Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 10 (1936-1937)
- Issue
- Heft 665 (3.8.1937)
- Date
- 1937-08-03
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Wien, Dienetag, 8. August 1037. — Nr. 668. DU STIMMI Seit« 9 Die Wellkonferenz der W8ZO nügend Zeit, sieh mit solchen Fragen zu befassen; die endgültige Entscheidung hinsichtlich der Grenzziehungen werde erst zu einem späteren Zeitpunkt getroffen werden. Auf den Hinweis des Abg. Williams, daß Dagania auch anläßlich der ersten Teilung im Jahre 1922 von Transjordanien ausgenommen worden war, erwiderte Sir Lambert, eT habe bereits betont, daß diese Frage nicht aktuell sei. Abg. Williams wies auf die Tatsache hin, idaß Dagania noch vor 27 Jahren gegründet worden sei, und fügte hinzu, daß eine Lostrennung Daganias vom jüdischen Staat die wirtschaftliche Basis der Siedlung vernichten würde, da sie miit einer Reihe von Siedlungen am westlichen Ufer des Jordan auf den Geibieten der Erziehung, des Absatzes der Produkte usw. kooperiere. Polen für größeren Judenstaat Warschau, 29. Juli. (JTA.) Im polnischen Radio wurde am 28. Juli offiziell mitgeteilt, daß Polen im Prinzip dem Plan der Teilung Palästinas zustimimt; die polnische Delegation in Genf werde jedoch darauf bestehen, daß die Grenzen des geplanten jüdischen Staates erweitert werden, damit eine größere jüdische Einwanderung ermöglicht wird. Rumänisch-polnische Zusammenarbeit Bukarest, 29. Juli. (JTA.) In Beantwortung einer von dem nationalistischen Blatt „Curentul“ veranstalteten Rundfrage bat der Vorsitzende der Nationalen Bauernpartei Rumäniens, Abgeordneter Ion Mihalache, in dem Blatt seinen Standpunkt zu dem Palästinaproblem dargelegt. Ich freue mioli, schreibt Mihalache, daß diese Frage vor den Völkerbund gebracht wurde, die einzige Körperschaft, die sie in aufrichtiger und maßgebender Weise lösen kann. Ich erwarte, daß Rumänien und Polen in Genf gemeinsam eine Politik unterstützen werden, die größ er e Auswanderungsmöglichkeiten für Juden aus Rumänien und Polen, den beiden Ländern, in denen nach Rußland fast die Hälfte der Juden Europas lebt, bietet. Ich weiß, daß eine internationale jüdische Vereinigung besteht, die für die Auflockerung der zus'ammengedTängten jüdischen Bevölkerung arbeitet, und daß diese Frage hier in Bukarest anläßlich des jüngsten Besuches der polnischen Staatsmänner besprochen worden ist. Als ich vor einiger Zeit Herrn Cuza im Parlament antwortete, erklärte ich ausdrücklich, daß eine Judenfrage in Rumänien besteht. Das einzige Mittel, sie zu lösen, sind, landwirtschaftliche Kooperativen, Erziehung der Jugend und Förderung des rumänischen Elementes durch die Regierung, um historische, soziale, nationale und wirtschaftliche Ungerechtigkeiten auszugleichen. loh glaube, daß jetzt, da der Bericht dem Völkerbund vorgelegt wird, der beste Zeitpunkt gekommen ist, diese Frage zu erörtern. Neue Zwischenfälle In Palästina Jerusalem, 31. Juli. Da sich in der letzten Zeit die politischen Attentate und Ausschreitungen in Palästina häufen, hat die Polizei verfügt, daß in Zukunft Versammlungen nur abgehalten werden dürfen, wenn ihr Zeitpunkt vorher angemeldet und genehmigt worden ist. In den letzten Tagen haben sich zahlreiche Üb e r f ä 11 e e rnster Art ereignet. So wurde ein bekannter arabischer Geschäftsmann, der in der letzten Zeit wiederholt öffentlich aufgetreten war, in Omar von politische^ Gegenern hinterrücks angeschossen und schwer verletzt. In dem berüchtigten Räubernest Lifta, in der Nähe von Jerusalem, ereignete sich ein ähnlicher Zwischenfall. Auf einer Zufahrtsstraße naoh Jerusalem stürmten mehrere Araber fünf Kraftwagen, in denen sie Juden vermuteten, und gaben mehrere Schüsse ab. Einige Insassen der Kraftwagen sollen schwer verletzt worden sein. Die Angreifer entkamen unerkannt, obwohl die Polizei zu ihrer Verfolgung sogar drei Flugzeuge eingesetzt hatte, Im Zusammenhang mit diesen Vorgängen wurden mehreren Arabern aus dem Irak, die sich nach Palästina begeben wollten, die Einreisebewilligung verweigert. In jedes jüdische Haus „Die Stimme" Zürich, 28. Juli Im festlichen Rahmen des Zürcher Kursaals fand, wie schon kurz berichtet, gestern die feierliche Eröffnung der IX. Weltkonferenz der Weltorganisation zionistischer Frauen, „WIZO“, statt. Am Präsidial tisch saßen 19 der repräsentativen, aus jahrelanger Arbeit bekannte WIZO-Führerpersönlichkeiten, im Saal 125 Senior-Delegierte und 12 Junior-Delegierte aus 25 Ländern und Gäste, die ihn bis auf den letzten Platz füllen. In ihren Eröffnungsworten und ihrem Referat über die heutige Lage im Zionismus gibt Frau Dr. Vera Weizmann, die Vorsitzende der WIZO, der Tagung ihre Note: 40 Jahre sind es eben, daß hier, in deT alle Freiheitsbestrebungen begünstigenden Schweiz, die nationale Renaissance- Bewegung des jüdischen Volks begründet wurde. 40 Jahre Vorbereitung war die vergangene Periode, sowie es ernst die 40jährige Wüstenwanderung der Juden war in der Urzeit ihrer Volksbildung. Heute steht die zionistische Bewegung so da wie ein Wanderer, der am Fuß eines hohen Berges angelangt ist, von wo aus er dessen Gipfel nicht zu erblicken vermag. Eine neue Periode scheint sich zu eröffnen, in der die Juden der westlichen Länder mit ihrer großen gesellschaftlichen und staatsbildenden Erfahrung ergänzen werden müssen, was die Hingabe und Opferwilligkeit der Pioniere vor allem aus den östlichen Ländern in Palästina geschaffen hat. Im Aufbau des Landes haben die zionistischen Frauen eine wesentliche Leistung zu verzeichnen. Für die interne Arbeit der WIZO sieht, sie die Möglichkeit von Maximalresultaten durch die Konzentrierung ihrer Palästina- und ihrer Londoner Exekutive auf ihre besonderen Sphären. Wie immer die Entscheidungen dieses kritischen Augenblickes fallen werden, die zionistischen Frauen sowie die ganze zionistische Bewegung werden auf dem Wege, den sie in ihrer Arbeit einge- Ankunft Ich kam im Autobus nach Zürich. Der hochbepackte Wagen, mit den aufgestellten Koffern am Dach, streifte fortwährend an den tiefhängeniden Zweigen der Apfelbäume, so daß uns die Äpfel im ungedeckten Teil des Wagens des öfteren auf den Kopf flogen. Die Äpfel auf dem Kopfe stellten als erste die Assoziation „Das Land Wilhelm Teils“ dar. Die malerischen Häuschen sahen plötzlich wie Kulissen aus, die Berge — vor allen der groteske Rigi und Pilatus — wie ein gut gelungenes Hintergrundgemälde und in jeder bärtigen Bauerngesttlt erkannte ich plötzlich Herrn Ulrich Rüden® oder Werner Sbauffaoher, die mir von ihrer Nebenbeschäftigung als Grün-Ober und — ich glaube — Schell-Unter bereite vertraut waren. Als ich vor sechs Jahren das erste Mal — als Tippler — naoh Zürich kam, saß ich in einem Auto, da« ein Hawaiianer lenkte. Es mag wohl das die Ursache sein, daß ich auch diesmal bei der Fahrt am Seeufer an die Südsee dachte. „Ein' schön Stückei Eck vim Gules“, sagte ein palästinensischer Journalist, der mit mir fuhr. Bei der Einfahrt in die Stadt überraschte uns die Unmenge blauweißer Fahnen, die von allen Dächern wehten. Diese Aufmerksamkeit — eine Woche vor Kongreßbeghm — rührte uns außerordentlich. Später stellte eis sich heraus, daß blau-weiß die Züricher Kantonfarben sind. Den Eindruck dos herzlichen Willkommgrußes konnte uns aber diese nachträgliche Entdeckung nicht mehr rauben. Wir haben uns alle vom ersten Augenblick an heimisch gefühlt. / In der Bahnhofhalle wurde ein Kollege von miir, der die Autobusreise in Loderho&en gemacht hatte, von zwei daselbst wartenden — übrigens recht hübschen — Frauen gefragt, ob der Herr vielleicht aus München käme. Nachdem er verneint hatte, wandte er sich stolz an mich und sagte: „München — Hauptstadt der Bewegung,“ Luftveränderung Durch das Wohnungsamt des Kongreßbüros bekam ich ein sehr nette® Zimmer zugewiesem . Nach dem Grün, das mir beim Blick aus dem Fenster entgegemlaoht, wäre ich versucht, mein Quartier als im Cottiageviertel benennen, denn die ganze Stadt ist ein Garten. Meine Hausherren sind Zürcher, seit einem Jahrhundert hier bodenständig. Sie sprachen sehr schön und aufrecht über die verfehlte Judenpolitik Deutschlands, so wie es edoh Nachkommen eines Teil geziemt. Bei schlagen haben, mit unbeugsamem Willen fortfahren, denn es ist der einzige Weg, auf dem das jüdische Exil beendet werden kann, das im nächsten Jahr ein zweifaches Millennium nationaler Not für das jüdische Volk zählen wird. Eingangs sprach Frau Dr. Weizmann ein paar tief empfundene Worte des Gedenkens an einen der größten Schöpfer der nationalen Heimstätte und jüdischer Kulfcnremeuerung, deh dahingegangenen Nahum Sokolow. Das zweite umfassende Referat des Abends hielt Frau Esther Smoira, die Vorsitzende der Palästina-Föderation der WIZO, über die Probleme der jüdischen Frau in Palästina. Sie zeigte, wie die WIZO bemüht ist, der palästinensischen Frau bei der Lösung ihrer Probleme beizustehen, und wie sie durch ihr ausgedehntes erzieherisches, soziales und kulturelles Werk nicht nur die Neugestaltung des jüdischen Frauenlebens in Palästina, sondern den ganzen nationalen Aufbau entscheidend fördert. Palästinenserin auf dem Kongreß der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit Luhatschowitz, 30. Juli. (JTA.) Auf dem Weltkongreß der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit ergriff die Delegierte der palästinensischen Liga, Frau Gutmann, das Wort zur Darlegung des Palästinaproblems und erklärte, es bestünde trotz der komplizierten Lag'e die Möglichkeit zu einer Zusammenarbeit zwischen den jüdischen und arabischen Frauen im Heiligen Lande. Auf dem Kongreß, der die fortschrittlichen Frauenverbände aller demokratisch regierten Länder Europas, sowie mehrere Verbände in Amerika und in Asien repräsentiert, ist auch die jüdische Frauenliga in der Tschechoslowakei vertreten. Den Delegationen der großen westlichen Länder gehören hervorragende jüdische Frauen an. uns in Österreich hört man leider selten von seiten unserer arischen Mitbürger so aufrechte und vom Herzen kommende Worte. Wenn man auch gegen Deutschland wettert, so macht man gerade dort Konzessionen, wo es uns angeht. Auch in dieser Hinsicht angenehme, wohltuende Luftveränderung. Nichtsdestoweniger gibt es auch hier Antisemitismus. Den „Führer“ der Schweiz, den Architekten Fischer, habe ich bereits kennengelernit. So komisch es klingen mag — vör der Niederlassung des Kongreßbüros am Bahnhof. Er blickte interessiert durch die offenstekende Tür hinein, als man mich auf ihn aufmerksam machte. Auf eine gegenseitige Vorstellung haben wir allerdings beide verzichtet und uns "bloß eine halbe Minute lang in die Augen geschaut. Er ist ein kräftiger, gedrungener Mann uim die Vierzig und mütterlicherseits Reichsdeutscher. Seine Partei — die Front — hat an viertausend Mitglieder, vor allem in den Städten, da sie sich hauptsächlich aus zugereisten reichsdeutschen Intellektuellen zusaanmensetzt. Am Land, das hundertprozentig schweizerisch ist, hat er überhaupt keine Anhänger. Die Regierung geht mit den Fronjlem nicht allzu zart um. Der Umstand, daß in manchen Gegenden, vor allem in Tessin, in letzter Zeit deutsche Waren bevorzugt werden, ist wohl ein Erfolg der Frontier, aber bloß in kommerzieller Hinsicht. Die Tessiner Hoteliers, de unter dem Ausfall der durch Devisenvorschriften beengten Reichsdeutschen leiden,, wurden durch nationalsozialistische Agenten zum Kaiuf deutscher Waren überredet, in der Annahme, daß durch ein Gesunden der deutschen Wirtschaft die Grenzen des Landes geöffnet würden. Ansonsten hat das Dritte Reich hier wenig Freunde. Eine dreifach überzeiohnete Wehranleihe hat einen wirksamen Grenzschutz ermöglicht. In wenigen Monaten wurden modernste Tankfallen usw. errichtet, und zwar bisher an einer einzigen Grenze. „Die Schweizer Landesverteidigung kennt eine Grenze bloß“, sagte mir ein Zürcher. „Und zwar?“, fragte ich. „Die von Ijasel bis nach Konstanz.“- Die WIZO-Konierenz Während in der Tonhalle, der Esplanade und im Glaridenihof ohne Eile Kongreßvorbereibungen getroffen werden (in diesen Vierteln hört man fast ausschließlich hebräisch und fast jeder Passant trägt das Kongreß« abzeiohen), fand Dienstag abends (wie bereits kur® berichtet) im Kurhause die Eröffnung der WIZO-Konferenz statt, an der gegen hundertfünfzig Delegierte aus vierundzwanzig Ländern teiinehmen. In einer launigen Ansprache begrüßte der Vertreter der Schweizer Judemgemeinden die Konferenz, wobei er unter anderem sagte: „Die zionistischen Männer — galant wie sie mal sind — haben Ihnen die Eröffnung der Konferenzreihe überlassen. Bedenken Sie aber, meine Damen, daß in diesem Ausnahmsfalle die Männer das letzte «Wort haben werden.“ Eröffnungen sind im allgemeinen Formalitäten, aus denen man keine Schlüsse ziehen soll Die hiergernannte hatte alle Formen eines gesellschaftlichen Ereignisses, man sah Toiletten, die zu beschreiben ein Berufener versuchen möge. Die schall-undichten Fenster ließen vom Garten des Kurhauses her gedämpfte Jazzmusik hören, so daß die Sitzung einen mondänen Charakter bekam. Ein Pressephotograph und eine Karikaturistin, machten den Saal unsicher und lenkten die auf der Tribüne sitzenden Exekutivmitglieder ab, die trotz aller Würde nicht vergassen, daß sie Frauen sind unid §ich in Positur setzten. Auf der Tribüne sah man viele Trägerinnen berühmter Männernamen, danumter auch Fräulein Sokolow und Lady Samuel junior. Letztere, eine auffallend hübsche Frau, gebürtige Palästinenserin. Als auch ein sehr schönes Begrüßungstelegramm der Lady Samuel senior verlesen wurde, erschien es mir unverständlich, wieso der neuemannte Viscount, mit dem Land und unserer Idee durch Familienbande so verbunden, unserem Werke immer wieder in den Rücken fallen kann. Tag für Tag treffen Delegierte und SohlachtenbummJer, vor allem Jugendliche, die für die Kongreßzedt eine Anstellung hier suchen, ein. Die Mittwoch begonnene Misnaohi-Konferenz eröffnete dien Reigen der Fraktiansbesprechungen. Trotz all des zionistischen Lebens am Zürich, wenden sich aber clie Augen des jüdischen Volkes im Momente nach einer zweiten Schweizer Stadt — nach Genf, wo ab Freitag die Mandatskommission des Völkerbundes tagt. Bobby Weiser. Mosley-Leute bei Streicher Die „Times“ melden aus Berlin:-Gauleiter Streicher empfing in Nürnberg eine Abordnung von 20 britischen Faschisten, die sich gegenwärtig auf dimer Reise durch Deutschland befinden. In seiner Ansprache drückte Streicher Bewunderung für die britische Sohwarzhemdem Organisation aus und sagte: „Warum weigert sich die englische Nation noch immer, ihre Hand den Deutschen entgegenznstrecken? Darauf gibt es nur eine Antwort: Wenn das englische Volk die .Wahrheit kennen würde, wurde es Deutschland die Hand reichen, aberinEngland haben die Juden und das jüdische Geld sehr viel zu sagen. Aus diesem Grund, und das wird meine Überzeugung bis zu meinem Tode sein, darf den: Kampf gegen die Juden niemals aufihören. In diesem Sinne betrachte ich Sie als meine Brüder und Kameraden in unserem Kampf. Wir haben nur einen gemeinsamen Feind, das ist das Judentum, wir müssen es besiegen. Die Zeit wird kommen, daß die Weit von dem Satan Alljuda befreit sein wird. Vielleicht isit der Tag näher als wir glauben, da unsere beiden Völker nicht mehr gegen, sondern miteinander für die Zukunft der Welt airbeiten wenden. England und Deutschland zusammen und vom Judentum befreit, wären imstande, der Welt ein neues Gesicht zu geben.“ Die Besucher brachten ein d r e i f a c h e s Siegheil aufHitler und Streicher aus und überraschten ihren Gastgeber dadurch, daß sie das Horst-We ssö 1- Lied auf englisch sangen. Exzesse in der Bukowina Bukarest, 30. Juli. (JTA.) Wie in einer Reihe anderer Städte in der Bukowina ist es auch in Ser et im Verlauf der Gemoimdewahlen au ernsten antijüdischen Ausschreitungen gekommen. Dreißig Juden wurden mehr oder weniger schwer verletzt; zahlreiche Läden und Wohnungen wurden geplündert. Eine große Bande Jugendlicher hielt die Stadt stundenlang unter Terror. Die Polizei war gezwungen, aus der benachbarten Stadt Radaut® Verstärkung herbeizuholen. Der Präsident der Jüdischen Gemeinde Seret, Pariser, hat beim Präfekten gegen die Vorfälle schärfsten Protest erhoben. Obwohl den Juden von Seret versprochen worden war, daß sie unbehelligt werden wählen dürfen, standen vor den Wahllokalen Boykottposten, die sie unter Drohungen am Betreten der Lokale hinderten* Züricher Bilderbogen