Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 10 (1936-1937)
- Issue
- Heft 665 (3.8.1937)
- Date
- 1937-08-03
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Mt« 4 Ml snMMi Wien, Diene tag, 3. August 1937. — Nr. 868# Italienische Autoren Ober die Juden frage In letzter Zeit ist in Italien eine bemerkenswerte Literatur zur Judenfrage entstanden, die unter nationalsozialistischem Einfluß steht. Dle^folgenden Ausführungen wollen den Leser lediglich informieren und enthalten sich der Kritik. Nicht nur in italienischen Zeitungen und Zeitschriften — es sei an die Diskussionen im „Regime Fascieta“, an de Artikel in „La Tribuna“, im „Tevere“, im „Giornale d’Italia“, ferner in der Zeitschrift „Quadrivio“ erinnert —, sondern auch in einigen Rtichem wird neuerdings in Italien die Judenfrage behandelt. Alle diese Abhandlungen gehen von dem Prinzip des totalitären faschistischen Staates aus. Sie verlangen deshalb von den italienischen Juden eine völlige Einordnung in diesen Staat und die Ablehnung jeder Gemeinschaft, die über die Grenzen des italienischen Imperiums hinausgeht. Diese Forderung macht eich vor allem das Buch „Gli eferei in Italia“ von Paolo Oran o zu eigen. Orano erklärt den Zionismus für anti-römisch, weil er den Interessen Großbritanniens dient. Die italienischen Juden müßten, so verlangt er, zwischen ihrem Vaterland und den Bestrebungen des internationalen Judentums wählen. Es dürfe infolgedessen keinen Gegensatz mehr zwischen dem „totalitären Bewußtsein Israels“ und dem „totalitären italienischen Bewußtsein“ geben. Einige ähnliche Gesichtspunkte findet man in dem Buch von 0n. A1 f r ed o R o m a n i n i: „E b r e i, ' C r i s t i a n e s i m o, F a s c i s m o“. (Juden,. Christentum,' Faschismus.) Auch. Romanini wendet Irich gegen den Zionismus.. Sein Buch ist aber im Gegensatz zu den anderen Werken stark antisemitisch, Eis steht sichtlich unter dem Einfluß der neuen deutschen Literatur, denn es ■will den „jüdischen“ Kosmopolitismus, den „jüdischen“ Bolschewismus, die „jüdische“ Freimaurerei und -das „jüdische“ Weltherrschaftsbetrebeo bekämpfen. Es gelte die Juden, die guten Willens sind, auf den rechten Weg zu weisen. Die Juden teilt ftomanimi ein in: 1. Zionisten, die den Judenstaat von Jerusalem (Zion) in Palästina wieder aufbauen wollen, ferner in 2. territoriale Zionisten (mit englischem Zentrum), die ein jüdisches Land schaffen wollen, aber in dem Teil der Welt, wo sie es unter den besten Bedingungen errichten können, 3. Kosmopoliten, die es vorziehen, über die Welt verstreut zu ibleiben, „damit sie sie beherrschen können“. Unter Berufung auf S e r.g e i N i 1 u s (den Verfasser der „Protokolle“) behauptet Romanim, daß die republikanische Staatsform alle revolutionären Bestrebungen erleichtere, und daß deshalb die Juden sie bevorzugen. Wenn die Juden erst Herrscher der Erde sein würden, würden sie keinen anderen Gottesdienst mehr dulden. In dem zweiten Teil des Büches „C h r ißtentum“ behandelt Romanini ausführlich die '„Protokolle der Weisen von Zion“, die ihm Beweis für das Welth er re chaf teb es tr eben der Juden sind, das von Gott auserwählte Volk, um die Welt zu beherrschen (a govemare il mondo). Demselben Bestreben diente die Freimaurerei. Trotzdem findet sich in dem Buch eine Stelle, an der der Verfasser den italienischen Juden seinen Respekt bezeugt, wenn er sagt: „Wir konstatieren mit Vergnügen, daß in Italien keine Judenfrage existiert, und wir bringen unsere Huldigung den Verdiensten vieler.italienischer Juden, untadeliger und aufrechter Patrioten dar, die ruhmreiche Blattseiten in unserer Geschichte geschrieben haben.“ : Ebenfalls unter deutschem Einfluß steht das umfangreiche Werk von G. Cogni: „II Razzismo“. Dieses Werk über den „Rassismus“ beschäftigt sich eingehend mit der Rassenfrage. Cogni untersucht die Rolle des Blutes, die nach dem Weltkrieg stärker als früher hervorgetreten sei. Er leugnet nicht, daß hiermit wilde nordische Instinkte und ein neues Heidentum wieder erwacht seien, aber das Blut habe bei vielen Völkern eine mystische Bedeutung. Die Nation bestehe aus einem Symbol und einem Ideal: alle, die für dasselbe Symbol und das gleiche Ideal streiten, sind Söhne einer einzigen , Nation. Von dieser Voraussetzung ausgehend, ist jede Assimilation erwünscht. Aber er weist darauf hin, daß jede Nation sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammensetzt, Minorität der Staatsangehörigen, die eine Rassenaristokratie repräsentiert im zusammengesetzten Staate die Nation, nur sie hat die Fähigkeit zum Regieren. Ein Aufgehen des Andererassigen in der Gaetrae.se ist. selbst beim besten Willen nicht möglich Cogni zitiert an dieser Stelle Rosenbergs Ausspruch, daß Juden und Neger die deutsche Rasse verbastardieieren. Bei aller Bewunderung für Hitler und Rosenberg distanziert sich Cogni doch von ihnen. Er betont unter anderem, daß man unter „nordischem“ Blut nicht nur das germanische Blut verstehen dürfe und spricht hier von den „vernarrten Deutsche n“. Er lehnt es auch ab, wenn der nordischen Rasse die Superiorität zugesprochen wird und behauptet, daß in Deutschland die Anthropologen über ihre Kompetenz hinaus gehen. So sagt er: „Der Mythus vom nordischen Blut ist. sicher groß, jedoch muß ihn der Lateiner korrigieren und vervollstän digen. Es ist erklärlich, daß Cogni auch in sei' nen Auffassungen über das Judentum nicht immer den neudeutsohen Aposteln sich ansohließt, wenn er auch zum Beispiel die Nürnberger. Gesetze zitiert, ohne sie abzu lehnen. Er behauptet, daß man allgemein den askenasischen Juden als besonders rassenrein betrachtet, nicht den sephardi sehen, der dem arischen Blute nahestehe. Im dritten Teil des Buches: „Die Geschichte der Kultur“ behandelt Cogni a/uoh die semitischen Völker. Die Judenfrage, so erklärt er, sei einer der Hauptpunkte des Rassismus. „Wir werden sehen, wie wirklich ein historisch kritisches Urteil über den wah ren Grundgehalt der semitischen Kulturen zu dem Schlüsse führt — wenigstens der Idee zufolge, nach der der Rassismus orientiert ist —, daß. eine historische Inferiorität der Kulturen semitiechen Ursprungs besteht; und wir glauben, daß die rassistischen Theorien, die die Rasse als Grund dieser Inferiorität den indo-europäischen Völkern gegenüber annehmen, nicht allzu sehr irren dürften, wenn sie mit den Beweisen an der Hand das Fortbestehen gewisser rein semitischer Motive bei jedem semitischen Einfluß auf die verschiedenen Nationen naohweisen.“ Es gibt, so behauptet Cogni weiter, infolge der unzähligen Einflüsse, denen die' Juden unterliegen, Juden, die so sehr europäisiert sind, daß sie zum mindesten individuell nichts mehr mit der jüdischen Rasse zu tun haben. In Italien existiere eine Judenfrage nicht. Die Juden sind hier, außer in der Religion, völlig assimiliert. Eine Judenfeindschaft ist ausgeschlossen. Die italienischen Juden sind von einer besseren Rasse. Für Cogni ist der Semit ein Intellektualist, der nicht fähig ist, zur Synthese des Immanenten, die Stärke des Ariers ist. Für Cogni ist der Jude ein Melancholiker und Nomade, da sein Ideal außerhalb des Konkreten liegt und somit in ihm das Gefühl des Alleinseins und der Schwäche hervorgerufen wird. Der Semit „ist ein Melancholiker und Fatalist, das Leben des Orientalen trist, monoton, unbequem, schmutzig und oft schamlos“. Der Semit ist auch ein Materialist, während der Indo-Europäer immer Monist war, der alles in der Freiheit des reinen Gedankens deutet. In der Sohlußbetrachtung über die arischen Völker bringt Cogni der Idee der Mission dieser Völker seine Huldigung dar, auch hier wieder dem Gedanken von Rosen b erg folgend, denn er spricht hier von der Semitisierung der Kirche und von dem Triumph des Judentums als dem einzigen Volk des Orienst durch die Verbreitung des Christentums. Dieses eigenartige Buch von Cogni hat natürlich in der nationalsozialistischen Presse lebhaftes Interesse gefunden. Trotz der Abhängigkeit des Verfassers von der natibnälsozialistißchen Ideologie'und der Be wunderung, die er dem neuen Deutschland zollt, haben seine Ausführungen zur Judenfrage keineswegs den Beifall der deutschen Blätter gefunden. „Nazional-Socialismo“ ist der Titel eines Buches von Frederico Federici. Es begegnet zwar den Juden keineswegs mit besonderer Animosität. Der gesamte Tenor des Buches ist aber so, daß den Autor nicht das jüdische Problem auch nicht das der Juden in Deutschland — interessiert, sondern nur das Problem des deutschen Nationalsozialismus und vor allem das deutsche Volk, das ihm die größte Bewunderung einflößt. Prämissen, deren er sich bei der Erklärung der verschiedenen Me thoden der Antisemiten im allgemeinen und der der heutigen deutschen nationalsoziali »tischen Regierung im besonderen bedient — „Jude, ein Fremdkörper“, „Juden 6ind sehädlich“, „Juden streben nach Beherrschung der Völker“, „nach Weltherrschaft“ usw.; alle diese Argumente werden wohl benutzt und sogar wiederholt als Ausgangspunkt nationalsozialistischer Gedankengänge angeführt, ohne daß er sie kritisiert. Nach den Gründen des Hineinströmens von Juden in gewisse Berufe fragt er nicht, wenn er auch die Fälligkeiten des Juden und sogar Verdienste einzelner Juden um das deutsche Volk nicht leugnet. Jedenfalls kann das Buch, wenn nicht gerade als judenfeindlich, so doch zum mindesten als judenunfreundlich bezeichnet werden. Es ist nicht geeignet, den Lesern eine sachgemäße Kritik an Hand ausreichend gebotener Unterlagen zu ermöglichen, die der jüdischen Situation in Deutschland, wie sie war und ist, auch nur annähernd gerecht werden könnte. Als letztes Buch wollen wir schließlich „II M i t o d e 1 S ä mg u e“ (Der Mythus des Bluts) von I. E vola zitieren. Das Buch Evolas ist im ganzen in einem äußerst vorsichtigen, ' abwägenden Ton geschrieben. Es gibt der Autor alle bestehenden „Mythen“ mit anerkennenswerter Klarheit wieder, ebenso die Argumente der Antisemiten, ohne sie sich zu eigen zu machen. Er versucht stets auch die unwahr e.e h.ei,niieben Theorien einz e 1 n er Rassenforscher dem Leset nahe zu bringen, jedoch nur soweit, - daß er sich Mneindenken kann; e£ nimmt für keine dieser Ideen irgendwie Partei. Immerhin läßt sich feststellen, daß er den meisten dieser rassistischen Gedankengänge als Katholik, Faschist und als rational denkender Südländer fernsteht. In seinen Ausführungen Über die Judenfrage ist der Verfasser. insofern nicht objektiv, als er die katastrophale Entwicklung der Lage der Juden in Deutschland nicht wenigstens al6 Illustration der praktischen Auswirkungen eines rassenschützlerisch eingestellten Regimes schildert und außerdem den Zionismus ganz übergeht. Die Unterdrückung jeder Kritik des Mythus können wir, besonders was die Judenfrage angebt, als eine Stellungnahme anseben, wenn auch das Werk als nicht positiv antisemitisch im aggresiven Sinne gelten kann. Die Moses-Statue vor der Prager Alt-Neuschul Am 28. Juli wurde in Prag auf der Grünfläche vor der Alt-Neuschul in der Pariserstraße das erste große jüdische Denkmal „Moses“ von der Gemeinde Prag aiufgeetelilt. Die fast zwei Meter hohe Bronzestatue ist ein Werk des berühmten Prager Bildhauers Frantiisek Bälek. Sie wurde vom Schulmmißteriiuim angekauft und der Gemeinde Prag zum Geschenk gemacht. Seither stand „Moses“ im Mittelbrakt der Halle der Städtischen Bücherei auf dem Marieuplatz. Mitteilungen des Keren Kajemeth Wien, I., Marc-Aurel-Straße 5, Tel. U 29-l-29|( Postsparkassen-Konto A 100.208. Juni-Leerung: 1. B e z.: Dr. Karl Rewesz 2.—; Dr. David Rot.hblum 2.—; Direktor Max Rudolf Meiseis 644; Lisi Gutherz 2.92; Isidor Spitzer^ 5.80; Richard Neumann 3.—; Rosenzweig & Finkler 8.59; Eugen Koppsteia 3.—; Moritz Pollak 2.33; Otto Kohn 3.— . 2. Bez.: Moses Rosner 8.—; Klara Eisen 2. —; Dr. Knöpfmacher 3.—; Rabbiner Sah Friedmann 2.24; Josef Diamand 3.75. 3. Bez.: Ilse Bauer 2.53. 4. B e z.: Dr. Henriette Lichtensfcein-Räppaport 2.06; Pinkas Auerbach 14.—; Lilly Brod 10.—. 5. B e z.: Adele Rudich 2.34; Margit Siveriver 3. —; Jakob Kosidois 2.20. 6. Bez.: Josef Brüll 19.—; Dr. Hans Karl Lutwak 12.36; Kurt Defris 2.53. 7. Bez.: Cilly Singer 2.87; B. Oberländer 2.40; Wilhelm Pienacker 2.50; Bernhard Nugsenblatt 2.—; Eduard Klaarmann 4.30; Klement Goldstein 2.10; M. Bernstein 2.—; Eisenkraft & Spira 5.—; Hermann Schwarz 5.10. 8. Bez.: Ing. Rudolf Köppl 2.—; Dr. Rosa Schur 7.96. 9 Bez.: Eise Spitzer 8.—; Israel. Versorgungsanstalfe 4.23; Norbert Heller 4.—; Israel Bauer 2.—. 10. B e z.: Helene Redlich 4.12; B. Ehrenstein 2.57; David Gaba 2.05; Bernhard Wrasylek 3.60; N. Eilsenrath 3.30; Bernhard Ranzenhofer 2.—; Ottilie Ranzenhofer 3.—; Rosa Weißkopf 2.30; Klara Kohn 2.02; Anny Kupfermann 2.80; Dr. Paul Bauernfreund 2.—. 12. B e z.: Jul. Frank 2.—; Samiuel Futterweit 6.54; Leopoldine Radinger 2.65; Dr.. Eugen Spitzer 2.—; Dr. Ph. Samche 2.60; Mathilde Goldßtein 2.25; Frankel 5.—; A. Fofel 10.91; Gisa Metzker 3.26; Hella Saa 15.—; Mag. Zwillinge! 2.—; Simon Saß 6.—; Dr. S. Berger 4.10; Ed. Mahler 2.69; Dr. Franz Heller 3.08; Edith Pollak 14.55; Henna Isser 2.—; Rosa Goldschmied 3.—; Dr. Richard Pokorny 3.—; Anna Molnär 4.10; Berta Bauer 16.—. 13. Bez.:' Etja Fojmanek 3.—; LitdwigKlauffner 2.—; Heinrich Hahn 2.-r-; Hermann Kindisch 2.—; Emil Kabane 2.—; Ida.Reiß 14. B e z.: Paul Wirth 2.—. 15. Bez.: Jeremias Bronner 2.—; Dr. Klara Kohn 2.—. 18. Bez.: Emmerich Engel 4.—; Elly Fischl 2.50; Oskar Doktor 6.34; Isidor Tillinger 3.-r—; Brunno Kleinrock 3.—; Jakob Hutschnecker 2. —; Desider Balaban 3.50; Cornel Schietter 3. —; Karl Rosenberg 3.—. 19. B e z.: Frans Finder 10.---; Julius Axel 2.— 20. Bez.: Dr. Lipa Brüll 3.58.—. . 21. B'ez.: Mili Eisinger 2.57; Wolf Zlozower 2.—; Dr. Brunno Waldmann 2.—; M. Scbratter 2.16; Leon Buks 2.—; Siegfried Bratmann 2.38; Grünwald-Reich 2.51; Miksa Deutsch 2.40; Brüder Weininger 2.—; Nathan Landmann 3.50; Regine Erdmann 6.—; Rosenzweig 2.20; Irene Grünwald 8.30. Provinz. B r u c k a. d. Leitha: Aron Klamka 4.50; Leo Diamant 5.16; Else Demmer 5.-—. Bruck-Neudo r f: Mordecbai Weinstein —; Isak. Einhorn 6.50; Wilhelm Bramdweiner 2.29; Mizzi Goldmann 10.-—. FILME KINOPROGRAMME Vom 3. bis 5. August IMPERIAL-KINO I.. Rotenturmstraße 19 . Telephon : U 22-1 «12 Nur noch bl« 3. August: Jullgn-Duvlvlur-Fllm La belle Equipe" Ab 4. August der große Russenfilm „Station Nordpol ruftl11 Beginn: 8M, 5“, 7“ 910 Uhr ff A 49-0-00 7,7 u. 9 Uhr Varverkauf ab 7,10 Uhr vorn. Paul Muitfi Luise Rainer« Tllly Losch In: „DIE OUTE ERDE** Täglich 10 bis 18 Uhr : Labanda Zeitung. Kurzfilm« und Interessant« Wochenschauen. AllelncuffQhrung f Organs Wien, M. Q. M. Tatsachenberichte NESTR0Y-T0N-KIN0 fc&rttiS 3. August: Annabella m: „In der Hülle der wisdien Legion“ 4. bis 5. August: Imst Verebe* m: 'Hochzeitsreise zu507°' Beginn: Wo. % 8, 7,1, 7,10 Uhr. So. ab 7,4 Uhr Eigentümer, Verleger und Herausgeber: Zionistischer Landesverband für Österreich, Wien, I., Marc-Aurel-Straßo 5. — Verantwortlicher Redakteur: Robert Polower, Wien, I., Marc- Aurel-Straße 5. — Druck: Vernay A. G., Wien, IX., Canisiusgasse 8—10. Filme ohne Arier-Paragraph Die Glückspuppe. — Alle gegen einen. — Der geborene Verkäufer. — Lustige Sünder. — Menschen Im Hotel. — Die Polizei greift ein. — Liebe eines Fremden. — Der kleine Kavalier. — Die Perlen der Krone. — Die Insel ohne Sünde. — Der geliebte Vagabund. —* Kopf in der Schlinge. — Drei kleine Gangster. — Hochverrat. — Drel-Groscben-Oper. — Wien, Wien, nur du allein. — Land ohne Musik. — König des Lachens. — Motiv unbekannt — Es geschah zu Silvester. — Safari — Verfluchtes Geld. — Hokus-Pokus. — Liebe — nichtgenügend. — Susy. — Braddock gegen Louis. — La belle Equipe. — Tanz unter dem Galgen. — Die gute Erde. — Drei süße Mädel. — Menschen unter Menschen. — Paris. — Jazz- Kadetten. —• Samson. — Liehe macht blind. —* Mord im Opernhaus. — Station Nordpol ruft. —• Das öffentliche Ärgernis. Mittwoch; „Station Nordpol ruft!“ Der russische Spielfilm „Station Nordpol ruft!“, den das Burg- und Imperial-Kino am 4. d. M. herausbringen, ist vor der Nordpolexpedition Professor Schmidts entstanden, cfie ihm jetzt eine besondere Aktualität gibt. Hier geht eB auch um das Schicksal mehrerer Menschen, die in einer Hütte in der Arktis eingeschlossen sind, und deren einzige Verbindung mit der Außenwelt das Radio ist. Auch dieser Fünf zeigt die typische Eigenart der Russenfllme, deren letzter, den man in Wien sah, bekanntlich „Tscheljuskin“ war. Bezugsbedingungen: Monatlich S 1.50, vierteljährlich S 4.20, ganzjährig S 16.—. Für das Ausland: Deutschland vierteljährlich RM 3*—« Tschechoslowakei vierteljährlich Kö 24.—, Jugoslawien vierteljährlich Dinar 40.—, Polen vierteljährlich Zloty 6.50, Ungarn vierteljährlich Pengö 4J20, Rumänien vierteljährlich Lei 120.—« übriges Ausland vierteljährlich Schweizer Franken 4.50. Redaktion und Administration: Wien, I„ Marc* Aurel-Straße 5. Tel.: U 22-3-91. Redaktion* Schluß Montag und Mittwoch vormittags. 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