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Die Wahrheit · 1918-02-08 · Heft 3 (8.2.1918) · page 6

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1918
Issue
Heft 3 (8.2.1918)
Date
1918-02-08
Page
– (sequence 6)
Language
German
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~ Gerte S. Die Wahrheit Nr. 3. AwtKftrbilüum. ' ' In imposanter Wesse feierte die Agramer israetzttsch« " NuMsserüerudf am 14. v. M. das Fest des stmfzigjährigen Ärntsjübilämns ihres ehrwürdigen verdienstvollen - Oberrabbiners, des Herrn Dr. H o s ea Ja c o b i. Umhirlb.41 Uhr vormittags fand im Kultustempel ein Festgottesdienst statt, dem ern Kopf an Kopf gedrängtes Publikum anivohnte. Unter den Anwesenden sahen wir den Chef der Kultus- und Unterrichtssektton der kroatisch-slawomschen Landesregierung Herrn Mlan R o j c und den Bürgermeister der Landeshauptstadt Agram Herrn Dr. Stephan Srtulj. DerZubilar, der vor» dem Obmann des Tempelkomitees Herm Scünnel Ornstein und dessen Stellvertreter Herrn ZeänS chön abgeholt worden war, wurde beimTempet- «ngange von den beiden Vizepräsidenten Herren'Otto Stern und Rudolf B e r n st e i n erwartet und,- während der Chor unter Orgelbegleitüng Naumburgs „Halelujoh" sang, zu seinem mit Reisig geschmückten Sitze geleitet.- Dü- , selbst begrüßte ihn der Gemeindepräsident Herr Dr. Robert Sieben sch ein. mit Worten großer Herzlichkeit. Sodann fand der Festgottesdienst nach folgendem Programm statt: 1. „Min hametzar“ von Halevy, mit seltener-Präzision und äußerst effektvoll gesungen' von Oberkantor Herrn Josef ReAdi, dessen herrlicher Heldentenor förmliches Aufsehen . erregte, und von dem von Herrn Kantor Siegmund Werntraub mit Meisterschaft dirigierten Chore. 2. Festpredigt ,, des Jubilars, der unter großer Rührung des Publikums dem Allmächtigen dankte, daß er ihm die Kraft gab, das t zu halten, was er vor fünfzig Jahren der Agramer Gez , meinde versprochen hatte. Mit bewundernswerter Cloguenr zeichnete der Redner, dessen geistvolle und rührende.Predig, " «r ein Gebet um den Segen Gottes für Sem« Majestät das Vaterland, die Stadt und die Gemeinde und um baldigen Fttedeu ausklang, feine bisherige Tätigkeit. <3. „Mis- «iaür iessodoh“, von Halevy, Mtsolo, unter großer Wirkung und mit glänzenden Stimmitteln vorgetxagen von , Krau Dwtga Stern.' 4. Gebet des Oberkantors. 5. „Dalmitte chachomim marbim scholora beoloin“, komponiert und mit Chor- und Orgelbegleitung gesungen von-Herrn " L^erkar^rr Rendi. Nach dem Gottesdienste wurden in der-Wohnung des Jubilars Gratulationen dcüHebracht. Ws der Jubilar vom' Tempel nach Hause zurückkehrte, rvurde - er am Eingänge.. seiner Wohnung von weißgekleideten Knaben und Mädchens, «wartet, welche Spalier bildeten -und Blumen streute«.. / Gratulationsansprachen hiett-en: Im Namen der israelitischen Klütusgemeinde'der Präsident Herr Dr. Rodert-Sr eben-... schein, der als bekannter Meister der Rede-die Gefühle7 der Liebe und Hochachtung der Gemeinde in. glänzender Mise Mn Ausdrucke brachte; im Namen der israelitischen' PEsschule die Schülerin Ruziea Sch lefin ger; der Pvchrdent der Megger .Kultusgenreinde Herr Dr.: Hugo ..Spitzer für die Essegger Gemeinde und andere Lkcktusgemeistden Slmvoniens; Herr Oberrabbiner Dr. Simon Ungar aus Megg ecks Führer der Deputatton .von Rabbi- «en, bestehend üus den Herren Obecrabbiner Dr. Diamant- Vnkovar, Prof. "Dr. Gavro Schwarz-Agram, Feldrabbiner, Dr. FranMtrter-Binkovc^, und Rabbiner Goldstein>Kutin</ gediegenem Hebräisch), für die Rabbinen Krostten-Sla- 'Herr Oberkmttvr Josef Rendi für den Oester^'/- -reichisch-rmgarffcheN Kantorett-Verei« und den KantEn-Verem HröW«r-Slmvonie«s. Diese Deputation bestand aus idem 'StHveSM Hi^srr Zeilen Und den Kollegen FintzechutrHSelovar',' AMlfensohn-Kopttvnica, Weintraub und Neumann-Agram; für die Agramer Chewra-Kadischa der Präses-Herr königl/' fßät Wrchor A. Alexander^ für deü-Mgramer israttitt- /FrEnvevein^ die Präschonttn FMu/Rvsa Ja c 0 b i; Z|£r He is^relrttsche Ferienkolonie Agram' die Präsidentin ^FckM'Mldä tz. Deutsch; für die MrüMsche Organisation. Herr Sekretär Josef Krauß; für-den Universitätsklub „Judäa" Herr stuck, zur. Leutnant Zfiga Reumanns r für gewesene.SchülerHerr Unwert itätsprofeffor i. P, Doktor da David Gege n; für dey Vhttelschülexklusi „OstiMiNa" d-.Obmann. Hei m.; für dm ^OrthosibD'MxejMüng^Herr . -mann MiMm -E ttg e l s-r.a t h. /.'Der Mtßllrdige Mhilar hat alle» DepMttostey treffend erwidert.' ' ' '"!i%ut Bon Chatm-Bloch .(Delatytt) nach den ln dein hebräischen SammeltvE der „Mlfüchen Helehttentzttprache" von.HHles ünb'UANgrr GWcüchen gearbeitet." ' ' .Der.Mrrch. .Rabbi Gedalje Tiktm, Rabbiner in Breslau, ging ay einem Mertag von der Synagoge nachhause, und btzMnete einigen Zigarren rauchenden Leute> "und er begrüßte M/„Gut Sabbat".. Uzch als ihn die Leiste auf den Irrtum, aufmerksam Machten/ daß heute' „Zomtow" (/-- Feiertag) - ist, erwiderte er: „Da ich Euch-'rauchen sah,/dachte ich, es sei - Sabbat."; ., Warrzm A^rahaur mit ,,Wix" redete r v. Zaleski, Gouyertteur von Galizierr,. frggte einmal den ChaffsiMvcchtn Gaspm. R-okeach «M, Betz.:., Es heißt in der Bibel: Und Abraham sprach zu seinen Knabe» : „Bleibt Hr hier mit dem Esel, ich und der Knabe wollten dorthin gehen und wenn wir unseres verrichtet haben, kehren wir zu Euch um" (I. B. Mos., 22. 5). Da Abraham w i r gesagt hatte, ist ja zu ersehen, daß er nicht in der.Absicht auf den Moria sich begab, um Jizchak .zu opfern. Der . Rabbi erwiderte: „War ja Abraham das Oberhystpt der Armaer und-ihr Herrscher und als solcher redete er mit „Wir". * » * . Welt. - Ms Man Rabbi Zwi-Hii^ch, ^»vin .von Berlin.erzählte, daß - der bekannte iSchrfftsteller Jizchcck. Büchel Mch^ißefteffch Hk, äußette.er sich : „Eine mmgekchM MÄ^.MHWen G VE Schwem men -Eichel HMMäMg eßi MHet datz ' Schwnn." * '* * Pvm Baselpr Als der bekannte Kampfer für daß jüdische .Ritual- , schachten /Dr,. Dembo vom ZionistenkongreH 'in Bgsel«zuttrck- .kehrte, . wyrde zu dessen ‘ Ehren in' Kowno x ein 'BaÄet ver- : ärfftaltet.. Einer der Tafelrunde richtete an Hst die 'Frage: „Mas hatten Sie, Herr Doktor, auf den ZionistenkongreH zu suchen?" „Ich begab mich nach Basel/' antwortete Dr. Dembo, ' „um. bei den Zioniftenführern zuerwirken, baß sie ryr. neuzuerrichteten Judensiaat kehr Schächtoerbbt einführerr jollen." > ' , i A-chpr chetz rEin zmn.MBstenttms; .Ws«hvcke.«ex Jstde, der dann Mieder zMprHvdentM-MückttWe^ richtete. den,Rübbmre VM Wien:bi^-riküWe Frage, vb .er .nun, ba. er ^men Rücktritt zum Judentum behördlich durchgMhxt'tzM, emAtuelles T-au^äd unbedingt Hensttge, Da epiWMvte Hm best Rabbiner: „WohL nMWkte- Mbbi M .von Wilna, m feinest. Glossen an, . dcch-M.Mcher.Jude -,«in riwellch Wnchbg^sichnD müsst, wegen des;GenMesyerbottnen Speisen" wHckstd seiner Christenheit, doch vermag ich nicht diese AnyrhmtngIn Wien GeltüNK.-W-chMgest da.ich sanft aU'GeHeindebdrsteher Tag für Tag aus demselhen Grundx zym Baden p^Mch^n «nWe." * - » * , . DiMHeschichtM^Mrttbre-e. . In.eMer^ MinMMdffchen., Gemeinde siarh ein reicher Hreigeift, dessen 'Söhne,sthr emfW'reich warM. der'Rabbiner kostute '^Ker HrEWmHh, bst ÄasterredeÄMWren Vater ' zu"h'cMn,-rychb«nAagtzn.. WD^nckG.in-ME'Mde auf das

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