Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1906
- Issue
- Heft 11 (16.3.1906)
- Date
- 1906-03-16
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Leite 8. Nr. 11. Die Wahrheit »Ihr Weiber redet vor lauter Stuß kein rechtes Wort. Die eine redet vom Herzen herausreißen, die andere gar vom Tod. Ich aber bin ein Mann und rede von Tachlis. Ich weiß wohl, daß Du leider Gottes kein rechter Jud bist, daß Du keine Tfillin legst, keinen Schabbes hältst, und Trefes ißt; es ist mir nicht recht, aber ich kann mir nicht helfen, es ist meine eigene Schuld, ich hätll Dich nicht zum Pfarrer gehen lassen sollen. Aber geschehen ist geschehen, da ist es schad' um jedes Wort. Aber das fordere ich von Dir, als Dein Vater, das fordere ich von Dir für Deine Mutter, die Dich unter ihrem Herzen getragen, mit Schmerzen geboren und mit Mühen erzogen hat, das fordere ich von Dir für Deine Schwester, deren Stütze Du sein solltest, wenn wir nicht mehr sein werden, das fordere ich von Dir im Namen von Kol Jißroel was mit uns im Golus ist: Schwöre mir, daß Du ein Jude bleibst — dem Namen nach!" Die Brust des jungen Mannes arbeitete vor innerer Erregung, doch brachte er kein Wort hervor. „Schwöre!" befahl der Vater strenge. 1 Fortsetzung folgt.) Uotizen. Wiener Bank-Verein. Die sechsunddreißigste ordentliche Generalversammlung findet am 6. April 1906, um 11 Uhr Vormittags, in Wien, I. Herrengasse Nr. 8, statt. Verhandlungs-Gegenstände: 1. Jahresbericht des Administrationsrates. 2. Bericht der Zensoren über den Rechnungsabschluß pro 1905 und Beschlußfassung über denselben. 3. Beschlußfassung über die Verwendung des Reinerträgnisses des Jahres 1905 (§ 58 lit. c der Statuten). 4. Wahlen in den Administrationsrat. 5. Wahlen in das Zensoren-Kollegium und den Aussichtsrat für die Filialen. Nach § 46 der Statuten sind zur Stimmführung in der Generalversammlung nur jene Aktionäre berechtigt, welche seit wenigstens 14 Tagen vor dem Zusammentreten derselben mindestens fünfundzwanzig Aktien nebst Coupons bei der Gesellschaftskasse oder den sonst hiezu vom Administrationsrate bestimmten Stellen erlegt haben. Je fünfundzwanzig Aktien geben das Recht auf eine Stimme (§ 47 der Statuten). Die stimmberechtigten Herren Aktionäre werden daher eingeladen, ihre Aktien samt Coupons bis spätestens 23. März d. I. in Wien bei der Liquidatur (I., Herrengasse 8), in Aussig a./E., Bielitz- Biala, Brünn, Budapest, Czernowitz, Graz, Klagenfurt, Konstantinopel, Lemberg und Prag bei den Filialen, in Friedek- Mistek, St. Pölten, Proßnitz, Teplitz, Villach und Wr.-Neustadt bei den Exposituren des Wiener Bank-Verein, in Triest bei der Banca Commerciale Triestina, in Berlin bei der Deutschen Bank, in Frankfurt a. M. bei der Deutschen Vereinsbank und der Frankfurter Filiale der Deutschen Bank, in Stuttgart bei der Württembergischen Vereinsbank, in München bei der Bayerischen Filiale der Deutschen Bank, in Zürich bei der Schweiz. Kreditanstalt und beim Schweiz. Bankverein, in Basel bei der Schweiz. Kreditanstalt, beim Schweiz. Bankverein und bei der Aktiengesellschaft von Speyr L Co. zu deponieren. Die Aktien sind, von arithmetisch geordneten und vom Einreicher eigenhändig Unterzeichneten Konsignationen (und zwar bei der Liquidatur in Wien in zwei, bei den sonstigen Deponierungsstellen in drei (Sjemplaren) begleitet, einzureichen. Ein Exemplar der Konsignationen erhält der Deponent mit der Empfangsbestätigung versehen zurück und gleichzeitig wird gemäß § 54 der Statuten die Legitimationskarte für die Teilnahme an der Generalversammlung erfolgt, welche auf den Namen des Deponenten lautet und nur für die bezeichnete Person oder deren gehörig legitimierten Bevollmächtigten Geltung hat. Union-Bank. Die sechsunddreißigste ordentliche Generalversammlung der Aktionäre der Union-Bank findet Freilag den 30. März 1906, um 11 Uhr vormittags, in den Bünklokalitäten, I. Renngasse 1, statt. Tagesordnung: 1. Bericht des Verwaltungsrates und' Vorlage des Bilanz-Abschlusses pro 1905. 2. Bericht des Revisions-Ausschusses und Beschlußfassung hierüber. 3. Beschlußfassung über die Verwendung des Reingewinnes. 4. Wahlen in den Verwaltungsrat. 5. Wahl des Revisions-Ausschusses für das Jahr 1906. Die stimmberechtigten Herren Aktionäre, welche an der Generalversammlung teilzunehmen wünschen, wollen ihre Aktien in Gemäßheil des § 27 der Statuten spätestens am 22. März. 1906 deponieren, und zwar: in Wien bei der Liquidatur der Union-Bank. m Triest bei der Filiale der Union-Bank, in Berlin bei der Berliner Handels-Gesellschaft, dem A. Schaffhansenfichen Bankverein, in Frankfurt a. M. bei der Deutschen Effekten- und Wechsel-Bank. K. k. privilegirte Allgemeine österreichische Boden-Credit-Anstalt. Die einnndvierzigste ordentliche General-Versammlung findet am 26. April 1906 in Wien,. I. Teinfaltstraße Nr. 8, vormittags 10 Uhr statt. Verhandlungsgegenstände: a) Bericht des Gouverneur- Stellvertreters. b) Bericht der Zensoren, e) Beschlußfassung über die Gesellschaftsrechnungen und die Verwendung des Gewinnes (Art. 59, 66 und 67). d) Wahl von Verwaltungsrätens) Wahl eines Zensors. In dieser General-Versammlung sind jene Herren Aktionäre stimmberechtigt, welche mindestens einen Monat vor dem Zusammentrelen derselben, daher bis längstens 26. März l. I., fünfzig Aktien (Interims-Scheine) nebst Coupons im Sinne des Art. 24 der Statuten bei der Kassa der Gesellschaft in Wien (Teinfaltstraße Nr. 8) oder in Paris (Plaee. Vendöme Nr. 16) deponieren. K. k. priv. allgemeine Berkehrsbank. Mit Rücksicht auf die Ausdehnung des Geschäftsverkehrs der allgemeinen Verkehrsbank ergab sich die Notwendigkeit, die Erhöhung des Aktienkapitals, zu welcher die allgemeine Verkehrsbank schon durch Generalversammlungsbeschluß vom 28. März 1884 berechtigt ist, durchzuführen. Im Sinne dieses'Beschlusses und des § 8 der Statuten erfolgt daher die Erhöhung des bisherigen Aktienkapitals von E 11,200.000 durch Ausgabe von 20.000 Stück neuen Aktien ä E 280 mit E 5,600.000 auf K 16,800.000. Auf die Emission der neuen Aktien, welche an dem Erträgnisse des Jahres 1606 partizipieren, wird den alten Aktionären das Bezugsrecht zum Kurse von E 330— pro Aktie in der Weise angeboten, daß je zwei alte Aktien zum Bezüge einer neuen Astie berechtigen. Das Bezugsrecht ist im Sinne der heute in unserem Blatte erschienenen Kundmachung in der Zeit vom 10. bis 20. März d. I. auszuüben. Zur.allfälligen Uebernahme von Aktien, auf welche das Bezugsrecht nicht geltend gemacht wird, hat sich ein Garantie-Syndikat unter Leitung der k. k. priv. Österreichischen Kredit-Anstalt für Handel und Gewerbe gebildet. In der am 7. d. M. stattgefundenen Sitzung des Verwaltungsrates der allgemeinen Verkehrsbank wurde der Beschluß gefaßt, der Generalversammlung für das Jahr 1905, unter Berücksichtigung der üblichen Reservedotierung, die Verteilung einer gleich hohen Dividende wie im Vorjahre, das ist E 18.— pro Aktie, in Vorschlag zu bringen. Das beste Getränk u. Nahrungsmittel fürfiebernde Kranke ist? der Nä h r m itte 1 we r k e „ G E RESmAuss»^ pE" Wir machen unsere Leser auf die Beilage der Firma Gebrüder Reichart in Dornbirn (Vorarlberg) aufmerksam.