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Die Wahrheit · 1914-01-16 · Heft 3 (16.1.1914) · page 3

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1914
Issue
Heft 3 (16.1.1914)
Date
1914-01-16
Page
– (sequence 3)
Language
German
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rtedakltoil »iib r/ibiiiiiirftrnliou: . t&tn. II , l'iiniara^aiis 27. TrUtbou: Ulebaktioil 5509/1V; Mnakhängige Aeiischrift für jüdische Aeruast'vei»: ^luiMltibi iii ...... K 14.. - Bbrntiimraiion 4938 11. fi. ■!. öfltrr. il'o!ttl>ßrfai1a* .• Vaeck-Koinö 31 r. 11/9.9»8. Jutercjfen. ^nr Jl'nltu^l'riunte: li'.nui.itHlit . . . . . .1» >» - liifcratr: "' ■ TU« Dictiuai ßcibaUeuc > »lonvareiüe-.'iclie 25 Heller. Erscheint jeden Ireita g. (Viiu : /lyoiinemcnislmb ilnfcrmmö. nnd in Wie» >jnbu>ttr unb flaqbflr. ■: Uotto: „öiia (lottes ist» Wahrlieil.!" 'MiinjKioviii.« murr t? miibft „/-er I» 5?rc*. Ar. 3 Wie»». 16. Jänner l!U4 Inhalt: Aus der Woche- — Zum Bericht Dr. Nathans über deu Sprachenkamps in Palästina. — Leitfaden zur Ueberieyung vebr. Büchertexte Prof. Dr. Kahan, Znann. — Karl Ritter von Morawitz. — Berschiedene Nachrichten. Abonnements-Einladung. Iie geehrten Kerren Abonnenten werden um umgehende Erneuerung des Abonnements für den am t. Jänner begonnenen neuen Jahrgang ersucht, damit die regelmäßige Expedition des Mattes keine Zlnlerbrechnng erleide. Abonnements-Bedingungen: Ganzjährig Kr. 14.— Kalbjährig Kr 7.—. Merteljayrig Kr. 3.50. K. k. Poftsparkasfen-Konto IVV.S18. Probenummern gratis zur Verfügung. Infolge der mit der Lohnbewegung iw Buchdrnckergewerbe verbundenen technischen Schwierigkeiten bei der Herstellung des Blattes konnte die dieswöchentliche Nummer nur in kleinerem Umfange ausgegeben werden, »nd bitten wir deshalb sowie Wegen event. Unregelmäßigkeit im Erscheinen der nächsten Nummern nm Nachsicht seitens unserer geschätzten Leser. Die Redaktion. Ans drr Woche. Der von den Zionisten bei unzähligen Anlässen als Hochburg des Assimilantentums verketzerte Wiener Kultusvorstand hat endlich einmal die vollste Zustimmung der zionistischen Kreise gefunden und wir erleben das seltsame Schauspiel, daß diese Körperschaft in dem offiziellen "zionistischen Organ ein Loblied gesungen wird. Den Anlaß hiezu gab der in der Budgetdebatte gefaßte Beschluß, die im Budget vorgesehene jährliche Subvention der Lämelschule in Jerusalem so lange zu sistieren, bis sich die durch den Hilfsverein deutscher Juden geschaffene. Situation geklärt hat. Diese Beschlußfassung veranläßte die „Welt" zu. nachfolgenden Betrachtungen: .. „Die Haltung des Wiener israelitischen Kultusvorstandes in dieser Angelegenheit erfüllt uns mit Genugtuung. Sie zeigt, daß weite jüdische Kreise, die dem Zionismus, ferne stehen, ja ihn vielfach bekämpfen, eine gewisse Verantwortung für das natiönaljüdische Palästinawerk fühlen, dem hebräischen Schul- und jungjüdischen Erziehungswerke in Erez Israel Achtung, jetzt schon häufig auch mittätige Liebe entgegenbringen und seine gesunde hoffnungsvolle Entwicklung in den jetzigen Bahnen fortschreiten sehen möchten. Namentlich die Wiener israelitische Kultusgemeinde hat seit Jahren Interesse für das zionistische Palästinawerk an den Tag gelegt und der Präsident unseres ^engeren Aktionskomitees, Herr Professor Marburg, durfte anläßlich der Eröffnung des Wiener Zionistenkongresses betonen, daß sich die Wiener Kultusgemeinde in manchen praktischen Arbeiten unseren Bestrebungen anschließt und als eine der allerersten durch direkte Unterstützung palästinensischer Bestrebungen ein Vorbild gegeben habe für sämtliche andere Kultusgemeinden,. L>ie fördert den Bezalel und das hebräische Gymnasium in Jaffa durch Subventionen und hat den Gemeinderabbiner, Herrn Dr. Max Grunwald, nach Palästina entsendet, um über den Geist in den Schulen und Anstalten, sowie über das Leben und die Entwicklung in den Kolonien authentisch informiert zu werden. Herr Dr. Grunwald, der am 19. November 1912 dem Vorstände seinen Bericht unterbreitete, betonte ganz besonders die große Bedeutung des Hebräischen für das neue Palästina. Aus diesem Geiste heraus will der Beschluß des Kultusvorstandes in Sachen der vom Hilfsvereine verwalteten Lämelschule verstanden sein. Die Vertreter dieser großen und wichtigen Gemeinde konnten sich bei aller sonstigen Gegnerschaft dem Eindrücke nicht entziehen, den die Berichte unserer beiden Gesinnungsgenossen im Vorstande den vom Zaune gebrochenen Kulturkampf und die letzten Vorfälle in Palästina auf Ite machte^ Sie haben mit ihrer vorbildlichen Beschlußfassung der Situation Rechnung getragen, wenn sie auch natürlich für die Zukunft nicht präjudizierten." In frischer Erinnerung ist noch die befremdende Haltung des Ministers des Aeußern, Graf Berchtold, gegenüber, Sitter in der österreichisch-ungarischen Delegation durch den Grafen Karolyi angebrachten Interpellation wegen einer gemeinsamen Aktion der Signatarmächte des Berliner Vertrages hinsichtlich der Gleichberechtigung der Juden in Rumänien. Graf Berchtold erklärte da-

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