Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1911
- Issue
- Heft 24 (23.6.1911)
- Date
- 1911-06-23
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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«Seite 8. Die Wahrheit. - Nr. 24. diensttuenden Engeln än.daß auch sie ein solches bauen sollen. Den Salomonischen Tempel halsen Engel und Schedim bauen. Ein Engel stieg hinab nach Egypten in der Gestalt des Moses, damit dieser der Rache Pharaos entgehe. Als Moses sterben sollte, betete er inbrünstig; dadurch erbebten Himmel und Erde; alsbald rief Gott eilig die diensttuenden Engel und sagte zu ihnen: Steiget schnell hinab und schließet alle Himmelspsorten, denn Moses betet mit dem „ausgesprochenen Namen" (Sehern hamfaurosek), den er von Saysayel, seinem Lehrer, erlernte. Ein Engel schlägt das neugeborene Kind aus den Mund, wodurch es die ganze Thora vergißt. Zwei Engel begleiten jeden Menschen sein Leben lang. Ein guter und ein böser Engel begleiten den Menschen am Rüsttage des Sabbats vom Bethause in seine Wohnung. Und für jedes Gebot, das der Mensch erfüllt, sendet ihm Gott einen Schutzengel. Als Abraham seinen Sohn opfern wollte, leisteten die diensttuenden Engel große Fürsprache für Isaak. Da ließen sie drei Tränen .aus das Opsermesser fallen ' und machten es stumpf. Als Gott den ersten Menschen erschaffen wollte, meinte ein Teil der diensttuenden Engel, daß es besser nicht geschehe. Gott verschwieg ihnen daher, daß der Mensch sündigen werde. Ueberall, wo ein Engel erscheint, da erscheint auch die göttliche „Schechiua" mit ihm. Er ist gewissermaßen das blinde Werkzeug Gottes. Warum heißt Gott: ..Zebaoth"? Weil er seinen Willen (wss) an den Engeln ausübl. Er (Gott) läßt sie manchmal in Gestalt eines Mannes oder eines Weibes, manchmal als Geister, manchmal als Feuer erscheinen. Metatron erhielt 60 feurige Schläge, bloß um Elischa ben Abuja zu zeigen, daß es keine zwei Götter gebe. Die Weisheit der Menschen, sprach Gott zu den Engeln, als er fidEf mit ihnen über die Schöpfung des Menschen beriet, wird größer sein, als die euere. Adanr erreichte einen viel inneren Standpunkt, als die Engel. Nicht nur gleichen die Israeliten in vielen Dingen den Engeln, sondern , es liebt Gott die Israeliten sogar mehr als die Oberen (Eljonim), denn er verließ diese, um unter jenen zu weilen. Sie stimmen ihr Lob nicht eher oben an, als bis es die Israeliten unten getan. Sechzig Miriaden Engel krönten jeden der Israeliten mit zwei Kronen, als sie am Sinai riesen: Wir wollen ausüben und gehorchen. — Metatron schrieb die Verdienste Israels nieder. Gott ehrte Jakob. Er kam mit den diensttuenden Engeln an die Himmelsleiter. Gott gab dem Glanze seines (Jakobs) Bildes eine Stelle am Throne und die Engel priesen Gott mit dem Namen Jakobs. Gott ehrte Moses. Er verließ alle diensttuenden Engel nnd kam zu Möses. Wenn Gott mit Moses in der Stistshütte sprach, gelangte die Stimme zu diesem gleichsam wie durch einen Kanal und die Engel, welche zwischen beiden sich befanden, hörten die Stimme nicht. ' Resch Lakisch sagte: Als Moses in den Himmel aufstieg, sprachen die diensttuenden Engel, was will der Weibgeborene unter uns? Gott: Er kommt die Thora zit empfangen. — Jene: Das köstlichste Kleinod, das 974 Generationen vor Erschaffung der Welt 'von dir bewahrt wurde, willst du an Wesen und Fleisch und Blut übergeben! „Was ist der Mensch, daß du sein gedenkest?" Gott sprach hierauf zu Moses: Antworte du ihnen. Moses erwiderte: Herr der Welt! Ich fürchte, sie werden mich mit dem Hauche ihres Mundes verbrennen. — Gott: Fasse an den Thron meiner Herrlichkeit und stehe ihnen Rede. Moses bewies den Engeln, daß die meisten Anordnungen der Thora gegen sündhafte Handlungen gerichtet sind und keinen Platz bei Wesen hätten, die jeder fleischlichen Begierde bar sind. Alsbald lobten die Engel allzumal Gott und wurde jeder von ihnen dem Moses ein Freund und beschenkte ihn jeder mit einem Geheimnis, sogar der Todesengel überlieferte ihm ein solches, wodurch Moses später der Pest Einhalt gebieten konnte. Endlich gibt es auch strafende Engel Gottes. Nimmt jemand nicht an den Leiden seines Volkes teil, so kommen zweidiensttuende Engel, welche den Menschen begleiten, legen ihm die Hände aufs Haupt und sagen: Dieser Mann, der sich von -der Gemeinde ansschließt, möge auch keinen Teil haben, an ihren Freuden. Diese Strafe Kaf Hakalla (des Schlenderns) besteht darin, daß ein Engel an einem und ein anderer am anderen Ende' der Welt'steht, welche sich die Seelen der Ruchlosen: gegenseitigzuschleudern. . Nicht nur die himmlischen Scharen des göttlichen Hofstaates, sondern auch alle irdischen Wesen stehen unter Anführung, Leitung und Verwaltung von Engelfürsten (wnio).. Unter diesen nehmen wieder mehrere den Höchsten Rang ein. Diese stehen dem göttlichen Throne näher, ihr Wesen ist erhabener, heiliger und der Ausdruck.einer besonderen Eigenschaft Gottes, die durch den Engelfürsten sich offenbart und wirkt. Als die obersten Engelsürsten gelten folgende Sieben: Michael (a'tem Als Hohepriester opfert er aus dem himmlischen Altar. Seine Stellung ist zur Rechten, des Thrones Gottes. Er ist mit Gabriel der Hüter Israels. Er konnte den Anblick" des strahlenden Moses nicht ertragen. Als Moses sterben sollte, ließ der Herr sich herab, seine Seele, zu nehmen und mit ihm kamen drei Engel. Michael machte das Lager zurecht, Gabriel, breitete ein Tuch zu Hänpten Moses und Saysayel zu dessen Füßen aus. Moses starb durch den Kuß. Da fingen sämtliche Engel au zu weinen und sie.riefen: „Er übte die göttliche Tugend". Gabriel. Held oder Macht Gottes. Der höchste der Engelfürsten nach Michael. Führer der Engelschar, ist die strafende Macht Gottes, der Urteilsvollstrecker, Zerstörer' und Rächer. Er tritt als zerstörende Macht den Feinden Israelsentgegen, vernichtet sie oder hemmt ihre Unternehmungen. Gabriel, zerstörte Sodom. Beraubte den Pvtiphar seiner Manneskraft.- Schlng Moses, damit er weine und das Erbarmen der Prinzessin errege. In der Legende von der glühenden Kohle war er es, der die Hand Moses,, welcher nach der Krone greifen wollte,, nach den glühenden Kohlen hinführte. Rettete Chananja, Mischael' und Asarja vom Feuer. Schlug das Heer Sancheribs. Gabriel und Michael werden für Israel gegen Edom streiten. Das Wesen Gabriels ist Feuer. Die Rabbiuen lehrten: Es gibt sechs- Arten des Feuers. Ein Feuer, welches ißt und nicht trinkt. Ein zweites, welches trinkt und nicht ißt. Ein drittes, welches ißst und trinkt. Ein viertes, das Nasses und Trockenes verzehrt.- Füuftens, Feuer, das Feuer vertreibt. Sechstens, Feuer, welches- Feuer verzehrt. Das gewöhnliche Feuer ißt, trinkt aber' nicht. Feuer, das'trinkt und nicht ißt; die Fieberhitze. Feuer der dritten Art ist jenes des Elijahu. Fener, das Wasser und Trockenes verzehrt, ist das Opferfener. Feuer, das Feuer vertreibt, das ist Gabriel (der bei der Rettung der drei Männer" den Kalkofen von innen abkühlte nnd die außenstehenden Männer verbrannte). Endlich Fener, das Feuer verzehrt, das ist. Feuer der Schechiua. Uriel. „Licht Gottes". Raphael. „Heil Gottes". Metatron. Hat die Aufgabe zu beobachten, wie die' göttlichen Gebote befolgt werden. Nach den Kabbalisten: Fürst der göttlichen Person oder der Vorsehung.Gottes. Hieraus ist: die Heiligkeit nnd Wichtigkeit dieses Engels bei den Kabbalisten: zu erklären und deshalb wieder von vielen mit dem „Weltengel"' (“is’mTtf) identifiziert. S a n d a lfon. Es ist dies, sagt Rabbi Elasar, ein Engel, der auf der Erde steht, dessen Haupt aber bis zu den Chajot reicht. Saysayel. Der Durchsichtige, der Reine. Lehrte Moses den eigentlichen Namen Gottes und war beim Tode Moses anwesend. Außer den anfgezählten Engel-- fürsten hat die himmlische Hierarchie noch weitere Engelscharen,- die zum Teile auch als Beschützer. Vertreter und Verteidiger Israels gelten. Von der namentlichen Personifikation derselben will ich nunmehr absehen und in einem späteren Artikel dieweiteren Abschnitte der interessanten Schrift Dr. G. Brechers,, betreffend das „Transzendentale" veröffentlichen. Uerschiedeue Uachrichteu Wien. (Die er st e n Fe r i e n k o Ion i st e n.) Mit den am 9. d. M. abgehenden Frühzügen der Nordbahn haben in diesem Jahre die ersten Ferienkolonien Wien verlassen. Es waren dies durchwegs besonders" schwächliche, meist auch rekonvaleszente Kinder, die infolgeihres Gesundheitszustandes schon setzt vom Schulbesuche befreit werden konnten. Eine Gruppe von 140 Mädchen ist ui bas Kaiser Franz Josefs- Ferienheim nach Borkloster-Tischnowitz und eine Gruppe von 40. Mädchen in die Kolonie Petrau, beides Betriebe des Vereines „Ferienheim," abgegangen. Jeder, der Kolönientransporte war nicht nur von dem erforderlichen Lehr- und Aufsichtspersonale, sondern auch von'einem Vorstands-