Mannheim
Compact Memory

Die Wahrheit · 1902-07-18 · Heft 28 (18.7.1902) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Wahrheit
Volume
1902
Issue
Heft 28 (18.7.1902)
Date
1902-07-18
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3062972-3063113-3063141--02013-3068653
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 6 Die Wahrheit. Nr. 28. Hirsch für das israel. Taubstummen-Jnstitut K. 10.—, für den Israel. Waiieuverein K. 10'—, von Herrn Josef Mandel für Las israel. Attersversorgungshaus K. 10 —, für den israel. Handwerkerverein K. 10'—, für den israel. Studenten-Unter- Dtzungsverein K. 10.—. für den israel.- Waisen-Berein K. 10'-. Spenden. im Gemeindebethause XV., Turnergasse 22. Von Herr» Director Alexander Hecht für die Chewra Kadischa im XV. Bezirke K. 2'—, von Herrn Max Kohn, zur Verköstigung armer israel. Schulkinder K. 4'—. Einlauf. Des Weiteren wird mitgetheilt eine Zuschrift des Herrn kaif. Ralhes Adolf R u z i c k a, mit tvelcher derselbe sein Mandat als Obmann der Bezirkscommission für die Bezirke Vlund V^l mit Rücksicht aus seine geschäftliche Ueberbürdung zurücklegt. Der Präsident bemerkt hiezu, es empfehle sich, diese Demission nicht zur Kenntnis zu nehmen, vielmehr an Herrn kaif. Rath R u z i c k a Las Ersuchen zu richten, das bisher in mnftergiltiger Weise bekleidete Ehrenamt auch weiterhin im Interesse der Gemeinde zu behalten. -(Allgemeine Zustimmung.) Die Mittheiluug des Bethansvorstandes für die Gemeindetempel Stadt und Leopoldstadt, betreffend seine Neuconstituirung, nach welcher zum Obmanne desselben Herr Vice-Präsident Doctor Gustav Ko hu. zum Obmann-Stellvertreter Herr Dr. Markus Spitzer gewühlt wurden, wird zur Kenntnis genommen. Wunikzeute Stiftung. Seitens der k. k. n.-ö. Statthalterei ist eine Zuschrift eingelangt, dass der verstorbene Privatier, Herr Julius Joachim Fränkel, letzlwillig ein Capital von Sechshunderttansend Gulden (1.200.000 Kroneli) ö. W., von welchem seiner Gattin lebenslänglich der Fruchtgenuß zustehen soll, zur Errichtung von Stipendien im Betrage von fl. 200—500 für arme Studirende israelitischer Confesuon au der Wiener Universität, ohne Unterschied der Nationalität, gewidmet habe. Der Präsident erwähnt, er glaube sich mit den Anwesenden in Uebereittstimmuttg zu studen, werln er der Dankbarkeit für den verewigten Testaror Ausdruck gebe, und hebt hervor, dass diese hochherzige Widmurrg umsomehr zu begrüßen sei, als bisher nur eine verhält,rismäßig geringe Anzahl von Studenten-Stiftungen bestehe, bezüglich deren der Cultusgemeinde eine Inger enz zustehe. Vicepr äsideut Dr. Kohn, Ritter v. T a u s s i g und Oberbaurath T a u s s i g schließen sich der Daukesäußerung an mit der Bemerkung, dass diese Stiftung erst nach dem hoffentlich in später Zeit zu erwartenden Ableben der Witwe zur Persolvirung gelangen werde. Urästdialbericht. Im Präsidialberichte gibt der Präsident rücksichtlich des abgelaufenen Halbjahres ein Bild des Standes der Finanzen der Gemeinde, sowie der Eingänge an Cult.lssteuern und Gebühren. Anlässlich einer au das Präsidium gelangten Zuschrift der Obmännin des Ehren-Dameucomites der Versorgungsanstalt der israelitischen Cultusgemeinde, Frau Jda Diamant, welche den Antritt ihrer Urlaubsreise mittheilt, hebt der Vorsitzende die mustergiltige Thätigkeit dieses Comites und insbesondere der genannten Dame bei Ausführung dieses Ehrenamtes dankend hervor. Diverse Ueferate. Ueber Antrag des Vertreter-Collegiums wird einer Aenderung Les Statutes des Israelitischen Blinden-Jnstitutes in Wien, auf Grund des Referates des Ersten Secretärs kais. Rath Dr. Lieben, die Zustimmung ertheilt. Names des Vertreter-Collegiums referirt Herr Baurath Don Goldschmidt in Spitalsangelegenheiten und beantragt die Ernennung eines Hilfsarztes für die medicinische Abtheilung im Sinne des Spital-Statutes. Die Plenar-Bersammlung beschließt, das Vertreter-Collegium zu ermächtigen, diese Angelegenheit im Einvernehmen mit der Spitalscommission der Erledigung guzusühren. Namens der Schulcommission referirt Herr Director Simou über den Lehrplan für den israelitischen Religionsunterricht am Mädchen-Lyceum des Schulvereines für Beamtensröchter. Der vom Referenten ausgearbeitete und von der Schulcommission genehmigte Entwurf gelangt zur Annahme. «Hebung des Hlekigionsunterrichtes. Den wichtigsten Gegenstand der Tagesordnung bildeten «die Anträge der Schulcommission, betreffend die Hebung des israelitischen Religions Unterrichtes an Mittelschulen und die Förderung des Jugendgottesdienstes für die Schüler dieser Lehranstalten. An das von Herrn Director Simon erstattete, ausführliche und instruclive Referat knüpft sich eine längere Debatte, an welcher sich die Herren Bezirksschnlrath Dr. Spitzer, Ritter v. Taussig, Vice Präsident Dr. Kohn und Ober-Finanzrath Dr. Rappaport beteiligen. Mil Rücksicht auf die Wichtigkeit dieses Gegenstandes, weiters auf den Umstand, dass in der heutigen Sitzung nur zwanzig Vorstandsmitglieder anwesend seien, wird von mehreren Seiten die Fortsetzung der Berathnng in einer für diesen Zweck besonders einznberufenden rnöglichst vollzähligen Plenarsitzung gewünscht und wird demgemäß dieser Gegenstand vertagt. Subventionen und Wethaus-Augelegenheiten. Entsprechend den Anträgen des Vertreter-Collegiums werden an Subventionen bewilligt: für den Turnverein „Zion" für das Jahr 1902 eine Subvention von K. 100; für den Verein,, Gemiloth Chessed" im II. Bezirke, eine Aushilfe von K. 300, ohne Präjudiz für die Anerkennung dieses Vereines als Bethausverein; für den Tempelverein „Chewra Beth Hatfilah" im IX. Bezirke, zur Deckung des Deficites pro 1901 eine Nachtragssnbvention von K 1200; für den israelitischen Tempelverein in Döbling zu der für das Jahr 1902 bereits ansgezahlten Snbvention von K. 1200 eine außerordentliche Subvention von weiteren K. 1200 gegen die Verpflichtung des Vereines, den Gottesdienst bis Ende dieses Jahres aufrecht zu erhalten und die in seinen Diensten stehenden Functionäre bis dahin in bisheriger Weise zu honoriren. Des weiteren gelangt das von Herrn Vicepräsidenten Dr. Gustav Kohn erstattete Referat über die Regelung des Verhältnißes der Cultusgemeinde zum Bethausvereine im XI. Bezirke unter den vom Vertreter-Collegium beantragten Modalitäten zur genehmigenden Kenntnis. Dem Ansuchen des Vereines zur Wahrung der Interessen des orthodoxen Judenthums, betreffend die Errichtung einer Koscherfleischbank im VI. Bezirke, wird unter den vom Referenten Herrn Dr. Alfred Berger vorgeschlagenen Modalitäteil stattgegeben. Dem mit dem Vereine „Adass Jisroel“ zu schließenden Uebereinkominen, betreffend die Pauschalirung "von Rückvergütungen für Schächtgebühren, wird die Zustimmung ertheilt. Das Ansuchen eines Vereines um Zustimmung zur Errichtung eines neuen Bethauses wird mangels der statutarisch vorgesehenen Bedingungen im Sinne des Antrages der Commission für Cultus- und rituelle Angelegenheiten abgelehnt. Eine anlässlich des Pessachfestes zur Ausgabe gelangte, nicht budgetirte Post für rituelle Verköstigung tvird nachträglich genehmigt. Nach Erledigung von Steuer- und Personalangelegenheiten übernehmen aus Antrag des Präsidenten die Herren Cultusvorsteher Eltbogen und Ober-Finanzrath Dr. Rappaport das Amt von Verificatoren für das Protokoll dieser und der vorhergegangenen Plenarsitzung und wird hierauf die Sitzung um halb 9 Uhr Abends geschloffen. Wissenschaft oder — Gelehrsamkeit. Von Rabbiner Dr. Daniel Fink—Wien. Y. Im Laufe meiner Darlegungen wird noch der Nachweis geführt werden, dass sowohl die vorstehende Mischnah wie die

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.