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Die Wahrheit · 1903-08-21 · Heft 32 (21.8.1903) · page 4

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1903
Issue
Heft 32 (21.8.1903)
Date
1903-08-21
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Die Wahrheit. Nr. 32. Seite 4 so wie tiefer Ruf seinerzeit, wo es «och keine Frauenemanzipation und keine Fraueuberufe gab. dem Eltern gleicham als Norm gelten sollte, so sie vor der Berufswahl ihrer Sohne standen, ebenso ^nag er denselben heute, in unserer Zeit, die der Frau die berufliche Gleichstellung zum Mann gebracht hat, als Norm und Leitfaden dienen, so sie zu der Berufswahl ihrer Töchter schreiten. Und wenn uns Sterblichen gleichwie alle Ereignisse der Zukunft, auch das Zukunftsleben unserer Kinder bei allen» sorgfältigen Erwägen und Ermessen, ein dunkles Geheimnis bleibt, so liegt es doch in unserer Hand, denselben bei der Wahl ihres Berufes, durch ein umsichtsvolles, allen äußeren Einflüßen fern stehendes Eingreifen die Bahne»» und Wege zu ebnen, die sie nach menschlicher Berechnung und menschlicher Vorausicht in allen Lagen des Lebens vor religiösen Schiffbruch, vor moralischen Niederlage»» bewahren und einem gedeihlichen Ziel entgege»»sührcn sollen. Daniel Skutezky. Äuch- Md Lauchjuden. Der Haß und die Anfeindung von Außen ist ein erbgesienes Üebel, das mit keiner menschlichen Waffe besiegt »verden kann, obgleich in jede»»» Zeitalter manuesmuthige Männer in Israel erstanden, die für ihren jüdischen Glauben die heldenhaftesten Thaten vollzogen. Doch weit gefährlicher und bedrohlicher ist der Uurstaud, daß im Innern des Judenthnms die Säulen zu wanken beginnen, welche das religiöse Gebäude zu stützen . berufen wären. Da gibt es vor allem Inden, die Allem eher entsprechen, als ihrem religiösen Gewissen. Im Hause, in der Familie »vird wohl noch der Schein bewahrt, weil »nan vom ererbten Uebel nur sä wer entreißen kaim und so tragen sie, zlvar schlverbeladenen Herzens, die oft verwünschte väterliche Bürde, hüten sich aber wohlweislich ihren Ki»»dern denselben Stein aufzubinden. Denn, so hört »nan sie oft Klagen, wir haben bittere Erfahrungen machen müsse»», wie das Judenthum uns hinderlich war, in allen Wegen, die wir einschlagen wollen, »vie »vir nur mit schwerer Noch den Berg erklimmen konnten, wie »vir auf Schritt und Tritt Hohn und Spott ertragen m»»ßten. Trotz unseres aufreibenben Fleißes stehen wir anderen Minderbegabten lveit zurück, »veil die jüdische Konfession die Leiter uns von den Füffen reißt, auf die wir zum Parnassus gelangen konnten. Unseren Kindern, so »nediatisiren sie, sollen die Stein'- gerölle aus dem Wege geräumt werde»', sie »nüsseu muthig und unverdroßen aus der Höhe sich erhalten, wenn es auch auf Kosten des Judenthums geschieht. Das hinter lassene Erbstück der Ahnen »nuß in den Schutt getvolfen »verden, ivo es sich um das leibliche und geistige Forikommen unserer Kinder handelt. So sprechen die Auchjude»», die gefahrdrohend den inneren Kern des Judenthurns milerwühlen und in dem Flainmenmeere, das ringsumher an Ausdehnung gewinnt, nur auf ihr eigenes Hab und Gut bedacht sind. Was kürnmern sie sich um die vielen Märtyrer des jüdischen Glaubens, u»it ihnen steht und fällt die Welt. Und »venu man sie zu Rede stellt, »vie sie es mit ihrem Gelviffen vereinigen, wenn stein solchen verachtungswürdigen Handlunge»» ihrer Religion Trotz bieten, wenn sie dem Rlnegateitthum de»» Boden urbar machen: da antlvorten sie voll Hohn und Tücke: Bin ja auch ich Jude, weiß ja auch ich das Gold von den Schlacken zu unterscheide»», ich für meine»» Theil habe nichts dagegen, wenn meine Kinder den leichteren Weg suchen, auf dein sie zur Glückseligkeit gelangen, »neine Person bleibt hiebei a»»s de»n Spiele, ich bleibe dem Judentbmne treu; habe ich doch nichts unterlassen, u»n meinem Kindern die nöihigen Lehren aus ihren Lrbensweg »nitzugeben, sie sind scho»» längst flügge geworden, können mit eigenen Füßen gehen, mit eigenen Augen sehen, nach eigene»» Geschmacke wählen. Zur Kategorie der Bauchjudeu gehören diejenigrn in unserer Mitte, die wohl in alle»» Dingen den Schein des Judeuthums bewahren, die in Gesellschaft und auf öffentlichen Marktplätzen keineswegs ihr Judenthum verheimlichen, aber mit den traditionellen. Satzungen stets auf dem Kriegsfuße stehen. Für diese sind die Ecrernonien längst Überakte Anhängsel der Religion, die man füglich ganz außer Acht lassen kann, Speisegesetze galten nur für Männer der Vorzeit, die, weil sie Alles in Hülle und - Fülle hatten, auch leicht »vähkeu mochten. Sabbathi und Feiertag soll z»»r Erhebung des Geistes beitragen, aber nicht Lasten im Gefolge haben. Auf diese Weise modeln sie die jüdische Religion nach ihren» eigenen Geschmacke u»n und sind vornehmlich auf ihren Bauch bedacht, was diesem zuwiderläuft, was ihn nicht füllen »nag, das wird aus der Religion fein ausgeschieden. Ueberall, in Gesellschaft und Haus locker»» sich die.Bande, welche uns an-das Judenthum knüpfen. Die Alten briufei» scheu die Augen zu. lassen ihren Kindern die Zügel schießen, daher rührt die mit nichts einzuhaltenbe DemornUjation, daruin das Haschen nach Lug und Trug, darmn fehlt es u»»s an Männern, die im Kampfe nm das Menschenrecht bald erlahmen, daruin ist jede bessere Meinung »»iedergehalten, dar»»»»» ist jede Scheu und Achtung vor den Großen unb Auserwählten, die mit Begeisterung und Glaubensstärke die Gottessache verfechten, in jildischen Kreisen ausgestorbei». Haltet doch ein mit Eueren verderbenbringenden Wahngebilden! Wenn die Flainmen Euer Haus ergreife»», wohin »verdet Ihr flüchten? Kehret zur Wahrbeit zurück, bleibet treu dem heiligen Erbe, das Ihr von Euren Vätern überkommen, lastet E»»ch von der Spiegelfechterei gleißnerischen Zungen in Eurem Glauben nicht wankend machen, die Eure Sitte»» mib Gewohnheiten mit Spott und Hohn bewerfen, stehet fest und unverrückt zu Euren Brüdern, die alles Leid und jede Noth über sich ergehen lassen, un» nur ihre»» Glauben treu zu belvahren! . Echte und rechte Juden tvünsche»» wir, die mit Leib und Seele ihre Rechtsamen vertheidigen, die keine Allsflüchte suchen, so man zu einer mannhaften That greifen soll. Was nützt es uns, wenn mau mit dünnen Faser»» das Jude»»th»»m zusainmenschnürt, der leiseste Wind reißt sie allseinander u»»d in Zeiten der Gefahr ist unser Herz erkaltet, unser Arm ermattet. Wie lange noch soll es d»»»»keln, »vie lange noch soll trübe Schatten u»»s umschwärinen? Brüder kommet uub rettet, was noch zu retten ist! Dunaföldva-r. Dr. Samuel P a r t o s, Bezirksrabbiner. Die Luden und der Talmud. XXIII. An dieser Stelle scheint es uns auch angemessen, jene Beweggründe anzuführen, die den Rabbi Meirj veranlaß len, das Evangelimn - Unrecht-Schrift, und den R. Jochannan es - Sünd-Schrift zu nennen (Tr. Sabbat, 116.) Professor Huber schreibt in seinem bereits citirten Buche „A Talmud" (S. 86), daß diese Benennung aus Haß gegen die Christen geschah. Das ist keineswegs richtig, vielmehr lag der Grund darr»», daß im Evangelium unwahre, unrichtige und entstellte Zitate angeblicb aus der „Bibel" mitgeteilt werden, die geeignet sind, unoibe ku dige jüdische Leser von ihrer Religion abwendig zu machen, »vas Rabbi Meir und R. Jochaunan mit vollem Liechte für nnrecht und sülldhaft hielten. Zur Erhärtung unserer Behauptung mögen folgende Bei-- spiele dienen : Im Matth. Y. 43 heißt es, daß Jesus zur anwesenden Menge sprach: „Ihr habil gehört, daß gesagt »vurde — das ist in der Bibel — liebe deinen Freund, hasse deinen Fei»»d; aber ich sage euch, liebet eure Feinde und betet für eure Verfolger!" Der zweite Teil dieses Zitates ist unwahr; denn weder in der Bibel noch »n der Tradition wurde oder »vird an irgend einer Stelle befohlen, daß wir den Feind Haffen sollen. Im Gegenteil, die heilige Schrift befiehlt uns ausdrücklich, daß wir den Feinden Gutes tun sollen. .Wen»» du den Esel deines r?*a*a.**v.v«* W*

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