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Die Wahrheit · 1909-12-03 · Heft 47 (3.12.1909) · page 5

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1909
Issue
Heft 47 (3.12.1909)
Date
1909-12-03
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 47. Die Wahrheu Seite 5. ein „schönes Belobigungsschreiben," was aber nicht den Eindruck ans ihn machte, wie Gellerts wohlgemeinte Kritik. Goethe hütete sich in Zukunst vor der Abfassung solcher Gelegenheitsgedichte. Sein Widerwille ging so weit, daß er selbst die Hochzeit der Schwester ohne poetische Verherrlichung hingehen ließ. Das Gedicht Goethes ist nicht mehr vorhanden. Stellt man sich aber vor, daß es mit dem „Schir" im Judendentsch und anderen bedeutungslosen Machwerken gewissermaßen in Wettbewerb tritt, so erscheint der ihm von den Verwandten gezollte Beifall immerhin sehr begreiflich. Um ein ganz Beträchtliches mag Goethes Poem alle anderen Gedichte überragt haben, wenn auch das Lied von Wolff Maas um Judendentsch wohl am meisten belacht wurde. Ein schön Schir, hübsch und bescheidlich, Rauffe Textor sing ich DIR, Und der Calle Deinem Maydlich; Aber Hab GeduN mit mir In dem Schein all der Jehudim Die beyui Mischpott Du vertrittst Singt im Tone der Talmudim DIR Wolfs Maas Der Meliz <ät- DIR in allem Glück und Seegen zu geben, Und zu verlängern DEIN Leben, Ich bin versichert, daß dieser Wunsch har seinen Fortgang Es mag an stehn kurz oder lang. Mechires Joseph. Ruz, Meschorse, rnz geschivii-.de Rnz und holch in mein Chedder, Hohl mir meine Schabbes Binde Malbusch und Bulschgahem her. Ich kan ja nicht mit dem Blosen Zn der Calle zu dem Chosen Und zu der Chasenne gehn! Wenn mir wird mein Schir gelingen Muß ich den Jomkow besingen, Den wir besam Lev begehn. So kein Metz ist noch gebohren Gottes Wunder, was ein Mann! ' Gojim hört mit allen Ohren Was der Ranffe Chosen kan. In dem Chedder vor dem Dajen Muß ein jeder Dibbur freuen Der von seiner Loschen flieht. Euer Meliz muß verstehen! Chai Roichi man kans sehen: Er ist chochim und chosid. Manchen Chilluf manche Muhme Hat sein Segel uns gespart Und vor mancherlei Taschlume Und vor manchem Knaß bewahrt! Hört wie Roseneck IHR lobet Daß ans seinen Rvsch becoved Nichts von Beyfuß Sükas fällt. Hört wie oft har ER gesieget Wenn ein Achprosch uns betrüget Und uns all für Schaute hält! Darum ists dejure Tauve Mein Lev in Zehole schwimt Weil ER eine Calle schanve Zu SICH in SEIN Mnta nimt. Daß das schönste Schir erschalle Für den Chosen, für die Calle, Achim singt das schönste Schir. Hajom Dank aller Jesnrim Hohlt die Tansfim die Kinurim Nachos Ruach sei nur hier Wie sich die Jonajim küssen Küßt ER Achim ohne Stuß Seyd von Seiner Lust Edissen Und von der Beinlc Kuß; Seht IHR die Jodajim drücken Die Enajim ans sie blicken. So was ist IHM nach Reach! Mein Reichome laßt sie gehen In dem Kislev ihr werdts sehen Kommen junge Bonim nach. Chosan Deine Bonim sollen Unserer Bonim Melzim seyn! Seyd nicht brauches daß wir wollen Schon auf Mocher prophezeyn. Jeden Ben lehrt nun die Wette, Was das Pulkes, was der Plette Actem reserendem ist. Und er dienet uns mit Freuden Wenn er gleich bei unsern Leuten Manchen Rat am Cheschben mißt. Ben! bemassel seyn die Tage Und bemasselt sey die Zeit, Die, daß ichs beremes sage. Wie mein Rebbes mich erfreut. Küßt bejom bey jedem Schritte, Küßt belaila in dem Mitte Küsset ohne Sach hakol; Nur, wenn uns ein Psouk sich zeiget, Daß uns kein Termin verstreichet, Rachmund Chosen lebe wohl! Chuz Asmodi! Die Inden nnd das moderne Wirtschaftsleben. Professor Werner Sombart in Berlin eröffnete vor Kurzem eine Vortragsreihe über Idealismus und Kapitalismus". Im ersten behandelte er das Thema: Die Bedeutung der Inden für das moderne Wirtschaftsleben. Er führte n. a. Folgende« aus: Welche Erscheinungen des modernen Wirtschaftslebens halten wir für besonders bedeutsam? Zunächst die Verlegung des Mittelpunktes weltwirtschaftlicher Betriebsamkeit von den südlichen und südwestlichen Nationen (Italienern. Spaniern nnd Portugiesen) zu den nordwestlichen (Holländern nnd Engländern) im 16. und 17. Jahrhundert. Parallel damit geht die Wanderung des jüdischen Volkes infolge der Auslveisnngen ans italienischen Städten und ans Spanien und Portugal nach Holland nnd England. Der plötzliche wirtschaftliche Aufschwung Hollands ist nur ans das Hereinströmen reicher jüdischer Kanflente znrückznsühren, was schon zahlreiche Urteile der Zeitgenossen bezeugen. Dafür gibt es auch innere Gründe: die Inden waren fast ausschließlich im Besitz des Handels mit Luxuswaren, das heißt des damals für Industrie und Handel ausschlaggebenden Artikels; ferner warfen sie die ersten großen Stapelartikel (Kolonialwaren, Tabak und Zucker) ans den Weltmarkt: weiter handelten sie mit denjenigen Artikeln, die die ganze moderne Volkswirtschaft revolutionierten (Baumwolle, Indigo, Kaliko), und schließlich hatten sie die Silberqnellen Amerikas in Händen. Die äußere Gestaltung des weltwirtschaftlichen Verkehrs nach der Entdeckung Amerikas wird charakterisiert durch die Einbeziehung der Kolonien in die Weltwirtschaft. Gerade die Inden aber waren die eigentlichen Begründer der modernen Kolonialwirtschaft, wie ihr starker Anteil an der Leitung der Ostindischen Kompagnie und an der Entdeckung Amerikas bezeugt. Amerika ist äußerlich nnd innerlich von den Inden erobert worden. Die Expeditionen des Kolumbus waren von jüdischem Gelde finanziert; die Besatzung der Schiffe bestand zu einem starken Prozentsatz aus Juden; und damit begann eine Ueberflntnng Südamerikas durch die Juden; die von dort aus nach Nordamerika weiterdrangen. In Nordamerika liegt der jüdische Einfluß in der eigentümlichen Durchsetzung der Kolonisation mit jüdischen Elementen begründet — der Jude ging als Krämer nnd Händler mit den ersten Kolonisatoren in die Wildllis hinaus — nnd in dem Umstände, daß sie während der ganzen Kolonialzeit des Landes dieses ökonomisch vom Mutterlande unabhängig erhielten; denn sie brachten die Edelmetalle aus Südamerika mit. Ist nun auch für den Ausbau unseres Wirtschaftssystems der jüdische Einfluß nachweisbar? Zunächst ist er es insofern, als der moderne Staat, wie er geworden ist, ohne die Mitwirknng der Juden nicht hätte entstehen könnet:. Die Inden schufen die materielle Basis, aus der dieser Staatsban errichtet Werden konnte. Denn sie machten die modernen Heere ökonomisch möglich. Alle Lieferanten des 16., 17. nnd 18. Jahrhunderts sind jüdischen Ursprungs, nnd als Geldgeber schufen sie erst diejenige Form der Geldleihe, auf der heute die ganze Form der

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