Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1915
- Issue
- Heft 17 (30.4.1915)
- Date
- 1915-04-30
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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'.V;. 17. Tie Wahrheit Seile 7. titmer jede Hoffnung auf Wiederer langung der ihnen geraubten Gegenstände anfgegeben haben und auch die Nältber sich nicht statt des Lebens mit der Berlte befriedigt hätten, wenn sie diese nicht verkansen könnten. (Gittin.) Gefangenschaft ist eine Sühne der Sünder. Wehe den Kindern, welche vom Tische des Vaters gefangen fortgeführt werden. Moses hat, ohne daß es ihm Gott befohlen hat, von selbst an die feindlichen Völker vor Beginn des Krieges Friedensboten geschickt. (Midrasch Chnkoth.) Suche den Frieden und jage ihm nach. (Ps. 34, 15.) Der in deinem Gebiete Frieden macht, sättrgt dich mit dem Fett des Weizens. (Ps. 147, 14.) Als die Stadt Berhar belagert wurde, sagten die Schulkinder: „Wenn der Feind herkäme, mit unseren Federkielen würden wir ihn töten." Nach dem Siege hat er die Köpfe dieser Kinder an den Felsen zerschmettert. Dr. Fr.-Gr. Spendenliste für die Plenarsitzung des K n l rn s v o r ft a n d e s am 22. April 1915.; , An Spenden sind eingelanfen: Bon Herrn Dr. Otto Mahler namens der Erben nach dem sel. Herrn Moriz Weiß: Legat für das Spital der israel. Kultusgemeinde ■ znr Errichtung einer „Mvriz Weiß-Dnschinsky Bett-Stiftung ....K 12.000 — „ Dr. Bena Adler, Legat nach dem sel. Herrn Moritz Glück für Arme ......... „ 1.000 — „ David und Frau Emmy C a h n S p e i e r znr Verteilung an Arme nnd Soldaten an- - läßlich Pessach.„ 1.000-— » Prof. Heinrich Spitzer anläßlich des Ablebens seiner Mutter für das Jeiteles-Pründuerittnenhuus . . X 150'— für Familien mit zahlreichen Kindern, welche ihre Ernährer verloren haben „ 150'— „ 300'— n „ Dr. Karl Trinczer, k. u. k. Leutnant, für jüdische Arme.„ 100.— n ,, Dr. Ferdinand Reich, anläßlich des 75. Geburtstages des Herrn Bize-Präs. Dr. Gustav Kohlt für die Dr. Gustav Kohn-Stiftung . „ 50 — „ dem Personale der Firma I. B. Maurner als Krauzablösuttgsspeiide für die sel. Frau Helene Töpfer zngunsten der Witwen nnd Waisen nach gefallenen jüdischen Kriegeru . „ 27'— „ „ Gustav Stern für Arnie.„ 20'— „ Frl. Julie Reich für rekonvaleszente Soldaten . „ 10'— „ Frau Julie Squarenina Spende von monatlich X12.— zur Unterstützung armer isr. Mütter, die einen während des Krieges geborenen Säugling haben und deren Ernährer abwesend ist. Für unsere notleidenden G l a nb e n s b r ü d e r iu Palästina. Von den Kindern des sel. Herrn Barnch Kohn anläßlich des Sterbetages ihres sel. Vaters .... X 230'— „ Familie Ornstein.K 200'— „ Herrn Max Klamper.„ 10 — „ 210 — Von Frau Regine Pollak.X 20 — „ Bethaus-Verein Bet-Hamidrasch, Ohel Abraham.„ 30 — „ „ Marie Kann. . . . „ 50'— „ „ Karoline Lichtenstern .„ 50'— „ Herrn Ernst Hirsch . .. 50 — Durch die Isr. Allianz von Herrn Salomon Tauber . „ Von Frau Helene Honig.X 4*— „ Bethausverein, III. Erdbergstr. 15 „ 54'— „ Herrn Sigmund Hahn, als Sühuebetrag in Sachen Perlberg.„ 30'— „ „ Frau Josefine Pisk.X 20 — „ „ Lina K ö r m e u d i.. 10*— „ „ Anonymus im Gedenken an Dr. Maximilian Steiner s. A. .X „ Frau Leontine Neurath.• . . „ Vom Tempelverein Wieden-Margarethen.„ 200 — 30*= 88-- 30'- 10 — 20 — 223 — Entnahme der Sammelbüchsen im Bethause Scadr: Für den Waisenverein X 711*37, für die Chewra Kadischa 168 72. für die Armenanstalt 154*19, für die Notleidenden in Jerusalem 105*17, für das Jeiteles-Armenhaus 97*04, für den Frauenverein I. 71*60, für die Kinderbewahr-Anstalc 58*10, für die „J,raelitljche Allianz 46*65, für den Wöchneriiiuen-Perband 38 82, zusammen X 1451*66. Aufruf! Trotz der Ungunst der Zeilen, trotz der schweren materiellen Opfer, welche der gigantische Krieg auch uns Oesterreichern anserlegt hat, tritt das gefertigte Komitee wieder einmal an die Oeffentlichkeit mit der ebenso innigen als herzlichen Bitte, desselben auch weiterhin zu gedenken, damit das Komitee nicht gezwungen ist. seine Tätigkeit ejiizustellen. Es wäre dies gerade jetzt ein umso härterer Schlag für die so bedauernswerten Flüchtlinge, als zwei andere Gratis- Frühstücksstitben in den letzten Tagen ihre Pforten zu schließen gezwnngen waren, weil eie beiden in Betracht kommenden Lokale seitens der bezüglichen Hausbesitzer für andere Zwecke in Verwendnng gebracht wurden. Wir wollen uns bemühen, den Flüchtlingen so lange das ohnehin karge Frühstück zn verabreichen, bis es denselben ermöglicht sein wird, in ihre Heimat znrückznkehren) sollten die Mittel —■ was anfs tiefste zn veklagen wäre — nicht bis zn diesem hoffentlich recht nahen Zeilptlnkte ansreicheu, so wollen wir wenigstens so lange durchhalten. bis die warme Jahreszeit eingetreten ist, wo der Mangel eines warmen Frühstücks für die Flüchtlinge tlicht so empffndlich sein wird, wie dies jetzt der Fall wäre. Zur Erreichung dieses, ohnehin sehr bescheidenen Zieles, bitten wir um weitere Spenden, welche an den Obmann des Komitees, Bezirksrat Dr. Leopold B r a d y, Hof- und Gerichtsadvokaten in Wien, II., Praterstr. 24, gesendet werden mögen. Internationales Hilfskomitee zur F r ü h st ü ck snnb Iansenansspeisnng an Flüchtlinge ans Galizien nnd der Bukowina. Aufruf! Sammelt Ariesmarken zugunsten des Invaliden- Aonds! Bri ef m a r ken-S a mm e l-Ak l i o n für den Jnvaliden- Fonds des k. u. k. K r i e g s m i n i st e r i u m - K r i eg s- T ü rsorge a m t e s. Das Kriegsfürsorgeamt hat sich auf Grund vielfacher Anregnngen ans Philatelistenkreisen entschlossen, eine eigene Sammelstelle zn schaffen und durch Ansrnfe an die in Betracht kommeilden Kreise nnd mit Unterstützung der Presse die Allgemeinheit einzuladen, die Sammeltätigkeit durch Zusendung von alten und neuen Briefmarken aller Art in gebrauchtem und ungebrauchtem Zustailde zu fördern. Es kommen hiebei Briefmarken aller Länder der Welt (gewöhnliche österreichische nnd ungarische Marken von 50 Hellern aufwärts), dagegen sämtliche Sorten Kriegsbriefmarken, in Betracht Die Briefmarken-Sammelstelle des Kriegsfürsorgeamtes rechnet hiebei auf die tatkräftige Unterstützung der großen Firmen, Banken sowie auch der Philatelisten selbst, die gewiß in manchen Fällen ganze Sammlungen oder einen Teil derselben dem wohltätigen Zwecke znr Verfügung stellen werden. Namentlich aber erwartet das Kriegssürsorgeamt seitens der Schuljugend in dieser patriotischen Aktion eine wirksame Betärignng. Das gesammelte Material soll in fachmännischer Weise gesichtet und dann entsprechend zugunsten des Juvallden- Fonds verwertet werden. Durch diese Aktion, welche von dem Einzelnen keinerlei materielle Opfer verlangt und dennoch durch ihn werktätig gefördert werden kann, hofft das Kriegsfürsorgeamt jedermann