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Die Wahrheit · 1911-09-15 · Heft 36 (15.9.1911) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1911
Issue
Heft 36 (15.9.1911)
Date
1911-09-15
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Außer den nächsten Angehörigen des Brautpaares, den Brüdern der Braut Freiherren Alfons, Louis und Eugen v. R o t h s ch i l d, der Frau Maurice E p h r u s s i aus Paris, der Mutter des Bräutigams Frau Ernestine Springer, seiner Schwester Frau Kohl- ».Kohlen egg, seines Onkels Baron Gustav Springer und des Barons und der. Baronin Fould-Springer, waren bloß einige Jugendfreunde und Freundinnen des Brautpaares anwesend. Den Trauungsakt vollzogen Oberrabbiner Dr. G ü d e m a n n und Oberkantor Don Fuchs. Baronesse Rothschild hat aus diesem Anläße namhafte Beträge wohltätigen Zwecken gewidmet. Wie«. (Diamantene und s i l b e r n e H o ch z e i t.) Samstag, den 16. d. M. findet das seltene Fest der diamantenen Hochzeit des Ehepaares Emanuel und Regina W o d i ö k a statt. Gleichzeitig werden der Schwiegersohn und die Tochter derselben Herr und Frau Ludwig Z e ck e n d o r s ihre silberne Hochzeit feiern. Die Doppelfeier wird Rabbiner Dr. R o s e n m a n n im Tempel des 21. Bezirkes, Holzmeistergafie 12, Samstag, den 16. d. M. vormittags 10 Uhr vornehmen. Wie«. Am 19. d. M. begeht Herr I. H e i m a u n, Chordirigent am Leopoldstädter Tenipel, mit seiner Gattin Therese das Fest der silbernen Hochzeit. Wie«. Unter sehr starker Beteiligung von Trauergästen hat Montag, den 11. d. M. vormittags um 10 Uhr das Leichenbegängnis der Frau Luise Sch n itzle r, Witwe nach dem Direktor der Allgemeinen Poliklinik und Regierungsrat Professor Dr. Johann Schnitzler, vom Trauerhause 9. Bezirk, Frankgaste 1, aus stattgesunden. Im Salon, in dem die Leiche aufgebahrt war, halten sich die Kinder der Verblichenen, Schriftsteller Dr. Artur Schnitzler, Universitätsprofeffor Dr. Julius Schnitzler, Frau Gisela H a j e k und Fräulein Helene S ch n i tz^l e r sowie, die übrigen Familienmitglieder versammelt. Unter den sonstigen Leidtragenden waren, zu sehen die Universitätsprosefforen Hofrat Doktor Eduard Lang, Hofrat Dr. W i n t e r n i tz, Dr. S. E h r m a n n und Gemahlin, Dr. Frankl Ritter v. H o ch w a r t, Dr. Ludwig Mandl, Dr. Schiss, Dr. Pal, dann der Präsident des Journalisten- und Schriftstellervereines „Concordia" Dr. Siegmund Ehrlich, die Schriftsteller Hermann Bahr und Dr. von L u d a s s y, die Direktoren im Sanatorium Loew Dr. C z i n n e r und Dr. Linde n ba u m, der Direktor des Rothschildspitals Dozent Dr. F l e i s ch m a n n, der Direktor des Sanatoriums Fürth Dr. Fürth. Direktor Dr. Hammerschlag der Creditanstalt, der Präsident des Humanitätsvereines „Eintracht", Magistratssekretär a. D. Dr. Wilhelm L ö w y, der Präsident des israelitischen Humanitätsvereines „Wien" Dr. Edmund K o h n mit vielen Mitgliedern dieser beiden Vereine, weiter die Kultusvorstände Karl L e mb c r g e r und S. Steiner, Notar Dr. Julius B e r m a n n, Bezirksrat Dr. S ch n e p p, Advokat Dr. Albert K u h, kaiserlicher Rat Arnold Fröhlich, kaiserlicher Rat D u s ch n i tz, zahlreiche Mitglieder ärztlicher Vereine und Freunde der Familie. Oberkantor Don Fuchs trug um 10 Uhr, assistiert vom ersten Kantor M a t y a s, die rituellen Trauergesänge vor, worauf der mit zahlreichen Kränzen geschmückte Sarg gehoben und auf den Zentralfriedhof gebracht wurde, wo die feierliche Beisetzung erfolgte. London. Der Heimgangsdes Reverend H e a r st, der als gefeierter Chasan, als Kenner des jüdischen Schrifttums und als seltener, ausgezeichneter Mensch allgemein verehrt wurde, hat in den weitesten Londoner Kreisen Trauer hervorgernfen. Nun ist dieser liederreiche Mund verstummt und diese Quelle davidischer Gotteslobpreisung versiegt. Ich weiß es nicht, ob es einen ähnlichen Kenner jüdischen Schrifttums, jüdischen Geistes und hebräischer Sprache gibt, der als Chasen fungiert und besten Gebet zur Begeisterung so hinreißt, wie es Rev. Heaest war; aber sicher ist es, daß wer diese von der Natur durch Geistes- und körperliche Vorzüge so reich bedachte Persönlichkeit kannte, wer dies vom Geist verklärte Singe, dieses leuchtende Antlitz vor dem Omed gesehen, Liebe und Anerkennung weit über das Grab hinaus für sie bewahren wird. Der Helfer. Von Oberkantor M. A. Landau, Wiener-Neustadt. (Schluß.) Es ist allerdings psychologisch leicht erklärlich, daß für Blume dieses geschwisterliche Verhältnis durch die laugdauernde Gewohnheit zu einer zweiten Natur wurde, so daß sie nun im; Mm MVMtt-KldaHi^MH'k-perisU diW WMMPm'WtWk - i Me, datzMaWühHdichrn'^^nMrMlMäichen^Md'^e^lp eni| I ernstere,?' streNIer^' Wirklichkeitö?üÄsßM'r Möste??Es Oschien^ .ijjji* ] aufang^ifüstountzlaMiH', ÜnsaßbÜr-chisWe?'sich-»ßndlich^ dvH wist s dein Gedanken, vertrant machte, daß das^ bishWg^^Wn^fur die 'Näuer6nicht"haMäMsAn Mule ünd^-da^ JoWe - mlHioslem s Recht LttK tMheÄ^'MfstüHesWeHllMis/W-ÄirW^natsirstMw i machen;?wollen ■tbi&g uz j m Md Mt^erst eWMW4on"derM)D Mche^d^E^ : für ihren Luftkurort, fürihre,BaderM'iW'.für^''iD^misWn Bedürfnisse stammten^ jetzt! erst' wußte sie, daß sie nur ihrem. ' geliebten Jossale' ihre volle Gesundheit, ihren frischen Mut, ihre Lebensfreude 'und 'ihr Wissen zu verdanken habe. Lange dachte sie über all die glücklichen Tage der verflossenen Zeit nach und lange hing sie mit einem Lächeln um den schönen Mund an dem Gedanken einer verheißungsvollen Zukunft,, bis sie Jossale, aus diesem seligen Hinbrüten durch eilte herzliche Umarmung in - die Wirklichkeit versetzte. — Als sie bald darauf im Familienkreise der Tante unter.- Anwesenheit zahlreicher Gäste die Verlobung feierten, da fragte Blume ihren Jossale, an dessen. Seite sie glückselig saß, mit! Tränen in den Augen, wie sie ihm soviel Güte und Herzlichkeit, soviel Edelmut und Anfopfernng nur teilweise ersetzen könnte., Statt einer Antwort aber küßte Jossale seine Braut auf den Mund und sagte dann freudestrahlend: „Jakob biente f ü r d i e s ch ö n e R a h e l z w e i-' mal sieben Jahre, ich aber mußte nur fiin f; Jahre in der Fremde dienen, aber meine-, geliebte 33 In ine habe i ch doch!" * * * Jossale und Blume sind hochachtbare Mitglieder der Gesellschaft geworden. Jossale schaut auf eine stattliche Schar von Schülern zurück, unter denen sich bereits viele gelehrte Namen befinden. Seit jenen Tagen ist schon eine geraume Zeit verflossen und Jossale und Blume haben schon lange den wohlverdienten Ruhestand bezogen. Und wenn ich mich an jene Zeit erinnere, wo ich mit dichtem, braunem Lockenhaar unter den zahlreichen Schülern auf Jossales Worte lauschte, dann mit tausend Hochgeschmellten Masten, die liebe Heimat verlassend, ins Leben hinaussegelte und nun meinen alten grauen Kopf betrachte, der. in eine so ganz anders geartete, überhastende, überjag e n d e, n i m m e r s a tt e, ruhe l o s e W e l t b l i ck e n muß, dann wird mir sy eigenartig weh zumute. Wo ist die goldene Jugendzeit, wo sind die hochstrebenden Träume und wo ist der große Freundeskreis, der„ sich einst! ewige Treue geschworen? Vielleicht sind auch meine lieben Jugendfreunde fern von der Heimat, in die weite Welt verstreut und vielleicht kommt auch i h n e n d i e s e E r z ä h l u n g z u A u g e n und erinnert sie an längstvergangene Tage! Neujahrs-KraLulaLiorren. Einem vielfachen Wunsche entsprechend, wollen wir unseren . Lesern Gelegenheit bieten, an Stelle, der direkten Neujahrs-, gratulationen per Post eine diesbezügliche Anzeige in unserem Blatte einzurücken und gleichzeitig einem wohltätigen Zwecke zu dienen. Die Einschaltung einer solchen Zlnzeige verfolgt in der dem Roschhaschanoh-Feste vorangehenden Nummer unseres Blattes vom 22. September laufenden Jahres gegen Einsendung einer - Spende von mindestens K 4.—, ‘5ii0iuiften frei $ßenftoit3fciffd des österreichisch-ungarischen Kantorenv^reines? ^Letzter.Termin" zur Einsendung solcher Anzeigen 22. September?/ , ,

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