Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 10 (1936-1937)
- Issue
- Heft 673 (31.8.1937)
- Date
- 1937-08-31
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Jfc*. 078. — Wien, Dienstag, 81. August 1987. DIB STIMMB Seite 3 Natura-Schule „Universum“ (GrUndungslahr 1931) IX., Garnlsongasse 3 (Telephon A 20-4-48) Beginn neuer Anfängerkurse Mitte September. Vormittags-, Abfindu. Naohmittagskurse (ab 5 Uhr). I Mittelschüler mit Vorkenntnissen können bereits am 1. September in die vorgeschrittenen Kurse eintreten. Mittelschüler aus der 4* Klasse mit ungünstigen Jahreszeugnissen werden für die Matura vorbereitet. Weltkonferenz der Jugendalijah in Zürich Jenin einen mehrere hundert Meter langen l’unnel entdeckt. Der Tunnel hat scheinbar in der Zeit der Unruhen den bewaffneten Banden alß Zufluchtsort gedient. Ee soll dort auch ein Lazarett eingerichtet gewesen sein. Die Polizei hat in Nablus P h otographien der in den Unruhen gefallenen Bandenmitglieder beschlagnahmt. Annäherung zwischen Trans- Jordanien und Irak Jerusalem, 29. August. (JTA.) Am Samstag tritt Prinz T a 1 a 11, der Thronerbe des Emirs Abdullah von Transjordanien, eine Reise nach Bagdad an. Prinz Talall soll versuchen, eine Annäherung zwischen Transjordanien und dem Irak herbeizuführen, da die Beziehungen zwischen den beiden Staaten in letzter Zeit etwas gespannt waren. Der neue Kommandant der britischen Truppen Jerusalem, 29. August. (JTA.) Generalmajor A. P. W a w e 11, der als Nachfolger von Generalleutnant J. G. Dill das Oberkommando der Britischen Truppen in Palästina übernimmt, ist in Jerusalem eingetroffen. 4 Führer der anglikanischen Gemeinde Palästinas ermordet Jerusalem, 26. August. (JTA.) Der Führer der eingeborenen anglikanischen Gemeinde und GemeindevorsteibeT Birzait wurde in der Gemeinde Mazraa an der Straße Jerusalem—Haifa von Terroristen ermordet. Daß Verbrechen hat große Erregung unter Arabern und Christen hervorgerufen. Weitere Terrorakte Jerusalem, 29. August. (JTA.) Der Terror gegen Araber, die geschäftliche Verbindunen mit Juden unterhalten, dauert unverminert an. Fünf Araber, die für die jüdische Bevölkerung bestimmtes Gemüse nach Safed bringen wollten, sind aus dem Hinterhalt beschossen worden. Ein Maulesel wurde getötet. In dem Dorfe Birza bei Äkk'o wurde von feiner Polizeipatrouille eine Durchsuchung vorgenommen. Der Sohn des Scheichs •leistete mit dem Revolver in der Hand [Widerstand. Er wurde auf der Stelle erschossen. - Nehmt Sür Verständigung zwischen Juden und Arabern Bombay, 26. August. (JTA.) Der Präsident des Indischen Nationalkongresses, Pandit Nehru, hat gegenüber Pressevertretern lin Bombay Ausführungen über die gegenwärtige Lage in Palästina gemacht. Er stellte dalbei fest: „Das Paläßtinaproblem kann nur durch eines gelöst werden: durch direkte Verständigung zwischen Arabern und Juden. Wenn ich daß sage, schloß Nehxu, so habe ich dabei die Unterstützung prominenter Araiber und Juden.“ Die indischen Mohammedaner In Bombay fand eine große Massenkundgebung von Mohammedanern gegen den TeilungßvoTSohlag der Königlichen Kommission für Palästina statt. Es wurde eine Entschließung gefaßt, die die moslemitischen Führer Indiens beauftragt, eine besondere Körperschaft einzusetzen, die die Aufgabe halben soll, einen bestimmten Tag als „Palästtaatag“ zu organisieren. Es wird gegen die Haltung der britischen Regierung zum Palästinaprobilem protestiert. Am. alle Mohammedaner wird appelliert, britische Waren zu boykottieren. Feierlicher Schwur am Grabe eines Märtyrers Jerusalem, 29. August. (JTA.j An der Stelle, wo Efraim Czizik im Jahre 1929 bei der Verteidigung derKolonieHulda gefallen ist, wurde in Anwesenheit tausender Siedler und Arbeiter, die aus dem ganzen Land zusamraengeströmt waren, ein von Bathia Lischansky geschaffenes Grabdenkmal für den Märtyrer enthüllt. Der Vorsitzende des Waad Leumi, Jizchak Ben Zwi, erklärte, daß der Jischuw auch in Zukunft mit größter Hingabe für den Schutz seines Landes eintreten werde und zu den größten Opfern bereit sei, um seinen Boden zu verteidigen. Die Teilnehmer leisteten den feierlichen Schwur, keinen Zollbreit von dem durch jüdisches Blut geheiligten palästinensischen Boden aufzugeben. Die Hebräische Schule, II., Praterstraße 18, 1. Stiege, Mezzanin, veranstaltet anläßlich der hohen Feiertage einen feierlichen Gottesdienst. Für gute Vorbeter ist gesorgt. Karten im Heime, n., Praterstraße 13, täglioh von 4 Uhr gactoHy bis 10 Uta ab$$s, Ap^oantagen Zürich, 29. August. (JTA.) Am 26. August wurde in Zürich die zweite Woltikonfcroruz der Jugend-, ald jaih-Be wegung nach dreitägigen Verhandlungen geschlossen. Auf 'der Konferenz wurden die Probleme der (technischen und finanziellen Vorbereitung der Jugemdaiijalh und ihrer Einordnung in Palästina besprochen, wobei besonders zuim Ausdruck kam, daß die Jugendalijah gegenwärtig 'die einzige Auswanderungs- •bewegung ist, bei der auch die Eingliederung der Neueinwanderer planmäßig vorbereitet und von vornherein gesichert wird. Auf Grund der Erfolge, diie mit der Jugendalijah aus Deutschland erzielt worden sind, konnte die Erweiterung der Jugendailijah-Afotion auch auf andere Länder, dneibesomdere auf Polen, angekündigt wenden. Über den Verlauf der Konferenz wurde ein offizieller Bericht ausgegeben, dem zu entnehmen ist: Am 23. August wunde die Konferenz eröffnet. An den Beratungen nahmen zahlreiche Vertreter ans Deutschland, Palästina, Amerika, England, Schweden, der Schweiz und einer Reihe anderer Länder teil. Den Vorsitz der Konferenz führte Frau Wijs enbeek-Franken (Holland), die schon die erste Jugendailijalh-Kouferenz im Jahre 1935 geleitet hat. Eva Stern erklärte, die Vorbereitungen seien jetzt so weit gediehen, daß man sich schon an das Problem einer Jugendalijiah auch aue Polen heranwagen könne. Wir sind dabei, sagte die Rednerin, dere auf die Hilfe Erez Israels, •aber auch Amerikas, Englands, Hollands und aller anderen Länder. Henriette Szold sprach iim Namen der 900 Jugendlichen, die gegenwärtig ihre Schulung in Palästina durchmacheai, und im Namen der 764 Jugendlichen, die nach Beendigung der Hachscharah in Palästina bereits ein selbständiges Leben aufgenommen haben. Zugleich aber, so fuhr Miß Szold fort, spreche ich im Namen der 112 Jugendlichen, die heute abends Deuts c hl and verlassen und zur Alijalh gehen. Ich habe vor zwei Tagen an der Abschiedsfeier für diese Jugendlichen teilgenommen. Ich sah die Absohiedstränen in den Augen der Eltern 'dieser Kinder — aber ich sah auch das Lächeln auf den Läppen jener Eltern, deren Kinder sich schon äm Lande befinden. Dr. Arthur Ruppin erinnerte daran, daß der Gedanke der Jugendalijah, den Recha Freier schon 1932 propagiert hat, nicht sofort das richtige Echo fand. 1933 erklärte sich nach anfänglichem Zögern Henriette Szold bereit, an der Jugendalijah mitzuarbeiten. Heute leben nun, sagte Dr. Ruppin, 1700 Jugendliche aus Deutschland in Palästina. Niemals habe ich ein solches Gefühl der Erhebung und der Befriedigung über zionistische Leistungen gehabt, wie wenn ich mit den Kindern der Jugendalijah in Berührung kam. Durch die Mitwirkung an diesem Werk erfülle man eine der wichtigsten und heiligsten Aufgaben. Urväter und Enkel Das „Schwarze Korps“, die Zeitschrift der SS. und der Lebsbandarte Hitlers, hat vor kurzem einen „Brief an Herrn Feilchenfeld“ gebracht, wobei unter Feilohenfeld das Judentum verstanden wird. Der Brief wiederholt die aus dem F r d tschen Handbuch der Judenfrage bekannte Behauptung, daß die Rassenbheorie eine jüdische Erfindung sei. Sie sei von Esra, Nehemiia und Serubabel angewendet worden. „Damit“ — schreibt die Wiener „Reichspost“ — „erscheint tatsächlich die wirkliche Herkunft der Nürnberger Raßsengestze wie des ganzen Rassismus mit allen seinen dermaligen Praktiken restlos aufgedeckt.“ Die Gesetze Esras und Nehemias sind vor 2400 Jahren erlassen worden. Es war Kriegs zeit, und das aus Babylonien heimkehrende Volk mußte den Neuaufbau seiner Heimat „mdit Kelle und Schwert“ sichern. Es war schon damals von Lumpen und Spitzeln umgeben. Es gab schon damals Völker, die Aiuslandisämter besaßen und Frauen einschmuggelten, die Verrat übten und die Kinder gegen die VäteT hetzten. Gegen solche Dinge mußte die Repatriierung geschützt werden. Trotzdem blieb das jüdische Volk auf seiner KuLturhöhe, die ihm vom Gesetz der Thora geschaffen worden war. Das jüdische Volk habe keine Konzentrationslager, eß kannte keine Folterung von Kindern, keine Verbrennung von Büchern, keime Vertagung von Gelehrten, es raubte nicht Wehrlose aus und es nahm den anderen nicht ähr Vermögen und nicht •ihre Kaufläden. Es schont* auch ihre Ehre und ihren Besitz. Weder Esra noch Nehemia, noch Serubabel haben, Samaritaner und \Vumäer in Ghettos gesperrt, und sie haben ihnen nicht den gelben Fleck aufgezwungen. Die Juden waren. Juden und das Schwarze Korps ist nationalsozialistisch. Das ist der Unterschied zwischen uns und ihnen, und die Berufung brauner Kreaturen auf jüdisches Gesetz äst eine der in ihren Kreisen zur Natur gewordenen Entstellungen. Daß die „Reichspost“ die ihr genehmen Schlüsse zieht und die wirkliche Herkunft der Nürnberger Rassengesetze mit samt ihren Praktiken für erwiesen erklärt, ist erstaunlich. Denn wenn sie diese Theorie für währ hält, so müßte sie sich doch sagen, daß aus dieser solcherart gebildeten Rasse der Stifter der christlichen Religion und seine Apostel stammen. Sie hätte auch ihren Mitarbeiter aus Marienbad befragen können, und er hätte ihr vielleicht gesagt, daß Esra und Nehemia auf die Thora hingewiesen haben, die da verordnet, daß „der Fremde in deinen Toren nicht bedrückt werden darf“, daß man nicht morden, nicht lügen, nicht mach fremdem Gut Gel/üisite tragen darf. Das sind die jüdischen Gesetze. Sie sind noch viel älter und säe wurden vom jüdischen Volk geschaffen, als die Ahnen des „Schwarzen Korps“ noch in Höhlen lebten und einander mit Steinkeulen totschlugen und auffraßen. Aus dieser Zeit stammen die Praktiken des Rassismus. Dr. Herbert Paul Schutzmann gestorben. Vor wenigen Tagen äst in Wien der angesehene Rechtsanwalt Dr. Herbert Paul Schutzmann, 47 Jahre alt, gestorben. Mitten in der Arbeit, am Schreibtisch, an den er nach einem Erholungsurlaub, scheinbar völlig gesund, zurückgekehrt war, ereilte ihn der Tod. Dr. Schutzmann, ein überaus kenntnisreicher Jurist, der eine Reihe großer Prozesse erfolgreich durchgeführt hat, war neben seiner Tätigkeit als Anwalt auch wegen seiner regen Wirksamkeit im zionistischen Leben bekannt. Er war Vizepräsident der österreichischen Landeekommission des Keren Hajessod, wo er vorbildlich wirkte, besonders als Leiter der Aktion „Mifal Bizzaron“, Der Verstorbene hinterläßt eine Frau und zwei unversorgte Kinder sowie boebbetagte Eltern. Seinen Angehörigen wendet sich die allgemeine Teilnahme zu. * Am Freitag wurde Dr. Schutzmann unter überaus großer Beteiligung zu Grabe getragen. Am Sarge hielten Ohaluzim des Verbandes Radikaler Zionisten die Ehrenwache, Oberkantor Margolies und Oberrabbiner Dr. T a g 1 i c h t hatten die rituellen Funktionen. Der Vizepräsident des Keren Hajessod, Direktor Siegfried Alt mann, würdigte die besonderen Verdienste des Verstorbenen um den Aufbaufonds. Es waren unter anderem der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Staatsrat Dr. Desider F r i e d ma n n, das gesamte Keren-Hajessod-Komitee, Vertreter des Zionistischen Landesverbandes, des Kereu Kajemeth, des Palästina-Amtes, der Zionistischen Bezirkssektionen, der ,,Bar Kochba“, der Loge „Horth“, sowie viele Freunde und Gesinnungsgenossen erschienen. Im Israelitischen Bethause, Wien, IV., Paniglfasse 5 (Ecke KarlspJatz), finden zu den hohen Feiertagen feierliche Gottesdienste unter Mitwirkung erstklassiger Kantoren statt. Die Festpredigten hält Rabbiner Aron Jeruohem, iaiuf diie Hällfe ailleir angewiesen, omfiibesom- Neues Wiener Konservatorium Musikvereinsgebäude, I., Bösendorferstr. 12, Tel. .U 46-4-37. Unterricht vom ersten Anfang bis.zur, letzten Ausbildung (Staatsprüfung), erstklassige Lehrkräfte. Eigene Kaderabteilung für 6- bis 12jährige Schüler. Anmeldungen ab 1. September im Musikvereinsgebäude. Daselbst Auskünfte und Prospekte jederzeit. Skandal um die Hakoah Der österreichische Mittelstreckenläufer der Hakoah, der Standard-Vertreter für die 800-iMeter-Streake, wurde als Starter für den vor zwei Wochen in Nürnberg stattgefumdenen Leichtiaithletik-Läniderkiampf Österreich gegen Deutschland nominiert. Am 21. d. vormittags wurde die österreichische Expedition im Nürnberger Parteiba/uß von Julius Streicher begrüßt. Kaiser wartete vor dem Parteihaus auf die Rückkehr seiner Kollegen. Am Nachmittag wurde er, trotzdem er nicht verletzt war und ßioh auch in ausgezeichneter Form fühlte, nicht aufgestellt. Streicher hat in seiner Begrüßungsrede über Rassemfcheorie und Rassenschando gesprochen. * In dieser traurigen Affäre gibt es einige Schuldige. Da sinid zunächst die österreichischen Leichtathleten, die ihren Kameraden Kaiser preiegaben. Der nächste Schuldige ist Herr Kaiser, dem hätte klar sein müssen, was den Schwimmerinnen der Hakoah klar war, die sich weigerten, zur Olympiade zu gehen: Jüdische Würde steht höher als sportlicher Ehrgeiz. Der Hauptschuldige aber ,äst die Hakoah selbst. Sie durfte den Start Kaisers nicht zu lassen und hätte die Pflicht gehabt, sich von Kaiser deutlich zu distanzieren, falls dieser die Reise nach Nürnberg betrieben haben sollte. Lag aber eine Weisung des Leichtathletik-Verbandes oder der Tum- und Sportfront vor, Kaiser nach Nürnberg zu schicken, so wäre es Pflicht der Hakoah gewesen, dagegen entschieden zu remonstrieren und Kaiser aus ihren Reihen zu entfernen. Das hätte die jüdische und — wie wir sicher sind — die christliche Öffentlichkeit verstanden und als mannhaft gewürdigt. Aber nichts dergleichen ist geschehen. Es liegt zunächst an der Hakoah, in ihren eigenen Reiben Ordnung m machen. Streicher hetzt ungarische Pfadfinder gegen Juden Nürnberg, 26. August. (JTA.) Laut „Völkischem Beobachter“ hat Gauleiter Julius Streicher in Nürnberg an dort weilende ungarische Pfadfinder eine Ansprache gehalten und ihnen gesagt, ein Volk, welches sich nicht von den Juden freihalten könne, gehe endgültig zugrunde. Die Deutschen und die Ungarn haben j ü >d i s c h - bolschewistische Schreckensherrschaft erlebt und sollten das Erlebte nie vergessen. Die Tagung der Kireisobmänner der Deutschen Arbeitsfront auf der Ordensburg Vogelsang stand im Zeichen der Rede Julius Streichers, der ausfühxte: Gerade der deutsche Arbeiter müsse die jüdische Welt'gefahr erkennen, denn unser Leben stehe im Zeichen einer gewaltigen Umwälzung. 1933 habe sich die größte Kriegserklärung aller Zeiten vollzogen, denn die Juden hätten gewußt, daß mit dem Siege des Nationalsozialismus der deutsche Frühling beginnt. Katholische Studentenschaft Österreichs und Judenfrage Das „Linzer Volksblatt“ stellt fest, daß die katholische Studentenschaft in Österreich stark gegen den „jüdischen Einfluß“ eingestellt ist. Die beiden großen Studentenverbände, der „Waffenring“ und der „Kartellverband“, seien sich vollständig einig darüber, daß die Judenfrage einer Regelung zugeführt werden müsse. Die Hochschüler sähen in den Juden Eindringlinge, die ihnen Lebensstellungen wegnehmen. Die katholische Studentenschaft verhalte sich zur Frage der Wiedereinführung der Monarchie stark ab-' lehnend, und zwar nicht zuletzt wegen der „mehr als eigenartigen Haltung der legiti« mistischen Bewegung in der Judenfrage“. Nationalsozialistische Vertreter überlaufen verschiedene Firmen in dem Bemühen, diese zur Aufgabe von Inseraten an den neuen „Arischen Wegweiser“ zu veranlassen. Firmen, die sich ablehnend verhalten, wird gedroht, daß sie auf keine Kundschaft aus den Kreisen der Studentenschaft und der Turner zu rechnen hätten. Jüdische Familie, die unverschuldet in Not geraten ist, ist zwischen den hohen Feiertagen von Delogierung bedroht und wendet «ich an die jüdischen Mitbürger um Hilfe. Der Mietzinsrückstand beträgt 90 Schilling. Spenden nimmt die Redaktion entgegen «nd weist sie aue.