Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1903
- Issue
- Heft 16 (24.4.1903)
- Date
- 1903-04-24
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Zelte 6 Die Wahrheit. Nr. 16 Herrn Regierungsrat Dr. Julius Schlag für den Frauenverein K. 10.—, von Herrn Arthur Flaschner für die Allianz K. 10.—, für den Handwcrkerverein K. 10.—, für die Kinderbewahranstalt K. 10.—, für den Wöchuerinnenverband Krone»! 10.—, für den Frauenhort K. 10.—. Im Gen»eindebethause II., Tempelgasse 3: Von Herrn Jakob Theumann für die Armenanstalt K. 25.—, für das Blinden-Jnstitut Kronen 25.—, für das Taubstummeninstitut Kronen 25.—; von Herrn Hermann Subak für die Chewra Kadischa K. 10.—, für den Tal»nud Thora-Verein K. 10.—, von Herrn Dr. Adolf Schmiedl für den Leopoldstädter Frauenverein K. 10.—, von Herrn Moriz Eltbogen für die Armenanstalt K. 20.—, für das Altersversorgungshaus K. 20.—, von Herrn Regierungsrat Dr. Julius Schlag für den Frauenverein K. 25.—, für die Dr. Adolf Schmiedl-Stiftung K. 50.—, von Herrn Rudolf Kohn für den Waiseuverein K. 36.—, für die Dr. Adolf Schrniedl-Stistung K. 36.—, von Herrn Wilhelm Herzog für das Alterversorgungshaus Kronen 10.—, für den Talmud Thora-Berein K. 10.—, von Herrn Rektor Dr. .Adolf Schwarz für die Dr. Adolf Schiniedl-Stiftung Kronen 10.—, von Herrn Ignaz Blum für die Armenanstalt K. 20.—, für das Blindeninstitut K. 20.—, für das Blindeninstitut K. 20.—, von Herrn Jakob Kann für die Allianz K. 20.—, für das Blindeninstitut K. 20.—, für die Chewra Kadischa K. 20.—, für das Taubstummeninstitut K. 20.—, für den Waiseuverein K. 20.—. Im Gemeindebethause XVI., Huberggasse 8: von Herrn Josef Moses Krakauer K. 6.—von Herrn Hermann Gertler K. 33.—, von Herrn Löwy de Lazar»»s K. 42.—, von Herrn Josef Liftschütz K. 14.—, von Herrn Jakob Holzer K. 36.—, von Herrn Moriz Medak K. 35.—, von Herrn Mast Mandl K. 10.—, vor. Herrn Alexander Steiner Kronen 8.—, von Herrn Hermann Sreigl K. 24.—, von Herrn Josef Klein K. 2.—, von Herrn Jakob Posamentier Kronen 45.—, von Herrn Natan Weil K. 70.—. Im Präsidialberichte bringt der Vorsitzende, Prästdent kais. Rat Klrnger zur Kenntnis, daß, wie ihm mitgeteilt w»»rde, ein sehr geschätzter Kollege, Herr Emanuel Hoffmann, das Jubiläum seiner 40jährigen Berufstätigkeit feiere. Dieses Ereignis, obgleich außerhalb der Sphäre der Cultusgemeinde liegend, biete jedoch willkommen Anlaß, dem verdienten Kollege»», der sich insbesondere durch seine Wirksamkeit für das Spital, 'ferner für die ehemalige Cultusgemeinde Währing und die dortige' Chewra Kadischa die Dankbarkeit der Gemeinde erworben habe, der allgemeinen Wertschätzung und Syulpatie zu versichern und die Glücklvünsche des Vorstandes z»un Ausdrucke zu bringen. (Zustimmung.) Anläßlich des diesjährigen Schlußes der Ausspeisung armer Schulkinder in der Brigittenau hält es der Präsident für angezeigt, des »vohltätigen Wirkens des Cultusvorstehers Herrn Dr. Adolf Berger, des Brigittenauer Frauenvereines, des Dawenkomitss, an dessen Spitze Frau Dr. Weiß und des Herrenbrinites, an dessen Spitze Herr Heinrich Weiner steht, anercksrnend zu gedenken, und sei er der Zustimmung der Versammlung gewiß," wenn er den Genannten sür ihre hingebungsvMe Tätigkeit in dieser eminent »vohltätigen Sache den nrsrursteu Darrt ausspreche. (Zustiminung.) Weiters bringt der Vorsitzende zur Kentnis, daß. der Direktor des Baron Springer'schen KnabelUvaisenhauses, Herr Alexander Hecht, seit Jahren Zöglinge des Institutes für den Chor des Füufhanser Gemeindebelhauses zur Verfügung stelle, hiedurch zur Ausgestaltung des Gottesdienstes wesentlich beilrage urck hält er sich 'der Zustimmung der Versammlung versichert, wenn er Herrn Direktor Hecht den Dank des Vorstandes zun» Ausdrucke bringe. (Zustimmung.) Vize-Präsident Dr. Alsred Stern berichtet über die a»n 9. d. M. stattgehabte Einlveihuug des Betpavillous im allgemeine» Kraukenhause, welche sich-zu einer sehr rvürdigen Feier gestaltete. Das Anzünden des ewigen Lichtes wurde von einer Ansprache des Herrn Rabbiners Dr. Schmiedl begleitet, die Einweihungsrede hielt Herr Oberrabbiner Dr. Güdemann. Nachde»n Architekt Fleischer den Betpavillon an der Cultusgemeinde bezw. — da der Präsident wegen Untvohlseius amt Erscheinen verhindert war-— an ihn, Redner, als Vize-Präsiben der Cultusgemeinde übergeben hatte, richtete er an die Spitals- Direktion die Bitte diesen Pavillon in ihre Obhnt übernehmen zu wollen. In der Ansprache glaubte er, Redner, dreierlei Mornente betonen zu sollen, und zwar: den Da»ik an die Staatsbehörde und an die staatlichen Organe, solvie an die Krankenhausverwaltung für die gewährte Förderung, den Hinweis, daß das tolerante Vorgehen der genannten-Behörden und Organe bei diesem Arlasse als Fortsetzung der seit der Gründung des allge»»»einen Krankenhauses daselbst herrschenden Uebung unb Tradition anznsehen sei, und endlich die Konstatierung, daß bei aller Anerkennuitg des der Cultusgemeinde gewährten Entgegenkommens doch die Kosten von unseren Glaubensgenossen allein bestritten worden sind — Es gebühre noch insbesondere der wärmste Dank dem Kollegen Architekten Fleischer, der, »vie ilniner, auch in diesen Falle seine hervorragende künstlerische Leistung mit vollster Uneigennützigkeit in den Dienst der Gemeinde gestellt hat. Ebenso gebühre auch der wärmste Dank dem ehemaligen Vorstandsmiegliede Dr. Josef Grünfeld, »velcher sich um die Einleitung und das Zusta»tdeko»n»nen wesentliche Verdienste erlvorben hat. Präsident kais. Rat Klinger ers»»chte um die Zustiminung, diese Dankesknndgebung dem Protokolle einverleiben zu dürfen. (Lebhafte Zustirnmung.) Vor Uebergang zur Tagesordnung gedenkt der Vorsitzende in warmen Worten des beklagenswerten Hinscheidens des geheim. Regierungsrates Professor Dr. Moriz Lazarus, des berühmten Verfassers der „Ethik des Judentums", und ersucht um den Beschluß der Versammlung, namens derselben, an die Wittve des Dahingeschiedenen ein Kondolenzschreiben zu richten. Die Versammlung, indem sie dem Anträge zustimmt, erhebt sich zum Zeichen der Trauer von den Sitzen. Zum ersten Punkte der Tagesordnung, Bestellung von drei Gemeinde-Rabbinern, bemerkt der Präsident, daß z»lr N eschlußsassnng über diese Allgelegerrheit die Anwesenheit von 22 Vorstandsmitgliedern erforderlich sei, konstatiert gleichzeitig die Anivesenheit von 29 Mitgliedern und ersucht Herrn I. Bize-Präsidenten Dr. Stern, das Referat zu erstatten. Vize-Präsident Dr. Alsred Stern gibt eine Darstellung der Vorgeschichte der Rabbinerbestellung. Auf Grund von Berusungen wurden 12 Probepredigten am Freitag-Abend in» Leopoldstädter Tempel und ebensoviele Exhorten beim Mittelschul-Jngendgottesdienste a»n Samstag-Nachinittag im Stadttempel abgehalten. Es fanden sodann mehrere Besprechungen der Vertrauellsmänner statt, aus welchen der Vorstand Gelegenheit hatte, die in der Gemeinde herrschenden Ansichten feitiieit zu lernen. Hieraus, solvie a»ls verschiedenen Kundgebungen aus der Mitte der Gemeinde, von' Bethaus-Vorstands- und Bezirks- Kollegien, von anderen Korporationen und von vielen Gemeindemitgliedern hat sich sozusagen eine öffentliche Meinung gebildet. -— Es ist den Herren erinnerlich, daß sohin eine allgemeine Besprechung, zu welcher sämtliche Vorstandsmitglieder geladen waren und auch nahezu vollzählig erschienen sind, stattfand, und daß die Erschienenen »nit einer an Einhelligkeit grenzenden Majorität sich zu Gunsten jener Kandidaten erklärten, »velche bereits in den früher erwähnten Bersarnrnlungen als die geeignetstenbezeichnet woroen waren. Das Vertreter- Kollegium, »velches der Frage der Rabbinerbestellung »»icht weniger als sieben Sitzungen gewidmet hat, fand keinen Anlaß, gegenüber dieser konstatierten communis opinio eine abweichende . Stellung einzunehmen, zumal die in Frage kommenden - Persönlichkeiten kraft ihrer Wissens, ihrer Fähigkeiten, ihrer bisherigen Wirksainkeit und ihrer Charaktereigenschaften einer Berufung nach Wien wnrdig erscheinen. Ueberoies wurden »reuerlich nach allen Seiten genaueste Erhebungen gepflogen und es liegen über jede»» einzelnen der in Aussicht genommenen Kandidaten seitens der glaubwürdigsten Stellen die glänzelldsten