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Die Wahrheit · 1914-02-06 · Heft 5 (6.2.1914) · page 6

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1914
Issue
Heft 5 (6.2.1914)
Date
1914-02-06
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Die Wahrheit Nr. 5. MöwerSende Formel, M Ms verknotete Dilewmcr Wsen hilft und aüf jenen lichten Mg ms FrUe führt, öet der ö'ahiü Mist, Me M Ä8e ÄisMWen ist, röetche die Sedlsvakanz gerissen Hai. Dieje Hoffitung sei nicht anfgegeben. D. h. s. IsftfMdtör Ternpetverein. . Äm 1. Feber d. I. fand in den Räumen des Josefstädter Tempelgeb'ändes die ordentliche Generalversammlung des Tempelvereines zVlII.. Nendeggergasse 12 statt. Der Vorsitzende I. Präses-Stellvertreter kais. Rat Albert Frankl erössaete die Sitzung und begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder mit» Gäste insbesondere den Vertreter der israelitischen Knltnsgemeinde Herrn Vorstandsmitglied S. Brod sowie den Vereinsrabbiner Dr. Bauer in herzlichster Weise Sodann gedachte er mit tiefempfundenen Worten des beiii Tempel leider zu früh durch den Tod entrissenen Präses des Herrn Hermann. Beck der sich durch sein unermüdliches Wirkerr nur den Tempel ein Denkmal für alle Zeiten gesichert hat. Ebenso gedachte er des Vorstandsmitgliedes, des Herrn kais. R. Dr. Ludwig Weiß, der nicht nur dem Tempel seine schätzenswerte Kraft widmete, sondern auch den armen Inden des VIII. Bezirkes in selbstloser Weise als Samariter mit Rat und Tat zur Seite stand. Schließlich auch der übrigen verstorbenen Mitglieder. Der Schriftführer Dr. Sigmund Goldberger verliest den Geschäftsbericht, hebt hervor das Wirken des Tempelvereines sowohl hinsichtlich des Gottesdienstes als auch hinsichtlich des Unterrichtes der Jugend in der Ursprache unserer Väter in unserer Bibelschule. Er weist bei dieser Gelegenheit auch auf die geringe Subvention hin, die der Tempel von der Kultusgemeinde erhält, auf die zu zahlenden Amortisatiouszinseu, die die ganze Subvention bereits in Anspruch nehmen, ferner auf die Teuerungsveichältnisse, die eine Gehalterhöhung der Funktionäre und Bediensteten unerläßlich erscheinen lassen und bittet den Vertreter der Knltnsgemeinde Herrn Brod, um seine Intervention. Herr Brod anerkennt die hervorragenden Leistungen des Zosefstädter Tempels und seines Vorstandes und verspricht diesfällig bei der Knltnsgemeinde sürzn'prechen. Von der Verlesung des Kassaberichtes wird Umgang genommen und dem Ausschuß auf Antrag der Revisoren das Absolntorium erteilt. Bei den vorgenommenen Wahlen wurden die auslretenden Ansschnßmitglreder Adolf Beck, kais. Rat Albert Frankl, k. u. k. Kommerzialrat Generaldirektor Ludwig Horch, Leopold Robicsek, Friedrich Schiller und Lazzaro Vitali, ebenso die Revisoren Ignaz Vanany, Sal. Bauer und Hermann Stern wiedergewählt. Der Vorsitzende dankt den Anwesenden für ihr Erscheinen und schließt dann die Generalversammlung. Bei der hieraus folgenden Ausschußsitzung wurden Herr kais. Rat Albert Frankl, znm Präses, Herr Aböls Beck znm L Präses-Slellvertreter. Herr k. u. k. Kommerzialrat Generaldirektor Ludwig Horch znm H. Präses-Stellvertreter Herr Lazzaro Vitali zum Kasseverwalter, Herr Leopold Robicsek, zum Finänzreferenten und Herr Architekt Leopold Fuchs zum Bäüreferenten gewählt. Die Ariden in den Drsrenmgs- Mkegeü. lieber 'den Anteil der 'Inden ' an den Pefreinugskriegen beziv. ^deu/all'gÄlttüttfShÄMlnqcn Jür ’fcie Msiüstiiug'vvn Freiwilligen wurde 'vor einigen'Moüjrten in mehreren Blättern neuerdings bekannt 'gewordenes Material beröffentliHt. Als Grundlage dienten die ^pü-stWiMüi-MusglMMenHie alte angesehene Blätter;Vuie 'hie Schlesiche 'Zeitung" nüd die ,,Bossische Zeitung" aus Anlaß des hilüdertjährigett Inbtlätiiäs des ^Aufrufs an mein Volk" aus dem Jahrgang 1613 dieser beiden Zeitungen gemacht hatten. Nun ist neueidiilgs als Heft 23 der „MitMiiNgen der K. Preüßischeii ArchiövenvaltllUg" ans der Fedet des Ärchiöars am Getzeimen Stäätsä'rchib zit Berlin, Dr. Ernst Müsebeck. ein Auszug ans der seinöl zeit vom König Friedrich Wilhelm III. Ungeordneten Zlisämmeilstelliulg der däniatigen freiwilligen Liebesgaben unter dem Titel: Freiwillige Gaben nnd Opfer des preußischen Volkes in den Jahren 1813—1818 (Verlag S. Hirzel, Leipzig) erschienen, das zwar, wie der Verfasser selbst bötont, ans Vollständigkeit keinen Anspruch machen känn^ aber immerhin doch noch einiges auch für uns interessantes Material enthält. Die ganze statistische Zusammenfassung der patriotischen Leistungen und Liebesgaben war ursprünglich als ein ,-nationales Denkmal" gedacht, das später zu Ehr und Preis der Nation veröffentlicht werden sollte. Das dreibändige, im geheimen Staatsarchiv zn Berlin anfbewahrte Werk ist jedoch später von Friedrich Wilhelm III. der öffentlichen Benutzung entzogen worden, auch eine auszugsweise Veröffentlichung unterblieben. Der Verfasser führt diesen Sinneswechsel des Monarchen u. a. ans die Besorgnis zurück, „daß bei der Erkenntnis der schweren Opfer au Gut und Blut, die sie in jenen großen Jahren freiwillig dargebracht habe, in der Nation das Verlangen nach der Umgestaltung des Staatswesens, nach einer Verfassung noch wachsen, daß die bestehende Staalsform, allein den Schaden, die demagogischen Umtriebe allein den Nutzen aus der Einsicht in diese Tabellen oder gar ans deren Veröffentlichung ziehen würden". Als wichtigstes Ergebnis, so weit die Beteiligung von Inden an diesem Liebeswerk in Frage kommt, darf man wohl die' Feststellung des Verfassers verzeichnen, daß der damals gegründete „Frauenverein znm Wohl des Vaterlandes" ,also der Vorläufer der jetzt über das ganze Reich verbreiteten ^Vaterländischen Frauenvereine" nach einem Plane des Berliner Kaufmanns Louis Eppenstein. ins Leben gerufen worden ist. Ueber die Person dieses Mannes teilt Müsebeck das Folgende mit: ,,Geb. 18. Dezember 1769 als Sohn des Schntzjuden E. zn Lublinitz in Schlesien, seit 1799 Schntzjnde zn Berlin, lutherisch getauft 16. Okt. 1801 zn Leipzig, am 15. März 1804 kaufte er zu Berlin das Schlößplätz 3 gelegene Haus des Schneidermeisters Rondthaler nnd betrieb hier eine Bänmwollwarenhäudlung, erwarb am 14. März 1807 das Bürgerrecht und erhielt 1817 das eiserne Kreuz am weißen Bande." Das Material über die freiwilligen Liebesgaben ist, wie der Verfasser ja auch selbst betont, ein äußerst lückenhaftes, immerhin erfährt man als neue Tatsachen, daß der jüdische Arzt Dr. Bräunersdorf in Breslau neben seiner Krankenstation von 300 bis 500 Manu in den Lazaretten die Einrichtung eines eigenen Lazaretts für 80 Mann schwerer Kranker und Verwundeter übernahm 'itnb dasselbe durch die von seinen Glaubensgenossen subskribirten Beiträge acht Monate lang unterhielt. In Halberstadt rüstete der Bankier David Snßmannn zwei und die israelitischeGemeinde zehn freiwillige Jäger aus. (Fortsetzung folgt). Nerfchiedeue Nachrichten. Wien. Hnndertfünfzig Führe Chewra Kadischa. Aprild. A. rvitö Sie Mo'ße Wiener Ehervra-Käöischa Ms Jubiläum ihres 80jährigen Bestandes begehen. Wie 8fit Zerfahren, ist aus AnMß dieser seltene»'Aübelfeier eine' Anzahl nbn Festlichkeiten und WotzltAtkgkitsäkte -in Aussicht 'g.envtninen.. Die lChewra-Süöe stets' '/ein dünMlles Mellschsistliches Ertz'ebriis i der Wiener Jüöenschäft, findet diesmal Um großen Saale

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