Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1903
- Issue
- Heft 5 (30.1.1903)
- Date
- 1903-01-30
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 9. Nr. 5 Die Wahrheit gemäß erscheinen als Vertrauensmänner vom Vorstände berufen die Herren: Ans d e r G r u p p e der Höh erbe steuerten oh n e Rü ck s ich t auf d er en D o m i z i l: Julius Bellak, Oskar Bondy, Max Duschnitz, Jacques Feitler, Gustav Frankl, Arnold Fröhlich, Generaldirektor Hermann Gentilli, Benno Goldschmidt, Julius Granichstädten, S. Heit, Dr. Paul Hellmann, Josef Hermann, Max Hitler, Albert Janowitzer, Moriz Karpeles, Rudolf Kohn, Friedrich Khuner, Direktor Wilhelm Kux, Richard Lieben, Julius Mautner, Moriz Medak, Heinrich Mendl. Josef Möller, Friedrich Pollak, kais. Rat Hermann Robitsek, Adolf Rosenbanm, Ludwig Rosenzweig. Alfred Rothberger, Albert Saborsky, Wilhelm Sachsel, Moriz Schur, Ignaz Sonnenfeld, Dr. Josef Stern, Colomann Taster, Ernst Wolf, David Wurmfeld. A u s d e n einzelnen Bezirken, und zwar: 1. Bezirk: Emanuel Emil Beer, Dr. Julius Bermann, Herman Elias, Dr. Edmund Kohn, Dr. Leopold Kohn, Dr. Albert Kuh, Jacob Moor, Gustav Perger, Hugo Schwarz. Ignaz Simon, Dr. Sig. Wahrmann, k. k. Kommerzialrat Eduard Wiener, Adalbert Winterberg, Dr. Julius Zappert 2. und 20. Bezirk: Carl D Boskowitz, Simon Breitner, Sigmnnd Dnb, kais. Rat Dr. S. Kohn, Dr. Hermann Löwy, Dr. Sandor Loschitzer, Jakob Mensch, Jakob Mittler, Gustav Planer, David Pollatschek, Ober-Inspektor Felix Reifer, Ludwig Rieß, Benno Rothziegel, k. k. Regicrungsrat Dr. Julius Schlag, Josef Wünsch. 3. und 11. Bezirk: Dr. Fritz Ditrichstein, Salomon Meisels, Siegmund Ochs, Dr. Jakob Ornstein, Philipp Popper, David Schwarz, Nachmann Spiegel, Ignaz Tauber, Alexander Vogel. 4., 5. und 10. Bezirk: Sal. Ed. Donath, Ignaz Glauber, Adolf Lichtblau, Leopold Modley, Adolf Oftersetzer, Dr. Max Stransky, Jakob S. Straßberg. 6. und 7. Bezirk: Wilhelm Bachrach, Leo Bauer, k. k. Kommerzialrat Max Eisenberger, Dr. Jakob Engel, Rudolf Figes, Josef Sonnenschein, Samuel Steiner, Dr. Ludwig Weiß. 8.- u li b 9. Bezirk: Julius Brecher, Karl Goldmann, Leopold Hendel, Dr. Norbert Klinger, Dr. Moriz Schnepp, Adolf Stiaßny, Dr. Isidor Schnabl, Leopold Weinwurm, kais. Rat Ignaz Wilhelm, Josef Witrofsky. 12. und 15. Bezirk: Dr. Sigmund Bars, Salomon Beer, Philipp Hofbauer, Ludwig Spitzer, Isidor Turner, Hermann Weinberger, Samuel Bernhard. 16. und 17. Bezirk: Ludwig Eisenstädter, Albert Hesky, Leopold Kohn, Moriz Pick, Leopold Trebitsch, Adolf Waringer, Sigmund Schickler. 18. und 19. Bezirk: Dr. Moriz Breuer, Ignaz Fantl, Dr. Julius Hecht, Ignaz Katz, Anton Koretz, Dr. Ignaz Winter. Als Delegierte des Vorstandes für die Schätzungskommission im Sinne des § 9 des Kultussteuer-Regulativs werden gewählt die Herren: Salo Cohn, kais. Rat Moriz Hirsch, Emanuel Hoffman», Dr. Gustav Kohn, Wilhelm Knffner, Heinrich Teltscher; als Delegierte-Stellvertreter die Herren: Dr. Alfred Berger, Hermann Eltbogen, Oberingenieur Arthur Edler von Mises, Dr. Benjamin Rappaport, Salomon Rosner und kais. Rat Jonas Weil. Auf Grund des Berichtes des Vertreter-Kollegium über einen ihm zur Beratung zugewiesenen Antrag des Kultusvorstehers Dr. Spitzer wird beschlossen, zwei vom Vorstände der Chewra Kadischa aus dessen Mitte zu wählende Delegierte sämmtlichen Sitzungen der Friedhof-Kommission mit beratender Stimme beizuziehen. Herr Vize-Präsident Dr. Kohn referirt in Angelegenheit des Fortbestandes eines regelmäßigen Gottesdienstes in Döbling. Auf Grund mehrfacher Konferenzen-mit dem Vorstände der in Döbling bestehenden Bethansvereine. beantragt Referent gemäß dem hierüber gefaßten Beschlüsse des Vertreter-Kollegiums, d em Bethausvereine im Döbling zur Fortführung des provisorischen Gottesdienstes für das Jahr 1903 eine Subvention von4000 Kronen zu gewähren. Nach längerer Debatte, an welcher sich die Herren Oberbaurat Taussig, Baurat Theodor Ritter von Goldschmidt, kais. Rat Weil, Hermann Ellbogen und Sigmund Kauders beteiligen, wird der Antrag des Vertreter-Kollegiums auf Gewährung einer Subvention per K. 4000.— mit einem Zusatzantrage des kais., Rates Weil, betreffend den vom Bethausvereine projektierten Tempelbau, angenommen. Kais. Rat Dr. Lieben rererirt über die Verleihung von Gnadengaben pro 1903; die diesbezüglich vom Personal- Comite und dem Vertreter-Kollegium erstatteten Vorschläge werden angenommen. Nach Erledigung von Personalien wird die Sitzung um halb 2 Uhr nachmittags geschlossen. Sonntag, den 24. Jänner 1903, abends, versammelten sich die dienstfreien Functionäre der Section für Friedhof-und Beerdigungswesen, bei welcher Gelegenheit der neugewählte Obmann, Baurat Mitter v. Goldschmidt, sich in schwunghafter Rede von dem scheidenden Obmann dieser Section. Herrn Baurath Stiaßny, verabschiedete. Er gedachte der mannigfachen Verdienste desselben, der aufopfernden Tätigkeit des Obmann- Stellvertreters, Herrn Arthur Edlen v. Mises, und der Functionäre, die er zu genauer Einhaltung ihrer schwierigen Pflichten aufforderte und zeichnete programmatisch in kurzen Umrissen die Ziele und Zwecke der Section. Hierauf nahm Baurat Stiaßny Abschied von den Functionären, denen er für ihre Pflichttreue, Anhänglichkeit und Aufopferung besten Dank sagte Dann nahm kais. Rath Wilhelm Pollak als neugewählter Obmann-Stellvertreter das Wort, indem er Herrn Banrath Stiaßny zu der ihm gewordenen Allerhöchsten Auszeichnung herzlichft gratulirte, worauf die Anwesenden ein begeistertes Hoch anstimmten. Redner zeichnete in einigen Worten ein Programm für die Zukunft und wies darauf hin, daß in' dieser Section besonders vorsichtig und rücksichtsvoll gearbeitet werden müsse, da der Beamtenkörper mit dem Publikum im Moment des Leides zu thun habe und in seinem Benehmen diesem Zustande der Empsindlichkeit und Nervosität Rechnung tragen müsse. Er rechnet darauf, daß die bisher vorgekommenen Klagen nunmehr verstummen werden, an denen übrigens, wie er sich selbst überzeugte, nicht immer die Functionäre die Schuld tragen. Er werde sein Ohr bereitwilligst etwaigen gerechten Beschwerden der Angestellten leihen, müsse jedoch auf strenge Eiichaltung der zu schaffenden Vorschriften bestehen und mache im vorhinein aufmerksam, daß er keine Protection üben werde. Er hofft, daß Jeder seine Pflicht thun und zwischen den Obmännern und den Functionären der Section gutes Einvernehmen herrschen werde. Geitrag M Geschichte -er Judenverfolgungen m Oesterreich-Ungarn. XIII. ßircukare ääto. 23. Novembris 1789 et pr. 2. Jänner 1790. Die Hochlöbl. Regierung hat mittels Dekret 13. pr. 22. UoveinbriZ a. c. erinnert, Seine K. K. Mayjästen zufolge eines herabgelangten Hofdrekretes von 30. Ootodris und pr. 5. dieß bey Gelegenheit eines getauften und wieder abtrinig gewordenen Judenmädchens zur künftig allgemeinen Beobachtung vorzuschreiben, und zu entschließen geruhet, daß kein Judenkind von Erreichung des 18. Jahres getauft werden solle, es wäre dann, daß ein Judenkind von einem solchen Alter, wo selbes zwar das gute von den bösen zu unterscheiden im Stande ist, das 18. Jahr aber noch nicht erreicht habe, ans eigenem Triebe auf dem Todtbette die Taufe verlangen sollte, in welchen Falle einem solchen die Taufe ertheilt werden könnte. Welches demselben zu Wissenschaft und Verständigung der Pfarrer zu Hinachachtung hiemit bekannt gemacht wird. Kreisamt V. Ü. W. W. Traiskirchen, den 23. Novembris 1789. Mittrossky.