Mannheim
Compact Memory

Die Wahrheit · 1907-03-22 · Heft 12 (22.3.1907) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Wahrheit
Volume
1907
Issue
Heft 12 (22.3.1907)
Date
1907-03-22
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3062972-3063367-3063379--04768-3071635
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

mm Nr. 12. Die Wahrheit Seite 7. Verschiedene Nachrichten. Wien. Der Berein „Tefilas Haneorim" veranstaltet wie alljährlich -am Pessach-Feste einen Gottesdienst für die Jugend in der Bibelschule, H., Tempelgasse 8; der Gottesdienst findet morgens um 1/29 Uhr statt und abends zur selben Zeit, wie der in den Gemeindetempeln. Wien. (Israel. S y n a g o g e n - B e r e i n „B e t h I s r a e l".) Sonntag, den'24. März, präzise 3 Uhr nachmittags, findet im Sitzungssaals, II., Leopoldsgafie 29. die ordentliche Generalversammlung statt. Tagesordnung: 1. Verlesung des Rechenschafts- und Kassaberichtes. 2. Bericht der-Rechnungsrevisoren. 3. Wahl von drei Vereinsvorstehern, zwei Bethausvorstehern, drei Rechnungsrevisoren und drei Schiedsrichtern. 4. Ergänzungswahl von drei Vereinsvorstehern und einem Bethausvocsteher. 5. Vorschlag zur Ernennung von Ehrenmitgliedern. 6. Eventualien. Wien. Sonntag, den 17. d. M., fand in Ungareigen die Trauung der Herrn Emanuel L u st i g aus Wien, Inhabers des Cafs vorm. Reithofer, Sohn des in konservativ-jüdischen Kreisen bestbekannten Herrn Abraham L u st i g, mit Fräulein Josefine L ö w i n g e r statt. Um */,12 Uhr wurde die standesamtliche Trauung vorgenommen und eine Stunde später wurde das Brautpaar im Tempel zu Ungareigen getraut. Im Restaurant Steiner fand hierauf ein Familiendiner statt. Bei der Tafel sprach Schriftsteller N. C h a m e i d e s aus Wien über die Bedeutung der Eheschließung im traditionell-jüdischen Geiste. Das vom Herrn Restaurateur Steiner beigestellte Menu wie auch das geschmackvolle Arrangement der Tafel fanden vollste Anerkennung. Wien. Der israelitische Religionslehrer-Verein „Esra" veranstaltete am verflossenen Samstag einen Vortragsabend, zu dem sich zahlreiche Religionsprofessoreu, Religionslehrer au Volks- und Bürgerschulen, sowie viele Gäste eingefunden hatten. Der Vortragende, Herr Rabbiner Dr. D. F e u ch t w a n g, verstand es durch seine originelle, neue Perspektiven eröffnende „Interpretation von Genesis, Kap. 24" die gespannte Aufmerksamkeit der Zuhörerschaft durch mehr als eine Stunde wachzuhalten. Lebhafter Beifall lohnte den Redner für seine geistreichen Ausführungen. Namens des Vereines „Esra" drückte der Obmann Herr Wilhelm B r.e u e r dem Vortragenden den wärmsten Dank für die Bereitwilligkeit aus, mit der derselbe seine bewährte Kraft in den Dienst der guten Sache gestellt hatte. Wien. Der Bethaus- und Unterstützungsverein „Lus Lsritb", der seit zehn Jahren in der Brigittenau (Traunfelsgasse 7) seine Synagoge besitzt und demnächst eine Lokalveränderung vorzunehmen beabsichtigt, veranstaltete am Purimfeste einen Unterhaltungsabend im Restaurant H e r l i n g e r (II., Taborstraße 36), der sich höchst animiert gestaltete und ebenso für den humanitären Zweck einen beträchtlichen Reinertrag (über L 600) brachte. Obmann Heinrich G a ß n e r begrüßte die zahlreich erschienen.Vereinsmitglieder, Gönner und Gäste in der herzlichsten Weise und gab zugleich der Hoffnung und dem Wunsche Ausdruck, daß der so ersprießlich wirkende Verein auch in Zukunft nach jeder Richtung hin auf der Höhe der Situation sich behaupten und zur ethisch-religiösen Fortentwicklung des Judentums jederzeit beitragen möge. Wien Bei der jüngst stattgehabten Konstituierung des Vorstandes des Kranken-Unterstützungs-Vereines „Montefiore" wurden die Herren Leopold Wein wurm als Obmann, Edmund Hofmann als Obmann- Stellvertreter, Ignaz Leckmann als Kassier und Arnold Hirsch als Schriftführer gewählt. Wien. Sonntag, den 24. März, präzise 1j%i Uhr nachmittags, findet im Sitzungssaale der israelitischen Kultusgemeinde, Wien, I., Seitenstettengasse 4, die Generalversammlung des Kranken-, Witwen- und Waisenunterstützungsvereines „C h e s e d schel Emes“ (Wahre Wohltätigkeit) statt. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht für das Jahr 1906. 2. Bericht der Revisoren. 3. Wahlen: a) Neuwahl des Gesamtvorstandes (21 Mitglieder für dreijährige Fnnktionsdauer § 22 ixt. a Statut); b) Wahl zweier Rechnungsrevisoren. 4. Eventualia (§§ 17, 22 lit. b Statut). Wien. Sonntag, den 17. März 1907, fand im Tempelgebäude, VIH., Neudeggergasse Nr. 12, die G e n e r a l v e r s a m m l u n g des Vereines „I. israelitisches Rekonvaleszenten heim für arme jüdische Frauen und Kinder" statt. Die Mitteilungen der unermüdlichen Präsidentin Frau Amalie Beck und des Schriftführers Herrn Architekten Jakob Modern über die bisherigen Aktionen zur Verwirklichung der Vereinsziele und besonders über den äußerst günstigen, im Vorjahre erfolgten Ankauf einer für das Heim bestimmten Realität in Lainz wurden mit vielem Beifalle ausgenommen und der Präsidentin des Vereines, sowie den einzelnen Vorstandsmitgliedern für ihre aufopfernde Tätigkeit der beste Dank ausgesprochen. Nach Annahme einiger vom Vorstände genehmigter Statutenänderungen wurde die Neuwahl vorgenommen, wobei folgende Damen und Herren in den Vorstand gewählt wurden: Josefine Adler, Frau Dr. Moriz Baue r, Amalie B e ck, Johanna Beck, Jenny Bjehavi, Anna Drab, Frau Dr. Gisela Grimm, Julie Krämer, Pauline Müller, Nina Nobel, Berta Rosenbaum, Frau Dr. Hermine S ch i f f m a n n, Regine Schwitzer, Henriette Weil, Dr. Moriz Bauer, Adolf B e ck, Hermann Beck, Salömon B r o d, Albert Frankl, Dr. Heinrich Grimm, Leopold Gutmann, Dr. Hildesheimer, Dr. Karl Koch, Bob Mauthner, Jakob Modern, MaxPlatschek, Heinrich Rosen bäum, Josef Rosental, k. k. Reg.-Rat Dr. Julius Schlag, Dr. Ludwig Weiß, Dr. Johann W e n g r a f. Der Frauen- Wohltätigkeitsverein im VIH. Bezirke der Stadt Wien, der das genannte Institut ins Leben gerufen hat, gab bei der Generalversammlung durch seine Präsidentin die Erklärung ab, daß er für die innere Einrichtung des Rekonvaleszentenheimes Sorge tragen werde. Der in der Versammlung anwesende Herr Hermann Beck, Präsident des Tempelvereines im VIII. Bezirke der Stadt Wien, spendete bei diesem Anlaffe sofort einen Betrag von K 200, wofür dem Spender seitens der Versammlung der wärmste Dank votiert wurde. Wie«. Auf vielseitigen Wunsch findet Dienstag, den 26. d. M., 8 Uhr abends, im Saale des Hotel Zentral, II., Taborstraße 9, ein Konzert des kleinen Moses M i r s f y statt, bei welchem ausschließlich hebräische Gesänge zum Bortrage gelangen. Karlen zu 2 Kronen sind zu haben beim Konzertgeber im „Hotel Kronprinz". II., Asperngasse und „Hotel Zentral", H., Taborstraße. Jglau. In der am Montag, den 11. März l. I. abgehalteneu konstituierenden Sitzung des am 24. Februar neugewählten Ausschusses der hiesigen Chewra Kadischa wurde die Neuwahl des Vereinsvorstandes vollzogen. Es wurden gewählt die Herren: Gabriel Hellmann zum Vorsteher, Max W u r m s o h n zum ersten Vorsteherstellvertreter, Heinreich Weiß enstein zum zweiten Vorsteherstellvertreter, Ignaz Kohn und Karl B o n d i zu Beiräten, Moriz B r e ts ch n e i d e r zum Friedhossinspektor. In den Ausschuß wurden gewählt die Herren: Eduard Breth, Joses Grün selb, Samuel Kraus, Ignaz Lang, Wilhelm O e st r e i ch e r, Moritz Schwarzkops, David Suchy, Simon Weiß. Ignaz Weiner. —m— Olmütz. Herr Kantor Otto F r i e d l ä n d e r hat sich mit Fräulein Gisel» I e l l i n e k aus Olmütz verlobt. Troppa« Der hiesige Kultusausschuß hat in einer am 13. d. M. stattgehabten Sitzung den Herrn Albert Schlesinger einstimmig zum II. Kantor und Chordirigenten der hiesigen Gemeinde gewählt. Herr Kantor Schlesinger, der mehrere Monate hindurch seine provisorische Stellung zur vollständigen Zufriedenheit der ganzen Gemeinde versehen hat, wird am Peßach seine neue Stellung antreten. Der bisherige II. Kantor, Herr Jakob Herz, der über 40 Jahre als II. Kantor hier gewirkt hat, tritt nun mit einem Ruhegenuß von L 2400 jährlich in Pension. Troppa«. Für den hiesigen Rabbinerposten haben sich 15 Bewerber angemeldet. Von Viesen gelangen 3 in die engere Wahl und werden demnächst zu Probepredigten eingeladen. Der Posten dürfte mit 1. Juli d. I. besetzt werden. Budapest. Friede ist ihr erst Geläutes Das Saatkorn, welches D. H. Spitzer in der letzten Tchulstuhlsitzung ausgestreut, ist auf fruchtbares Erdreich gefallen und das hoffnungsvolle Grün des Wachsens und Gedeihens ist bereits sichtbar. Schulvorsteher Dr. Wilhelm Grauer und ganz besonders Schulinspektor Dr. Bernhard Munkä-csi sind von dem Antrag D. H. Spitzers förmlich beseelt und voll Begeisterung und mit lobenswertem Eifer bestreben sie sich, den so überaus notwendigen „Ungarisch-israelitischen Schulverein" je eher ins Leben zu rufen. Am 19. d. M. schon fand die Sitzung des Exekutivkomitees statt, iu welcher Dr. Philipp Klein den Vorsitz führte. Es ist gar nicht daran zu zweifeln, daß der Verein in Bälde sich konstituieren und seine Tätigkeit aufnehmen wird. Er ist berufen, Segen zu stiften und Segen zu verbreiten inmitten der großen Pester israelitischen Religionsgemeinde. Das walte Gott! ^086t880llQ. Budapest. Das der Generalversammlung des Repräsentantenkörpers der Pester israel. Religionsgemeinde demnächst vorznlegende Gemeindebudget pro 1907 enthüll die Erhöhung der Rabbinerbezüge, und zwar erhält Oberrabbiner Dr. Samuel K o h n K 14.500 und die Rabbiner Dr. Julius Fischer und Dr. Simon Hevesi je K 13.000 pro Jahr. In diesen hohen Bezügen ist bereits alles mitinbegriffen und haben die Rabbiner sonst kein wie immer Namen habendes Einkommen seitens der Gemeinde. Die Gehaltserhöhung erstreckt sich auch auf den aufzunehmenden Rabbiner für die Rombach-Synagoge und hat die Gemeindevorstehung hievon bereits die drei Kandidaten verständigt. Es ist dies ein ebenso vornehmer als würdevoller Vorgang des Gemeindevorstandes. 8. Preßburg. (Jüdisch-literarischer Abend des Vereins „Ahawat-Zio n". Das rührige Arrangirnngskomitee dieses Vereines unter Leitung seines Präsidenten S. Bettelheim und des Herrn S. K o m l o f s y hat am 17. d. M. im großen Saale des Etablissements „Bellevue" einen Konzert- und Vortragsabend veranstaltet, der sowohl durch die Reichhaltigkeit des Programmes, als durch die Gediegenheit des Gebotenen das den Saal erfüllende Publikum nach jeder Richtung vollauf befriedigte. Folgende Programmpunkte seien besonders hervorgehoben : die Reden der Herren Pros. Arpüd S e b e st y s n, Hof- und Gerichtsadvokat Dr. Leopold Kahn (Wien) und der Frau Dr. Sidonie Kahn. Der erste sprach in formvollendeter ungarischer Rede — anknüpsend

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.