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Die Wahrheit · 1900-11-02 · Heft 40 (2.11.1900) · page 7

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1900
Issue
Heft 40 (2.11.1900)
Date
1900-11-02
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 40. Die Wahrheit. Leite 7. Männer vertheilt werden, ferner zur Errichtung einer Bettstiftung im israelitischen Spitale ein Betrag von Kr. 12.000.—. Die Widmungen werden angenommen und zur formellen Erledigung an das Vertreter-Collegium geleitet. Der Spenderin wird der Dank votirt. ] An Spenden sind weiters eingelauien: Von Herrn Wilhelm! Kuffner, für verschiedene Wohlthätigkeits-Anstalten Kr. 1000.— j und zwar für den Erhaltungssond des Siechenhanses Kr. 800. —, \ für Ausspeisnng armer Schulkinder der Bezirke XVI. und XVII.! Kr. 100.—, für Ansspeisung armer Schulkinder der Brigittenau Kr. 50.—, für die Talmud-Thora im 2. Bezirk, Kr. 50.—. j Von der Firma M. Grab's Söhne, anlässlich des Ablebens; des Firmenchess durch den Herrn Bürgermeister der Stadt Wien j für Arme Kr. 400.—. Ergebnis einer Sammlung bei einer Britz-! Mile im Hause des Herrn Rietz für verschiedene Wohlthätigkeitszwecke Kr. 150.—. Von Herrn Dr. Gustav Kohn für vers fchiedene Wohlthätigkeitsinstitnte Kr. 120.—. Von Frau Fanny - Blum durch Frau Regiue Breitner für den Wöchnerinnen-Ver-; band Kr. 100.—. Von Herrn und Frau Ludwig Rosenzweig, i anstatt einer Kranzspende für den seligen Herrn Isidor Dieti richstein für das Alters-Versorgungshaus Kr. 20.—. Von Herrn I Adimar Limac für.Arme Kr. 2.—. Von Herrn Jisidor Buchj binder für Arme Kr. 2.45. Aus den Sammelbüchsen des Leoj poldstädter Tempel für die Aimenanstalt 72.25, für die Chewraj Kadischa Kr. 47.25. Naturalien für das Alters-Versorgungs-, l beziehungsweise Siechenhans spendeten: Frau Honora Krall i im Werthe von circa Kr. 120.—, Frau Cäcilie Adler im! Werthe von Kr. 40.—. Herr Moritz Brammer im Werthe Don Kr. 9.—. Im Einlaufe befindet sich auch eine Zuschrift des Herrn Äucian Brunner in Wahlangelegenheiten, welche vollinhaltlich * zur Verlesung gelangt. Ans einer Zuschrift des auf einer grötzereu Reise be-! findlichen Herrn Banrath Stiaßny ist zu entnehmen, dass er! Gelegenheit sucht, die Wohlthätigkeils-Anüalten der grötzereu \ jüdischen Gemeinden kennen zu lernen, sich überall des besten \ Entgegenkommens erfreut, und die aewonnenen Erfahrungen j im Interesse der Wiener Cultusgen einde zu verwerthen gedenkt, j Zuschrift .des Bürgermeisters der Stadt Wien mir dem! Ersuchen, im Sinne des § 3 des Statutes des Cnratoriums! für die Verwaltung des zur Errichtung und Erhaltung eines Josefiue von Königswarter'schen Kinderspitales bestimmten Caj pitales anlässlich der mit 31. December l. I. ablanfenden j Functionsperiode dieses Curatoriums die Neuwahl von zwei j Mitgliedern des Cultusvorstandes für das genannte Curatorium j vorzunehmen. Die bisherigen Mitglieder, Regiernngsrath Dr. j Heinrich Steger und Baurath Wilhelm Stiatzuy, werden einj stimmig wiedergewählt. j Im Präsidialbericht erneuert der Präsident seine Aufz fordernng an die Sections-Obmänner, den . Berathuugeu für I das Budget des kommenden Jahres das ernsteste Augenmerk zuzuwenden und die diesbezüglichen Vorlagen des Bureaus raschest in Verhandlung zu ziehen. Anlässlich der ablaufenden Berichtsperiode wird für Mitte November die Abhaltung einer im Musikvereinssaale stattfindenden Wählerversammlung in Aussicht genommen. Sohin beschäftigt sich der Vorstand in längerer Debatte mit einer Angelegenheit des Simmeringer Tempelvereines. Eine endgiltige Beschlussfassung wird von dem Ergebltisse einer unter Intervention des Präsidenten der Culiusgemeinde adzuhaltenden Eonferen; abhängig gemacht. Nach Erledigung von Personalien wird die Sitzung geschlossen und die Tagesordnung Sonmag, den 4. November 1900 fortgesetzt. Wien. (Oesterr. Israel. Union.) Am 3. November, präcise S Uhr Abends sinder in Khuner's Restaurations-Saal I. Adlergasie, eine Plenarversammlung mit nachfolgender Tagesordnung stau: Allgemeiner Bericht mit anschließender Discufsion. Die Cultus- und Reichsrathswahlen rindIunsere Stellungnahme zu denselben. Wien. Der „Verein zur Unterstützung armer kranker Israeliten in Wien (II., Untere Augartenstraße 17) verdient es wohl, dass wir für ihn in der Oeffentlichkeit eine Lanze entlegen und bei unseren Glaubens-! genossen hier, in der Provinz und im Auslande rege Theilnahme wachrufen, j ..Verein zur Unterstützung armer kranker Israeliten!" Ist nicht schon in j diesen wenigen Worten die erhabene Mission ausgedrückt, die die Mitj glieder dieser Verbindung übernommen haben und gibt nicht schon der I Name allein Zeugnis davon, dass es sich um ein Institut handelt, das i den edelsten Motiven entsprungen, der reinsten Nächstenliebe, dem Heile Heile und Wohle der leidenden und hilfsbedürftigen Menschheit gewidmet j ist! Die Thärigkeit des Vereines besteht vorwiegend darin, den : im hiesigen allgemeinen Krankenhause internirten, armen israelitischen; Kranken, ohne Unterschied ob sie Hiesige oder Fremde, Oesterreicher oder! Ausländer sind, rituell zubereitete Kost zu verabreichen und hiermit j diesen Unglücklichen, vom Schicksal so hart Betroffenen, die Heilung oder I doch wenigstens Linderung ihrer Leiden suchen, in den schweren Stunden j der Prüfung, ja nicht selten in den letzten Stunden ihres Lebens Gele-! genheit zu bieten, dem Glauben und den heiligen Vorschriften der; Religion treu und ergeben zu bleiben. Ta bedarf es wahrlich keines : weiteren Commentars, dass dieser Verein unter den vielen Wiener | Privat-Wohlthütigkeits-Vereiuen in erster Reibe allgemeine Anerkennung , und Würdigung, sowie die wärmste Theilnahme und Unterstützung veri dient. Seit feinem Ins lebentreten fortwährend mit finanziellen Schwierigkeiten und Kalamitäten kämpfend, fast jährlich mit einem namhaften : Defizite abschließend, bat es der Verein in letzterer Zeit, dank der rast-! losen Thätigkeit und Opferwilligkeit seines Vorstandes, dank der Muni- , sicenz der löblichen Cultusgemeinde und dank der Theilnahme seitens i humaner Menschenfreunde endlich dahin gebracht, den an ihn gestellten! Anforderungen seitens der Spitalsvfleglinge zum großen Theile gerecht j zu werden und in seiner Eassagebahrung einigermaßen das Gleichgewicht j herzustellen. Allein das Ziel ist noch lauge nicht erreicht und dem ' Bestreben des Vereines, in der Zahl der mit Koscherkost zu betheilenden! Kranken keinerlei Einschränkung eintreten zu lassen und seinen Wirkungs-; kreis auch auf die übrigen hiesigen öffentlichen Spitäler auszudehnen, stellen sich immer noch, infolge unzureichendem Beitrags- und Spendenzuflusfes, ernste, unliebsame Hindernisse und Störungen entgegen. Bei! dem bekannten Wohlthätigkeitssinne und der bewährten Hochherzigkeit; unserer Glaubensgenossen in Fällen, wo es sich um die Förderung edler,! gemeinnütziger Zwecke handelt, wird hoffentlich dieser kurze, aber ein-! dringliche Appell genügen, um sie auch für dieses Gebot der Menschen- > liebe, das der „Verein zur Unterstützung armer kranker Israeliten" erfüllt,! zu erwärmen. D. Sk.! Vilsen. Im Laufe des heurigen Winters finden hier mehrere j Vorträge des Herrn Rabbiners Dr. A.Posnansky über geschichtliche i Themen statt; der erste unter dem Titel: „Völkergruppirung im Alter- I thum" findet am 27« d. statt. Vndapelt. In Ergänzung unseres vorwöchentlichen Berichtes! wollen wir von Gratulations- und Anerkennungsschreiben, die an das i jubilirende Organ des ungar. israel. Landeslehrer-Vereines gelangt sind, j noch folgende mittheilen: Geheimrath Albert Berzeviczy, die Schul- - insäectoren k. Räthe Karl Veredy, Josef Toth, Ludwig Deak, Ernst! Kulißeky, Josef Rill, Desider Scossa und Dominik Tihanyi, die Schul-! directoren Gyertpanfiv, Peterfy, Dr. Aron Kiss, Tr. Josef Banoczi u. A.,! die Redacteure aller anderen pädagogischen Zeitschriften, die Obers rabbiner Dr. Samuel Kohn, Tr. Alexander Rosenberg, Dr. Franz Löwy,! Dr. Arnold Kiss, Dr. Ein. Herzog :c., viele Rabbiner, Professoren, > Lehrer u. s. w.! Sin altes, vewäyrtes Kleiderrecept. Alte Recepte werden mit Vorliebe befolgt, sowohl in der Küche, im Hause, wie in der Wirchschaft, Und ein solches altes Recept. sich auf bequemem und billigem Weg gute,! moderne Kleider zu verschaffen, ist die bewährte, aus der uralten, eiufa-; cheu Grundlage des Tausches beruhende Methode, die seit Jahren beim ' Hoflieferanten Rothberaer auf dem Sleiansplatz eingeführt ist. . Man gibt die getragenen Kleider daselbst ab, sie werden gewissenhaft : aeschätzl, uiit> gegen eine zumeist kleine Aufzablung erhält mau daun : moderne und gute Kleider, wie sie .eben die Saison erfoderl. In oer! Kleiderschwemme, dieser volksthümlichen Abtheiluug des Hauses, findet! sodann der Anspruchslosere Kleider zu denkbar billigsten Preisen. Jetzt, : zu Beginn des Herbstes, sei das alte, bewährte Kleiderrecept unseren ' Lesern ins Gedächtnis gerufen.

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