Mannheim
Compact Memory

Die Wahrheit · 1911-11-10 · Heft 43 (10.11.1911) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Wahrheit
Volume
1911
Issue
Heft 43 (10.11.1911)
Date
1911-11-10
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3062972-3063572-3063615--07555-3074650
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Die Wahrveil. Nr. 43. werden kann. Das danken wir in erster Linie auch dem jüdischen Kapital und dem Verständnis seiner Besitzer. Die - Erinnerung an einen Namen wie Hallgarten wird jedem das-Herz höher Wagen lassen, der die Freude gehabt hat, -diesen Mann zu kennen; und so sind wir weiter daun Merton. Speyer. Stern, deren Stiftungen mehr aus dem medizinischen Gebiete liegen, Dank schuldig. Ich kann unmöglich alle nennen, die sich Verdienste um das Gemeinwohl hier erworben haben. Wir können in Frankfurt stolz aus derartige Mitbürger sein. Immer müssen Sie hierbei den Prozentsatz der jüdischen Bevölkerung berücksichtigen — hier etwa 7 pCt. — gegenüber einer solchen Zahl sind die Leistungen, die ich nur skizzieren konnte, von hervorragender Bedeutung. (Fortsetzung folgt.) Verschiedene Nachrichten Wien. Freitag, den 10. d. M. abends, hält im Leopoldstädter Tempel Herr Rabbiner Dr. M. I. Bach eine Predigt Wie«. (K anto ren-Bildung sanstalt). Die Aufnahmsprüsungeu für die demnächst zu eröffnende Kautoren-Bildungsaustalt des österr.-Ungar. Kautoren-Vereines haben Momag, den 6. d. M. in Gegenwart des Lehrkörpers stattgefunden. Weitere Anmeldungen sind an den Vizepräsidenten des Vereines, Oberkantor I. Bauer, Wien, II. Nobaragaffe 27, zu richten. Wie«. (I ü d i s ch e r S ch u l v e rein für den IX. Bezirk, S e e g a i s e 16) XI. Vereinsjahr. Die Schüler-Ausnahmen finden nur bis 10. November d. I. statt. Wie«. (Unentgeltliche Unterrichtsknrse). Die Vormerkungen für die unentgeltlichen Unterrichtsknrse ans Englisch und Stenografie für Anfänger und Vorgeschrittene, welche von der Toynbeehalle veranstaltet. in der Religionsschule der israelitischen Kultusgemeinde, I.. Seitentzetreugaffe 2, stattfinden, werden Sonntag, den 12. d. M. von 10 bis 12 Uhr vormittags, nn Unterrichtslokale fortgesetzt. Wie«. Während des Winter-Semesters 1911/1912 hält Herr Dr. Kamiuka im. Bet-hamidrasch, H. Ferdinandsstraße 23, folgende Borlesmigen: Jeden Mittwoch abends 7—8, Religionsphilosophie, MoreNebnchim, Teil HI; jeden Donnerstag 6—7 Talmud, Sanhedrin. Wie«. (Populär-wiffenschaftliche Freitag-Abend -Vorträge, auch Frauen zugänglich, am Bethaniidrasch „T a m u d Thor a", II, Malzgaffe 16.) Am 10. November: Herr Rabbiner H. S ch e n k: „Die Psalmen". Am 17. November: Herr Pros. M. An ts ch erl: „Die Hygiene im Judentum", mit besonderer Beziehung zur Dresdener Hygienischen Ausstellung. Beginn jedesmal um 71/2 Uhr abends. Wiem (Verein zur Bekleidung und Unterstützung armer alter. Bkan-ner israel. Konfession). Sonntag, den 12. d. M., präzise 1I24i Uhr nachmittags, findet im Festsaale des „Hotel Continental", H. Taborstraße 4, das Bekleidnngsf e st dieses so überaus segensreich, wirkenden Vereines statt. In Anbetracht des humanitäre»: Zweckes haben ihre Mitwirümg bereitwilligst zugesagt: Herr Prof. S, Stbrch. Fräulein Gabriele Z e wy, der „Wiener Kaufmännische Gesangvereins, sowie die Herren Oberkantoren Don Fuchs und Morgensteru. Die Festrede wird Herr Rabbiner Dr. Julius Max B a ch halten. Sonntag, den 19l d. M. findet im „Deutschen Volkstheater" zu Gunsten des Vereines eine Woh ltätigkerts-Vorstellung statt: Zur Ausführung gelangt: „Zupfenstreich". Die«. Die österreichische Mädchen- und Kinderschutzliga — österreichische Liga zur Bekämpfung des Mädchenhandels steht sich angesichts der großen Ansprüche, die an die materielle Leistungsfähigkeit des unter dem Präsidium Seiner Erlaucht des Grafe« Franz H a r ra ch gegenwärtig im- 8. Jahre seiner Tätigkeit stehenden Vereines gestellt werden, veranlaßt, auch an den.bekannten Wohltätigkeitsfinn und die nie versvgende.Humanität der israelitischen Mitbürger zu appellieren. Zur Begründung dieses Appells sei hervorgehoben, daß von den vier Vereinen, welche derzeit in dem von der österreichischen Regierung ins. Leben, gerufenen und unterstützten Zentralkomitee zur Bekämpfung des Mädchenhandels vertreten sind und tue in ihrer Gesamtheit den österreichischen Zweig, der großen, internationalen Organisation zur Bekämpfung des Mädchenhandels bilden, die österreichische Mädchen- und Kinderschutzliga der einzige ist, der auf i n terkaufes j i o n e I I e r Grundlage steht und sohinberufen erscheint, in der erwähnten Zssntralorganifation auch die Jutereffen. der jüdischen Opfer des Mädchenhandels währzunehmen. Laut des. Tätigkeitsberichtes über das Vereinsjahr 1910 gehörten von den 768'Mädchen, welche im Lause des Berichtsjahres in die Fürsorge des Wiener Generalsekretariats gelangten, 176 der isr. Religion au. Zieht man die. Gesamtleistung, des Vereines, der. in Triest, Lemberg: und Czernowitz Filialen besitztin; Betracht, so erhöht, sich diese- Zahl noch ganz.-wesentlich. Als Beweis für die Bedeutung, welche, der Fürsorge». iätigkeit der österreichischen Mädchen- und Kiuderschutzligä von kompetenter isr. Seite zuerkaunt wird, sei noch darauf hingewiesendaß die Wiener Isr, Kultusgenrernde Se, Ehrwürden Herrn Rabbiner G r u u w a l d als Delegierten in den Zentralvorstand der Liga entsendet hat, womit auch die Garantie gewährt erscheint, daß die von jüdischer Seite demVereine zu- -.fiießenden Gelder eine den Intentionen ihrer Spender entsprechende Ver- - Wendung finden. Die hiemst gütigst erbetenen Spenden wollen an-das Generalsekretariat, Wien, TL, Köstlergaffe 5, gesendet werden. Ordentliche Mitglieder, welche auch bei -her unentgeltlichen Dienstvermittlung des Vereines besondere Berücksichtigung finden, zahlen mindestens X 3'— jährliche Gründer X 20'— jährlich oder einmal X 200,—, Stifter einmal X lOOÖ'-U-i. Wien. (I u d i sch - l i t e r a r is ch er A b e n d): Zn Ehrest-des 60. Geburtstagesvon I. L.Peretz wird vom Vereine;,koul6-2ioüfiunter Mitwirkung dys Herrn Ds. Coralnik, der Gen.-Chasauowitsch-Kasriel, Juris,. ..Franzos, sowie der Mitglieder des .Jüdischest Theaters, Samstag,. den 18. d. M., abends im Hotel Arco, II. Rothe Sterngässe 7, veranstaltet. Karten st X-1:— und - ä 60 h allabendlich im Lokal des Jud: Handelsgehilfeuverbandes, II. Schmelzgasse 1, ^im Cafe: Stefanie, i;U: Stefaniestraße 2 und bei den Komiteemirgliedern erhältlich. .. Wie«. (Frauest-Wohl tätigkeits-Bereiir „Providentia")^ Mittwoch, den 15. November 1911, halb 12 Uhr vormittags, findet II. Darwingaffe 5 die Eröffnung und Besichtigung der vom Frauen-Wohltätigkeits-Berein „Providenna" gegründeten „Heimstätte für schwachsinnige Kinder" statt. Wie«. (Eröffnungs-Abend der T o y n b e e - H a l l e,)- Samstag, den 4. d. M. wurde mit einem glanzvollen Konzertabend die diesjährige Saison der Toynbee-Halle im XX. Bezirke eröffnet. Das Auditorium, vom Obmaune Dr. I. Samuely und Obmannstellvertreter Karl Freund in herzlichen Ansprachen begrüßt, lauschte dankbar und aufmerksam den vortrefflichen, künstlerischen Genüssen, die der. Abend bot.. Helene L a mp l, die beliebte Pianistin, lieferte Beweise ihrer hohen künstlerischen Reife und machte ihrem Meister God oss ky alle Ehre. Konzertmeister Dr. Kapp erl, versetztedurch seine Geigentechnik und durch empfindungsvolles Spiel die Zuhörer in Begeisterung. Stürmisch akkiamiert wurden die Arien und Lieder, welcher Oberkantor M. B. Kaufmann mit herrlicher Stimme und hoher Knustlerschaft zum Borträge brachte. Der erst seit kurzer Zeit in Wien wirkende junge Sänger hat durch seine ausgezeichnete Leistung jenes Lob glänzend gerechtfertigt, das ihm aus- An.laß seiner synagogalen. Funktionen an den hohen Feiertagen allseitig zn teil geworden. In Fräulein Sonja Swerdloff lernte man eine junge, vielversprechende Künstlerin mit klangvollem und umfangreichen Sopran kennen. Mit Lob muß auch des Akkompagnements des Fräulein Schwa rz> und des Herrn P o r t h jr. gedacht werden. Das Publikum wurde nichtmüde, immer neue Zugaben von der Künstlerschaar zu verlangen, und später als sonst üblich, schloß der schöne Abend. Wie«. (Jüdische Toynbee-Halle, XX., Othmargasse 46.) Beginn der Vorträge an Wochentagen 1/28 Uhr, Samstag, sowie au Sonn,- und Feiertagen 7 Uhr abends.- Eintritt frei für jeden Erwachsenen. V o r t r a g s - P r o g r a m m : Samstag, 11. November, Konzert. Sonntag, 12. November, „Die soziale Schichtung der österreichischen Judenschaft", Redakteur Siegfried F l e sicher. Montag. 13. November, Ueber Esperanto, Dr. Edm, Säs. Dienstag, 14. November,. Jüdische Geschichte (Zyklus), Prof. Dr. K. Kupfer. Mittwoch, 1b. November, „Im I. Jahrhundert unserer Zeitrechnung", Oberlehrer R i e senf e l d. Donnerstag, 16. November, „Schutzvorrichtungen der Menschen und der Tiere gegen Infektion" (H) Univ.-Prof. Dr. Rudolf K r a u s. Freitag, 17. November, Bibelvortrag, Herr I. R o s n e r. , M.-Weiffkirchen. Der frühere Kantor und Religionslehrer in Ung.-Brod, Herr Marion Eiben schütz, wirkt in. hiesiger Gemeinde seit kurzer Zeit-als Kantor und erfreut sich durch seine Leistungen allgemeiner Beliebtheit. Kräka«. (70. G e b u r.t.s tag des O b e r k a nto r s He r r n Io.ses Fischer in Kra ka.u.) Sonntag, den 29. Oktober feierte Herr- Josef Fisch e r, welcher seit 45 Jahren die Stellung eines Oberkantors im Tempel in Krakau bekleidet, seinen 70. Geburtstag. Der imposante Verlauf dieser Feier lieferte den Beweis, welcher.Wertschätzung und Popularität sich der Jubilar erfreut. Um 10 Uhr vormittags faud eine Festsitzung, des Tempel-Vorstandes in dem herrlich dekorierten Saal statt. Der Präses des Tempel-Vereines,. Herr Maximilian Ehrenpreis, beglückwünschte den Jubilar zu seinem 70. Geburtstage im'Namen des Vorstandes, überreichte demselben ein Ehrengeschenk im Namen des Vorstandes, sowie ein besonderes Geschenk in. seinem eigenen; Namen und teilte, demselben mit>. daß der Tempel-Borstand anläßlich dieses J.ubilänms eine bedeutende Gehaltserhöhung für den Jubilar beschlossen hat. Der. Präsident der Israelitischen. Kultus-Gemeinde, Dr. Samuel Tilles. gratulierte dem Jubilar im Namen der Krakauer Kultus-Gemeinde und Herr; Nabb. Dr. Thon würdigtein einer sehr warmen Ansprache die Verdienste des Jubilars. Tief; ergriffen dankte Herr Fischer für diese Gratulationen. Hierauf vereinigte ein intimes- Gabelfrühstück die Gäste, welche diesen Moment durch einen Photographen' verewigen. ließen. Das Bild wird im Tempelsaal angebracht werden. Mittags erschien beim Jubilar eine Deputation der Krakauer jüd. Lehrer und- Lehrerinnen, in deren Namen die Herren Direktor Armhans: und Religionslehrer M. Jakob den Jubilar beglückwünschten und eine künstlerische Adresse überreichten. Der Jubilar erhielt anläßlich? dieses Jubiläumszahlreiche schriftliche und telegraphische Gratulationen vom In-und Auslande, wie auch zahlreiche Ehrengeschenke. Herr Fischer ist bekanntlich auch'Besitzer einer großen hebräischen Druckerei, der größten: dieser. Artin; Oesterreich, und. hal sich derselbe in-der hebräischen Literatur große Verdienste erworben^ Jüdische Bühne. Direktion Ml S i e g l e r, Hotel Stefanie, M, Taborstraße 12. Ab Freitag, den. 10. November.'>,Der. Korben" von Sälotorewski.- Sonntaghalb. 4 ,Uhr nachmittags >-,Jüdäle der Blinde." von. Lateiner. Dienstag, den 14. Nopember zu Guüstxn des Vereines B e n.e Beritb, „Das jüdische Herz", von Lateiner.''..Mittwoch-,-^15. November, um-' halb 4 Uhr nachmittag- „Opferung Jsäks"-nvon..Goldfaden. Mittwoch, 15. November, um 8: Uhr abends,. „Der wilde Mensch^, von Gordim Auftreten. des-'Herrw Schweid. Ist Vorbereitung'.: „Mamon-/.- -

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.