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Die Wahrheit · 1907-03-15 · Heft 11 (15.3.1907) · page 9

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1907
Issue
Heft 11 (15.3.1907)
Date
1907-03-15
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 11. Die Wahllieit Lette 9. aus manchen Szenen zwischen den entzweiten Ehegatten die Gewißheit wurde, daß sich unter dem Pseudonym niemand anderer als meine kleine Frau verbirgt, selbst die gleichen Initialen dieses Namens bestärkten meine Ansicht, sobeschloß ich, das eben vollendete Manuskript meines Reiseiverkes Ihnen, dem Verleger der S a r o n s r o s e, znm Drucke anzubieten, um mich mit Ihnen in Verbindung zu setzen, und mich auf diese Weise meiner Frau zu nähern. Der Erfolg übertraf meine Erwartungen. Ich fand in Ihnen nicht nur einen tüchtigen, soliden Geschäftsmann, sondern wir traten uns auch persönlich näher. So ist mit Ihrer freundlichen Hilfe der Ansang gemacht. Wie aber jetzt weiter? Darüber würde ich gerne Ihre Ansicht hören." Sommer streichelte bedächtig die Enden seines wohlgepflegten, wenn auch schon stark ms Graue spielenden Vollbartes und schien in tiefes Nachdenken versunken zu sein. Mit ängstlicher Spannung beobachtete Bräuer jede seiner Bewegungen, ohne ihn jedoch zu stören. Nach einigen Minuten, die aber dem .Harrenden eine Ewigkeit zu sein dunklen, begann Sommer: „Sie haben unverantwortlich leichtsinnig, ja schlecht gehandelt, Ihrer Familie so lange Zeit hindurch kein Lebenszeichen zu geben, ihr keinerlei Unterstützung zukommen zu lassen. Tie verdienen es nicht, wieder in Gnaden ausgenommen zu werden. Doch mir steht das Recht nicht zu, Sie zu verdammen. Unsere alten Weisen sagen: -Niemand verurteile seinen Nächsten, ehe er -sich in seine Lage versetzt habe*, und dies, lieber Bräuer, ist mir rein unmöglich. Ihre damalige Handlungsweise, Ihr Verschwinden ist mir gänzlich unbegreiflich, unfaßbar. Doch glaube ich, die geringste Buße, die Ihnen auferlegt werden kann, und die gleichzeitig zur Lösung des gordischen Knotens führen dürfte, ist diese: Holen Sie nach, was Sie in Ihrer Jugend versäumt haben: Werben Sie um die Liebe Ihrer Frau! Der Anfang ist gemacht. Setzen Sie Ihre Bemühungen um die Gunst der schwer geprüften Frau fort. Gelingt es Ihnen, gut, die Liebe ist nachsichtig und versöhnungsvoll. Ich wünsche es, der armen Dulderin wegen,' damit sich ihr Lebensabend freundlicher gestalte, als es ihr Leben war. Sie. Herr Bräuer, hätten es nicht verdient! Sollte es Ihnen aber nicht gelingen, so wagen Sie es ja nicht, die schwer erworbene Ruhe des unglücklichen Weibes zu stören, danu ziehen Sie fort von hier, auf Nimmerwiedersehen i" (Fortsetzung folgt.) MMswirtschaft. K. k. privilegierte Allgemeine österreichische Boden-Credit- Anstnlt. Die zweiundvierzigste ordentliche General- Versammlung der K. k. privilegierten Allgemeinen österreichischen Boden-Credit-Anstalt findet am 26. April 1907 in Wien, I., Teinfaltstraße Nr. 8.- vormittags 10 Uhr statt. Verhandlungsgegenstände: a) Bericht des Gouverneur-Stellvertreters. b) Bericht der Zensoren, c) Beschlußfassung über die Gesellschaftsrechnungen und die Verwendung des Gewinnes (Art. 59, 66 und 67). d) Statuten-Acnderungen. e) Wahl von Berwaltungsräten. f) Wahl von Zensoren. In dieser General-Versammlung sind jene Herren Aktionäre stimmberechtigt, welche mindestens einen Monat vor dem Zusammentreten derselben, daher bis längstens 26. März l. I., fünfzig Aktien (Interims- Scheine) nebst Koupons im Sinne des Art. 24 der Statuten bei ver Kassa der Gesellschaft in Wien (Teinfaltstraße Nr. 8j oder in Paris (Place Vendöme Nr. 16) deponieren. Union - Bank. Die XXXVII. ordentliche Generalversammlung der Aktionäre der Union-Bank findet Dienstag, den 26. März 1907. um 11 Uhr vormittags, im Anstaltsgebäude, I., Renngasse 1, statt. Tagesordnung: 1. Bericht des Verwaltungsrates und Vorlage des Bilanzabschlusses pro 1906. 2. Bericht des Revisions-Ausschusses und Beschlußfassung hierüber. 3. Beschlußfassung über die Verwendung des Reingewinnes. 4. Wahlen in den Verwoltungsrat. 5. Wahl des Revisionsausschusses für das Jahr 1907. — Die stimmberechtigten Herren Aktionäre, welche an der Generalversammlung teilzunehmen wünschen, wollen ihre Aktien in Gemäßheit deS § 27*) der Statuten spätestens am 18. März a. c. deponieren, und zwar: in W i e n bei der Liquidatur der Union-Bank, in Triest bei der Filiale der Union-Bank, in Berlin bei dem A. Schaasfhausen'schen Bankverein oder bei der Dresdner Bank, in Frankfurt a. M. bei der Deutschen Effekten- und *) § 27 der Statuten lautet: Der Besitz von je 20 Aktien gibt das Recht auf eine Stimme in der Generalversammlung. — Zur Ausübung des Stimmrechtes ist erforderlich, daß die Aktien längstens 8 Tagevor dem Zusammentritte der statutenmäßig berufenen Generalversammlung in die Gesellschaftskasse oder an einen anderen vom Verwaltungsrate zu bestimmenden Art hinterlegt werden. Wechselbank oder bei der Dresdner Bank in Frankfurt a. M., in M ü n ch e n bei der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank oder bei der Filiale der Dresdner Bank in München, in Nürnberg bei der Filiale der Dresdner Bank in Nürnberg, in Genf, Sr. Gallen und Zürich bei dem Schweizerischen Bankverein oder bei der Eidgenössischen Bank (A.-G.>, in Basel bei den oben genannten Instituten oder bei der Aktiengesellschaft von Speyr & Co. — Die Aktien sind unter Anschluß von Konsignationen zu erlegen, welche vom Ernreicher eigenhändig zu unterzeichnen und für Wien in zwei Exemplaren, für die anderen Erlagstellen in drei Exemplaren auszufertigen sind. Ein Exemplar erhält der Deponent mit der Empfangsbestätigung versehen zurück, nach abgehaltener Generalversammlung werden die Aktien gegen Rückstellung dieser Konsignation ausgesolgr. Das Stimmrecht kann vom Aktionär oder dessen gesetzlichen Vertreter persönlich oder durch Bevollmächtigung eines anderen stimmberechtigten Aktionärs ausgeübt werden (§ 28 der Statuten). Wien, am 9. März 1907. Anglo-O österreichische Bank. Die dreiundvierzig st e o r d e n r l i ch e G e n e r a l - B e r i a m m l u n g der Aktionäre der Anglo- Oesterreichischen Bank findet am 27. März 1907 uni 61/2 llhr abends im Saale des Hauses der Kaufmannschaft (Schwarzenbergplatz 16) statt. Gegenstände der Verhandlung: 1. Jahresbericht des Generalrates. 2. Bericht der Zensoren über den Rechnungsabschluß des Jahres 1906 und Beschlußfayung hierüber. 3. Beschlußfassung über die Verwendung des Reingewinnes pro 1906. 4. Wahl und Bestätigung der Kooptation von Mitgliedern des Generalrates. 5. Ermächtigung des Generalrates, das Aktienkapital innerhalb der statutenmäßigen Höchstgrenze von 80 Millionen Kronen zu erhöhen, und Aenderung des Artikels 6 der Staturen. 6. Antrag auf Aenderung des Artikels 15 der Statuten. Laut Artikel 30 der Statuten berechtigen 25 Aktien zu einer Stimme. Die stimmberechtigten Herren Aktionäre werden eingeladen, ihre Aktien samt den nicht fälligen Koupons bis inklusive 19. März d. I in Wien bei der Liquidatur der Anglo-Oesterreichischen Bank, in L o u d o n bei der Anglo-Austria» Bank, in Ä u s s i g, B o d e n b a ch. Brünn. B u d a p e st. P r a q, T e p l t tz, Trautenau und Triest bei den Filialen der Anglo-Oesterreichischen Bank, in Pilse n bei der Bank-Kommandit-Gesellschafr Hvffmann und Kottlarzig zu deponieren. Laut Artikel 27 der Statuten können Vollmachten nur an stimmberechtigte Aktionäre erteilt werden. Wien, am 7. März 1907. Der Generalrat. Ungarische Hypotheken-Bank. Die P. T. Aktionäre der Ungarischen Hypotheken-Bank werden hiemit zu der am 27. März l. I.. 12 Uhr mittags, in den Lokalitäten der Bank (V., Nador utcza Nr. 7) abzuhaltenden XXXVIII. ordentlichen Generalversammlung eingeladen. T a g e s o r d n u n g: 1. Bericht der Direktion und des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 1906. 2. Feststellung der Bilanz pro 1906 und Erteilung des Absolutoriums. 3. Beschlußfassung über die Verwendung des Reingewinnes. — Die Deponierung der Aktien geschieht in Budapest bei der Kasse der Bank (V., Nador utcza Nr. 7) und bei der Ungarischen Eskompte- und Wechslerbank; in Wien bei der Unioubank; in P a r i s bei der „8ociete Cänerale pour favoriser le developpement du Commerce et de 1'Industrie en France“. Die Direktion. — Auszug aus den Statuten: § 23. Der Besitz von 20 Aktien berechtigt zur Abgabe einer Stimme. § 24. Aktionäre, die ihr Stimmrecht ausüben wollen, sind verpflichtet, ihre Aktien mindestens 8 Tage vor dem Zusammentreten der Generalversammlung gegen Erlagschein zu hinterlegen. Diese Deponierung geschieht bei der Kasse der Bank oder an den in den Journalen bekanntzugebenden Orten. § 25. Das Stimmrecht kann persönlich oder durch 'Bevollmächtigte ausgeübt werden. Vollmacht kann nur Aktionären erteilt werden. Körperschaften, Institute und Handelsfirmen, gleichwie Frauen und Minderjährige können an der Generalversammlung durch ihre legalen Vertreter teilnehmen, wenn diese letzteren auch außerdem keine Aktionäre wären. Diejenigen, welche ihr Stimmrecht nachgewiesen haben, erhalten Legitimationskarten mit der Angabe der von ihnen vertretenen Aktien und der Zahl der ihnen gebührenden Stimmen ausgefolgt. Die Aktien sind von arithmetisch geordneten, vom Einreicher eigenhändig Unterzeichneten Konsignationen, und zwar an der Kaste der Ungarischen Hypotheken-Bank in einen und bei den übrigen Depotstellen in zwei Exemplaren begleitet, einzureichen. Ueoer die deponierten Aktien empfängt der Deponent einen Erlagschein. Nach abgehaltener Generalversammlung werden die Aktien nur gegen Rückstellung dieses Erlagscheines ausgefolgt. — Die Bilanz pro 1906 steht den P. T. Aktionären vom 19. März l. I. an in den Banklokalitäten zur Verfügung. Der Magen ist konservativ. Kein Organ des Menschen hängt so sehr am Hergebrachten wie der Magen. Die Bäckereien der Heimat, die köstlichen Speisen des mütterlichen Herdes ergötzen Gaumen und Magen noch in späten Jahren und nur mit Mühe entschließen wir uns zu Neuerungen in der gewohnten Nahrungsweise. Umso interessanter ist die Wahrnehmung, daß man das köstliche „Ceres" Speise-Fett in jüdischen Kreisen schon so sehr verbreitet findet. Der Grund ist übrigens einleuchtend. „Ceres" Speise-Fett sieht appetitlich aus und hat einen vollkommen reinen, haselnußkernähnlichen Geschmack. Es ist auch kein Kunstprodukt, sondern das reine Fett der Kokosnüffe, die in den „Ceres"-Werken in Aussig a. d. Elbe gepreßt werden; die rituelle und hygienische Reinheit ist daher garantiert. Biele Speisen schmecken mit „Ceres" sogar viel delikater als mit tierischen Fetten. Da „Ceres" Speise-Fett außerdem leicht verdaulich ist und fast die Hälfte von dem kostet, was man für Butter zahten muß. so ist es leicht verständlich, daß es selbst den verwöhntesten Gaumen und Magen befriedigt und rasch in alle Haushalte eindringt. — Krapfen mit „Ceres" Speise-Fett zubereitet, sind wohlschmeckender und leichter verdaulich als alle anderen.

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