Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1906
- Issue
- Heft 14 (6.4.1906)
- Date
- 1906-04-06
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 14. Die Wahrheit Leite 9. „Von Tabor aus? Ja, das ist leicht möglich,", sagte Dansky ganz verwirrt, „warten Sie ein wenig, vielleicht ist eine Antwort notwendig." „Ich glaube, das Fräulein erwartet eine Antwort." Der Doktor las das zierliche mit Bleistift beschriebene Kärtchen: ..Vergeben Sie mir meinen damaligen Wortbruch, ich war nicht Herrin meiner Handlungen, und bestimmen Sie wir Ort und Stunde eines Wiedersehens zu meiner Rechtfertigung. " Dansky warf auf ein leeres Plätzchen des vor ihm liegenden Programmes die Worte hin: ..Dank, mein teures Fräulein; bleiben Sie an Ihrem Platze bis zu Ende der Versammlung, ich suche Sie daselbst auf." Der Doktor ließ sich vom Ueberbringer des Billets den Platz bezeichnen, dann erst schickte er ihn mit seiner Antwort an Hedwig ab. Dansky hatte Mühe, sich der Aufmerksamkeiten der Herren vom Komitee zu erwehren, welche ihn zur Teilnahme an einem Souper zu überreden suchten. Dansky entzog sich dieser Aufmerksamkeit durch das Geständnis, daß er im Publikum eine bekannte Dame gesehen habe, die er aussuchen wolle. Nur langsam entleerte sich der Saal. Hedwig stand, an den Pfeiler gelehnt, und ertrug so manchen Stoß, der ihr von den hinausdrängenden Leuten, denen -sie im Wege war. versetzt wurde. Da stand sie, umwogt von dem Gedränge, das um sie her entstanden war, und rührte sich nicht von ihrem Platze, aus Furcht, von dem Erwarteten alsdann nicht angetroffen zu werden. Doch endlich stand er vor ihr, so ivie damals. So wie damals? Nein, viel stattlicher, viel herrlicher, als damals. „Herzlichen Dank. Fräulein Hedwig, daß Sie sich noch meiner erinnern," sprach er sie an. „Wie sollte ich nicht, Herr Doktor? Aber was müssen Sie sich von mir denken, wie werden Sie meine Aufdringlichkeit beurteilen?" - .Denken werde ich mir, daß Sie ein liebes, kluges Mädchen sind, welches sich über kindische Ansichten und alberne Vorurteile hinwegsetzt. Uebrigens waren Sie mir diese Zusammenkunft ja schuldig geblieben, liebes Fräulein!" „Das eben war der Grund meines Hervortretens aus der dem Weibe vorgeschriebenen Zurückhaltung. Ich dankte Gott dafür, daß er mir Gelegenheit gegeben hat, mich vor Ihnen rechtfertigen zu können. Das war die Ursache meiner Handlungsweise." ..Die einzige Ursache?" fragte Dansky. Errötend unter dem forschenden Blicke, den der Doktor bei diesen Worten auf sie richtete, sagte Hedwig ausweichend: „Wenigstens die wichtigste.* (Fortsetzung folgt.) Motizen. Union-Bank. Zufolge des auf Grund des § 7 der Statuten gefaßten Beschlusses des Verwaltungsrates der Union- Bank vom 13. November 1905 und des mit Erlaß des hohen 1 f. Ministeriums des Innern ddo. 2. Dezember 1905, Z. 52706, genehmigten Beschlusses der außerordentlichen Generalversammlung vom 16. November 1905 wird das Aktienkapital der Gesellschaft von 32 Millionen Kronen auf 50 Millionen Kronen erhöht, und gelangen zu diesem Zwecke 45.000 neue mit je L 400.— volleingezahlte Aktien zur Ausgabe, welche an dem Erträgnisse der Bank vom 1. Januar 1906 an partizipieren. Auf Grund der dem Verwaltungsrate zustehenden Ermächtigung wird den Inhabern der dermalen im Umlaufe befindlichen 80.000 Aktien (Nr. 1 bis 80.000) das Bezugsrecht auf 20.000 Stück der neuen Aktien zum Preise von K 510.— per Aktie zuzüglich der vom 1. Januar 1906 laufenden fünfprozentigen Zinsen auf den Nominalbetrag von K 400.— in der Weise eingeräumt, daß je 4 Stück der alten Aktien das Anrecht zum Bezüge je einer neuen Aktie geben. Aktienbruchteile oder Zertifikate auf Bruchteile von Aktien werden nicht ausgegeben. Die Anmeldung des Bezugsrechtes hat bei sonstigem Verluste desselben bis inklusive 12. April 1906 bei der Liquidatur und den Wechselstuben der Union-Bank in Wien, bei der Filiale der Union-Bank in Triest, bei dem A. Schaaffhausenffchen Bankverein in Berlin, bei der Dresdner Bank in Berlin, bei der Deutschen Effekten- und Wechselbank in Frankfurt a. M., bei der Dresdner Bank in Frankfurt a. M., bei der Bayerischen -Hypotheken- und Wechselbank in München, bei der Filiale der Dresdner Bank in München, bei der Filiale der Dresdner Bank in Nürnberg, während der bei diesen üblichen Geschäftsstunden zu erfolgen. Aktionäre, welche das Bezngsreckt auszuüben beabsichtigen, haben dasselbe mittelst einfacher Konsignation, für welche Formularien bei den Anmeldungsstellen ausgefolgt werden, anzumelden und unter Einem die zum Bezüge berechtigenden Aktien (ohne Kuponsbogen) beiznbringen, welche nach Vornahme einer die erfolgte Ausübung des Bezngsrechtes ersichtlich machenden Abstempelung znrückgestellt werden. Bei der Anmeldung sind auf jede zu beziehende neue Aktie K 110.— bar einzuzahlen, über welche Zahlung Empfangsanzeige erteilt wird. Der Restbetrag von K 400.— per Aktie ist nebst dem vom 1. Januar 1906 bis znm Zahlungstage laufenden 5prozentigen Stückezinsen bis spätestens 12. Mai 1906 bei derselben Stelle, bei welcher die Anmeldung des Bezugsrechtes erfolgte, auf einmal bar einzuzahleu. Bei Leistung dieser Zahlung ist die Bestätigung über die erste Einzahlung zurückzustellen und werden dagegen die entfallenden neuen Aktien mit Dividenden-Coupons, deren erster für das Geschäftsjahr 1906 gilt, ausgesolgt. Bei den deutschen Stellen erfolgt die Zahlung zum jeweiligen Kurse von vista Wien. Der deutsche Stücke- und Schlußnotenstempel ist von den Bezugsberechtigten zu entrichten. K. k. Priv. Lemberg-Czernowitz-Jaffy Eisenbahn-Gesellschaft. Der gefertigte Berwaltnngsrat gibt sich die Ehre, die Aktionäre der k. k. priv. Lemberg-Czernowitz-Iassy Eisenbahn-Gesellschaft zu der am Samstag den 21. April 1906, um,10 Uhr vormittags, im Saale des Ingenieur- und Architekten-Bereines in Wien (I., Eschenbachgasse 9) stattfindenden 50. (ordentlichen) General-Versammlung einzuladen. Gegenstände der Verhandlung sind: 1. Bericht des Verwaltungrates über die Geschäftsführung im Jahre 1905. 2. Bericht des Revisions-Ausschusses über den Rechnungsabschluß pro 1905. 3. Antrag des Verwaltungsrates über die Verwendung des Reinerträgnisses. 4. Wahl des Revisions- Ausschusses. 5. Erneuerung des Verwaltungsrates. Jene Herren Aktionäre, welche der General-Versammlung beiwohnen oder ihr Stimmrecht nach Maßgabe der Statuten ausüben wollen, haben ihre Aktien bis inklusive 13. April 1906 in Wien bei der k. k. privilegierten österreichischen Ländervank, in Prag bei der Filiale dieser Bank, in Graz bei der Wechselstube der Steiermärkischen Eskomptebank und der Firma E. C. Mayer & Co., in Lemberg bei der k. k. priv. galizischen Aktien- Hypothekenbank, in Krakau, Czernowitz oder Tarnopol bei den Filialen dieser Bank, in Berlin bei der Berliner Handelsgesellschaft, der Deutschen Bank und der Nationalbank für Deutschland, in Frankfurt a. M. bei der Deutschen Vereinsbank, in Stuttgart bei der Würtembergischen Vereinsbank, in Paris bei der Banque Imp. Roy. Privilegiee des Pays Autrichiens Succursaie de Paris, in London bei der Anglo- Anstrian-Bank und der Filiale der k. k. priv. österreichischen Länderbank mittels doppelt auszufertigender Konsignationen (wozu Blankette bei den genannten Kassen unentgeltlich verabfolgt werden) zu erlegen und erhalten mit der Empfangsbestätigung hierüber die Legitimationskarte zur General-Versammlung. Im Vertretungsfalle müssen die auf der Rückseite der Legitimationskarten vorgedruckten Vollmachten eigenhändig unterfertigt werden. Wien, im März 1906. Der Verwaltungsrat. 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