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Die Wahrheit · 1906-11-16 · Heft 44 (16.11.1906) · page 6

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1906
Issue
Heft 44 (16.11.1906)
Date
1906-11-16
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6. Die Wahrheit. Nr. 44 Nun wird allerdings verschiedenes klar, was -bisher den Philologen so viel Kopfschmerzen bereitet hat. Die sexuellen Ausschweifungen, die nicht einmal vor einem Pfarrhause Halt machten, erhalten nun plötzlich eine natürliche Erklärung : was ging den Juden Goethe ein christliches Pfarrhaus an? Kam da nicht vielleicht der alte semitische Haß gegen alles Germanische zum Ausbruch? Hat doch Goethe sonst immer Geliebte mit jüdisch klingenden Namen bevorzugt: Annette Schön köpf, Frau v. Stein (vergl. Silberstein, Rosenstein, Goldstein usw.), Willemer, Herzlieb? Und erinnert es nicht an die alttestamentarische Sara, wenn der fast siebzigjährige alte Hebräer noch Liebesgedichtchen an ein junges Mädchen macht? Doch ich will mich nicht mit den unerquicklichen Personalien dieses „deutschen Dichters" (sic!) aufhalten. Jüdische Literarhistoriker haben es sich ja angelegen sein lassen, all den Schmutz gewissenhaft zu registrieren, wozu ihnen die Autobiographie ihres Stammesgenossen, die dieser selbst als „Dichtung und — Wahrheit" bezeichnet^ eine bequeme Handhabe bot. Ich will nur kurz die „unsterblichen Werke" des krummuasigen Plattfüßlers etwas näher beleuchten. Daß seine „Gedichte" Schund sind, ist eine alte Sache. Schon das Motto seiner Lieder: ^Spät erklingt, was früh erklang" ist eine unerträgliche Mauschelei. Verloren ist fast alles in diesen wertlosen Reimereien. Wer glaubt es dem Juden Goethe, daß er im Walde so für sich hin ging, „um nichts zu suche n"? Ausgerechnet im Walde sucht er — nichts! Und wie gemein ist es, dann im Walde ein Blümchen auszugraben und es zu Hause „am stillen Ort" (!!) wieder zu pflanzen. Ist diese Handlungsweise nicht geradezu symbolisch? Wenn Goethe in seinem „Tischlied" singt: Wundert euch, ihr Freunde, nicht, Wie ich mich geberde, so können wir ihm antworten: Nein, Herr von Goetheleben, jetzt, da wir wissen, welchen Stammes Sie sind, wundern wir uns durchaus nicht mehr! Kann man sich überhaupt noch wundern über einen Menschen, der sich die echt semitische Devise gewählt hat: Mit Mädchen sich vertragen, Mit Männern 'rumgeschlagen, Und mehr Kredit als Geld: (!!) So kommt man durch die Welt. Freilich, Herr Wolfgangeles, so kommt man durch die Welt, so wird man sogar Geheimrat! Damals, wie heute! Ganz jammerhaft sind die kümmerlichen Versuche, den Ton des Volksliedes zu treffen. Sein „König im Thule", der alte Alkoholist, dessen Vorbild zweifelsohne der Haremshalter Salomo ist, sein „Erlkönig" — mit Krön' und Schweif —, sein „Haidenröslein" weisen unheimliche talmudische Einflüsse auf, die sich manchmal bis zur direkten Jüdelei steigern. So in dem Gedicht „Mit einem gemalten Band", wo es heißt: Einen Blick, geliebtes Leben! Ich will mich kurz fassen. Daß der „Faust" ein schamloses Plagiat an Simrock ist, weiß heute so ziemlich jeder Gebildete. Aber was hat der Jude Goethe aus dem herrlichen Stoff gemacht! Aus Faust ist ein langweiliger, saft- und kraftloser „Schleechtschwätzer" (wie man in Frankfurt sagt) geworden, der von seinem eigenen Erzeuger sagt: „Mein Vater war ein dunkler Ehrenmann." Wenn er damit seinen geistigen Vater meint, mag er nicht unrecht haben! Daß Mephistopheles (vergl. Jeileles, Veiteles) hebräischen Ursprungs ist, liegt klar zutage, nennt er sich doch selbst den ..Herrn der Ratten und der Mäuse, der Fliegen, Frösche, Wanzen, Läuse. Sapienti sat. Wollte ich alles Material verarbeiten, ich müßte solch ein dickes Buch schreiben, wie Sie, Herr Bartels, über Heine, mit dem Sie diesem Hebräer endgültig den Garaus gemacht haben. Nur eine Frage möchte ich noch beantworten: Wie kommt es, daß dieser Jude Goethe als deutscher Dichter gelten konnte? Die Frage ist leicht beantwortet. Dreiviertel aller Literarhistoriker sind Juden. Sie erkannten in Goethe den ihnen verwandten Geist und trieben mit ihm jenen Kultus, den sie noch von Aegypten her geivohut sind. Unzählige jüdische Komponisten — Schubert und Schumann haben die Hebraismen Goethes nie recht gelegen — vertonten die „Lieder" ihres Rassenkollegen, eine Anzahl begeisterungsfähiger commis voyageurs jüdischen Blutes taten sich zu einem „Goethe-Bund" zusammen, jüdische Bankiers sammelten Gelder zu „Goethe-Denkmälern" usw. usw. Und so will ich zum Schluffe in anbetracht der Goetheseuche noch einen positiven Vorschlag machen: man zertrümmere alle Goethe-Denkmäler und schmelze sie zu Ahlwardt-Denkmälern um! Ehre, wem Ehre gebührt! Ich bin, hochgeehrter Herr Bartels, Ihr dankbarer Schüler Karl Ettling er. Verschiedene Nachrichten. Wien! Freitag-Abend, den 16. d. M., Predigt im Stadttempel und im Tempel XV., Turnergasse. Wien. (SpendenfürdieOpferderJudenmassakres in Rußland.) Die „I s r a e l i t i s ch e A ll i a nz zu Wien" erhielt weiters folgende Spenden: Wien: R. S. X 250, L. P. & S. (Siedlce) X 30, M. K. (Waisen) X 20, Mg. K. S. X 20, Dr. Max Gelber, Advokat, X 10, K. M. X 10, Karoline Singer X 10. Max Thumer X 6, Josef W o n d r a X 6, Paula M i n z X 3, F. Ern st X I; Groß-Enzersdorf: Sammlung des Minianvereines: Joi'ef Winkler X 10, Sigmund Weiß X 3, Moriz Mandler K B, Samuel Keßler XI, Moriz Spitz XI, Samuel Eigner XI, Markus Rosenbaum X 4, Theresia F l e i s ch m. a n n X 2, Moriz Mandl X 10, Karl Rosenbaum X 2, Hermann M o r a n z X 1, Adols Keßler X 1, Moriz N e u m a n n X 2, Leopold Rosenbaum X 4, Dr. G. Werner X 4, Max Hahn K2, Heinrich Reichsfeld K 2; _ Mähr. -Schön berg: Friedrich Weißbart (Tempelspende für Siedlce) X10; Neusattel: Bergdirektor Richard Sachs, durch Herrn kais. Rat Leopold Sachs, Wien (Siedlce) X 50; Nikolsburg: „Spende einiger Familien" X 154; Olmütz: Borstand der Kultusgemeinde (Siedlce) X 10; Prag: Leo Perutz X 11, Fanni Wehle (durch Herrn Dr. A. Rosenbacher für Siedlce) X 10; Rican: Maskirspende (Siedlce) X 4; Turocz Divek: Jakob K o h n X 10; U n g.- Brod: Tischgesellschaft Hotel Smetana X 6; hiezn die bereits ausgewiesenen X 34.746-07, zusammen bis 13. November X 35.430:07. Weitere Spenden werden erbeten und im Bureau der „Israelitischen Allianz zu Wien", I., Weihburggasse 10, zwischen 9 und 1 Uhr vormittags einzeln bestätigt, oder per Postsparkassenkonto Nr. 8152. Wien. (Monumenta J ad a i c a.) Wie wir erfahren, sind in der Redaktion der Monumenta Judaica Veränderungen eingetreten, denen zufolge jener Herr, der als Dr. Moritz Altschüler bisher mit unter den Herausgebern dieses großen Ouellenwerkes fungierte, dieser Stellung enthoben wurde. Da das Werk auf deni Grundsatz aufgebaut ist, daß jede der drei in Betracht kommenden Konfessionen in gleicher Weise unter den Herausgebern vertreten ist, trat an Stelle des Äusscheidenden Herr Landesrabbiner-Stellvertreter Dr. S. Funk in Boskowitz (Mähren) als Herausgeber iu die Redaktion ein. Mit ihni zusammen wird Herr- Rabbiner Dr. D. F e u ch t w a n g als Hauptmitarbeiter wirken. Die übrigen Herren Herausgeber verbleiben nach wie vor als Vertreter des Katholizismus, bezw. Protestantismus in ihrer Funktion, und die Redaktion wird bemüht sein, den wisienschaftlichen Plan des Werkes in seiner Gänze durchzuführen. Schon in der nächsten Zeit werden weitere, bereits in Druck befindliche Hefte der zweiten Serie des Werkes, der Monumenta Talmudica, erscheinen und über nicht unwesentliche Punkte des Programmes dieses Werkes die erforderlichen Aufschlüsse bringen. Auch erfahren wir, daß die hebräischen und aramäischen Stellen und Quellen in Berücksichtigung vielfach geäußerter Wünsche nunmehr in der Quadratschrift des Urtextes erscheinen werden. Im Zusammenhang mit dem Ausscheiden des genannten Herausgebers hat sich der Kreis der Mitarbeiter erweitert und aus der Liste der neu Beigetretenen wollen wir blos z. B. die Herren Kustos Dr. Pick in Berlin und Landesrabbiner Dr. Placek in Brünn erwähnen. Wien. (Leopold st ädter Bethausverein „M ontef i o r e".) In der am 1. d M. stattgehabten Vorstaudssitzung wurde Herr Jakob H o f f m a n n einstimmig zum Vereinsrabbiner gewählt. Mit der Wahl dieses noch ganz jungen Rabbiners hat der Verein einen Mann von festem, ausgeprägtem Charakter, von bedeutender Gelehrsamkeit und glänzender rednerischer Begabung an seine Spitze gestellt. Wien. (In der neuen Gemeindebibliothek.) Eine geistige Schatzkammer können wir die große Bibliothek der Wiener Kultusgemeinde nennen. Dieselbe kommt in den neuen, soeben eröffneten Räumen des Tempelgebäudes, II., Ferdinandstraße 23. erst recht zur Geltung und erfreut sich schon jetzt eines großen Besuches. In den geräumigen Glasschränken des großen Lesesaales finden die Leser die am häufigsten gelesenen jüdischen Bücher, Zeitschriften und Nachschlagewerke, während in den anderen neun Räumen Tausende von Büchern den wissensdurstigen Lesern zu Gebote stehen. In der freundlichstenjWeise kommen die Herren Dr. Münz und Dr. Wach stein und. zwei tüchtige Beamte jedem Besucher dieser großen Gemeindebücherei — es ist die größte und älteste unter allen ähn-

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