Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1911
- Issue
- Heft 7 (17.2.1911)
- Date
- 1911-02-17
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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m 3 Nr. 7. Die Wahrheit Leite 7. .Heeresmacht überläuft, lveil er dort den Sieg vermutet und für - sich mehr Vorteile erwartet, aup die er bei den Seinigen 7verzichten muß> ist und bleibt ein . Schuft. Hiergegen gibts nun keinem mildernden Umstände; und die Schurkerei verzehnfacht sich, wem/ ein solcher Ueberlänfer seine unmündigen Kinder und noch nicht urteilsfähig gewordenen Angehörigen aus dem kleinen: Heerbann der Minderzahl mit hinüberschleift zu der durch ihre' Masse allein schon herrschenden und erdrückenden Ueberzahl. 'Beim Militär und im Kriege wehrt man sich gegen solche Verräter durch Degradation und Todesstrafe. Und im feindlichen .Lager — und das gereicht der Menschheit zur Ehre — bringt man dem Ueberlänfer keinerlei Achtung, keine Sympathie, noch weniger Vertrauen entgegen; höchstens äußerlich und nur gezwungen, nie ans moralischen Erwägungen, sondern nnr ans taktischen Gründen. Auch im bürgerlichen Leben gebieten Selbstachtnng, Rechtsgefühl und Klugheit, einem Verräter aus dem Wege zu gehen. ''Ein ehrenhafter Mensch wird sicherlich nicht den Verkehr mit ihm suchen, auch nicht etwa, weil der Verräter gerade durch materielle Machtmittel Einstuß gewoirnen hat. Es ist sogar ein "sittliches, zwingendes Gebot, den Umgang mit solchen Menschen konsequent zn meiden und ihnen verständlich zu machen, daß sie . charaktervollen mib auf Ehre haltenden Leuten nicht zum Umgang geeignet sind. Ueberlänfer sind stets Meineidige. Dies gilt, mehr noch wie sonst und beim Militär, in Sachen des Glaubens. Denn hier wird das Beste und Höchste, was der Mensch in der angestammten Religion erworben und durchs Leben trägt, sein Ideal und innerstes, heiligstes. Gut, zum materiellen Objekt, hinabgedrückt in die Reiche abschätzbaren Besitzes, wie etwa ein Wertstück, das man verkaufen, eintanschen und verhandeln kann.. '.Und. wer solcherart mit diesen Lebensidealen schachert, sie abschwört. um einen .Profit zn erlangen, ist nun ein für allemal ein nichtsivürdiger Mensch, ohne ethische Qualität, ein unsittlicher und für das allgemeine Moralgefühl gefährlicher Schädling. - Schwört nun jemand gar ohne irgend einen eigenen -Glauben an Gott und Religion dennoch einer Religion zn, um sich materiell und sozial zn sichern und Ellenbogenfreiheit zu verschaffen, so ist er erst recht und zweifach meineidig. Er schwört einen Eid auf eine Sache, auf ein Ideal, die für ihn gar nicht existieren, die er mit seinem Gewissen und in seiner inneren Ueberzeugung nicht anerkennt. Dennoch schwört er dieser Fiktion (für ihn) einen Treueid zu, er besteuert feierlich, an diese, (ihm nur als Fiktion geltende) Religion ans Ueberzeugung, die er gewonnen und errungen, zn glauben. Und damit ist der Meineid, den allerdings niemand Machkontrollieren kann, geschworen. Während aber der Verräter im Heere und in Kriegszeiten degradiert und diffamiert und allgemeiner Verachtung preisgegeben, von allen anständigen Menschen gemieden, vom Gesetz streng bestraft wird, wird der einer Religion oder Kirche gegenüber begangene Meineid, so -offenkundig er ist, nicht nur nicht bestraft, sondern sogar durch vielerlei irdische Vorteile belohnt. Doch geht das uns hier nichts an. Wir wollen uns hier nicht mit den Verrätern und Meineidigen und ihrer geistigen und ethischen Beschaffenheit oder den Motiven ihrer Handlungen befassen. Wir wollen uns vielmehr mit der sozialen Moral der anständigen und ehrenwerten jüdischen Gesellschaft ein wenig 'befassen. Nehmen wir nun den Fall au, ein sonst achtbarer Mensch käme ans den Gedanken, einen dieser beiden Kategorien von Verrätern und Meineidigen in seinen Familienkreis einzube- . ziehen-, so würde man von der eigenen moralischen Selbsteinschätznng eines solchen Menschen gewiß keine gute Meinung bekommen. Und wenn nun gar Jemand rücksichtslos genug gegen Freunde. Verwandte und Bekannte wäre, Gesellschaften, Festlichkeiten und dergl. zn veranstalten und Menschen von so unzweifelhaft minderwertiger Qualität zugleich zuzuziehen, so würde das einen Sturm der Entrüstung auslösen. Vielleicht würde ein ^Teil dieser Freunde und Gäste dem Hausherrn mit so zweifelhafter Moralanschauung die Freundschaft aufsageu, uni solchermaßen erkennen zu geben, daß sie sich mit solchen laxen Ansichten über gute Sitten nicht identifizieren. In jedem Falle wäre jede solche und ähnliche Form des Protestes ganz natürlich, sogar ein Gebot der Selbstachtung. Denn, wie menschlich nachsichtig wir auch zuweilen den Verbrecher beurteilen mögen und müssen, mit ihm znfammenzusitzen (nicht zusammen zu „sitzen") und ihn rrns noch als sozial gleichwertig anzuerkenuen, das brauchen, das dürfen wir nicht. Tun wir es dennoch, so degradieren wir uns selber oder lassen uns degradieren. So weit nun dürften wir uns doch sicher mit jedem charaktervollen Menschen in vollster Uebereinstimmnng und bei sittlich normal denkenden Menschen auch nicht um Haaresbreite in irgend einer Meinuttgsverschiedenheit befinden. Und man sollte weiter meinen, daß das bisher Gesagte etwas so Selbstverständliches ist. daß es doch nicht erst gesagt und geschrieben zn werden braucht. Doch nur gemach! Wir werden sofort beweisen, daß die Lebenswirklichkeiten sich nicht immer mit den Wahrheiten des Lebens decken, und daß es nicht nur zweierlei, sondern sogar dreier- und mehrerlei Moral gibt, so widersinnig dies auch klingt. Und diese Zweierlei- und Dreierleimoral herrscht nicht etwa bei den Kannibalen, meinetwegen ans einer Insel im Stillen Ozean oder einem unzugänglichen.Teil Afrikas. Diese Zweierlei- und Dr e i er l e i m o ra l finden wir in jüdischen Kreisen. Nicht^etwa bei denvon unseren westeuropäischen Inden so oft geschmähten und gering geschützten „Inden des Ostens", sondern hier, in unserem eigenen d e u t s ch e n B a t e r l a n d. Bei Inden, die in angesehener gesellschaftlicher Stellung leben und n a ch d e it e u s i ch ein g r o ß e r T e i l j ü d i s ch e r Kreise als vorbildlich so gerne selber eiurichtet. Und nun zum Beweise. Es braucht nicht wiederholt zu werden, es ist schon tausendmal gesagt und tausendmal bewiesen worden, daß jährlich Hunderte von Inden sich und ihre Kinder taufen lassen und daß die Geistlichkeit der beiden christlichen Kirchen die Juden auf einen neuen Glauben einschwört. Diesen Einführungsschwur lassen die christlichen Geistlichen an dem für ihre Religion potenziertesten Ort ihres Glaubens, in der Kirche, machen. Da selbst auf den Synoden, nicht einmal, sondern sogar schon oft von gewissenhaften Geistlichen mit vollster Ueberzeugung ausgesprochen wurde, daß kaum ein Prozent aller zum C h r i st e n t u m übertretenden Juden, von der H e i l s w a h r h e i t des neu a n g e n o mm e n e n d. h. ch r i st l i ch e it Glaubens überzeugt u n d d u r ch d r «it gen fei, so müssen doch die Geistlichen, die den Taufakt an Inden vornehmen, wisse n, daß sie eilten Falscheid entgegeunehmen. Einen Falscheid, geschworen von einem Juden, der den neuen Glauben sicherlich im Innersten feines Herzens haßt und verwünscht, wie er den alten Glauben haßt und verachtet. Und dieser Falscheid wird am Altar, dem heiligsten und erhabensten Ort irgend eines Glaubens g e s ch w o r e n und von den G e i st l i ch e n a b g e n o m m e n!! (Schluß folgt). Die Griuldpige des jüdischen Wesens. Im zweiten Jäuuerheft der „O esterreich ischen Rundschauveröffentlicht Werner S o m bar t. der'bekannte Rationalökonom, der sich in jüngster Zeit dem Studium der Judenfrage gewidmet hat, unter dem Titel „Die Grundzüge des jüdischen Wesens" eine interessante Studie, die einem größeren, in nächster Zeit erscheinenden Werke „Die Juden und das Wirtschaftsleben" entnommen ist. Als den wesentlichsten Grnndzng der jüdischen Eigenart sieht Sombart die jüdische Geistigkeit, den Intellektualismus, das Vorwalten geistiger Interessen und geistiger Fähigkeiten vor den körperlichen an, die arich ein Ueberragen der geistigen Fähigkeiten bei den Juden bewirkt habe. Diese intellektuale Ueberlegenheit sei einer der Gründe ihrer zweifellosen Begabung für das Schachspiel, für Mathematik und alle Zahlenkunst. 1