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Die Wahrheit · 1913-03-07 · Heft 10 (7.3.1913) · page 10

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1913
Issue
Heft 10 (7.3.1913)
Date
1913-03-07
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
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Lette 10. Die Wahrheit. Nr. 10. Der also Angerufene hatte das Mädchen an der Sprache erkannt. Es schien ihm diese milde, stille mondbeschienene Sommernacht die geeignete Zen zu sein, sich dem Mädchen zn erkennen zu geben, ihre Verzeihung und Fürsprache bei dem Alten, dem ste so treulich zur Seite stand, zu erbitten. Er trat vor sie hin, und sagte traurig: „Meinen Vater suche ich, den ich schmählich verlassen habe." „David!" schrie Mina auf. Es war nur ein Worr, das sie hervorbrachte, nur fein Name — aber in diesem einen Worte lag all die so lange zuriükgedrängte Liebe und Sehnsucht, lag eine solch jubelnde Freude, ein solches Glücksempfinden verborgen, daß der reuig wiederkehrende junge Mann, welcher sich vor einer Weile kaum getraut hatte, durch eine Lücke des das Fenster verhüllenden Vorhanges in die väterliche Wohnung zu blicken, frischen Mut schöpfte, und seine Jugendfreundin bat, ihn zum Vater zu führen. Diese aber sagte: „Heute nicht mehr, David! Dein Vater darf heute nicht um seine Nachtruhe kommen, er muß seine Kraft haben, um morgen fasten zu können. Gehe heute zu einem Bekannten über die Nacht, morgen nach dem Frühgottesdienste gehe selber zu ihm. Meiner bedarf es bei diesem Wiedersehen nicht. Ohne Einmengung eines Fremden sollen sich Vater und Sohn gegeuüberstehen und aussprechen. Ein Fremder ist nur hinderlich dabei." Sie fragte nicht, wo er gewesen, warum er nichts von sich Hören ließ, mas ihn veranlagte, jetzt so unvermutet zu kommen. Ihr genügte es, daß er da war, und des alten Mannes Sehnsucht befriedigt wurde. Mit einem kurzen: „Gute Nacht, David!" verabschiedete sie sich, ohne dem Heimgekehrten die Hand zn reichen, wandte sie sich um, und ging ihrer Wohnung zu. Das Wiedersehen zwischen Vater und Sohn zu schildert,, wer vermöchte dies? Und wozu auch? Wer hätte nicht Phantasie genug, es sich auszmnalen? Der alte Borgstein hatte seinem Sohne alles vergeben und lebte in dessen Anblicke förmlich auf. Dieser war wieder in der Sommerischen Fabrik beschäftigt und hatte Aussicht, in Kürze wieder seine vorige Stellung einzunehmen. So viel trug ihm sein Posten jetzt schon ein, daß er seinen alten Vater anständig erhalten konnte, welcher von nun nicht mehr nötig haben sollte, bei Hochzeiten den Narren zu machen. Nur kurze Zeit sollte es währen, so konnte er daran denken, einen eigenen Hausstand zu gründen. Daß er seine Jugendliebe, Mina Teller, heimführen wollte, ist selbverständlich. Das treue Mädchen hatte ihm alles verziehen, und fühlte sich glücklich, daß es ihr vergönnt sein werde, den ihr lieb gewordenen Alten weiter hegen und pflegen zu können. Als sie einst bei diesem in traulichem Gespräche saß, sagte sie lächelnd zu ihm: „Sie haben sich tatsächlich am Tischobeaw Ihr Glück erbeten. Sre haben die Worte: „Erneuere uns die vorigen Tage wieder!" mit einer solchen innigen Andacht gebetet, daß ich gleich gehoffthabe, daß Ihnen Gott, gelobt sei er, JhreBitte erfüllen wird." „Ich hatte damals zweierlei am Herzen. Erstens: Mein verschollenes Kind wieder zu sehen, und zweitens: Kein Narr sein zu müssen. Beides wurde mir erfüllt. Gott, Schem boruch hu hat mir die Tage der Vorzeit erneut." „Mir ebenfalls", sagte Mina mit glückseligem Lächeln. K. k. priv. österr. Länderbank. Die zweiunddreißigste ordentliche Generalversammlung der Aktionäre der Kaif. Kd n. priv. Oesterreichischen Länderbank ^findet Donnerstag, den 10. April, d. I., 6 Uhr abends, im Aiistaltsgebaude (L, Hohenstaufeiigasse Nr. 3) statt. Gegenstände der Verhandlung sind: 1. Bericht des Gouverneurs über das abgelanfene Geschäftsjahr. 2. Bericht der Zensoren über die Geschästsgebaruug im Jabre 1912. 3. Beschlntzfassung über die Verwendung des Reingewinnes des Jahres 1912. 4. Statutenänderungen (§§ 38 und 56). 5. Wahlen in den Verwaltungsrat (§§ 22, 23 und 25). 6. Wahl der Zensoren und deren Ersatzmänner für das Jahr 1913 (§ 39) sowie Wertbestimmung der Anweseuheilsmarken für dieselben (§ 42). . Die stimmberechtigten Aktionäre (§§ 43, 44). welche an der Generalversammlung teilzunehmen wünschen, werden hiermit eingeladen, ihre Aktien bis spätestens am 27. März d. I. zu deponieren und zwar: in Wien bei der Kais. Kön. privilegierten Oesterreichischen Länderbank; in Baden, Bozen, Graz, Innsbruck, Linz, Pilsen, Prag, Reichenberg, Salz-- bürg bei den Filialen, respektive Expbsituren. der Kais. Kön. privilegiertem Oesterreichischen Länderbank; in Berlin bei der Deutschen Bank sowiederen Filialen, bei. der Dresdner Bank und Nationalbauk für Deutschland; in Frankfurt a. M. bei der Deutschen Bank, Filiale Frankfurt, beider Deutschen Effekten- und Wechselbank, bei der Deutschen Bereinsbank,7 bei der Dresdner Bank in Frankfurt a. M.; in Stuttgart bei der Württembergschen Vereinsbank; in London bei der Kais. Kön. vrivilegierten Oesterreichischen Länderbank, E. C. 9 Bisliopsgate; in Paris bei der Banque Imp. Boy. Privilegiee des Pays Autricliiens, Succursalede Paris, 12. rue. du 4. Septembre und Societe Generale pour~ favoriser le developpement du Commerce et de l’Lidustrie ea Prance, 54 rue de provence; in Lyon bei der Societe Lyonnaise de? Depots, des Comptes-Courants et de Credit Industrie!. Anglo-Oesterreichische Bank. Sie n e n n n n d v i e rz i g st e o r d en l l i ch e G e n e r a I v e r f a m m lun g der Aktionäre der Anglo- Oesterreichischen Bank findet am 8. April 1913, um halb 7 Uhr abends, im Kassensaale der Anglo-Oesterreichischen Bank (I., Stranchgasse 1) statt. Gegenstände der Verhandlung: 1. Jahresbericht des Generalrates. 2. Bericht der Zensoren über den Rechnungsabschluß des Jahres 1912 und Beschlußfaffnng hierüber. 3. Beschlußfaffnng über die Verwendung des Reingewinnes pro 1912. 4. Wahl von drei Mitgliedern des Generalrates infolge Ablaufes der Funklionsdaner. Laut Artikel 30 der Staturen berechtigen 25 Aktien zu eine*" Stimme. Die stimmberechtigten Herren Aktionäre werden eingeladen, it)re Aktien samnlt den nicht fälligen Coupons bis inkl. 31. März d. I. in Wien bei der Liquidatur der Anglo-Oesterreichischen Bank; in London bei der Anglo Anstrian Bank; in Aussig, Bodeubach, Brünn, Brüx, Budapest, Czeruowitz. Eger, Falkenau, Graz, Jnusbruck, Kornenburg, Lmz, Lobositz, Marburg, Pardubitz, Pilsen, Pirano, Prag, Proßnitz, Saaz, St. Pölten, Teplitz, Tetschen, Trautenau, Triest, Wels und Znaim bei den Filialen der Anglo-Oesterreichischen Bank zu deponieren. Laut Artikel 27 der Statutenkönnen Vollmachten nur an stimmberechtigte Aktionäre erteilt werden. Wiener Bankverein. Diedreinildvierzigsteordentliche G e n e r a l v e r s a m m l u n g findet am 4. April 1913 um 11 Uhr vormittags in Wien, I.. Schottenring 2. statt. Verhandliingsgegenstände: 1. Jahresbericht des Administrations-- rates. 2. Bericht der Zensoren über den Rechnungsabschluß pro 1912 und Beschlnßsaffung über denselben. 3. Beschlnßsassung über die Verwendung, des Reinerträgnisses des Jahres 1912 (§ 59 lit. c der Statuten). 4. Beschlußfassung über die Aenderung der §§ 17, 31 und 36 der Statuten- 5. Wahlen in den Administrationsrat. 6. Wahlen in das Zensoren- Kollegium und den Aufsichtsrat für die Filialen. Nach § 47 der Statuten sind zur Stimmführuug.in der Generalversammlung nur jene Aktionäre berechtigt, welche seit wenigstens 14 Tagen vor dem Zusaminentreten derselben mindestens fünfundzwanzig Aktien nebst Coupons bei der Gesellschaftskasse oder den sonst hiezu vvm Adminis--- strationsrate bestimmten Stellen erlegt haben. Je fünfundzwanzig Aktiengeben das Recht auf eine Stimme (§ 48 der Statuten). Die stimmberechtigten Herren Aktionäre werden daher eingeladen, ihre Aktien samt Coupons bis spätestens 21. Marz d. I. in Wien bei der Liquidatur des Wiener Bank-Verein (L, Schotteng affe 6—8). in Agram, Aussig a/E., Bielitz-Biala, Bozen, Brünn. Budapest, Budweis, Czeruowitz, Friedek-Mistek, Graz, Innsbruck, Jägerndorf, Karlsbad, Klagenfnrt, Konstantinopel. Krakau, Lemberg, Marienbad, Meran, Oesterr.-Nowosilitza, Pardubitz, Pilsen, Prag„ Proßnitz, Przemysl, Salzburg, St. Pölten, Smyrna, Stanislau, Tarnow,. Teplitz. Teichen, Villach, Wr.-Neustadr und Zwittau bei den. Zweigniederlassungen des Wiener Bank-Verein, in Triest bei der Banca Commerciale Triestina, in Berlin bei der Deutschen. Bank und der Dresdner Bank, in Dresden bei der Dresdner Bank und der Deutschen Bank' Filiale Dresden, in Frankfurt a/M. bei der Deutschen Vereinsbank, der Deutschen Bank Filiale Frankfurt a/M. und der Dresdner Bank in Frankfurt a/M., in Stuttgart bei der Württembergischen Vereinsbank,-in München bei der Deutschen Bank Filiale München und der Dresdner Bank Filiale München, in Zürich bei der Schweiz. Kreditanstalt und beim Schweiz- Bankverein. in Genf bei der Societe de Credit Snisse und beim Schweiz^ Bankverein, in Basel bei der Schweiz. Kreditanstalt, beim Schweiz. Bankverein und bei der Basler Handelsbank zu deponieren. Die Aktien sind, von arithmetisch geordneten und vom Einreicher eigenhändig Unterzeichneten Konsignationen (und zwar bei der Liquidatur in Wien in zwei, bei den sonstigen Depoilieruugsstellen in drei Exemplaren) begleitet, einzüreichen- Ein Exemplar der Konsignationen erhält der Deponent mit der Empfangsbestätigung versehen zurück und gleichzeitig wird gemäß §55 der Statuten die Legitimationskarle für die Teilnahme an - der Generalversammlung, erfolgt, welche ans den Namen des Deponenten lautet und nur für diebezeichnete Person oder deren gehörig legitimierten Bevollmächtigten Geltung hat. - Allgemeine österreichische Boden-Credit-Anstalt. Sie ach tnndvierzigste ordentliche Generalversammlung der K. k. privilegierten Allgemeinen österreichischen Boden-Credit-Anstalt findet am 13. März 1913, um 4 Uhr nachmittags in Wien, L Teimaltstraße 8statt, a) Bericht des Gouverneurs. b) Bericht der Zensoren, c) Beschlußfassung über die Gesellechaftsrechnnngen und die Verwendung des Gewinnest d) Beschlußfassung über Statuten-Äenderungen. e) Wahl von Vermaltungsräten. f) Wahl eines Zensors. In dieser Generalversammlung sind jene Herren Aktionäre stimmberechtigt, welche mindestens 14 Tage vor dem Zusammentreten derselben, daher bis längstens 27. Februar l. I., fünfzig. Aktien nebst Coupons bei der Kaffe der Gesellschaft in Wien (Teinfaltstraße Nr. 8) oder in Paris (Avenue de l'Opera Nr. 19) deponieren.

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