Mannheim
Compact Memory

Die Wahrheit · 1912-11-29 · Heft 46 (29.11.1912) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Wahrheit
Volume
1912
Issue
Heft 46 (29.11.1912)
Date
1912-11-29
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/3062972-3063623-3063669--08187-3075334
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

DeiteK .fiten,. Herr 3pfeJ';^/CjIilir.c k^uaH - hlWMrLeiderr ^gMorben. Erk t^: iel eiue^ :derpypilläpsteil sind!geachtetsten Männer: der Miener^Kultusgemejuhe- Hih put 1hm'.,U.!ejit«& jeiier Typen^.dachjugegällgeu, die HAeilMmeHde^bM immer-sefiMr ^deil imh.H>eltt/eMllejchtj nur noch in wenigen Exemplaren den Glanz vergangener.Tagei MdeMjegrlu../.. -.uOyyhy/yMj;:-.u ■<•;? ML - *r;^t ^MlM .Muer GHnl tUld.,seiiien ,beiheu-MhuM deWt,-er! rni^zeliener Liebe anhwng, ,wchinete-.Iosef,-^elinek,.steiu.<.gguzes! JMre.sse'.Len HH^bchrisuUstutM.en Lex.r.Mrenep^KnltnsAe-! chleinde und in einigen. derselben, besonders .in der.Armenmtstast, wirkte' er Jahrzehnte mit besonderer Hingebung -und Uneigen-! nützigkeit. Infolge seiner großen Bescheidenheil, die jeder Anerkennung seines Wirkens scheu ans dem Wege ging und die eigene Persönlichkeit immer gern in den Hintergrund stellte, machte er von seiner emsigen, nimmermüden Tätigkeit im Dienst der Wohltätigkeit niemals viel Aufhebens, aber die Mitwelt ließ sich nicht irreleiten, sie wußte, welches Juwel sie an Josef Jelinek hatte, und daher auch die große Wertschätzung, die dieser stets hilfsbereite, selbst gegenüber dem Aermsten der Armen liebenswürdige Mann in allen Kreisen der Wiener Kultnsgemeinde genoß. Ein Beweis hiefür. war auch die imposante Beteiligung an seinem Leichenbegängnisse, .das Dienstag, den 26. d. M., vom Trauerhanse, L, Seitenstetrengasse 5, ans stattfand. Nachdem Oberrabbiner Dr. Güdemann die Tugenden und das Wirken des Heimgegangenen in bewegter Rede geschildert hatte, stimmte I. Kantor Kaufmann den üblichen Trauerpsalm an und der Sarg wurde von der Bahre gehoben. Voran schritten das Präsidiilm und die Vorsteher der Kultnsgemeinde, der Armenanstalt und der Chewra Kadischa und den leidtragenden Familienmitgliedern folgten in imposanter Zahl Vertreter aller Kreise der Wiener Kultnsgemeinde. Aufrichtige Teilnahme wendet sich der tiefgebeugten Witwe Julie Jelinek, geb. Stiasny, und den beiden Söhnen, Emil und Viktor Jelinek zu, denen das Bewußtsein zum Trost gereichen möge, daß. das Andenken des Heimgegangenen lange Zeit fortleben wird. Er ruhe in Frieden! Verein;i»rAnssxe»simg armer israrl. Schulkinder des 12., 13., 14. n. 13. Ke;. (Zur bevorstehenden Generalversammlung.) Nicht ohne tief schmerzliches Empfinden wird man den soeben ansgegebenen 10.-Rechenschaftsbericht des „Aus- Ipeisnn gsverein es" zur Kenntnis nehmen. Dieses Kind zehnjährigen, zielbewußten Schaffens, wie die an wohltätigen Institutionen gewiß nicht arme jüdische Gemeinde Wiens kein zweites anfzuweisen hat. Und wie viel Leid und Kummer wird da jahraus, jahrein gemildert und gelindert, wie viel Freude und Wohlbehagen unter den Aermsten der Armen, den armen Kindern verbreitet! Der 10. Jahresbericht sollte, in einem Hymnus der Freude ausklingen — zur Tranerknndgebnng ist er geworden! Und wenn auch in dem tiefsten Leid die Hosinung auf ein weiteres Gedeihen dieser trefstichen, -segensreichen Schöpfung der westlichen Bezirke Wiens durchklingt — es war zu. viel des Wehes, was da gekündigt und zur Kenntnis der Wiener Jndenschaft gebracht worden ist. Und jeder Glaubeusbruder, jede Glanbensschwester sollte den Jahresbericht lesen und — beherzigen. Jeder und jede sollte ihr Schärflein beitragen für diese Institutionen: Ausspeisuugsvereiu, Kaiser Franz Josefs-Kinderhort. und Heimstätte für verlassene Kinder, die da in dem früheren Kommunalschnlhause in der Herklotzgasse vereinigt, sind. Kaum war der Sommer ins Land gezogen, trugen wir die treffliche, stets hilfsbereite Vorstandsschwester, Charlotte Dusch inski zur ewigen Ruhe. Wenige Wochen später den. prächtigen, viel, viel zu früh uns allen entrissenene Gemeinderat Max Frank, dessen Rat und Hilfe wir niemals umsonst angerufen. Und nun der größte Schmerz, den der unerforschliche Ratschluß des Höchsten uns bereitet, Regine Land eis! Nr. 46.;,vn. Man lese und. studiere den,Bericht, man>nehme Kenntnis -unn hhen MochMen: Ziffern '.der Kassagebahrungs und man'-wird?eMi.;gewahpsMex.den/..bwas!'.biese.:- seltene Frau-.geleistet - und er- Mchter hat.^; ■!illnb-: limir ]"pü der Vereilr llicht nlehr ihrer Führiing.niiter- .stehen^nicht an ehr ihrtzuustetS richtigem ^Blickr-auf -das! Ganze" MrtMlMy dsirfeijK .;;jv: v i.} iü..Mas, dich?: 4o-,ijah'- unsEn t r i.ffeue g'eleistet-,/Uv irdß;auch'-. in ^ZaiklUlfr illst'-vereintenMäflell.:^.VirrUn8 geschehen, geschehen müssen, -benu-M ist-^eiuerEhreupflicht^ diese'.herrliche Hinlerlassenschaft - weiter auszubauem undzu 'kräftigen. Wir haben , der -verstorbenen Präsidentin chie eigene -Tochter.- Frau Emmy Fis ch ler,- zur. -Nachfolgerin gegeben, weil wir. die Ueberzeugung gewonnen, daß sie in würdiger Weise die Arbeit ihrer verstorbenen Mutter weiterführen wird. Und anstatt des seligen Herrn Max-Frank wird der Sohn, Herr Karl Land eis, unseren Verein-im Kuratorium der. „Heimstätte für verlassene Kinder" vertreten. Und wie wir so den Geschwistern das Erbe der Mutter überanwortet haben, .so werden, auch alle übrigen Vorstandsmitglieder weiterhin ihre Pflicht tun, diesen Stolz der westlichen Bezirke zu erhalten und zu weiterer Blüte zu bringen. Dabei aber rechnen wir auch weiterhin auf.die tatkräftige Unterstützung aller Kreise der Wiener. Jndenschaft. Wir zählen unsere Mitglieder in allen Bezirken Wiens. Möge jedes Mitglied für unseren Verein Propaganda machen. Möge keine Gelegenheit -— ob traurig, oder freudig — vorübergehen, ohne der armen Kinder zu gedenken. Der vorerwähnte Kassabericht weist den schönen Ueberschuß von 5000 Kronen, auf, aber noch viel zu wenig für das, was wir erstreben. Die verstorbene Präsidentin wollte im Laufe des künftigen Jahres ein Erholungsheim in der Nähe Wiens für unsere Schützlinge!ins Leben rufen, wo sie während der Sommermonate die Freuden und die Erholung eines Landaufenthaltes genießen sollten. Dieses Ziel zu erreichen, wird unsere nächste Arbeit sein. Es wird und muß erreicht werden. Möge es an tatkräftiger Unterstützung nicht fehlen! Wien, Ende November 1912. Hermann Berliner. Der Kllmnzkonstikt in Deutschland. Das Deutsche Landeskomitee versendet folgende Mitteilung : Sehr geehrter Herr! Das Deutsche Landeskomitee hat in seiner Vollversammlung am 20. November d. I. mit über» wältigender Mehrheit folgende Resolution angenommen: „Das Deutsche Laudeskomitee erklärt, daß es den durch Herrn Jnstizrat Horwitz unternommenen Verhandlungen mit Paris fernsteht und die Ergebnisse dieser Verhandlungen als-vollständig, ungenügend abgelehnt." Wir sehen uns veranlaßt, Ihnen za dieser Resolution und den Vorgängen der letzten Tage einen erläuternden Bericht zu geben. . ' An den erwähnten Versammlungen hat-Herr Justizrat Max Fuchs teilgenommen und sich auf Beschlüsse festgelegt, die eine Vernichtung . des Deutschen Landeskomitees beabsichtigen-. Dadurch ist mit Hilfe von Preßnotizen bei den Mitgliedern der Schein erweckt worden, als habe das Deutsche Laudeskomitee den Beschlüssen der von Herrn Justizrat Horwitz . geleiteten .Vermittlungskommission zugestimmt. Das ist nicht der Fall. Herr Justizrat Fuchs hatte keinen Auftrags an diesen Beratungen für das Landeskomitee teilzunehmen. Das Deutsche -Landeskomitee hat daher die eingangs erwähnte Erklärung abgegeben und das Verhalten des Herrn Justizrat Fuchs mißbilligt, worauf er den Vorsitz niederlegte. Den Vorsitz hat Herr Geheimrat Landau übernommen. Was die angeblichen Friedensbedingungen, die Ihnen ja durch Herrn Justizrat Horwitz mitgeteilt worden sind, sachlich anbelangt, so bemerken wir dazu folgendes: Der Jahre laug geführte Kampf der deutschen Mitglieder hat niemals den Endzweck gehabt, lediglich eine deutsche-Zentralstelle zu schaffen. Vielmehr ist von den deutschen Mitgliedern Die Wahrheit

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.