Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1913
- Issue
- Heft 39 (3.10.1913)
- Date
- 1913-10-03
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Nr. 39 Die Wahrheit Leite 7. Der Tempel, ein-Werk' des hekännten Architekten und-'gewesenen Mitarbeiters des. -verewigten Banrates Wilhelm S tiaßny, Hervn;? Ignaz V eis er,-befindet sich,im II. Bezirke, Pazmailitengaffe-6^ EL überragt mit stineu :hohen;Türmen weit seine Um- Hebung -uüd bietet miti seinen schönen Galerien und Säulengängen, -dem) Hellen.Stiegenhanse und der imposanten Terrasse einen imposanten Anblick. Seine, äußere und innere Ausstattung macht seinem geistigen Schöpfer, sowie allen jenen,, die an. dem Werte znitgearbeitet haben, alle Ehre. .<: Das Vestibüle ist mit stylvollen, reich ansgestatteten mar- Änornen Votivtaseln geschmückt. Die eine trägt die Widmung: „Zur Verherrlichung Gottes errichtet unter d er gl orte i ch e n Regierung S e i u e r K a i s erlich e u u n d K ö n i g l i ch e n A p o st o l i s ch e n M a j e st ä t K a i s e r F r a n z I o s e f I. z n r E r i n n e r n u g a n d e n a ch t z i g st e n G e b u r t s t a g. L672—5673. Die zweite nennt als Gründer: Israelitische Znltusgemeinde Wien unter den Präsidenten Dr. Alfred Stern, Dr. Gustav K o hu, Hofrat Dr. Benjamin Ra ppap o r t, durch die Gewährung einer namhaften Snvention; Albert Freiherr von 'Rothsch ild durch eine knapp vor dem Ableben erfolgte hochherzige Spende. Adolf Schramek durch einen muuificenten Gründnngsbeitrag. Kaiser!. Rat Adolf Weng er durch bedeutende Zuwendungen. Die dritte Tafel verewigt die Namen der Vereins lei tung, die sich um die Vollendung des heiligen Werkes große Verdienste erworben hat. Es sind dies die .Herren: Adolf S ch r a m e k, Obmann. Michael G l o g a u s. A. -Obmann-Stellvertreter, Hermann E h r e n f e l d, Obmann-Stellvertreter, Elkan Baue r, Obmann-Stellvertreter, Dr. Moritz .Mohn, Schriftführer, Julius Beck, Schriftführer-Stellvertreter, "Josef Fis ch e r, Kassier, Samnel Adler, Friedrich Allina,/ Simon B a n d l e r, Wilhelm B a n d l e r, Salomon Beck s. A., Bernhard Fischer, Heinrich G a s s n e r, Adolf Glase r, rKomm.-Rat, Salomon Hoffman n, Bernhard P i ck, Ignaz. Reife r, Moritz R o s e n b l a t t, Jakob Singer, Adolf Weng er, kais. Rat, Josef W e r n e r s. A., Simon Wessely. N e v i s o r e n : Moritz F ü r t h, Albert Körne r. B e r- -st ä r k t e r Bo r st and: Josef A n t s ch e r l, Salomon E h r e n r e i ch, Siegmund Eisinge r. Friedrich Maie r, Simon Reiß, Jsak Schönherz, Josef Seher s. A., Josef W e i n i n ge r. Die Einweihung des Tempels fand Sonntag, den 28. September, 11. Uhr vormittags, im Beisein des als Vertreter Seiner Majestät des Kaisers erschienenen Statthalters Freiherrn Lon B iener t h nud einer großen Zahl offizieller Persölllichieiteu mit großer Feierlichkeit statt. Zur Feier hatten sich ein- "gefunden: Polizeipräsident Ritter v. B r z e s o w s k y. in Verüretnng der Unterrichtsverwaltnng Ministerialrat Dr. Pilat, iu Vertretung des Bürgermeisters Dr. Weiskirchuer Oberanagistratsrat Dr. Weiß, der Präsident der israelitischen Knltnsgemeinde Dr. Alfred Stern mit dem ersten Vizepräsidenten -Dr. Gustav K o h n und den Vorstandsmitgliedern S. B r o d, Prof. Dr. Ehrmann, Dr. Jakob Engel, Architekt Jakob -Gärtner, Emannel G r ü n w a l d. Emaunel H o f m a n u, kaiserlicher Rat Siegmund K a ud e r s, Dr. Leopold Ko h n. Karl L e m berge r, Kommerzialrat Leopold S i m o n, Dr. Markus S p i tz e r, Samnel Stein e r und kaiserlicher Rat I. Weil, -Oberrabbiner Dr. Güdemann, die Rabbiner Dr. Bach, Dr. Feuchtwaug, Dr. Grnnwald, Dr. Rosenmaun, Dr. Gelb Haus, Dr. Kaminka, Mayersohn, Doktor -A b e l e s, Dr. Baue r, Dr. H i l l e l aus Leipnik, Chacham Papo, der erste Sekretär kaiserl. Rat Dr. Lieben, Sekretär- -stellvertreter Emil Engel, die Amtsleiter F n ch s g e l b und , K r a ns, die Bethausvorstände Karl Freu n d, Theodor K o h n, Dr. Hermann Löwi und kaiserl. Rat Ignaz Wilhelm, der Vorstand der türk, israel. Gemeinde, vertreten durch die Herren Licco A d u t t, Salom. H a s s a n und Abr. C a u e t t i, die Obmänner und Vorstände der meisten Wiener Bethaus- und Hnmanitätsvereine, unter ihnen die Herren Jg. I o l l e s, Herm. Kuner, Jo kl. Huppert, Isidor Schwarz, Sigmund Planer, M. Hofbaner. R. Goldstein, M. Rosenblatt, Lsidor F r o m m e r, Markus Bondy, kaiserl. Rat Albert Fra n kst Adolf H vfman.n, Heinrich Weines Josef - Kahm, Adolf Tans ky, Dr. Reiniger, Sutern), MoriZi A l t m a u ist Leo B a n d t); Dr. B r a n n, zahlreiche Dame» in Vertretung der Franenvereine rc.. die Oberkantoren B a n e r, Don. F» chs^ 5 M y r g e n st.er n und M n l l e r, die Ersten Kantoren K au f m an n und : S ch le if er, Kantor Löwi st Kantor Regne r, weiters Hofrat Dr. S ch l a g, Oberlandesgerichtsrat Dr.-Spitz köpf, der Vizedirektor der Universitätsbibliothek Regiernngsrat Dr. Frankfurter, der Polizeibezirksleiter vom Praterkommissariat Regiernngsrat Otto Ritter von Roth, der Polizeibezirksleiter der Levpoldstadt, Pvlizeirat Brand Hub er von Etschfeld, die Gemeinderäle Eder, kaiserl. Rat F i scher. Goltz. K o d i c e k. Neu st a d t l, Gustav Schäfer, Dr. S chw arz-H ill er, der Bezirksvorsteher des II. Bezirkes Ingenieur B l a s e l und der Bezirksvorfteher- Stellvertreter Ernst Klebinder mit den Bezirksräten Philipp Back, Dr. Brady, Edm. Hofmann, Rübner, Wilhelm Zisarsky, in Vertretung des „Donauklub" die Herren Vizepräsident Blüh mit den Vorstandsmitgliedern Sigm. Plane r, Karl Fuchs und Alois Thenmaun, Schulrat Prof. Doktor T s ch i a ß n i, Gymnasialprofessor Dr. Heinrich Pollak. der gewesene Bezirksvvrsteherstellvertreter Inspektor der Nordbähn I e r a b e k, kaiserlicher Rat Naumann Schefftel. kaiserl. Rat W a i z u e r, kaiserl. Nar Albert Fra n k l, kaiserl. Rat T o ch, Prokurist Z i l z e r, Bahninspektor I e r z a b e k, Prof. S u l z e r, Schriftsteller Dr. M. L ö w y, Dr. K n ö p f ni a ch e r. Abordnungen der israelitischen Gemeinden in Baden. St. Pölten und Leipnik und viele andere. Präzis 11 Uhr kam Statthalter Freiherr von Bienerth in Vertretung des Kaisers in Begleitung des Statthalrereikonzipisten Dr. H a l l a m a. Der Statthalter wurde vom Obmann des Tempelvereines Adolf Schramek und den Borftehern beim Eingang erwartet und begrüßt und unter den Klängen der Volkshymue zu dem reservierten Platz geleitet. Nach einem stimmungsvollen Präludium begann die Feier mit Vortrag des Sulzerschen Ma towu durch Oberkantor Giblich m a n n, der vom Tempelchore unter Leitung des Dirigenten Hirschmann trefflich assistiert, sowohil mit diesem Gesang sowie allen weiteren Festgesäugen eine ausgezeichnete, vielfach anerkannte Leistung bot. Hierauf hielt Vorsteher S ch r a m e k eine Ansprache, in der er den Vertreter des Kaisers willkommen hieß und die übrigen Festgäste begrüßte. Danach verlas Architekt Reisner die Schlnßfteinurkunde und führte die Hammerschläge ans den Schlußstein. Statthalter Freiherr v. Bienerth ergriff als Erster den Hammer und führte mit den Worten: „Möge der Segen Gottes stets auf diesem herrlichen Tempel ruhen! Diesen Wunsch spreche ich als Vertreter Sr. Majestät unseres Allerguädigsten Kaisers und Königs ans!" die üblichen drei Schläge. Stürmische Hochrufe auf den Monarchen ertönten. Nachdem der Polizeipräsident. Oberrabbiner Dr. Güdemann, der Vertreter des Knltnsministers und der Präsident der Kultusgemeinde. die zeremoniellen Hammerschläge vorgeuommeu hatten, zündete Oberrabbiner Dr. Güdemann nach einer kurzen, aber geistvollen Ansprache das Ewige Licht an. Nach Einholen der Thorarollen, Eröffnung der Buudeslade und Einstellung der Gesetzestafeln, bei welchen Zeremonien vom Kantor, Chor und Orgel die üblichen Gesänge exekutiert wurden, hielt Vereinsrabbiner I. L. A b e l e s die Weihepredigt. Dann ergriff der Präsident der Kultnsgemeinde, Doktor Alfred Ster u, das Wort zu folgender Ansprache: „Nach den begrüßenden Worten der sehr geehrten Vertreter des Staates und der Stadt Wien folgt die intimere Begrüßung der Glanbensbrüder, der großen Kultnsgemeinde .Wien, in deren Namen, als deren Repräsentant ich hier stehe. Dieser Tempel ist der elfte in Wien, welcher einer freiwilligen Vereinigung, einem Bethaus- und Tempelvereine, seine Schöpfung verdankt, durch freiwillige Beiträge und Leistungen, wenn auch immerhin unter namhaften Unterstützungen der Gemeinde, von Gemeindemitgliedern geleistet wurde, wofür ich dem Vereine, seinem Vorstande, und in aller erster Linie dem Obmanne dieses Vorstandes, Herrn Adolf Schramek, dessen aufopfernde, nn-