50, Herrn Siegmund Boschan 50, Herrn Heinrich ary 2000, zusammen K 17.740'—, bisher ausgewiesen L 832.918 30. Gesamtsumme K 850.658 30. Achte öflerr. Kriegsanleihe Steuerfreie 5V2% amortisable Staatsanleihe und steuerfreie ^1/2°/o kündbare Staatsschatzscheine. Auf Grund des Gesetzes vom 11. März 1918, RGBl. Nr. 90, werden als Achte österreichische Kriegsanleihe 1. eine steüerfteie 5%°/o amortisable Staatsanleihe und 2. steüerfteie 5'/,% ab 1. September 1923.. halbjährig kündbare Staatsschatzscheine ausgegeben. Der Gesamtbetrag der Kriegsanleihe wird auf Grund der Ergebnisse der öffentlichen Subflription festgestellt werden. Die steüerfteie 5%% amortisable Staatsanleihe ist in Serien zu 5,000.000 Kronen eingeteilt und wird iri Abschnitten zu 50, 100^ 200, 1000, 2000, 10.000 und 20.000 Kronen ausgefertigt. Die Stücke sind vom 1. Juni datiert und tragen in Faksimile die Unterschrift des k. k. Finanzministers und die Gegenzeichnung des Präsidenten und eines Mitgliedes der Staatsschuldenkontrollkommission des Reichsrates. Die Schuldverschreibungen lauten auf den Inhaber und werden mit 5%% fürs Jahr verzinst. Die Zinsen der Abschnitte zu 100, 200, 1000, 2000, 10.000 und 20.000 Kronen werden in halhjährigen Raten am 1. März und 1. September eines jeden Jahres nachhinein, die Zinsen der Abschnitte zu 50 Kronen in ganzjährigen Raten am 1. September eines jeden'Jahres nachhinein ausbezahlt. Die Schuldverschreibungen sind mit 22 Kupons, deren erster am 1. März 1919, bezw. bei den Abschnitten zu 50 Kronen am 1. September 1919 fällig ist, versehen; ferner ist ein Talon beigegeben, gegen welchen seinerzeit die weiteren Kupons ohne Anrechnung von Kosten oder Gebühren bei der Staatszentralkaffe erhoben werden können. Die Zinsen vom 1. Juni 1918 bis 31. August 1918 werden im Abrechnungswege vergütet. Die Anleihe wird zum Nennwerte zurückgezahlt und unter Einhaltung eines annähernd gleichen Zinsen- und Kapitalszahlung umfassenden Annuitätenaufwandes in den Jahren 1924 bis 1958 auf Grund von Auslosungen getilgt. Die steuerfteien 5%% Staatsschatzscheine lauten auf den Inhaber und sind in Abschnitten zu 1000, 5000, 10.000 und 50.000 Kronen ausgefertigt; sie sindvom 1. Juni 1918 datiert und tragen in Faksimile die Unterschrift des k. k. Finanzministers und die Gegenzeichnung des Präsidenten und eines Mitgliedes der Staatsschuldenkontrollkommission des Reichsrates. Sie sind in deutscher Sprache ausgestellt; der wesentliche Inhalt des Textes ist in den Landessprachen beigefügt. Die Staatsschatzscheine werden mit 5x/a°/o fürs Jahr verzinst. Die Zinsen werden in halbjährigen Raten am 1. März und 1. September eines jeden Jahres nachhinein ausbezahlt. Der Kapitalsbetrag der Staatsschatzscheine wird an dem durch die Kündigung bestimmten Fälligkeitstage zurückgezahlt werden. Die Auszahlung der Zinsen und die Rückzahlung des Kapitals erfolgt ohne jeden Steuergebühren- oder sonstigen Abzug gegen Einlieferung der fälligen Zinsenkupons, beziehungsweise Staatsschatzscheine bei der k. k. Staatszentralkaffe in Wien. Die Zinsen vom 1. Juni 1918 bis 31. August 1918 werden im Abrechnungswege vergütet. Der Zeichnungspreis beträgt: für die steuerfreie 51/,0/» amortisable Staatsanleihe 92'5%, für die steuerfteien 5ly2ü/o, kündbaren Staatsschatzscheine 96%. Der Zeichner erhält eine Bonifikation von einem halben Prozent und bei der amortisablen Staatsanleihe außerdem eine einmonatige Zinsenbonifikation. Der Anschaffungspreis ist bei Zeichnungen bis 200 Kronen gleich bei der Anmeldung mit dem vollen Betrag zu entrichten. Bei Zeichnungen über 200 Kronen sind bei der Anmeldung der Zeichnung 10%, am 29. Juli 1918 und am 28. August 1918 je 20%, am 28. September 1918 25% des Nennwertes und am 28. Oktober 1918 der Rest des Anschaffungspreises einzuzahlen. Die Supskription beginnt am 28. Mai 1918 und wird Dienstag, den 2. Juli 1918, 12 Uhr mittags geschloffen.

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