Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1914
- Issue
- Heft 5 (6.2.1914)
- Date
- 1914-02-06
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 5, Die Wahrheit Seite 7. htzs.Ntzuem cKynzerlhaufeS^, statte Non dengftplWtM WoUtatigkeMakten feichie Stzgftzr-ngjckrWK...Mischmk Erholungsheimes in Baden- Lei Wien hervorgehoben. Mch Wemrn Kaö,ischa! .hML' nämlich in. Baden ein- HauL mit schöner -Gartenanlage erworben und läßL es unter Verücksichtigung der Anforderungen der modernen Hygiene zu einem Erholungsheim adaptieren, in welchem verarmte, kurbeöürstige Ehewra Mitglieder und ijt; weiterer Folge Mch grure,; -kranke. Wiener. Juden übrhäupt -zeitw.eilin Erholung finden, sMen.- Wir. werden über? die . Einzelheiten des! Jubiläums nochberichten. ' / ' ' ' .Chewra Kadischa- Wien I:' Anläßlich des bevorstehende ^15.6 jährigen Bestnndjnbilänms der Chewra Kadischa wärees -.ivünschenswert,- wenn Der Chewra Kadischa möglichst viele, im Privatbesitze chefindliche ans ihre Grilndung und ihre- Wirksamkeit, insbesondere in früheren Jahren, beznghabende Akten. Jahresberichte, Drnck'christen. etc. etc. zur Bersngnng. gestellt werden würden. Diesbezügliche Mitteilungen rverden an das Bnrean der Chewra Kadischa, Wien, I„ Seitenstettengasse 4, erbeten. Vortrag ans jüdischer Geschichte und Literatur und Kultur. Donnerstag. am 12. Februar 1914, %8 Uhr abends findet im Festsaale des Ingenieur- und Architekten- Vel eines L, Eschenbachgasse 9 eine Vorlesung des Herrn Professor Ferdinand Gregori über : „Jüdische Poesien" statt. Emigrantensinsorge der israelitischen Allianz zu Wien. Während des Monates Jänner 1914 wurden von der Zentrale der israelitischen Allianz in Wien insgesamt 183 Emigranten, davon '176 rnssische und 12 rumänische weiter befördert n. zw. 145 nach den Vereinigten Staaten 10 nach Argentinien, 7 nach Canada, 4 nach England. 17 nach Frankreich und 5 nach anderen Ländern. In ihre Heimat znrückdefördert wurden 24 Rückwanderer. Während, des Aufenthaltes in Wien wurden int Monate Jänner für 38 Personen zusammen 139 Tage Logis und volle Verpflegung bezalt und an 76 Personen insgesamt 307 Speisemarken für die israelitische Volksküche ansgegeben. Es fuhren zu ihren Männern 17 Frauen mit zusammen 43 Kindern, zu Eltern resp..Kindern 37 Erwachsenemil 11 Kindern, ztt Geschwistern 27, zu sonstigen Verwandten 42 und ohne nähere Verwandle 10. Dem Bernse nach waren unter den Beförderten * Schneider (Schneiderinnen) 42, ohne bestimmten Berns (zumeist Frauen) 40, Schuster (Oberteilarbeiter) 6. Handelsangestellte 6, Tischler 6. Händler 5, Fletscher 4, Kappenmacher 3, Drechsler 3, Spengler 3. Mnllner 2, Pholografeu 2, Landarbeiter 2, Schmiede (Schlosser) 2, Kürschner 1, Hntmacherl, Perückenmacher 1, Anstreicher 1, Bäckerl/ Schriftsetzer 1 und Eiersortierer 1. W v ch e n p r ogra m nt der j n d i s ch e n T o y nb eh a l le). Samstag, den 7. Feber Mnsikanfführnng. Frau Frieda Kafka (Gesang), Frl. Dora Senner (Violine), Herr E. Bnnzl (Klavier) und Herr A. M. Valan (Rezilalwu). Sonntag, den 8. Februar, lieber vernunftgemäße Ernährung. Frau Dr. Frieda Rienes-Lemberger. Montag 9. Feber. Aufführung Beethvvenstcher Werke. „Jngendbnnd". Dienstag den 10. Feber. Bilder ans dem Rechtsleben. Herr Dr. M. Reiß Mittwoch, den 11. Pestalozzis Lebensbild. Frl. sind. Phil. Hedwig Braun. Donnerstag, den 12. Jüdische Geschichte (Cyklns). Pros. Dr. -Rosenseld. Freitag den 13. Bibelvortrag.. Herr Lehrer Löw-Vogel. Der nächste Kiudernachmilttag iu der „Jüdischen-Toyu- .beehalle" sindet Sonntag den 15.. Feber d. I. statt. Beginn der Vorträge 3 Uhr nachmittags. Freitagabend-Vorträge des Bet-Hamidrasch „Talmud- Thora" II. Malzgasse 16. auch Frauen zugänglich. Am 6. Februar : Herr Rabbiner L."Goldstein : „Das Buch der Frommen". Am 13. Februar : Herr Rabbiner Sigm. Benedikt : „Der Sabbat". Beginn jedsemal 7.30 abends. Das allseits verehrte und verdienstvolle Vorstandsmitglied des Bethansveremes .'„Am Bollert" /Herr, kaiserlicher Rat Adolf Wenger, feiert in der nächstfolgenden Woche.„das. Fest, der vierzigjährigen . Wiederkehr der Hochzeit mtt, seinM Ehegattin Frau Ernestine Wenger. Das Jubelpaar 1>a/.sH. durch besondere und bedeutendeZuwendungen ganz, hervorragende bleibende Verdienste um den. Kaiser Franz Joses-I. Hnldigungstempel erworben. Alls diesem Grunde willder Verein diesen schönen Anlaß gerne wahrnehmen, u-m dem hochgeachteten Jubelpaare Dank und Verehrung znm Ausdrucke zu bringe».. Nebst verschiedenen anderen Ehrungen veranstaltet der Vorstand am nächstfolgenden Samstag (Paraschat Beschalach) am 7. Februar 1914 einen besonderen- Festgoltesdienst, an welchem nebst dem Obmanue H,rrn Adolf Schrämet der Gesamtvorstand teilnehmen wird. Möge es dem die allgemeinen Interessen des Jndenthnms wahrenden Jubelvaare vergönnt sein,noch viele lange Jahrein »»geschwächter Kraft zur Freude seiner Familie, zum Wvhle des neuen' Gotteshauses und znikl Stolze des Jndentnmes wirken zu. können. Ueber mehrseitige Aiifsordernng sinder der „ Misrachi" sich bestimmt einen hebräischen Sprachkurs für Erwachsene zu eröfflten. Etwaige Anmeldungen schriftlich an „Misrachi" II., Z,Ausgüsse 20 oder persönlich allabendlich von 8—9 Uhr II., Malzgasse 16 (Talmud Thvras Saal IX. eventnett XIV. Israel. Tempelverein für die Bezirke Wieden mtö Margarethen in Wien. Sonntag, den 8. Feber 1914. 10 Ubr vormittags findet im Sitztmgssaale des Kaiser-Frauz- Josess-Jitbitällmstempels V. Siebenbrnnnengasse Iv. die 40te ordetltliche Generalversammlung des isr. Tempelvereiites für die Bezirke Wiederl und Margarethen statt. Mit dieser Generalversammlung wird auch die Feier des 40 jährigen Bestandes dieses Vereines verbunden. Sonntag beu 18. v. M. fand im Tempel in der Seitenstetlengasse die Trauung des Frünlein Margarethe Münz, Tochter des Berhansvorstehers Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Dr. Elias Münz mit dem Hof-und Gerichlsadookaten Dr. Anton Oberländer statt. Unter den Anweienden bemerkte man: Den Präsidenten der israelitischen Knltnsgemeinde Dr. Alfred Stern, den ersten Vicepräsldenten Dr. Gustav Kohn die Knltnsvorstände Dr. Markus Spitzer und Adolf Schramek, die Bethansvorstände Karl Freund, Theodor Kohn, Rudolf Koh'.i, und S. A. Wasservoget, den ersten Secretär kaiserl. Rat Dr. Tbeodor Lieben, Sekretär Dr. Emil Adler, die Amtsleiter Fuchsgelb und Kraus, Obeikanwr Morgenstern Chordirigent I. Heimann, Hofvpernmnsiker Jntins Stivenka, Gemeinderat Dr. Alfred Mittler, Hvsrat Dr. Schlag, kais. Rat Rnzicka, Professor Dr. Heinrich Pollak, beu Obmann des Vereines zur Bekleidung armer alter Männer I. Schwarz und Vorsteher Gustav Planer und viele Freunde der beiden Familien. Oberabbiner Dr. Güdemanli hielt unter besonderem Hinweis ans die Berätigiing des Brautvaters im Gemeindeleben eine herzliche Ansprache an das Brautpaar und Oberkantor Don Fltchs versah in würdiger Weise die kautoraleii Fnnkiouen unter Assistenz des Chores. Samstag, den 31. Jänner 7*10 Uhr vormittags fand im Leopvldstädter Tempel die Barmizwah des Erich Fuchsgelb, Sohn des Amtsleilers des Ciiltus- und Unlerrichtsamles der Knltnsgemeinde Herrn Guido Fuchsgelb statt. Dem Gottesdieliste wohnte der I. Bicepräsident der Knltnsgemeinde. Herr Dr. Gustav Kohn mit mehreren Kultus- und Bethausvorstehern, fast sämtliche Beamte der Knltnsgemeinde, zahlreiche Delegirte von Vereinen uub viele Gemeindemitglieder bei. Der Konfirmand überaschte allgemein durch den glänzenden Vortrag der Segenssprüche und der Haftorcch. Nach dem Mischeberach des Obercautor Morgenstern hielt Rabbiner Dr. Grunwald eine herzliche Ansprache an den Konsirmanden. Unzählig waren die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten, die dem Barmizwah und seinen Ettern znkamen.