Mannheim
Compact Memory

Die Wahrheit · 1901-08-09 · Heft 31 (9.8.1901) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Wahrheit
Volume
1901
Issue
Heft 31 (9.8.1901)
Date
1901-08-09
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3062972-3063062-3063093--01485-3068079
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nr. Allgemeine Canlliren-Zeilnng. 31. Mcilage zur Zeitschrift „Die Wahrheit." 21. Iahrg- H. Weintraub und seine „Tempelgesänge". Von Ed. Birnbaum, Königsberg. (Fortsetzung.) Das in drei Theile zerfallende Werk enthielt die liturgi' schen Gesänge für das ganze Jahr, ungefähr nach dem Muster des „Schir Zion“ von Sulzer, der ja überall mustergiltig geworden war, nur der dritte Theil brachte Compositionen seines Vaters Kasch tan, Recitative mit untermischten Chorsätzen, die der Sohn sehr schätzte und darum auch vielfach bearbeitete und harmouisirte. So mancher Chorsatz, wie beispielsweise der Canon iit-sDiT '2 ist im Orginal gar nicht vorhanden und auch in der Textsetzung so befremdlich, dass mau fragend vor ihm steht: hat dies auch ein Weintraub geschrieben? Da sich viele Druckfehler eingeschlichen hatten, versandte er im^Juli 1861 t in „D ru cks e h l e r - N e g i st e r" au die Besitzer des vielve-breiteten Werkes, welches ich bei der Neuaustage vermisse und darum hier in der unsprünglichen Gestalt folgen lasse. Druckfehter-Kegister zuw Werke Schire Beth Adonai. Z! ° sh=! K «| E r st e r Theil Stim m e 5 10! 5 Das 2te Notenviertel, statt k muß d sein ] Alt. 19 15 1! Das 2te Achtel, statt a muß eis sein.. 5 Tenor. 19 16 4* Beim 2ten Viertel fehlt ein Punkt und l I | die letzte Note muß J/s sein. 5 Baß. 36 13 : 5! Das 3te und 4te Achtel, statt üs i i i! muß h h sein. 33 Sopran. 47! 2 3 Vor dem fis fehlt ein Quadrat. 55* Alt. 47: 5 3 Das letzte Achtel, statt b muß a sein 55 Sopran. 47' 16 , 4: Vor der ersten Note kehlt ein Kreuz . :>6 Ten., Necit. 49 8! 1! Ueber diesem Chor fehlt die Ueberschrist "i i „Nr. 58.".1 * — 50 2 3 Zwei Noten fehlen ganz: a a. 58 Alt. 50; 4 : 3i Die letzte Note muß >/s sein. 58 Baß. 53 14 ' 3; Die erste Note, statt t' muß e fein... 65 Sopran. 55 14 : 1! Vor der zweiten Note fehlt ein Kreuz.. 65 Alt. 59! 3| Die ersten Noten, statt 3 4 und 1/4 i müssen 3/s und >/g sein. 69 Tenor. 60: 18 2 Das letzte Viertel, statt c muß a sein 72 Tenor. 69 9 3 Eine Viertel-Pause ist überflüssig__ 81 Sopran. 76, 5 6: Vor der ersten Note fehlt ein Quadrat. 89 Sopran. 7S 6 1! Das 3te Viertel, statt c muß b fein.. 90 Alt. 79: 12 6 Tie 5te Nrte, statt b muß as fein... 92 Tenor. 80 15 4 Das 4te Viertel, statt eis muß d sein 93 Tenor. 80 19 6 Vor dem 6ten Achtel fehlt ein Quadrat 93 Tenor. ei; 9 1 Die Ueberschrist „Coro Kr. 94.“ fehlt i ganz. * — 81 i 16 1 Die erste Note, statt 3/4 muß nur eine | balbe sein. 94 Baß. Zweiter Theil. 99 2 6 Die 3/4-Note, statt f muß e sein. 109 :oo 15 7 Die 2te Note, statt des Vic »ß muß Alt. f sein. 111 Tenor. 104 1 3 Der Punkt nach k ist überflüssig ..... 116 Ten., sRecit. 107 5 1 Vor dem as fehlt ein Quadrat. 118 Sopran. 109 3 3 Die erste Note, statt Vs muß J/4 sein 119 Tenor. 131 4 o Das letzte Achtel, statt e muß a sein. 134 Baß. 131 19 6 Die ersten 2 Achtel müssen Viertel sein 134 Tenor. 159 17 3 Die unterste Note, statt d muß c sein 161 Alt. 164 1 5 Das erste Viertel, statt ois muß d sein. 164 Sopran. 176 6 4 Das letzte Viertel, statt d muß c sein 173 Alt. 182 18 9 Die erste halbe Note, statt a muß V4 c und V« b sein.7 181 Tenor. G Im *3 Dritter Th eil. S? Stimme 190 15—16 1 Die 51e Note, statt Vs mu5 1/4 sein.. 186 Ten., Recit. 195 6 4 Der Vorschlag, statt g muß as sein.. 189 Sopran. 199 12 3 Die. 4te Note, statt c muß b sein.... 191 Tenor. 199 14 4 Die letzte Note, statt k muß gss sein 191 Tenor. 220 10 1 Die 3te Note, statt eine 3/8 muß eine halbe Note sein. 205 Tenor. 220 10 2 Die ersten 2 Achtel müssen getrennt sein und der Text unter ihnen muß „vo-sche“ lauten. 205 Tenor. 241 15 5 Die letzte unterste Note, statt g muß -Ä^sein. 232 Baß. Ein Jahr früher, 1860, hatte er Piospecte mit Recensionsstimmen seiner ehemaligen Lehrer Sobolewki und Patzold versandt, in denen sich ein gewisses Wohlwollen bemerkbar macht, inhem viele Nr hervorgehoben werden, die der Fachmann, d. h. der israelitische V o r b e t e r, nur unter Vorbehalt als „innige Melodie" als „Urmelodie", als „besonders originell ', als „sehr interessant", als „eine Melodie, die uns unwillkürlich um eine paar tausend Jahre znrückiührt", wird gelten lassen (Leipziger neue Zeitschrift s. Mus. 1859 Nr. 6). Die „unwillkürliche Zurückführnng um ein paar tausend Jahre" ist für den Historiker geradezu köstlich I Und doch war der Recensent (Sobolewski) einer dev ernstesten, begabtesten Musiker seiner Zeit, u. A. ein wahrer Apostel für die Liszt-Wagnerische Periode. Nur bei Nr. 38- (.TTäcS ”W) nimmt er einen Staudpuuk ein, der hier einmal wiedergegeben werden soll, weil er für gewisse „Kenner der traditionellen Tonarten", die bei aller Ignoranz sich vermessen^' Andere belehren zu ivollen, ein 21 "2 S'T darstellen dürfte. Auch diese Nr. ist „nicht weniger merkwürdig". Aber der R°censent fügt hinzu: „Der Verfasser nennt die Tonart phrygisch. Allerdings scheinen die ersten Takte dies zu beweisen; doch ließe sich das Süick mit ebenso gutem Rechte in der äolisch en Tonart denken, und zwar in plagatisch-äolischer mit Ausweichung in das Jonische und Phrygische. Dass es in E schlie ß t. i st d u r ch a n s k e i n B e w e i s dafür, dass dies den. G r u n d t o n des G a n z e u b i l d e n muß. Darin ähnelten die Uralten ganz der n e u e st e n Schule,, dass sie beim Bau ihrer T o n w e r k e ein anderes, als das mittelalterliche, beobachtete n." (Ueber Sobolew^ki, der in Sk. Louis starb, vgl. die Musiklexika.) — Ebenso freundlich schreibt der köuigl. Mnsikdirector H. Pätz old (gest. in Königsberg 8. Februar 1861), der auch einige Orgelsätze zu den Confirmations-Gesängen lieferte. (Königsberger Hartnng'sche ZeilU: g 1860 Nr. 32). ,,. . . der eigenthümliche Charakter dieser Melodien übt sofort einen seltenen Zauber aus das Ohr des andächtigen Zuhörers . . . Nr. 146 (soll heißen Nr. 145, >T"& bmw yotP) ist eine uralte äolische Melodie von wunderbares Schönheit. Dieselbe ist fünfstimmig mit Chor und Tenorsolo bearbeitet und trefflich ausgeführt. Ebenso verdienen Nr. 119 (mp: 'n), 120 (2'2>X na), 144 (dSi? jm), 149 (p»n rh), 150 (v'iprr» irrir») und 160 (.12^2 stch unbedingte Anerkennung und werden bei guter Ausführungstets von erhebender Wirkung sein." „. . . . Mit viel Geschick hat der Herausgeber diese alten Melodien rhythmisirt und harmonisirt^ ohne dabei den Typus des Uralten zu vertvischen. Jedenfalls dürfte diese Sammlung alter Melodien aber auch alle übrigen an Vollständigkeit übertreffen, was auch aus dem großen Umfange des Werkes eiuleuchtet. In den eigenen Compositionen des. Herausgebers bekundet derselbe nicht nur das nothwendiK

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.