Mannheim
Compact Memory

Die Wahrheit · 1903-07-24 · Heft 29 (24.7.1903) · page 9

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Wahrheit
Volume
1903
Issue
Heft 29 (24.7.1903)
Date
1903-07-24
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3062972-3063163-3063192--02597-3069286
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Kesterr.-ungar. Canloren-Zeitung. Nr. 29. Beilage zur Zeitschrift „Die Wahrheit." 23. Iahrg. Are geehrten Kerren Zantoren werden ebenso höflich als dringend ersucht, sowol den restlichen Aöonnementsöetrag als auch das Abonnement für das neue, am 1. Juli begonnene HuarLat einzusenden. Mschmew. (Neue Kinnoth von anno 1903.) Warum stehst, Rachegott, von ferne, Da man uns so viel Leides tut? Sprachst Du nicht, die Menschheit lerne: „Menschenblut man sühn' durch Blut?!" Sprich: aus Bergen Feuer dampfe, Schwefel regne, siedend Pech, Wie einst in Sodom. Herr, zerstampfe Die Brut, die Hohn dem Recht spricht frech! Was jüngst geschah im Zarenlande, Steht beispiellos am Erdenplan. Dem Reich zur Schmach, dem Volk zur Schande; Die Menschheit faßt ein Eckel an. Geschändet wurden Mädchenleiber, Gemordet Kind und Mann und Greis, Gefoltert schamlos fchwang're Weiber In wildester, brutalster Weis'. Noch ungestillt des Volks Begierde, Da zog es in das Gotteshaus; Zerstört' der Bundeslade Zierde, Warf die heil'gen Rollen 'raus. Der Rabbi tritt hin vor die Lade, Er weint, er bittet wie ein Kind: Gewährt den heil'gen Rollen Gnade, Die unf'res Lebens Seele sind! Er will sie fassen, will sie küssen. Sie schützen mit gebeugtem Mut, Das Volk doch tobt: „tritt sie mit Füßen, Wenn nicht, färbt sie Dein eigen Blut!" Er that es nicht in seinen Nöten, Gehorchte nicht des Volk's Befehl, Er ließ sich martern, ließ sich tödten. Haucht gottergeben aus die Seel'. Warum stehst, Rachegott, von ferne. Da man uns so viel Leides tut?! Eibenschütz, 14. Juli 1903. Eantor Armin W i l k o w i t s ch. Zur Centennarfeier Zalomon Zuher's. Vou verschiedenen Seiten iverden uns Vorschläge betreffs der Gestaltung der Centennarfeier übermittelt, doch halten wir es nicht für angezeigt, dieselben schon jetzt der Oeffentlichkeit zu übergeben, sondern erst den Zeitpunkt abzuwarten,. in welchem der Vorstand des österr.-ungar. Cantoren-Vereines mit dem vom „Jüdischen Museum" gebildeten Comite ein Einvernehmen bezüglich der Hauptpunkte des Programms erzielt hat. Die Anregungen sind uns und dem Vorstande des österr.-ungar. CantoreN'Vereines gewiß willkommen, sie werden sicherlich bei der Beratung des Programms vollste Beachtung finden, und sei auch zur Beruhigung der geschätzten Einsender constatirt, daß Alles, was bisher von auswärts vorgeschlagen wurde, schon in dem bisher projectirten Festprogramme enthalten war. Immerhin werden wir jederzeit für neue Ideen und Anregungen dankbar sein und nach Feststellung des Rahmens, innerhalb dessen die Centennarfeier sich abwickeln wird, die öffentliche Discussion derselben in unserem Blatte gerne vermitteln. Än die?. I. Mitglieder des österr.-ungar. Cantoren-Vereines. Den geehrten Mitgliedern des österr.-ungar. Cantoren- Vereines wird hiemit bekännt gegeben, daß sämmtliche statutarische Vereinsbeiträge an den Vereinscassier, Herrn Obercantor M, Schorr, Wien II., Ob. Douauftraße Nr. 47, zu senden sind. Gleichzeitig ersuchen wir um pünktliche Einsendung der fälligen Vereinsbeiträge. Wien, am 20. Juli 1903. Der Vorhand des 0es1err.-un§ar.Lan1oren-Veremes. Coneurs. Ein Sopranist mit hübscher Stimme, tüchtiger Solist, wird acceptirt. Blattleser bevorzugt. Gehalt per Monat 20 Kronen, Kost, Quartier und Gratisunterricht im Hebräischen. Anmeldungen an: Obercantor Josef Rosenblatt, Pressburg.. Concurs. Bei der isr. Cultusgemeinde Krems a. d. Donau ist die Stelle eines ZESellg'lonsleln.rers der auch das Cantorat versehen kann, am 1. September 1903 mit einem Jahresgehalt von 1300 Kronen, freier Wohnung und 280 Kronen Renumeration für den Religionsunterricht zu vergeben. Bewerber um diese Stelle müssen österr. Staatsbürger sein und die Befähigung zum Religionsunterrichte an Yolks- und Mittelschnlen haben, ferner ein gut geschulter Cantor sein. Gesuche sind an Herrn Leopold Karpfen, Cultusvorsteher zu richten. CONCURS.; In der isr. Cultusgemeinde K o s t e 1 (Mähren) ist die Stelle eines Cantors zu besetzen. Bewerber, welche snip Q11L» sein müssen und Kaboles von streng religiösen Rabbinen nachweisen und die Eignung zur Ertheilung des hebr. Unterrichtes besitzen, sowie das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben, wollen ihre Gesuche sammt Zeugnissen bis längstens 15. August 1. J. beim gefertigten Verstände einzubringen. Gehalt 1500 Kronen, freie Wohnung und JSebeneinkommen. Zum Probevortrage werden nur Berufene zugelassen und Reisespesen dem Acceptirten vergütet. Der Cultusvorsteher : J. V. Fuchs. U0T Infolge technischer Veränderungen irr unserer Muckerei erscheint die heutige Mummer mit einer kleinen Verspätung. Me nächste Dummer wird Arettag den 7. August erscheine». Me Redaktion.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.