Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1913
- Issue
- Heft 10 (7.3.1913)
- Date
- 1913-03-07
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8. Die Watn'heil Nr-. 10. größerem oder geringerem Wert, a l l e aber e ch t. ans dem Boden wahrer Empfindung oder treuer Forschung entstanden. Mit seinen 173 Lexikon-Zeilen bildet das Buch eine verhältnismäßig billig zu erlangende Bereicherung für den jüdischen Geist und das jüdische Herz Es ist ein froher Weckruf, gerichtet au die Großen tote Kleinen der jüdischen Familie. Er wird gehört wer den! „Israelitische Union." Von der Leitung der „Israelitischen Union" in Berlin werden wir um Aufnahme nachstehender Erklärung ersucht: Gegenüber Mitteilungen, die von Mund zu Mund und durch unrichtige Wiedergabe unserer früheren Notizen in der Presse verbreitet werden,- legen wir Wert darauf, ausdrücklich zu erklären, daß unsere Vereinigung keinerlei Konkurrenzunternehmen gegen die Alliance Jsraelite Universelle oder irgend eine andere Vereinigung darstellt. Unsere Tätigkeit beschränkt sich ans die Hilfeleistung in solchen Notfällen, in denen die anderen Organisationen auf Grund ihrer Satzungen oder aus anderen Gründen versagen müssen und wir werden stets bereit sein, mit den lokalen oder allgemeuleu jüdischen Vereinigungen gemeinsam zu arbeiten, wo dies möglich oder notwendig sein wird. Jede Befehdung anderer Organisationen oder deren Einrichtungen ist unsererseits ansgeschlosten. Wir möchten daher dringend bitten, auch unsere Bestrebungen, die nur im Jutereffe der notleidenden Juden liegen, nicht durch Mißdeutungen und unberechtigte Anfeindungen zu stören. I s r a e l i t i s ch e U n i o n. Dr. Arthur Kahn. Hofjnwelier Eugen Marcus. Felix G o ld s ch m i d t. Rechtsanwalt Falkeub erg. Walter S i l b e r st e i u. Louis L a m nt. Marco H a i m. Verschiedene Nachrichten. Wie«. (Pr edigt im Leopold st ädter Tempel.) Herr Rabbiner Dr. Feuch tw a u g'wird am Freitag Abend, 7. März d. I. im Leopoldstädter Tempel eine Predigt halten. Wien. (Vortrag äusjüdischer Geschichte, Literatur und Kultur.) Der nachstwöcheutliche Vortrag findet nicht, wie üblich, am Donnerstag, den 13. März, sondern Dienstag, den 11. März 1913 J/j8 Uhr abends als Schlußvortrag für diese Saison im Festsaale des Ingenieur- und Architekten-Bereines, I. Eschenbach-gaffe 9, statt. Es spricht Herr Rabbiner Dr. Max G r u n w a l d über das Thema : D a s L a n d de r Bibel. Mit Vorführung von Bildern. Eintritt frei. Wie«. B o r t r ä g e im Be t-H a m i d r a s ch „Talmud- Thora", 3L, Malzgaffe 16. Letzter Freitag-Ab end-Vortra g in dieser Saison am 7. März 8/48 abends. Herr Rabbiner H. Schenk: „DtcPfa! mem i n B e z i e h n n g z u Talmud und M i d r a s ch". Die allgemeinen jüdischwissenschaftlichen Vorträge Hilden auch weiter an allen Wochentagen nach dem Abendgebete statt. Für junge Leute, insbefonders für solche, die dem Kaufmannstande augehören, hält Herr Rabbiner Schenk nach wie vor an Sabbaten 11—12 Uhr und Sonntags a/2l2—lj21 Uhr Religionsvorträge. Wien. Samstag, den 8. März, 9 Uhr vormittags, findet im Tempel VL, Schmalzhofgasse 3, die Barmizwa des Sohnes Hans des Sekretärs des Mariahilfer Tempelvereines. Herrn Heinrich B o n d y, statt. Gratulationen nach dem Gottesdienste VI., Hirschengaste 22. Wien. Für ein demnächst in Preß bürg stattfiudendes Konzert ist im Programm die Mitwirkung des Opern- und Kouzertsängers B. Kaufmann aus Wien angeküudigt. Herr M. B. Kaufmann teilt uns nun mir, daß er erster Kantor der israel. Kultusgemeinde in Wien und nicht Konzertsänger ist, außerdem mögen die Leser zur Kenntnis nehmen, daß er seine Mitwirkung bei dem Konzerte abgesagt hat. Wien. (Js ra elitis ch e r B eth aus v e r e i n „Am Volkert"). Nunmehr steht das prachtvolle Gotteshaus, besten Einrichtungen nach den neuesten Errungenschaften der Technik und Kunst hergestellt sind, fast vollendet da und schon in wenigen Monaten wird das Einweihungsfest begangen 'werden. Vom Vorstände wurden berejts im Einvernehmen mit dem Baukomitee die nötigen Veranstaltungen getrosten, um einerseits von dem alten Betlokale, in welchem seit 35 Jahren in alttraditioneller Weise der Gottesdienst verrichtet worden ist. gezienienden Abschied zu nehmen, andererseits das große würdige Gotteshaus, das auf Grund Allerhöchster Ermächtigung Setner k. und k. apostolischen Majestät den Namen „Kaiser Franz Josef L Huldigungstempel" führen wird, in festlicher Weise einznweihen. Bisnun führte der Bethansverein mit Rücksicht auf seine örtliche- Lage nt dem Beznksspreugel „Am Volkert" diesen Namen, jedoch das uene Gotteshaus, sowie der Tempelverein als solcher erhielt gemäß einem einstimmigen Beschlüsse des Gesamtvorstaudes mit Rücksicht auf die 33jährige umsichtige und äußerst wirkungsvolle Leitung und die außerordentlichen Verdienste, die sich der Berenisobmann Herr Adolf S ch r a m e k um die Erbauung dieses stattlichen Tempels, verbunden mit großen Lehrsälen der Bibel- und Talmud-Thoraschule erworben hat, den Namen „rrschel Awrohom" wobei die beiden ersten Anfangsbuchsiabeu des Stammwortes den Vor- und Zunamen des sehr geschätzten Vereinsobmannes Herrn Adolf S ch r am e k versinnlichen. Aus diesem Grunde, wird die für Sonntag dem 17. März 1913 abends 6 Uhr im Tempelgebäude II., Fugbachgaste 7, ein-' berufene Generalversammlung von besonderem Interesse und Belange sein^ Wien. (G e n e r a l v e r s a m m l n n g). Samstagi den 1. März. 7 Uhr abends, fand im Sttzmrgssaale der isräel. .Kultüsgemeinde die Generalversammlung des ,,B e r e i n e s zur B e k leid tut g u u d U n t e rstütznng armer alter Männer i s r a e l. K o n f es s i o n" statt. Der Präsident Isidor Schwarz begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste und Mitglieder insbesondere den Delegierten des Kultusvorstandes Dri^ Heinrich S ch r e i d e r, die Delegierte des Kaiserin Elisabeth Lehrmädchenhortes, Frau Kisch, den Obmann des Krankenvereines „Montefiore"' Bezirksrat H o f m a n n rc. und entwarf hierauf ent übersichtliches Bild über das Wirken des Vereines, an den im abgelaufenen Jahre infolge ber schweren wirtschaftlichen Depression größere Aufgaben als bisher herangetreten sind. Nach Erstattung des Berichtes durch den Vereinssekretär' Dr. Löwy und den Schriftführer Alois Theumanu würdigte Knltus-7 Vorsteher Dr. Schreiber mit' besonders anerkennenden Worten dieüberaus ersprießliche Tätigkeit des Vereines und auknüpfeud an dieselben apostrophierte Vize-Präsident Dr. Elias Münz den Delegierten des- Kultusvorstandes, derselbe möge die wiederholt seitens des Vereines atr den Kultusvvrstand gestellte Bitte um Ausnahme in die Spendentasel mitallem Nachdruck unterstützen. Bei der hierauf vorgenommenen Wahl des- Vorstandes wurden die Herren Isidor Schwarz. Gustav Plaue r, Alois Theumanu, Josef Flesch, Edmund Hofmann und Antou Schneider wiedergewählt. Zu Revisoren wurden gewählt die Herren:: Emil Beuisch, Leo Deutsch und Florian Haas. Ueber Antrag des Vorstandes ernannte die Generulversammlnng den Vereinskassier Herrn: Gustav Planer, in Anerkennung seines hingebungsvollen und äußerst: ersprießlichen Wirkens für den Verein, zum Ehrenmitglied. Wien. (F e st k o n z e r t z u G u n st e n hungernder Schn l-- fiitber). Dieses fand im netten großen und luftigen Tnrni'aal der' Talmnd-Thora-Bereinsschnle H., Malzgasse 16, Sonntag, den 2. März ber „total ausverkauftem Hause" unter der künstlerischen Leitnrtg des bestbekannten Musikpädagogen, des Herrn Heinrich Antscherl statt undkann als eine, in jeder Richtung gelungene musikalische Aufführung bezeichnet werden. Das gewählte Publikum aus den besten Kreisen dett Wiener Gesellschaft lauschte auf das, was ihm wirkliche Künstler im Diensteder Humanität als echten Kunstgenuß hier boten, besonders freundlich nndbrachte diese Premiere in diesen Räumen auch einen schönen materiellen Erfolg zur Ausspeisung unserer hungernden Schulkinder. Die Mitwirkenden waren außer dem Dirigenten, Violinvirtuosen Herrn Heinrich Antscherl, für Klavier Herr Dr. Julius Flesch und das anmutige Fräulein Helene K o h n, Herr M e n z e r, Meister fürs Harmonium, die Herren R a 11 tt e r. Violme, Urmann Viola, P o p o v i c i Cello und Fräulein Else Gut t» mann in Gesang. Ganz wie bei „Bösendorfer" kam auch in diesem geräumigen Saal alles zur Geltung. Nach jedem Stücke war rauschender Beifall, der beim großen „K o l n i d r s" von Bruch am Schluffe des- Konzertes nicht enden wollte. Herr Gotthold Antscherl deklamierte sehr stimmungsvoll die herrliche Dichtung „Der Segen des wandernden Rabbi" von weiland Ober-Rabbiner Josef Weisfe, die vor 70 Jahren: bei einer Talmnd-Thora-Feier tu Proßnttz zum ersten Male öffentlich vorgetragen wurde. Herr Oberlehrer Kohn dankte am Schluß der Feier dein Veranstalter und künstlerischen Leiter dieses Festes Herrn Heinrich Antscherl, den Mitwirkenden für ihre hervorragenden Leistungen, den wackeren Komiteemitgliedern nnd allen Festgästen und Gönnern, die znm- Gelingen dieses exquisiten Konzertes beigetragen hatten, in besonders warmen Worten. Nicht vergeffen dürfen wir die prachtvollen Lieder von: Fräulein Guttmann, die auch reichen Beifall erntete. Jeder unter den' obengenannten Mitwirkenden leisteten Vorzügliches und heben wir neben Herrn M e n z e r und Fräulein Kohn noch den vielbeschäftigten Herrn Div Flesch besonders hervor, der seine Meisterschaft auf dem Klavier in den Dienst der Hnmaniiät stellte, was auch alle Künstler bei diesem Konzerte taten. Klavier und Harmonium stellte das k. u. k. Hbf-Etablissement Bernhard Kohn bei. Nach Schluß des Konzertes drückten die Zuhörer dem Veranstalter des Koitzertes und allen Mitwirkenden ihre besondere Anerkennung für die gebotenen Genüsse aus nnd verließen alle reichlichbefriedigt die Stätte, au der wirkliche Kunst mit Wohltun sich vereinigt hatte. Wien. Sonntag, den 9. März präzise 5 Uhr findet im Tempelgebände, XU., Dollinergaffe 3, die ordentliche Generalversammlung des Jüdischen Franen-Wohltätigkeits-Vereines für den HX. Bezirk statt.- Tagesordnung: 1. Entgegennahme des Rechenschafts- und Kaffaberichtes. 2. Erteilung des Absolutoriums. 3. Eventuelle Anträge des Vorstandes und der VereinsMitglieder, welche mindestens 4 Tage vorher dem Vorstände bekannt werden. 4. Wahl des Vorstandes. Nach Erledigung der- Tagesordnung Vortrag Sr. Ehrw. Herrn Dr. Arnold Frankfurter: „Die jüdische Frau — einst und jetzt". Vien. (Jüdische Toynbee halle, XX.. Othmargaffe 46.) Beginn der Vorträge : An Wochentagen ^8 Uhr. Samstag, sowie an Sonn- und Feiertagen 7 Uhr abends. Eintritt frei für jeden Erwachsenen, Vortrags-Programm für die Zeit vom 8. bis. 14. März 1913: Samstags den 8., Kammermnsikabelld. Arrangement: Konzertmeister Dr. Kapp er l. Sonntag, den 9.. Konzert-Arrangement. Herr Musiklehrer Antscherl. Montag, den 10., Deutscher Literatnr-Zykliis (Fortsetzung). Dienstag, den 11., „Einige Kapitel aus der Erdgeschichte." (Mit Lichtbildern) Prof. Dr. Enterich Kohn. Mittwoch, den 12., „Die Pflege und Ernährung det Säuglinge." (Fortsetzung) Dr. Karl Grünfeld. Donnerstag, den 13., „Aus der Geschichte Venedigs." (Fortsetzung) Pros. Dr. Edmund Jeru-- s a l e m. Freilag, den 14., Bibelvortrag. Dr. L ö w - V.o g e l.