Mannheim
Compact Memory

Die Wahrheit · 1900-03-02 · Heft 8 (2.3.1900) · page 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Wahrheit
Volume
1900
Issue
Heft 8 (2.3.1900)
Date
1900-03-02
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3062972-3063013-3063021--00667-3067191
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Seile 10. Die Wahrheit. Nr. 7. Schlome besteht lediglich aus überlieferten .Gefangen von« Vater des Herausgebers, des weltberühmten Kaschtan, welcher bekanntlich noch in alter Weise sich von seinen Meschorerit» (Sängern) znhalten (begleiten) lies;, und bildet diese Veröffentlichung der alten Gesangsform gleichsam ein Monument für Kaschtan, aber gleichzeitig auch eine überaus schätzeuswerthe Ueberliefernng für kommende Geschlechter. (Fortsetzung folgt.) Verschiedene Nachrichten. Wie». (S äcularfeier für Ritter Joses v. Wertheimer.) Der Vorstand der Wiener israelitischen Cultusgemeinde hat in der Plenarsitzung am 20. Februar einstimmig beschloffen, anlässlich der hundertsten Wiederkehr des Geburtstages Josef Ritter v. Wertheimer's im Monate März in Gemeinschaft mit Vereinen, die ihre Gründung dem Verewigten allein oder seiner hervorragenden Mitwirkung zu danken haben, eine Säcularfeier abzuhalten. Wie«. Freitag, den 2. März a. c., Abends, und Samstag, den 3. März a. c., Früh, wird Herr I. R e n d v, Obercantor in Agram, im Leopoldstädter-Tempel Probevorträge halten. Beginn des Gottesdienstes: Freitag Abends um 6 Uhr, Samstag Früh um 8 Uhr. Wie«. (Jüdisches Museum.) Ein seltener Kunstgenuss wurde den Besuchern des letzten vom „Jüd. Museum" Sonntag, den 25. Februar, im Kleinen Musikvereins-Saale veranstalteten Gesellschastsabendes geboten, an^welchem Herr Hosschauspieler Adolf Ritter v. S o n n e n t h a l Heine's „Der Rabbi von Bacharach" vorlas. Mit jubelndem Beisalle dankte das Publikum dem Künstler, der sowohl die ernst-dramatischen als die humoristischen Stellen der Erzählung mit unvergleichlicher Meisterschaft wiedergab. Nach der Vorlesung sang Herr Eduard Gärtner, am Claviere begleitet von Herrn Profesior Ignaz Brüll, drei Heine'sche Lieder, die dem Sänger wie der Begleitung lebhaften Applaus brachten. Unter den Erschienenen, deren vollständige Liste anzuführe.i infolge des colosialen Besuches unmöglich ist, bemerkten wir: die Reichsrathsabge. ordneten Rudolf Auspitz und Hofrath Kareis, die Bicepräsidenten der israelitischen Cultusgemeinde Dr. Alfred Stern und Dr. Gustav Kohn, mit den Vorstandsmitgliedern Dr. Alfred Berger, Dr. Josef Grünfeld, Emanuel Hoffmann, Arthur v. Mises, Dr. B. Rappoport und Direktor Simon, das Präsidium der türkischen israel. Gemeinde M. Russo und L. Adutt, das Curatorium der Gesellschaft: Baurath Stiassny, Pros. Politzer, Ignatz Brüll, A. Epstein, Max Fleischer, Baurath v. Goldschmidr, Oberrabbiner Dr. Güdemann. Leopold Horowitz, Isidor Kaufmann, Prof. Dr. D. H. Müller, Dr. Ad. Stein, Ober-Baurath Taussig, die Regierungsräthe Frankl und Kulka, die kais. Räthe, Fluß, Dr. Lichtenstadt und Dr. Lieben, die Gemeinderäthe C. Helbig, I. M. Mayer, und I. C.-Müller, die Rabbiner Dr. Abeles, Dr. Bach, Dr. Brüll, Dr. Gelbhaus, D. Löwy und Dr. Taglicht, die Ober-Cantoren Singer, Bauer, Kläger, Schorr und I. Cantor Blatt; Frau Regine Kuranda, Herr und Frau Maxmilian Paul-Schiff, Hofrath Smolan, Emanuel Baumgarten, Rector Dr. A. Schwarz, Prof. Dr. Büchler; die Directoren Brunner und Heller, Professor .Dr Benedikt, Docent Dr. Ehrmann; die Operateure Dr. Herzfeld, Dr. Keppich, Religionsschul-Jnspector Prof. Kanitz, die Schriftsteller Dr. Bloch, Dr. W. Goldbaum und Dr. Löwy; Direktor der Unionbank Weishut, Bezirksausschuss Langer, Commercialrath ^Eisenberger, k. Bergrath Silberstein, u. v. A. Besonderes Aufsehen erregte ein hier auf der Durchreise weilender practischer Arzt, der in orientalischer Tracht erschien und mit großer Aufmerksamkeit dem Vortrage Sonnenthal's folgte. Unter den Begrüßungen, welche der Gesellschaft anlässlich der Heine-Feier zugekommen sind, »löge ein Schreiben des Neffen des Dichters, Baron Embden in Hamburg, hervorgehoben werden. Wien. Sonntag, den 25. Februar feierte der Vertreter der Jaroschauer Brauerei, Herr Salomon Hofmann, mit seiner Gattin Julie, geb. Nußbaum, das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Das körperlich und geistig überaus rüstige Jubelpaar erfreut sich namentlich im Kreise der engeren Landsleute — beide Ehegatten sind aus Ung.-Ostra in Mähren — allgemeiner Verehrung und Hochachtung. Herr Hofmann ist auch Obmann-Stellvertreter des Ung.-Ostraer Wohlthätigkeits-Vereines in Wien. Wie«. Am 10. März feiert der bekannte gelehrte Rabbi Mordechai Weißmann den 70. Geburtstag. Wien. Der Chef des Laboratoriums im Pasteur'schen Instituts Dr. Alexander Märmorek, ein Brüder des Wiener Architekten Marmore^' ist zum Ritter der Ehrenlegion ernannt worden. Dr. Märmorek hat sich bekanntlich anlässlich der Pestfälle im Allgemeinen Krankenhause große- Verdienste erworbem Auf die telegraphische Bitte um rascheste Sendung von Pestserum ist Dr. Märmorek sofort von Paris abgereist, um das verlangte Heilmittel selbst zu überbringen. Wien. In Ergänzung unseres Berichtes über den Verein Nsrpa lanskssel," tragen wir noch nach, dass bei der vorigen Sonntag abgehaltenen Generalversammlung folgende Herren gewählt wurden: Ferd- Kohn, Leop. Piowaty, Wilhelm Morgenstern, Sal. Steiner, Jac. Stern, Ed. Herrmann, I. L. Zollschan, Jos. Steiner, Jak. Zollschan, Sal. Frischmann, Leop. Schiller, B. Groß, Ad. Leitner, I. Rosner und Mayer- Katzberg. Der Antrag des Herrn Morgenstern behufs Sicherung des^ conservativen Charakters der Repräsentanz ließ Herr Dr. Alfred Berger nicht zur Abstimmung zu. weil er nicht aus der Tagesordnung stand. Wie«. Samstag, den 10. März a. e., findet in den Prachtsälen des „Thiergartens" ein Vortragsabend, verbunden mit Tanzkränzchen, statt, dessen Reinerträgnis einem Bethause zufließt. Comite,Local: I. Schwarz, II., Novaragasse 13. Wien. Der Verein „Montefiore" veranstaltet in seinem Bethause, II., Taborstraße 38, am 8. d. Mts. (7. Adar), um halb 6 Uhr Abends, für seine verstorbenen Mitglieder eine Trauerandacht, verbunden mit einer Predigt, wozu die Vereinsmitglieder, sowie die Hinterbliebenen der Verstorbenen höflichst eingeladen werden. Wie«. (Einzelverein „Wien" des „Zion".) Der nächste Familienabend findet am Samstag, den 3. März, in Binder's Restauration. II., Große Pfarrgaffe (Ecke Große Sperlgasse), statt. Beginn 8 Uhr. Eintrittskarten ä 60 Heller die Person, 2 Kronen Familienkarte (4 Personen) an der Cassa. Zum zahlreichen Besuch laden wir unsere Gesinnungsgenossen und Freunde herzlichst ein. — Ferner erlauben "wir uns mitzutheilen, dass der Vorverkauf der Eintrittskarten für den am am 15. März — Purim — im Festsaale des Hotel „Baierischer Hof" stattfindenden Costümball (ohne Costümzwang) täglich in unserem Vereinslocale, II., Gredlerstraße 9 (gegenüber der Fruchtbörse), Vormittags 9-10, Nachmittags 3—4 und Abends 6—7 Uhr stattfindet. Preis der Einzelkarte Kr. 1.50, der Familienkarte Kr. 5.—. Auf Wunsch werden die Eintrittskarten auch brieflich zugesandt. — Der Ausschuß des Einzelverein „Wien" des „Zion". Agtau, am 25. Februar. (Unterhaltungsabend des Gesangsvereines „Schir Zion“.) Aus der Feder des Berichterstatters der zweitgrößten Stadt Mährens^ dringen nur spärliche Nachrichten für ihre wertgeschätzte Zeitschrift in die Oeffentlichkeit. Sie betreffen zumeist die Mittheilungen über Wahlergebnisse im hiesigen Cultusrathe, bisweilen ist es nur eine flüchtige Bemerkung über einen stattgefundenen Personenwechsel der Functionäre, oder gar ein einfacher Bericht freudigen odep traurigen Inhaltes. Und doch würde es unsere aufstrebende Gemeinde, in der seit jeher der Geist der Regsamkeit waltet, verdienen, dass ihren vielfachen Verdiensten auf dem Gebiete der Humanitären Bestrebungen, sowie um die Hebung und Erweiterung gemeinnütziger Vereine und für die unablässige Fürsorge eines gedeihlichen Religionsunterrichtes, dem die Gemeindevertretung stets ihre besondere Sorgfalt zugewendet hatte, ein Blatt der öffentlichen Beurtheilung gewidmet werde. Es ist nicht heute meine Absicht, über den Stand dieser Vereine eine Auskunft zu ertheilen, vielmehr widme ich diese Zeilen jenem Vereine, der seinem Wahlspruche: „Ist zur Ehre Gottes ein Verein, muss er besteh'n und gedeih'n" treu geblieben ist und sein vorgezeichnetes Ziel durch sein unermüdliches Wirken zur Freude aller Gesinnungsgenossen erreicht hat. Unser seit vierzehn Jahren bestehender Gesangsverein hat durch seine Gründer, die Herren Stadtverordneten Gustav Hellmann und Adalbert Pokorny, sowie durch andere Gönner und Förderer desselben in der That einen niegeahnten Aufschwung erfahren; denn es ist der Vereinsleitung stets gelungen, tüchtige und erprobte Chormeister, unter denen es sogar vortreffliche Interpreten des liturgischen Gesanges gegeben hat, zu gewinnenj welche den.Anforderungen nach jeder Richtung hin gerecht wurden, so dass unser Verein, über fünfzig Mitglieder (Herren und Damen) zählend, jederzeit zur Hebung des Gottesdienstes/ vielfach beigetragen hatte. Nebst diesem hat der Verein zur Förderung des geselligen Lebens durch die Pflege des „weltlichen Liedes" sein Schärstein beigetragen, was ihm jedesmal zur Ehre gereichte. — Am 17. v. Mts»

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.