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Die Wahrheit · 1914-01-16 · Heft 3 (16.1.1914) · page 7

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1914
Issue
Heft 3 (16.1.1914)
Date
1914-01-16
Page
– (sequence 7)
Language
German
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JfeA Pie Mahrstett Gelte 7. d x-,e i. PapiAitteu Ms'es.Gehetes Mlfgenommeu. — wanim DA-? .M'folgen8es^:.Weljll .6er, ji'ld.lschö OchilM in WM mit dei Mlks-? ttl^.ÄsirgeAchMe ^erttK ist, Mt er k e,i ii ei nz i g e^ D e b e t. sizr6 e.k G$ o B a t h kenneü Aeierlu! Der ,jüB.i.schb'/P8MMMr. ,itt.Aüstim kann ln Ber B r i t r esti Haf^ 6gs sDne und leicht faßliche Gebet .Wp M , bis bHsiHnpa ji)t)iii jcöe ÜeBefaiijlr^igüit'g -M^aüsch'eildig. Mutz sich 'Senn Wien bött der ProvlKz beschämen lässeit? - .. . - , l '^.Zuletzt seinoch lobend erwähnt, daß Bräun manche tbertvölle Aunterknng'endein Texte b'eigefügr hat, welche geeignet "sind, die ethischen Lehren unserer Religion dem Kinde ans ^erz zu legen. Karl Kitter von Mörawitz. Mn den genialen jüdischen FiMnzmänneru, die das .österreichische Bünkwesen nach den schweren Katastrophen in dest 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts wieder zu hoher Blüte eniporfühne. ist wieder einer dahingegängen. Der Präsident der Auglo-österreichischett Bank Karl Ritter v. Moraimtz ist Monläg, den 12. d. M. Um 12 Uhr nachts jn seiner Wyhnuntz em.M Herzschlag erlegen; er hat ein Älter yon 68 Jähren erreicht. . Völlig unerwartet kommt die Nachricht von dem hm- ' scheiden des Präsidenten der Anglo-öster'reichischeit Bank Karl Morawitz. Wohl war es den Eingeweihten bekannt, daß der Gesundheitszustand des Präsidenten Morawitz schon seit lastgem manches zu wünschen übrig ließ, und daß . die 'Folgen einer schweren Krankheit, die er vor mehreren Jahren dnrchzmnacheil hatte, niemals ganz 'überwunden wurden, i Aber gerade in der letzten Zeit war der geistspinhende Mann; attionslnstiger und agiler als je.,,und umso schmerzlicher trifft die Kunde die österreichische Bankwelt. Am letzten s Donnerstag wohnte Präsident Mörawitz noch dem Bankett i bei, das Zn Ehren des Ilirückgetretenen, Deüer'alfe'kretärs der Oesterreich-ilngarischen Bank Hofrat v. Pranger veranstaltet wurde. In launiger humorvoller Meise befaßte er sich mit dem Wirken des (gefeierten,, und er hatte wie immer als Redner einen durchschlagendeil Erfolg. Was Präsident R. l v. Morawitz für hie- Anglobank war,, das ist anläßlich des kürzlich gefeierten Jubiläums dieses Instituts in eklatanter Weife zum Ailsdri/ck gekommen. Die Ziffern, welche den : Entwicklnngsgäng des Instituts in der Aera Morawitz bezeichnen, dokttmentieren, welchen Hufschwilng. die Bank unter seiner Führung genommen hat. Diese Verdienste die auch . .Verdienste um die österreichische Volkswirtschaft gewesen sind, wurden wiederholt, vom Kaiser durch hohe. Auszeichnungen gewürdigt,-zuletzt chnrch die Verleihung des an den Präsideuten der MglöMuk, Der Verblichene war aber nicht nur i eine der prötillneiltesteN -Persönlichkeiten der österreichischen; Finanzwelt, sondern -weit über die Grenzen Oesterreichs hinaus eine Finalizgisiße von internationalem Ruf. Morawitz ■ hatte schon in sehrjungen Jahren dank seiner hervorragenden Begabung'chiN' .Paris eine' einflußreiche Stellung inne. Entscheidend " wurde' seist'- Lebensweg durchdie Beziehungen \u Baron Hirsch beeinsjußt. Schon nach wenigen Monaten ' rückte er vou cherMtellnng eines Sekretärs zu der des alleinigeü ProsityWttHes^Ainanzmannes vor, der eine so de- - deutende My'lleHi'M^rHMoüalen'Knanzgetrtebe gespielt hat. 'Mor.awitz nahMNjnWsonDirs an'.der Gtnitdung der Orientbäh nen ündi£rwrlHnnstAzst!(iiimieithängenden großen Träns- .aktiou intensivsMH^Mil?-Seil dem Jahre 1893 gehörte Morawitz dWi.MM^rDW der Äihglobank an und tm Jahre 1906 würde; GpDe des Instituts berufen. Daß; s Moraivitz eilrHschDjWE ^RedNernlnd ein. Schriftsteller von i 'ganz imgewöhnADM'A/gübtmggewesen ist, ist allgemein; bekannt. Durch.-ch-ssUM^.„L'ds .fiaanc'es de , la Turquie“; von Georg E^HM-rMDerltsche überscht. und unter dem r 'Titel „Dje ,MMF^ig^'GpitgÄ-.'ichr.er-. Finanzen" heräns- ..gegeben, das im/Jahrkl 19Y3 erschienen^ ist, und als Stau- . pgrdwerk über die finanziellen und politischen Behältnisse her Türkei' ällgemeilie Würdigung Kefnndeü hat, hät sich Ädrawiß'einen daueruMs Pamett geschaffen. Bot linE grosten Pnbl'lklim hat Mörawitz znül letztenUial anlMichdes füiifzigjähkigen Jnbilänms Üei Änglobaiit gesprochen, und 6er nach Mrm nnd Inhalt vollendete B'örträg ist in Müchfortzl unter hem Titel ^FünfzigZaMö Geschichte einer Baük^ ersch.iene>i. Eine Persöttlichkeit von prägnanter Jnöiyidlmlität, ein seiten guter nnh edler Mensch, ein charaktervaltet. Mchiü der trotz seines Ätisstieges an dem angestammten Gkaüben festhielt, ist mit ihm dähingefchieden und das Andenken an diese glänzende Erscheincktg wird lange in allgeckeiuer Erilinerung.bleiben. Uerschiedenv Nachrichten. Wien. (B o r t r a g ans j ü d.i scher G e s ch i ch t e. L i - teratur nud Kultur). Donnerstag am 22. Jänner 1911 1/2 8 Uhr abends sinder im Festsaale des Jngenlenr'- unb Ärchitekten-Vereines 1., Eschenbächgasse 9. ein Vortra'g des Herrn Rabbiner Herrn Dr. Max Grünwald statt. Thema: „Kriegserlebnisse jüdischer Teilnehmer ari beit näpoleonischeil Feldzügen." Mt Vorführung von Lichtbildern. Eintritt frei ohne Karten. Sonntag den 18. d. M. 2 Uhr Nachm, findet, fön Tempel I. Seitenstertengasse die Training des Frl-. Margarethe Münz, Tochter des Herrn Bethausvorstehers Hof- und Gerrchtsadvokateu Dr. Elias Mültz Mit Herrn Dr. Auron Oberländer, Hofnnd Gerichtsadvokaten in Wien statt. Frau e’u Wohltätigke i tsverein „Providentia" In stiller, beinahe der Oeffentlichkeit entsagender Weise wirkt der jüdische Frauen Wohttätigkeilsverein „Providentia" in Wien. Und doch verdient diese edle Gemeinschaft die Förderung weiterer Kreise. Der Vorstand unterstützt regelmäßig kranke, arme Frauen, bietet ihnen Kur- und Hilssbeiträge, verteilt an dürftige Familien reichlich Kohle, spendet für arme Wöchnerklleu größere Beträge und hat seine Hauptansgabe darin konzentriert, daß er im eigenen Hanse eine Heimstätte für schwachsinnige Kinder schuf, in der Knaben und Mädchen von 9 Uhr früh bis 6 Uhr abends verbleiben. Am Sabbath Channkkoh abends fand in diesem Hause (II.,Darwingasse 5) eine schöne Chankkoh-Feier statt, an der die Vorstandsdametz: Frau Hofrat Dr. Rosa Löwner. die Frauen Sidouie Wolf, Anna Brandt, Dr. Berta Hecht, Dr. Ernestine Theumaun Dr. Rosa Antscherlik. Charlotte Reumann, Paulme Stranski. die Herren Neumann und Winter' sowie zatreiche Gäste teiluahmen. Fi an Hosrat Di" Löwner begrüßte in Vertretnng der krankheitshalber verhinderten Präsidentin Frau Dr. Herzl die Anwesenden namens des Vorstandes in herzlicher Weise, worauf DirektorB. Planer die Ehanukkoh-Lichter anznndele und den Kindern in sinniger und formvollendeter Weise die Bedeutung des Festes erklärte und den Damen für ihre aufopfernde, erfolgreiche Tätigkeit im Namen der Schützlinge den wärmsten Dank anssprach. Die Kinder trugen hierauf unter Leitung des Frl. Anguste Willer einige Gedichte vor, sangen einige Lieder nnd schlossen mit der Volkshymne, woraus sie mit Kleidern. Schulrecsiltstten, Bäckereien nnd mit Obst reichlich beteilt wurden. Um die Beschaffung der^ Geschenke hatte sich das Ehepaar Nenmann große Verdienste erworben.. Der Verein plant die Erweiternng seines Heims nach der Richtung, daß er ein Internat für Mittelstands-Zögliug.e errichten will, um dadurch die schon jetzt segensreich wirkende Altstatt anszubestalten. Mögen ihm die nötigen Mittel dazn reichlich ziifließen! .. (V e r b a n b der ' i s r. R e li g i o n s kehr «er a n de n ö st e r r. -M it t eI sch ii l e n.) Montag den 29. Dezember v. I. fand imSitzttngLfäale /der Kültttsgemesnde di e

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