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Die Wahrheit · 1911-11-17 · Heft 44 (17.11.1911) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1911
Issue
Heft 44 (17.11.1911)
Date
1911-11-17
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Sette 8 Kollege Gothem hat Ihnen, dargelegt, welche Erfahrungen die Juden in militärischer Beziehung bei uns machen. Bis vor wenigen Jahren har es in Bayern, was Sie interessieren' wird, noch 16 jüdische Militärärzte um Generalsrang gegeben. Das wird, : sich inzwischen wohl anch geändert Haben. Welche ^Verdienste/ für die Wissenschaft überhaupt, sich die Juden erworben, haben,; geht Larans hervor, chaß der Nobelpreis 1907 an einelhJitdeit,/? IHM,'? ainHwer,':^d'arnnter Ehrlich, ynd-, 1909 auch,? äneinel^ j Inden fiel. .• . . •; -(Fortsetzung folgt:)).-! Z Uerschiedeue Unchrichten. Wie«. Freitag, am 17. November 1911, abends Predigt im Stadttemvel. Wien. (Bet - H a m idrasch „Talmud Thor a", H., Malzkaffe 16.) Die nächsten populär-wissenschaftlichen Freitag-Abeud- Vorrräge — auch Frauen zugänglich — sind: Am 17. November: Prof. Mor. Antscherl: „Die Hygiene der Juden", mit Beziehung zur Dresdener Hygienischen Ausstellung und am 24. November: Herr Rabbiner L. G o l d st e i u: „Ein Kapitel aus der jüdischen Geschichte". Beginn jedesmal um 71j2 Uhr abends. Wien. (W « ttbewer b.) Der „T e m p e l v e r e i u des XIH. Bezirkes der Stadt Wien" schreibt zur Erlangung von Jdeenskizze» für den Neubau einer Synagoge in Wien, Xffl., Onno Kloppgaffe, für alle in Wien ansässigen Architekten drei Preise zu je 500 Krouen aus. Das Bauprogramm und die Bedingungen zur Teilnahme am Wettbewerbe sind durch Direktor Dr. S. Krenberger, Wien, Xm/g. Anhosstraße Nr. 221, kostenfrei erhälilich. Ablieferungstermin: lo.Jänner 1912, 12 Uhr mittags. Wie«. (Be r ein zur B e'k l e i dung und U n te r stützün g armer alter Männer i s r a e l. K o u s e f f i o n.) Das am 12. d. M. im ,Hotel Continental" stattgefuudene Bekleidungsfest des Vereines nahm auch Heuer einen glänzenden Verlauf und zeigte durch seinen überaus zahlreichen Besuch, welch großer Anerkennung sich das eminent humanitäre Wirken des Vereines in den weitesten Kreisen der Wiener Bevölkerung erfreut. Unter den Anwesenden seien besonders bemerkt: der Vizepräsident der Kultusgememde, Landesschulrat Dr. Gustav Ko h n, Kulmsvorsteher Ad. O ch r a m e in Vertretung des Kullnsvorstaiides kaiserl. Rat Fischer und Bezirksrat K l e b i n d e r in Vertretung der Bezirksvertrung Leopoldstadt, ferner'Kultusvorsteher Carl Lemberg er. die Vorsteher Carl Freund uird Theodor K o h n, die Vorsteher der Chewra Kadischa Leopold Otto Und S. Simon, Regierungsrat Dr. Schlag etc. Bürgermeister Tr. Neu mayer Hatte sein. Fernbleiben entschuldigt und dem Vereine ' eine Spende übermittelt. — Das Fest wurde durch ein Präludium des Professor Storch eingeleitet, dem der stinnnuugsvolle. von Fräulein Gabriele Zewi ausgezeichnet vorgerragene Prolog folgte. Nach der Begrüßungsansprache desBereiuspräsidentenIsidor Schwarz hielt Rabbiner-Dr. Bach die Festrede und erzielte mit derselben eine große Wirkung. Die gesanglichen Darbietungen des Wiener Kaufmännischen Gesangsvereines und des Oberkantors Morgenstern wurden stürmisch acclamiert, und die anerkennenden Worte, die Vizepräsident Dr. Kohn denk Wirken des Vereines widmete, wurden mit allgemeiner Zustimung ausgenommen. Wie«. (Jüdische Toyn b ee-Halle, XX., Othmargasse^.) Beginn der Vorträge an Wochentagen 1Jß Uhr, Samstag, sow ie an Sonn- und Feiertagen 7 Uhr abends. Eintritt frei für jeden Erwachsenen. Vortrags-Programm: Samstag, 18. November, Konzert, Arrangement Frau Elsa Freund-Funk. Sonntag, 19. November, „Märchen als Erzieher", Gemeinderat Dr. Rudolf Schwarz- Hill er. Montag, 20. November, „Die Grenzen der Medizin", Dr. Heinrich G r ü n. Dienstag. 21. November, „Jüdische Geschichte" (Zyklus II), Dr. K. Kupfer. Mittwoch, 22. November, „Jüdische Autoren", Frau Rachel Edel st e i n. Donnerstag, 23. November, „Bilder aus dem - Rechtsleben", Dr. M. Reiß. Freitag, 24. November, Bibelvortrag, Lehrer Josef Weiß. Wie«. Sonntag. den 26. d. M.. 7 Uhr abends, findet im Festsaale des Niederösterr. Gewerbe-Vereines, I., Eschenbachgaffe 11, ein B n tragsabe n d des „Vereines zur Hebung der Gewerbe in Wien" statt. Tagesordnung: Vortrag des k. k. Universitäts-Professors Med. Dr. L. Königstein: „Das Wichtigste aus der Dresdner Ausstellung 1911." Damen und Gäste willkommen. Wien. (Bon der internationalen hygienischen Ausstellung, Dresdens In den „Bausteinen^, dem offiziellen Organ der Gesellschaft für innere Mission in Sachsen, betont Ministerialdirektor Dr. Karl R o sch e r, daß die 99 Abteilungen der Dresdener Ausstellung nichts darböten, was sich an sozialhygieniicher Bedeutung mit der kleinen jüdischen Ausstellung, insbesondere der „Sabbatstube^, vergleichen ließe. Die Gruppen, die Herr Dr. Max Grnnw ald in Wien eingerichtet hat, wurden zum großen Teil vom Wiener jüdischen Museum beschickt. Die „Sabbarstube" lst ein/ Werk Isidor Kaufmanns und bildet einen Teil des genannten Milseums- Wiest. Der erste Temveldiener des Josesstädter Tempels. Herr Moritz P af ch ku s und seine Frau Lotte, feierten Samstag, den 11. November im Neudeggertempel das Fest ihrer silbernen Hochzeit und zugleich die Barmizwah ihres Sohnes Albert, aus welchem Anlässe ihnen vom Vorstande wie auch von den Tempelbesuchern zahlreiche. Beweise der Sympathie und Wertschätzung dargebracht wurden. Als Herr Paslhkus znr Thora gerufen wurde, begrüßte ihn der Chor mit einem feierlichen. Hallelujah und Herr Kantor G r o b beehrte ihü mit einem besonderen/ Vti :- Mi; dem Anlässe, entsprechenden,Mischeberach.: Der Konfirmand; der auch ins Tempelchore niitwirkt/, trug die Hgfihora/mi^lautklir'.geilder Stimme formvollendet vor. Herr,Rabbiner Lr.;B d ir ^‘r^rbiirb'igteHt feiiter Ansprache, die Doppelseier ünN richtete ait' beit- Konfirüländenergreiseiide' Worte der? Belebruiig, ihn ermahnend, in der gewissenhaften Erfüllung' seiner Pflichtest als Jude../und als.Mensch ,-.d.ep,-^.Ulustertftlrigest Beispiele seiner ^wohlverdienten Elte'rn stets/ uachM Anwesenden-, einen ethbbendeü Eindruck. -Jii^den Chor //derMtäfiilanien. Hnunen'Ww; freudigleln mit'einem--hKzlicheU>2D:>>iÜ-! -JnZVi'i TUf;*»1 ~~- «•.uuus;;:/'---Bad^»i^5OerrMnrtoDL CR EM d dssiwäMÄßd' MeAProbs-i sähres., in der^ israeliuschen- Knllusgelncknde.-iBkrdeiy in-;aWt -kantorateilr Fachern/sich' als voll,' geesgilft'bewährt' hät/'E'daselbst auf' weiteres atzeptiert worden. Mit Rücksicht aus seine Leistung an den vergangenen hohen Feiertagen steht dem jungen Kantor noch ein weites Feld offen, um in die Reihen anerkannter'Funklionäre. eintrelen zu können. , Paris. Vor chem, Pariser Bürgerlichen Gericht begann kürzlich die/ Schlußverhandlung, In , einem Rechtsstreit, dessen Anfänge in das Jahr-1902' zurückreichen und 'der 'bereits häufig in der autisemmscheu Presse erörtert wurde, die ihn mit-'großem/ Behagen breittritt. Der ehemalige Rabbiner' Heinrich B r a n e r von Tours verklagt nämlich die Mitglieder des Israeli Hauptkousistoriums von Frankreich, nuter denen sich der Baron Edmond v. Rothschild, Herr, HeinrichWeutscy de la Menrthe usw. befinden, auf Bezahlung-eines Schademrsatz'es von 500.0M Francs, weil das Konsistorium ihn 1902 auf AiiträgNseinW Gemeinde seines Rabbineramles in Tours enthoben hatte. Der, Anrtsentsetzung war ein maßloses Aergernis vorausgegangen. Am. Versöhnungstage, war der eigene Schwager des Rabbiners' in der Synagoge vor den Betpult getreten und harte laut in die Gemeinde hineingerufen: „Der Rabbiner Brauer, der hier den Gottesdienst versieht, ist unwürdig, eine gottesdienstliche Handlung ausznführen. Er hat um Bersöhuungstage im hiesigen Gasthvf „Zur goldenen Kugel" gegessen." Die Gemeindemitglieder lvaren entrüstet und jagten den „Ztabbiner" ans der Synagoge. Schon früher hatte er die Feindseligkeit seiner Gemeinde gegen sich dadurch erregt, daß er antisemitische Redensarten führte.. Bauer drehte jetzt den Spieß um und behauptet, die Gemeinde sei ihm aufsässig gewesen, weil er auf der Beobachtung des jüdischen Religionsgesetzes streng bestanden habe.. Die Rechtsanwälte beider Parteien werdem in 14 Tagen plädieren., , Literatur. Jnng-Jnda, Jllustr. Zeitschrift für unsere Jugend, Prag, Stefausg. 630,. erscheint jeden zweiten Freitag, L 2.50 halbjährig. Diese in vergrößertem Format durch bald 12 Jahre erscheinende,, in Oesterreich-Ungarn einzige jüdische Jugendzeitschrift hat sich bereits ein stattliches Terrain in unseren jüdischen Familien des. In- und Auslandes erobert, verfügt über eine stattliche Zahl tüchtiger Mitarbeiter unbwird von ihren jungen Lesern jedesmal zum Sabbat mit Sehnsucht erwartet. Wir hätten den Wunsch, daß dies zu jedem Sabbat der Fall wäre. Ein noch weiter wie bisher anwachsendes Lesepubliknm — Jnng- Juda hat schon dermalen eine große Abonnentenzahl — wird auch Viesen Wunsch, den wir hegen, erfüllen. Gute Juden, gute Patrioten und 1a8tnot least gute Schüler heranzubilden, dies hilft redlich „Jnng-Juda", deren Bestrebungen zu fördern, Säche-jedes jüdischen Hauses, sein möge. M. A. Ost und West. Heft 11. November 1911.11. Jahrgang. Inhalt r. Der stille Pogrom. Wehruf eines rnsiischen Juden. Jllustrationeu zu Rußlands Judenpolitik in den letzten Monäteni Revue de r/E r e i g n i s s e : (Unser Ruf zur Tat. Der Traum vom neuen Kurs. Die englisch-französiscbe Schule. Die Zivilisation, die nicht Zeit hat. Was sie uns „wert" sind.)- Jakob Glasuer (mit 6 Jllnstrationen) Karl Bayer. Zur Ethik des Juden-; tums, A. Benezra. Die beiden Schwesteni, I. L. Perez../ Jllnstralionen nach Gemälden von Erich Wolfsfeld, Max Fabian. S. Fischer (mit Porträt)- Paul Barchan. Jüdische Hochzeitsbräuche in alter und neuer Zeit, Bar- Ami. Jüdische Hochzeitsmelodien: I.' Vor der Trauung (Noten). Tondichtungen alttestamentlicher Texte von Joh. Seb. Bach. Dr. Leop.' Hirschberg... Glückverlangen, Gedicht, Theodor Zlocisti. Literarische Rundschau. Mitteilungen aus dem Deutschen Bureau der Alliance I s r a 6 l i t e Universelle: Sitzung des Zentral-Komitees. Die Jsrae- - Uten in Rußland. Notizen: Verzeichnis der in ,den Monaten August-Septentber bei dem Deutschen Bureau eingegangenen.Beiträge: und Spenden.. Sammlung für die abgebrannten Glaubensbrüder in Konstantinopel. Schach, Dr. Emanuel Lasker. Inserate. Allgemeine Depostten-Bank. Der Verwaltungsrät beehrt sich hiermit, die stimmberechrigten Aktionäre der Allgemeinen Depositen-Bank' zur außerordentlichen G e n e r a l-V e r s a m m l u n g/ welche Freitag den 24. November 1911,, vormittags 11 Uhr iiii Sitzuiigssäale des Anstalts-Gebäudes (I. Schottengasse 1) stattfinden wird, einzüladen. Tagesordnung : 1. Beschlußfassung aus Erhöhung des Aktienkapitals von 26 ans 33 Millionen Kronen (§ 3 der Statuten). 2. Weitere Abänderung des § 3 bcr Statuten in dem Sinne, daß durch' künftigen, Generaiversammlungsbeschlnß das Aktienkapital von .33 aus 40 Millionen / Krouen erhöht werden kann. 3. Aufnahme, voll Statutenbestiminnngen,. - nach welchen zur Ausgabe von Bankichuldverschreibniigen geschritten werden kann. Die Herren Aktionäre, welche?',ihr./-rStimmrecht ausüben wollen, werde» eingeladen, , nach % 18 der Gesellschaftsstatuten ihre Aktien / ' wenigstens 8 Tage früher, das' jfi bis spätestens inklusive 16. Novembeä' 1911, bei der Allgemeinen Depositen-Bank in, Wien ,(1/Schottengäffe 1). zu'hinterlegen. .Der'Verwalkungsrat^ Die Wavrtzeil

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