Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1912
- Issue
- Heft 26 (5.7.1912)
- Date
- 1912-07-05
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8. . Die Wahrheit. .. , Nr. 26. jetzt zu melde», daß in wenigen 'Minuten von blos drei hier anwesenden Persönlichkeiten 10.000 Pfund Sterling Shares gezeichnet wurden. Diese Mitteilung des Präsidenten wurde von stürmischen, langanhaltenden Beifallskundgebungen begleitet. Vor Schluß der Sitznng wurden die folgenden Mitglieder des Jnternationalrates der Jto wieder, bezw. nengewählt: England: Lionel Abrahams, C. B.; Benjamin A. Cohen; Walter S. Cohen; Dr. I. Dulberg I. P.; Dr. M. ' Eder; Joseph Fals; Mrs. L. Hadon-Guest; David Goodmann; P. I. Hariog B- Sc.; B. Kisch, M. A.; H. M.Kisch, C. S. I.; Ä. M. L. Langdon; Ä. Lewinstein; Prof. R. Meldola F. R. S.; R. M. Sebag-Montefiore L. C. C.; Myer S. Nathan, LL. D.; Oskar Plaut; Clement I. Salaman; Frank Samuel; Solomon I. Solomon, R. A.; Sir Isidore Spielmann; Marion H. Spielmann; Meyer A. Spielmann; Major General Sir Alfred Turner K. C. B.; Luzieu Wolf; Israel Zangwill; Mrs. Zangwill; sämtliche in London. Mrs. I. Auerbach; Lient. Col. Sir Matthew Nathan C. C. Bk. C. R. E. Amerika: Dr. S. Solis Cohen; Philadelphia. Maurice Fels; Philadelphia.' Daniel Gnggenheim; Hon. Oskar S. Straus; Cyrus L. Snlzberger; sämtliche in New-Iork. Hon. Judge Mayer Sulzberger; Philadelphia. Rev. Stephen S. Wise; New-Iork. Australien: O. L. Bernard; Northam. E. Caspar; Perth. Rev. Francis L. Cohen; Sydney. Arthur W. Hyman; Sydney. I. Jakobs; B. A. Levinson; A. Marks; sämtliche in Melbourne. Belgien: H. Baron; I. Birnbaum; I. Silberfeld; Rabbi Dr. Wiener; sämtliche in Antwerpen. Frankreich: Dr. R. Hirschberg; Paris. Rodolphe Lebel; Malo-les-Bains. Prof. N. Slousch; Paris. Audrv Spire; Paris. Deutschland: Dr. Jeremias; Posen. Dr. E. Simon; Berlin. Rechtsanwalt Dr. G. Wunderlich; Oppeln. Holland: I. E. Hillefum; H. I. Kisch; H. L. van der Klei; sämtliche in Amsterdam. I. H. Meijer; Gronningen. Jonas de Vries; Amsterdam. Indien: R. Nathan, C. I. E.; Eastern Bengal. O e st e r r e i ch : Dr. S. Krenbet-ger; Dr. I. Samuely; M. Schmidt; Dr. Oskar Hein, Gemeinderat; Dr. Jakob Engel; sämtliche in Wien. Ungarn: Prof. Dr. Ludwig Braun; Max Szabolcsi; Hofrat Julius Winterberg; sämtliche in Budapest. Rumänien •: Dr. I. Sotec; Braila. Rußland: A. I. Akivison; Kiew. Dr. L. A. Bloch; Kiew. Dr. D. Dorfmann; Teleneschty. N. Finkelstein; Warschau. Adv. M. K. Geppstein; Odessa. Dr. Max Goldberg; Jeletz, Gonv. Orel. Adv. I. Jassinowski; Warschau. Dr. D. Jochelmann; Kiew. I. Josseleff; Warschau. Ingenieur L. A. Lew; Kiew. Ingenieur Lippetz; Orenburg. Adv. A. D. Margolin; Kiew. F. S. Margolin; Wilno. Al. L. Paperin; Paris. Adv. Leon Rabinowitsch; Odessa. A. I. Rainer; Kazan. K. S. Schmerling; Zaschkow. S. Schriro; Baku. Dr. I. A. Stein; Elisabethgrad. Ingenieur M. M. Tropp; Baku. Ch. Tschemerinsky; S. I. Jatzkan; Hillel Zeitlin; sämtliche in Warschan. Portugal: Dr. Alfred Bensaude; Lissabon. Süd-Afrika: Mrs. I. Auerbach; Hethersett, Reigate, England. Hon. Max Langermann; Johannesburg. Jt-Col. Sir Matthew Nathan, G. G. M. G- R. E.; Gloucester Road, London W. Schweiz: Armand Bernheim; Mülhansen. Ing. S. Ginsburg; Zürich. S. Rubinstein; Biel. Siegmnnd Veit; Basel. In die Geographische Kommission wurden g e w ä h l t: Daniel Gnggenheim; New-Iork. Dr. Paul Nathan; Berlin. Hon. Lord Rothschild; London. James Semon; Berlin. Hon. Oskar Straus; New-Iork. Hon. Judge Mayer Snlzberger; Philadelphia. Nachdem nunmehr die Tagesordnung erschöpft war, hielten Dr. Wnuderlich-Oppeln und der Vize-Präsident des Wiener Jtokomitees Direktor Dr. S. Krenberger ihre Schlußreden. Dr. W u n d e r l i ch-Oppeln : Die Konferenz nähert sich ihrem Ende. Die Tagung war stellenweise sehr stürmisch und heiß, trotzdem hoffe ich, daß wir nicht unbefriedigt diese Stätte verlassen werden. Wir haben auf dem Gebiete der Organisation immerhin einen bedeutenden, Schritt nach vorwärts getan. Wir haben beschlossen, daß ein Komitee, dessen Ärbeitsfrendigkeit und Eifer unser bestes Vertrauen genießt, uns innerhalb kürzester Zeit ein Statut vorlegen wird, das sicherlich bei allen interessiertem Persönlichkeiten und in allen Kreisen Anklang finden wird. Wir haben ferner 2 Kommissionen gewählt, deren Tätigkeit nicht, -nur für die territorialistische Bewegung, sondern für das ganzejüdische Volk von größter Bedeutung in Zukunft fein soll. Die zuletzt gewählte Kommission, die sich zum Teile ans den pro-- minentesteu jüdischen Persönlichkeiten zusammensetzl, wird die Projekte aller Art prüfen und sichten. Wir haben ferner eine Kommission gewählt, die sich mit dem wichtigsten Punkte nnsererheutigen Tagesordnung, mit dem anseinandersetzen soll. Hoffen und wünschen wir, daß diese Kommission seinerzeit zu einem Ergebnis kommen soll, das dem jüdischen Volke zunr Heile und zur Freude gereichen möge. Ich habe jetzt noch die angenehme Pflicht, allen jenen Personen zu danken, die sich um das Zustandekommen dieser Konferenz verdient gemacht haben. Zunächst den Schweizer- Herren, die zu dieser Konferenz die Initiative ergriffen und die- Vorarbeiten geleistet, haben- Dank, auch den Wiener Herren, die' keine leichte Aufgabe hatten, diese Konferenz ordnnngs^ mäßig vorznbereiten und ständig dafür Sorge zu tragen, daß', sie in so würdiger Weise verlaufen ist. Ich glaube, wir sprechen unseren Dank in der Weise ans, daß wir uns zu Ehren dergenannten Herren von den Plätzen erheben. (Die Versammlung erhebt sich unter lebhaften Akklamationen.) Dr. K r e n b e r g e r-Wien: Im Namen der Wiener' hatte ich die Freude, Sie am Mittwoch in nnserer Stadt, in unserer Mitte begrüßen zu können. Nach den schweren Tagen der Arbeit, die hinter uns liegen, werden Sie unsere Stadt unduns wieder verlassen. Die Erinnerung an die Jto-Tage wirdjedoch noch lange Zeit in uns fortleben und nachklingen. Die- Wirkung dieses Besuches wird offenbar die sein, daß der territorialistische, der itoistische Gedanke in unserer Stadt festere- Wurzel schlagen und weitere Keife umfassen wird. Mit Befriedigung und Freude konnte ich konstatieren, daß fast die' ganze offizielle Jndenschaft Wiens an unserer Tagung Anteil genommen hat. Das ist ein Erfolg, der in ganz besonderer Weise zu verzeichnen ist. Ich kann Ihnen aber auch im Namen unserer Mitglieder (und dabei hebe ich vor allem unseren lieben,, guten Freund Schmidt hervor, der die Hauptarbeit durch 7 Jahre geleistet hat (lebhafter Beifall) im Namen aller unserer' Kommilitonen das Versprechen abgeben, daß wir im Sinne der' Gedanken und der Idee unseres hochverehrten Präsidenten arbeiten werden, einträchtig und einhellig. Dort wo sich Konflikte ergeben haben, waren wir immer bestrebt sie auszngleichen- Wir werden auch in Zukunft' in unserem Lager keinen Zwist, wohl aber Meinungsverschiedenheiten dulden, und ich hoffe, daß: wenn wieder einmal der Rnf an uns ergehen wird, uns in gemeinsamer Arbeit zu beraten, wir wieder in den ersten Reihen sein werden. Wie einst in der zionistischen Bewegung, so steht' heute auch Wien in der itoistischen Bewegung in der vordersten Reihe und das soll auch weiterhin so bleiben. Dafür bürge ich^ Und nun Adieu, liebe Freunde! tragen Sie den Gedanken und die Ideen nnserer Bewegung in die weite Ferne. Wir abew wollen schließen mit einem Hoch auf Zangwill und seine hochgeschätzte. liebenswürdige Gattin. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) S ch l u ß r e d e M r. I s r a e l Z a n g w i l l s. Herr Zangwill sprach seine Zufriedenheit darüber aus^ daß die Konferenz, trotz der gelegentlich schroff bekundeten Meinungsverschiedenheiten, in einer äußerst friedlichen Stimmung schloß, die ein einheitliches Zusammenwirken ermöglicht. Wie er bereits am Grabe Herzls betont hatte, machen sich heftige Widersprüche nur in Augenblicken der Erregung geltend, während die Ziele sie alle vei'eint. Er bezeichnete als skandalös die Behanptung' des Herrn Davis Tritsch, man habe das Angola-Projekt zu Reklamezwecken inszeniert und ansposannt. In der Wirklichkeit aber hatte dieses Gebiet die Jto seit Jahren beschäftigt, während die Verkündung dieses Projektes nicht von der Jto, sondern von der portugiesischen Regierung ausgegangen war. Es wäre geradezu I tölpelhaft, durch die Empfehlung eines 'unbrauchbaren Landes! Reklame machen zu wollen. Jedenfalls sei die Jto zu ehrlich,