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Die Wahrheit · 1917-03-23 · Heft 6 (23.3.1917) · page 7

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1917
Issue
Heft 6 (23.3.1917)
Date
1917-03-23
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 6. Die Wahrheit Seite 7. wenn in Kürze einige Daten über die im Lande selbst aufgebrachten Geldmittel und über die Zahl der für den Wiener Verein angeworbenen nuterstützenden Mitglieder veröffenlicht würden. . B . . . t. Dringende Bitte für unsere jüdischen Krieger an der Südtiroler Front. Znm drittenmal werden wir, allem Anscheine nach, das Pessachsest im Getümmel des Weltkrieges begehen. Der Augenblick der Wettruhe ist noch nicht gekommen. Ist es schon für den frommen, gesetzestrenen, zivilen Jehnda unter den Heuer obwaltenden Umständen überaus schwer und mühsam, das Nötige zu beschaffen, um den rituellen Anforderungen des schönen und gestrengen Festes gerecht zu werden, so besteht diese Schwierigkeit umso mehr für die von der religiösen Betätigung vielfach ganz abgeschlossenen Feldgrauen. Und doch wird die jüdische Gesamtheit und jeder einzelne gute Jude nichts nnterlasseu, um auch Heuer der Schwierigkeiten Herr zu werden und das geliebte heilige Fest in gewohnter, altererbter Vätersitte zn feiern. Darf da unserer braven, heldenmütigen Vaterlandsverteidiger und der glanbensgenössischen Kriegsgefangenen vergessen werden? Gewiß nicht. Jeder, der einen Sohn, einen Bruder. Freund oder Verwandten im Felde hat, weiß und muß fühlen, was im Herzen des Teuren vorgeht, wenn der Zeitpunkt des weihevollsten der Feste, das Pessachsest, mit den herrlichen Sederabenden verannaht. Wer noch dazu, wie der mitgefertigte Militärseelsorger, Gelegenheit hat, mit den Soldaten in religiöse Fühlung zu treten und immer wieder die flehentlichen Bitten zn vernehmen, ihrer für die rituelle Pessachversorgung eingedenk zn sein, wird begreifen, wieso man sich, wenn auch nicht leichten Herzens, entschließen kann, mit einem Weckrufe, wie den vorliegenden, der aitch im Vorjahre an dieser Stelle erschien, an die ohnehin stark belastete jüdische Oeffentlichkeit heranzntreten. Die besten und edelsten jüdischen Söhne Oesterreichs und Ungarns stehen hier gemeinsam mit ihren Kameraden anderer Konfession in treuer, todesverachtender Wacht gegen den wälschen Erbfeind. Sie verdienen, daß auch ihren heißen seelischen Wünschen, wenn auch unter den schwersten Opfern, Rechnung getragen werde. Von der k. n. k. zuständigen militärischen Obervehörde wird, wie im Vorjahre, auch Heuer über Einschreiten des Gefertigten das gewohnte, verständnisinnige Entgegenkommen in weitmöglichstem Maße nicht ansbleiben. Schritte zur Beschaffung der Mazzoth sind auch zweckentsprechend eingeleitet worden, weshalb es die Gefertigten unternehmen, schon jetzt die Bitte ansznsprechen: Helfet uns, Euren Söhnen und Brüdern, Gatten und Anverwandten (ferner den religiösen Kriegsgefangenen) eine große seelische Sorge abznnehmen und ihr frommes, für Gott, Kaiser und Vaterland treu schlagendes Herz zn erfreuen. Gegen tausend jüdische Sdldaten und Kriegsgefangene wurden voriges Jahr mit Mazzoth und teilweise auch mit Wein versehen. Mehr als 100 Mann von Meran und .Umgebung erhielten volle rituelle Verköstigung während der ganzen Festdauer. Leider mußten viele zu spät eiugelaugte oder der Verhältnisse wegen unerfüllbare Wünsche unserer lieben Feldgrauen unerfüllt bleiben. Wir hoffen, daß dies letztere heuer nicht der Fall sein wird müssen, wiewohl die Anzahl der rituell zu verköstigenden Soldaten bedentend größer ist. Die Namen und Zuwendungen aller Spender werden der k. u. k. Militärbehörde bekanntgegeben und in den Zeitungen ansgewiesen. Für die Kommission zur rituellen Verköstigung der jüdischen Armeeangehörigen und Kriegsgefangenen im Bereiche des XX. Korpskommandos des Heeres-Gr.-Kommandos FM. Erzherzogs Eugen. Der k. u. k. Feldrabbiner beim Heeres - Gr. - Kommando FM. Erzherzog Engen, XX. Korpskommando. Dr. Adolf Alt m a n n, Rabbiner und Prediger für Südtirol in Meran. Jakob B e r m a n n Panl Berge r. Kassier. Schriftführer. Sendungen au die k. u. k. israelitische Militärseelsorge (Feldrabbiner Dr. A l l m a n n, Meran). Ausweis. Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger Waise» der israel. Knttusgemeinde Wien. Spenden: Ein. Lustgarten L 3. Wilhelm Schön 5, Leopold Herzog 5, Dr. Arthur Wolhemr 3. Ein l B ständig 5, Franz Waldniann 10. Dr. Berthold Fried 10, L. Kall;r 5, Hngo Pater 5, Josef Nobel 5. I. Reichsseld 20, Therese Sachsel 10, Z. Körner 5, Samuel Goldmann 20, Dr. Techn. Siegmund Defris 5, Carl Mislap 10, 2. Stricker u. Söhne 5, Soma Bn inner de Tarany 2, C. Michalnp 2, Emannel Sobek 10, N. Jerusalem 10. Brüder Tauffky 5. Siegmund Moser 5, Kau'. Rat Max Duschnitz 20. Kais. Rat Karl Grünhut 5, Hedwig Abel 10, Dr. Wilhelm Scvönwald 3, Richard Löwinger 10, Heinrich Abeles 20, Julius Förster 5. Amalie Haber 5, Wilhelm Löivbeer 10. Jahresbeiträge: H.lene Schiff K 10, Adolf Engel 5, Max Srraßer 10, Friedrich Philipp I lenko 10. Franz Schleiffner 100, Bunzl n. Bi ach 20, Emil Königste,n 5, M. Grad Söhne 10, Friedrich Hirsch 2, Friedrich Fürst 2, Joses Breitenbach 5, M. Karpeles 4. Julius Paul 10, Adols Müller 10. Dr. Felix Maas, Justiz- Rat 10, Dr. M. Weil 10. Karl Ehrerizweig 10. Heinrich Tandler 10. Regine Schwitzer 10, Sandor Kunstadr 5. Siegmund Stern 5, Hermine Sqnarenma 5, Hermann Reis 10, Ernestine Silberberg 10, Olga von Geist 10. Gustav Heinscheiner u Co. 20, Josef Gleicher 5, Mizzi Löw 10. Direktor Ferdinand Calm 2. Joief Benedek 5, Hermann Gewitsch 5, Dr. Gustav Grümvald 3, Sun. Horwitz 5, Emma Mandler 10, Heinrich Tlefenvruuu 10. Alber Ornstem 10, Dr. Brnnuo Bauer 5, Otto Graf 4. Adolf Brunn 10, Frau Edmund Sohr 3. Marianne Glaser 5. Hans Fischl 2, Barch u. Walkowitz 10. Isidor Rosenberg 10, Engenie Lampel 1, Simon Wang 2. Frau Kais. Rat Fann. Tritich 2, Baningenieur Anton R. Fleucht 10, Jalins Bunzl, Apotheker 5, Karl Goldsteiu 20. Berthold Bellak 3. Brüder Dnb 50. Berger u. Rosenfeld 10. Verschiedene Nachrichten. Wien. (Erlaff des k. u. k. K r i e g s m i n i st e r i u m s Abt. 12, Nr. 26000 von 1916, betreffend: Osterbrotbesch a f s u n g für die Mannschaft israel. K o n f e j s i o n.) Das k. u. k. Kriegsiunlisteraun hat mit obzitiertem Erlaffe im Sinne eines Vorschlages der k. u. k. Militärseelsorge in Wien alle Militärkommanden angewiesen, das für die gesamte jüdische Mannschaft im Milirärkommandobei eiche erforderliche Quantum Osterbrormehl der israel. Kultusgemeinde am Sitze des Militärkommandos gegen Bezahlung zn ersolgen. Da die Beschaffung von ritnellzn» bereiterem O st e r in e h l nicht erfolgen kann, ist zufolge der von der israel. Militärseelsorge erteilten Dispens für die neun .n Betracht kommenden Tage (das ist vom 6. bis rnkl. 14. April 1917) Nicht das sonst gebührende Brotmischmehl, sondern reines Weizenmehl zuzuweisen. An diesen neun Tagen entfällt die Fassung des normalen ärarischen Brote» und der Mannschaft jüdischen Glaubens ,st das Brotrelutnm zu geben, womit sie sich die Ofterbrote von der Anltnsgemeinde zn kaufen haben wird. Die Zubereitung der rituellen Ko st hat nach den Bestimmungen des Erlaffes des k.». k. Kriegsmiilisteriums, Abt. 12. Nr. 13.008 vom 13. Jänner 1917 zn erfolgen. Wien. Das k. u. k. Kriegsministerium hat mit Beiblatt 9 zum Berordnungsblatt für das k. u. k. Herr, unter Z. Abt. 9 Nr. 4621 vom 17. Feber 1917 eine „Uebersichr über die iu der Zeit vom 1. Feber 1917 bis 31. Jänner 1918 N. Sc. nach Dienftznläisigkeit freizngeben» den Feiertage" ausgegeben, welcher zn enrnehmen ist, daß sür jüdisch e Militärpersonen folgende Feiertage als freizngebende Tage gelten: der Nachmittag des 6., der 7. und 8. April (Ostern), dann der 27. und 28. Mai (Offenbarnngsfest), der 17. und 18. September (Neujahrsfest), daun der Abend de» 25. und der 26. September (Versöhnungstag). Wien. Herr Kanror Jakob Ducke ff. der sich m Bern ss - kreisen besondere Wertschätzung erfreut, beging am 11. d. M. g'le ichzeitig mit der Feier des 2o jährigen Jubiläums seines Wirkens an der Synagoge „Talmud Thora. II.. Malzgaffe 16. auch die B-rlobun g seiner Aochter des Fräuleins Ernestine Dnck.ß mit Herrn Benno Fe uerstein. Es hatten sich in der Wohnung des Herrn Jubilars die Herren Rabbiner H. Schenk und N. Fciedmann, Herr Obmann Leopold H irsch mit den Borstalldskollegeu der „TalMitd Thora" und der bsnachba rteu

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