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Die Stimme · 1937-08-27 · Heft 672 (27.8.1937) · page 4

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Journal
Die Stimme
Volume
10 (1936-1937)
Issue
Heft 672 (27.8.1937)
Date
1937-08-27
Page
– (sequence 4)
Language
German
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OH BflMMI Kr. 972. M' Wfan, FwMag, 27. Anguet 1887» Die Palästina-Resolution der Kenessio Marlenbad, 24. August (JTA.) Die Keneseio der Agudah hat am 23. Augufit, nacht«, zur Frage der Schaffung eine« Judenstaates in einem Teile Palästinas Stellung genommen. Es wunde folgende Entschließung gefaßt: 1. Die Kenessio kann — bei aller Würdigung des Streben« der PeebKommiesion nach einer objektiven Lösung — dem von ihr vorgeschlagenen jüdischen Staat nicht zu stimmen. 2. Die Kenes&io hält die tatkräftige Durchführung des Mandate«, verbunden mit einer zieibewußten Politik der Versöhnung zwischen den Juden und den Arabern für möglich. 3. Angesichts der ungeheuren Notlage von großen Teilen des jüdischen Volke« eraohtet die Kenessio die einstweilige Einschränkung der Alijah und de« Bodenerwerbs für untragbar. 4. Die Kenessio ermächtigt und beauftragt die politische Exekutive, Verhandlungen mit der englischen Regierung und dem Völkerbund aufzunehimen, um eine Lösung durchzusetzen, die den religiösen und materiellen Bedürfnissen de« jüdischen Volkes sowie seinen auf der Thora begründeten historischen Ansprüchen an das Heilige Land entspricht. Die Entschließung wurde vom Plenum ohne Diskussion durch- Erheben von den Sitzen angenommen. Ganz zum Schluß der Sitzung, die von Oberräbbinex Zdrelsohn geleitet wurde, kam es zu einem scharfen Tumult, als Senator Trokenhedm, Warschau, sich gegen die allzu scharfe Beurteilung des Peel-Berichtes in der Rede des Präsidenten Roeenhedm wandte und eine G e g e nerklärung verlesen wollte. Ein «ehr großer Teil der Delegierten schlug Lärm und ließ Trokeuheim nicht au Worte kommen. Die polnische Landsmannschaft trat zu einer Sitzung zusammen und nahm Stellung für Trokenheim. — In der Sitzung am Dienstag vormittags wurde der Zwischenfall durch beiderseitige Erklärungen bedgelegt. Keine Leitungswahl Am 24. d., gegen Mitternacht, ist die Kenessio zu Ende gegangen. Den Vorsitz in der Schlußsitzung führte der Präsident der Warschauer Jüdischen Gemeinde, Mazur. Es wurde eine Reihe Resolutionen Anläßlich der Hohen Feiertage findet wie alljährlich im Prachtsaal zum „Auge Gottes‘S IX.« Null- || dorferstra&e 75, ein feierlicher Gottesdienst statt. Kartanvarkauf ab 22. August dortselbst täglich von 3 bis 5 Uhr nachm., Sonn- und Feiertage von 9 bis 12 Uhr vorm. Erstklassige Kantoren. Karten von S 3.— aufwärts. Vorstand des Tempelvereines, Wien, IX., MU!!nergas8e. Vorstand des Vereines D'bin Wien, IX, Liechtensteinstraße 113 über Chinuch (Erziehung), Keren Hajischarw (PaiastinaHSiedlungisfonds), Schmito (landwirtschaftliches Brachjahr in Palästina), Schmiras Schabbos (Beobachtung des Sabbath) u«w. einmütig angenommen. Hernach wurde ein Zentralrat.gewählt, dessen Voreitz der frühere polnische Senator und Oberrabbi n er vom Rzeszow, L e w i n, übernahm, sowie ein W a a d H a p o e 1 (Aktionsausschuß), dem acht führende Persönlichkeiten der Agudiah angehören. Aufsehen erregte die Erklärung von Dr. Breuer, Palästina, daß er in der neuen Exekutive kein Amt Übernehmen wolle. Zur Vermeidung der durch diese Erklärung drohenden L e itungekri« e hat die Kenessio von der Wahl einer neuen Exekutive abgesehen und eine solche Wahl dem Waad Hapoel überlassen. »jiiiiimmuiiiumiiiiuiimi!iiiiuiiiiuiiuiiuiiiiiimmoimuiuuiiiiiUiiunimmBiiiiiiiiiuuimiuniim Neue jüdische Graphik. Demnächst wird ein Zyklus von 15 Original-Lithographien des bekannten Wiener Graphikers Hans Felix Kraus unter dem Titel „Die Tänzerin GeTtrud Kraus“ erscheinen. Gertrud Kraus, deren schönste Tanzschöpfungen hier zeichnerisch festgehalten werden sollen, wirkt bekanntlich seit Jahren als Künstlerin und Pädagogin in Palästina. Die Mappe wird durch einen Essay von Dr. Alfred Werner eingeleitet werden. Die Hebräische Schule, IL, Praterstraße 13, 1. Stiege, Mezzanin, veranstaltet anläßlich der hohen Feiertage einen feierlichen Gottesdienst. Für gute Vorbeter ist gesorgt. Karten im Heime, IL, Praterstraße 18, täglioh von 4 Uhr nachmittags bis 10 Uhr abends, An Sonntagen ganztägig. Die Zionistische Bezirkssektion VIII./IX. WShringerstraße 6—8 veranstaltet zu ■ rutwnwn »"'i ^isa dv in ihren Sälen einen Festgottesdienst Kartenbestellungen bet den Ausschuömltglledern und In der Sektion Sonntag von 10 bis IS und von 6 bis 7, Montag bis Donnerstag von 7 ble 8 Uhr abends, Tel. R 52-0-12 Von Leben, Arbeit, Freude der jüdischen Biinden „Reich an Licht“ — so wird in unserem Schrifttum euphemistisch der Blinde bezeichnet. Wahrhaft erleuohtet aber waren der Dichter Ludwig August Frankl und Jonas Freiherr von Königswarter, als eie im Jahre 1870 auf der Hohen Warte das erste Israelitische Blindeninstitut der Welt begründeten. Es war gleichsam eine höhere Fügung, welche diesen beiden um da« Judentum hochverdienten Männern die segensreiche Tatidee eingäb: sowohl der Gemeindesekretär Frankl als auch Königswarter, Vorsitzender der Gemeinde, waren mit einem Augenleiden behaftet. Gründliche Vorarbeiten wurden geleistet: Erkundigungen über die Zahl der jüdischen Blinden in der Monarchie wurden eingezogen und Frankl unternahm eine Studienreise, um die Blindenanstalten Deutschlands und der Schweiz kennenzuiernen. Es lag ein schöner Sinn darin, daß Frankl, als er geadelt wurde, vom Kaiser das Prädikat „von Hochwart“ erhielt; ihm gebührt auch vollauf das Denkmal, das im Vorgarten der Anstalt aufgestellt ißt; des hochherzigen Königswarter, der durch namhafte Spenden den imposanten Bau ermöglichte, der von dem bekannten jüdischen Architekten Wilhelm Stiaßny 1872 fertiggestellt wurde, wird im Gebäude selbst auf einer Gedenktafel ehrenvoll Erwähnung getan. Wodurch zeichnet sich diese Anstalt vor den anderen aus? Sie setzt ihren Stolz darein, den Blinden zu einem vollwertigen Mitglied der menschlichen Gesellschaft heranzurbilden und sie wendet dabei Methoden an, die jahrzehntelang für die anderen Blindenanstalten vorbildlich waren und in manchen Punkten auch heute noch revolutionär wirken. Zwar hatte man ßchon gegen Ende des achtzehnten Jahrhunderts erkannt, daß an die Stelle der bloßen Fürsorge Erziehung und Schulung der Blinden treten müsse, doch hat erst diese Anstalt es sich zur Aufgabe gemacht, Testlos diese vorn Franzosen Hauy ausgestellten Forderungen zu erfüllen; 1873, im Jahre der Weltausstellung, wurde von Frankl ein internationaler Blindenlehrerkongreß zur Erörterung der Probleme einberufen, der zu einer ständigen Einrichtung wurde; Direktor Simon Heller hat sich besonders um die psychologische Grundlegung der Blindenpädagogik verdient gemacht, und das heilsame Arbeitsprinzip ißt im Laufe der Jahrzehnte immer intensiver zur Geltung gelangt. Fröhliches Lachen ertönt im Garten. Sind das blinde Kinder, die ßorglos auf dem Rasen umhertollen? Jene beiden Knaben, die auf der Flöte eine Weise einstudieren, jene Mädchen, die in den Lauben Bücher lesen oder stricken? In der ganzen Anstalt ist nichts, das traurig stimmen und den beklemmenden Gedanken wachrufen würdie: hier sind mehr als siebzig junge Menschen, die, des Augenlichtes beraubt, nicht teilhaben können am goldenen Überfluß der Welt! Man begreift erst, wenn man der geistigen Leistungen der Zöglinge gewahr wird, wie viel kluge Pädagogik, verbunden mit echter Güte und Hilfsbereitschaft, außzunichteo vermag. Selbstverständlich werden alle schulpflichtigen Zöglinge von sehenden und blinden Lehrern in allen Normalachulfächem unterrichtet. Es ist bewundernswert, wie die jungen Leute mit Hilfe des Tastsinnes fließend lesen, mühelos schreiben, spielend Rechenaufgaben lösen — alles mit Anwendung einfacher, fein erdachter Apparate und Einrichtungen. Da ist ein Lehr mittels aal, der alle« enthält, was es an Dingen des täglichen Lebens gibt; da« Pferdmodell zum Beispiel wund von den Schülern solange sorgfältig abgetastet, bis der Begriff „Pferd“ sitzt. Schwieriger tot ea Bohon, den Kindern an Hand graphischer Darstellungen Begriffe wie Berg, Tal, See und dergleichen beiznbringen; der Orientierung im Gebäude dient eine kleine schematische Nachbildung des Hauses. Besonders begabten Zöglingen wird jedoch auch Mittelschulbildung zuteil und es gibt einige ehemalige Schüler der Anstalt, die nicht allein akademische Grade erlangt haben, sondern auch auf den Gebieten der Wissenschaft oder der Kunst führend fiind. Sind faa Xato* «ufih erwähnt und bat es nicht sogar blinde Gaonim gegeben? Von der Schülern der Anstalt ist besonders der feinsinnige Prager Dichter Oskar Baum bekannt geworden, dessen neuer Chazaren-Roman Aufsehen und Bewunderung hervorgerufen hat; zu erwähnen sind ferner der in Deutschland wirkende Schriftsteller Richard Hohenemeer, der in Palästina lebende Komponist Salomon Storch und der berühmte Pianist Imre Ungar, der mit dem ersten Oho^in-Preas ausgezeichnet wurde. Die meisten Schüler werden jedoch manuellen Berufen zugeführt. Da arbeiten Zöglinge in der Bürstenbinderei, und man bewundert die Flinkheit ihrer Hände, die Präzision der Arbeit. Schöne, moderne Gebrauchsgegenstände haben die Korbflechter ausgestellt, die Mädchen zeigen saubere, geschmackvolle Handarbeiten, die, ebenso wie die Flecht- und Tischlerarbeiten, vom Publikum gern gekauft werden. Besonders interessant ist die Druckerei, wo in der üblichen Punktschrift nicht allein die Blindenzeitschrift, die das Institut herausgibt, sondern auch ausländische Zeitschriften und sogar Bücher hergestellt werden. Selbstverständlich besitzt die Anstalt auch eine reichhaltige Bibliothek. Um sich von dem Umfang der in Blindenschrift gedruckten Bücher einen Begriff zu bilden, sei erwähnt, daß z. B. der „Wilhelm Teil“, der in der Reklam-Ausgabe ein dünnes Heftchen iBt, einen großen, stattlichen Band in der Blindenschrift darsteüt. In der Anstalt befindet sich u. a. auch die erste in Braille- (Blinden-) Sohrift gedruckte Ausgabe von Herzls „Judenstaat“. Im zweiten Bezirk gibt es gleichfalls eine jüdische Blindenbibliothek, die der Hohen Warte unterstellt ist, etwa 1200 Bände, fast ausschließlich Werke jüdischer Autoren, umfaßt und unter der Leitung Dr. Max Geffners steht. Der schöne Festsaal der Anstalt ist mit Bildern von Persönlichkeiten geschmückt, die 3ich um die Anstalt große Verdienste erworben haben, ein anderer würdiger Raum dient dem Mflllnertempel IX., Griinetorg. 21 Tempel sitze für die hohen Feiertage in der Tempelkanzlei (Eingang IX., Müllnerg. 21) wochentags von 6 bis 8 Uhr abds. erhältlich. Tel. A13-8-91, tagsüber A 13-6-91 Vom russischen Judentum Erinnerungen des Raw Jakob Mas6e (Verlag „Jalkut“ B. Kahn, Tel-Avlv) und L. Zenzipper: 10 Jahr« Verfolgungen. —- Über das Martyrium der zionistischen Bewegung in Sowjetrußland. Das rufitsißche Judentum hat im Laufe der letzten Jahre tiefgreifende geschichtliche Änderungen erfahren. Da« deutsche Judentum, das nie viel von der Geschichte des russischen Judentums erfahren hat, hat da« Wenige durch die Vermittlung Eliasfeerg«, die Übersetzungen Siegfried Schmitz«, hat vom Chassidismus durch Martin Buher einiges gehört, aiber es waren meist Teine Belletristen, die wohl da« Statische der Geschichte Wiedergaben, uns aber kein Bild vom Dynamischen vermittelten. Die Memoirenliteratur, die in der ganzen Welt auch dem Historiker wichtige« Material vermittelt hat — man denke an Bismarck« Gedanken und Erinnerungen oder Lawrence: Aufstand in der Wüste —, hat in der letzten Zeit auch für die jüdische Volkskunde größere Bedeutung gewonnen. Die Erinnerungen Schraarja Lewdne haben uns einen tiefen Einblick nicht nur in die persönlichen Erlebnisse Lewine, die zionistische Gedankenwelt, in der er lebte und für die er warb, gogeben, sondern darüber hinaus uns Bilder gezeigt vom russischen und amerikanischen Judentum, vom Entstehen de« Technikum« in Haifa, von der Epoche der Balfour-Deklaration. Lewin war Kronrabbiner und auch Raw Masöo gehörte zu den vornehmsten Vertretern dieses von den jüdischen Volksmaeeen wenig geliebten Institutes. Doch war Masse nicht nur ein Jurist, sondern auch «eibet ein a&oragelehrter, feM» «hm iBAMleNnggft Streng Vllltn-Penjion Kreutberg, Breltcnsttln e/S. Leitung: Lola Schiff« Hohe Feiertest geöffnet Auikunft t Wien, II.. Krummbaumg. 1, Telephon A 44-4*52, U 10-800 und Frau Lola Sdilff. Breiten* stein a/S., Telephon 11. Auf verlangen Prospekt Gottesdienst. Mehrere große Schaukasten bergen seltsam-vortreffliche plastische Arbeiten der Schüler, über den durch den gegenwärtigen Leiter der Anstalt, Direktor Siegfried Alt mann eingeführten Modellierunterricht und seine bedeutsamen Resultate soll in einem anderen Zusammenhang gelegentlich noch ausführlich gesprochen werden. Die Schwierigkeiten, mit welchen die Anstalt seit Jahren kämpft, sind leider sehr groß. Nicht genug damit, daß die Institution, die fast durchwegs Söhne und Töchter unbemittelter Eltern aufnebmen muß, selbst nur mit Mühe den Weg aus der materiellen Krise findet, muß die Leitung auch bedacht sein, die Schulentlassenen mit Arbeitsplätzen und Verdienstmöglichkeiten zu versorgen, heute eine unerhörte Leistung. Um so mehr sollte die Wiener Judenheit dankbar anerkennen, daß hier ein wertvolles Stück Judentumsarbeit geleistet wird, wenn arme, verwahrloste Judenkinder zu vollwertigen, nützlichen, aufrechten Menschen herangebildet werden. Unzählige Juden, aber auch viele Nichtjuden haben seit 1872 die Anstalt besucht und ihre Einrichtungen bewundert und studiert, man findet im Gästebuch Namen von berühmten Persönlichkeiten aller Länder, auch von gekrönten Häuptern. Sie alle grüßt der sinnige Spruch des Gründers der Anstalt, Ludwig August Frankls: „Sei uns willkommen, du Gast, wir können, aoh nimmer dich sehen, doch deiner Rede Klang hat uns mit Freude bewegt!“ Dr. A. W. Minjan des Herrn Rabb. Sal. Friedmann findet anläßlich der hohen Feiertage (6., 7. und 15. September) auch in diesem Jahre in den Mlsrachi-Sälen, II., Praterstraße 60, statt Kartenverkauf daselbst täglich von 7 bis 9 Uhr abends und Sonntag vormittags. Telephon B 51-001 und zugleich ein streng-frommer Mann, der trotz «einer ausgezeichneten europäischen und russischen Bildung tief in der Anschauungswelt de« orthodoxen Judentums wurzelte. Diese Mischung war in Rußland selten, Maskilim und Rabbanim hatten von einander geschiedene Lebenssphären. Was uns Ma«6e von «einer jahrzehntelangen Tätigkeit in Moskau berichtet, ist. interessant genug. Dort lebten die Nachkommen der „Kantonisten“, Kaufleute erster Gilde, reiche und arme Juden, doch ein ganz anderes Judentum als das, was wir au« dem Ansiedlungerayon kennen. Masöe hatte Ausweisungen zu verhüten, er half dabei, daß Ehen mit Leuten, diie in Moskau eine Wohnerlaubnis hatten, zustande kamen, er hatte viel mit den Behörden zu tun und war in dar russischen Gesellschaft, in der er die Rolle eine« „Schtadlan“ oft zu erfüllen hatte, wohl angesehen, er hatte religiöse Diskussionen mit prawoslawischeu Geistlichen au bestehen, und einen weiten Raum nimmt seine tätige Mithilfe im Beilis-Prozeß ein. Seine letzten Lebensjahre fallen in die ersten Jahre de« bolschewistischen Regime« und auch hier versucht er mit seinen schwachen Kräften die Verfolgungen, die gegen die Religionen und auch die jüdische Religion einerseits und gegen die zionistische Bewegung und die hebräische Literatur anderseits geführt wurden, dank seine« Ansehens zu lindern. Er kannte Gorkij und Lunatscharski, und tatsächlich gelang ihm in den ersten Jahren des bolschewistischen Regimesr noch eine künstlerische hebräische Veranstaltung in Moskau durchzusetzen, und auch die kurze Existenz der Habima ist seiner aktiven Hilfe zuzuschreiben. Über dieses ganze Kapitel der Nachkriegszeit unterrichtet uns das Buch von L. Zenzipper, das, 1930 erschienen, über die ersten zehn Jahre eines Teilabschnittes in der Geschieht© des russischen Judentums dokumentarisches Material liefert, über die gegen den Zionismus und die hebräische Sprache gerichteten Verfolgungen. Die offizielle Historiographie der Juden schließt mit der Epoche bis zum Weltkriege, AHes was später kam, der Krieg, die Evakuierutt* gen, die Revolutionen, die Pogrome, die sogenannten Mindedheitsgesetzgdbungen, die Mengen . politische^

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