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Die Stimme · 1937-07-13 · Heft 659 (13.7.1937) · page 3

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Journal
Die Stimme
Volume
10 (1936-1937)
Issue
Heft 659 (13.7.1937)
Date
1937-07-13
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Wien, Dienstag, 13. Juli 1937. — Nr. 659. DIB STIMME Bett» 3 Das Schulamt der Wiener Kuitusgemeinde Von Dr. Isidor K1 a b e r, Obmann der Unterrichtskommission. Wer in den letzten Tagen die Abfahrt der jüdischen Kinder in die Heime „Payerbach“, „Stuppach“ _ und „Kaltenleutgeben“ gesehen hat, mußte sich freuen, wie die Wiener Kultusgemoinde, gefördert von der Vaterländischen Front, alles aufbiotet, um den Kindern einige Wochen frischer Luft und entsprechende Ernährung zu verschaffen. Die Organisation der Jugendfürsorge, die unter Leitung des Fräu lein BundesfUrsorgerat Rosa Rahel Schwarz steht, hat in musterhafter Weise geklappt. Alle Kinder wurden vor Abfahrt nochmals ärztlich überprüft, einige wenige wegen akuter Erkrankung zurückgestellt und werden dieselben im zweiten Turnus im August fahren. 'Alle übrigen fuhren lustig und munter per [Bahn oder Autobus, unter Führung der Präfekten in die Heime. Die Schüler der Volksschule der jüdischen Kultnsgemcinde mit ihrem Oberlehrer gemeinsam, sowie auch die Kinder ans den Waisenhäusern, Bondy heim und viele andere, stehen alle in diesem Jahre unter Aufsicht unserer Jugendfürsorge. Das Schuljahr 1936/37 ist vorbei. Obzwar Wahlen und Wahlkämpfe in diese Zeit fielen, hat das Schulamt der israelitischen Kultusgemeinde nicht nur Bestehendes erhalten, sondern Neues und, wie wir hoffen, für die Ge «amtheit Gutes geschaffen. Es ist vollkommen unrichtig, wenn von gewisser Seite behauptet •wird, daß eine Bevorzugung zionistischer Lehrer stattgefunden hat. Das Inspektorat ist in seiner Zusammensetzung seinerzeit von der u n ionist isehen Mehrheit eingesetzt worden. Es »wurde auch nicht ein Herr mehr ernannt, oder Irgend jemand entfernt. Alle Besetzungen erfolgten mit Zustimmung der Herren der „Union“, alle Änderungen im Einvernehmen »mit dem Obinannstellvertreter der Unterrichtsikotnmission, Börsenrat Po p p e r. Niemals ist vom Genannten gegen irgend eine Verfügung Protest eingelegt worden. Wenn von einzelnen Lehrern Beschwerden geführt weiden, so ist dies niemals offiziell erfolgt, sondern die Lehrer haben es vorgezogen, in eine Union-Versammlung zu gehen •und dort u nk o n t r o 11 i e r bia r e Rekrinninationen zu erheben. \ An der Volksschule, die heuer erst das (zweite Jahr besteht, wurden zwei Lehrkräfte, (welche keineswegs zionistisch organisiert sind i— beide sind erstklassige Pädagogen und verdienen volles Lob — eingestellt. Die Lehrerin!kam aus streng orthodoxen Kreisen und findet!mit Recht bei Schülern und Eltern, selbstredend auch beim Vorstand, die entsprechende Anerkennung. Die Einschreibung für das kommende .Schuljahr 1937/38 zeigt den Erfolg der Schule. 75 Kinder sind für die erste Klasse gemeldet, •so daß wieder eine vollkommene Knaben- und [Mädchenklasse eröffnet wird. Bei der Zeugnis- Verteilung konnte sich Oberrabbiner-Stellvertreter, Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz, von der tadellosen Führung der Schule, die das Problem aufrechter vaterländischer Erziehung und gut jüdischer Heranbildung ohne jede Scheinheiligkeit gelöst hat, überzeugen. Die Talmud- Thoraschule hat im selben Jahre ebenfalls eine große Zahl von neuen Schülern zu verzeichnen, »so daß von der befürchteten Konkurrenz keine [Rede ist. Die jüdischen Eltern verstehen jetzt den Wert der jüdischen Schule besser wie einst. (Nicht Ghettoschule, sondern mo- Iderne Schule mit jüdischer Führung unter Aufsicht unserer Schulbehörden, •ist das Prinzip beider Anstalten. Das C h a j e s- Gymnasium hat vor wenigen Wochen bei der Maturitätsprüfung, die unter Vorsitz des Direktors vom Seipel-Gymnasium stattfand, »wieder gezeigt, daß die Schüler trotz der hebräischen Kenntnisse nicht bloß gleichwertig, sondern vielleicht sogar überlegen sind, wenn man die große Zahl der Auszeichnungen berücksichtigt. Der Religionsunterricht wurde durch den Ergänzungsunterricht in den Bibelsohulen und Hebräisch-Kursen erweitert. In den letzten Wochen zeigten die Schlußprüfungen in fast allen Bezirken Wiens, wieviel jüdisches Wissen die Kinder sich erworben 'haben und jeder, der die Verhältnisse an den Wiener Schulen etwa vor 10 Jahren gekannt hat, wird, wonn er nicht boshaft verleumden »will, zugeben, daß hier gute Arbeit geleistet ■wurde. Besonderen Dank gebührt aber jenen Lehrern, die ohne Entgelt aus reinem Idealismus mit ihren Schülern Exkursionen unternommen haben. Viele von ihnen besuchten die Anstalten der Kultusgemeinde, die Schüler ■wurden über die sozialen Einrichtungen belehrt, jüdische Friedhöfe wurden besucht und dabei jüdische Geschichte gelehrt Der Jugendgottesdienst war. sogar noch in den lotzten hoißen Samstagen sehr gut besucht. Die Exhorton wurden von allen Lehrern, die vom Inspektorat als geeignet befunden sind, in gewohnter Weise gehalten. In den meisten Synagogen hiolten die Rabbiner der Bezirke die Exhorten. Die Frequenz gegenüber den Vorjahren war eine bedeutend höhere. Für die Fortbildungsschule wurde ein Festabend im Hotel Post veranstaltet, der von einigen hundert Fortbildung»s- und Ge- ’werbeschülern besucht war, bei dem der jüdische Gesangsverein liturgische Gesänge zum Vortrag brachte. Diese Festabende für die reifere Jugend sollen im Schuljahr 1937/88 regelmäßig eingoführt werden. Ebenso wird im 'Herbst die erste jüdische Jugendbibliothek von der Kultusgemoin.de eröffnet werden. Anläßlich phanukkah, Purim und Pessach fanden Feiern statt. Die Lehrer arbeiteten sehr fleißig mit, damit die Kinder nicht bloß Wissen erwerben, sondern auch Freude an den jüdischen Feiertagen empfinden. Es gebührt ihnen allen voller Dank Einzelne Lehrer haben durch das An- ■fertigenlassen von Sukkoth-Modellen, Zeichnungen von Chanukkah-Leuchtern, Sedcrschüsseln und ähnlichem Arbeitsunterrioht geleistet. Sederabende wurden für die Jugend in verschiedenen Bezirken abgehalten. Außer der Förderung des Religions-, Bibel- und Hebräisohunterrichtos wurden alle Bethausvere'ne, die Jugendkurse halten, subventioniert. Die Jugendgruppen, die in Wien eine besondere Mission haben, nämlich vor allem Jugendliche zu sammeln, die nicht durch Religionslehrer mehr beeinflußt werden können, müssen entsprechend gefördert werden. Vor allem leisten auch die Sport- und Turnvereine Ertüchtigungsaibeit, die durch die Kultusgemeinde unterstützt werden muß. All diese 'Organisationen stehen im Verkehr mit dem Inspektorat, das trotz der in den letzten Jahren gewaltig angewachsonen Agenden im verständnisvollen Einfühlen den Vereinen jederzeit helfend zur Seite steht. Unter den Organisationen danken wir auch dem „Jüdisch kulturellen Elternbund“, _ der durch die Herausgabe der Zeitung „Jüdische Jugend“ einen Mangel behoben hat. Die Zeitung ist eine Notwendigkeit und hilft den Unterricht ergänzen. Die Versammlungen des Elternbundes gaben den Lehrern Gelegenheit, zu den Eltern zu sprechen. Daß auch hier Lehrer ohne Unterschied ihrer Parteistellung sprechen, zeigt die Liste der Redner: Professor Bogner, Professor Brenner, Professor Klarmann, Rabbiner Professor Kupfer, Professor Lehmann, Professor Menczer, Professor Pappo, Professor Taglicht, Rabbiner Professor Weiner, Professor Weißkopf, Frau Dr. Zipser, Lehrer Antscherl, und viele andere. Oberrabbiner Taglicht hat vor . wenigen Tagen erst die Ze’tung „Jüdische Jugend“ besonders gelobt. Alle Angriffe sind ungerecht j und Verdächtigungen wie schlechter Patrio- I tisrnus und Areiigiosität von den Leuten, die i bis 1984 ihre Schüler zur Teilnahme am Jugendgottesdienst nicht einmal aufforderten, 1 und die selbst ohne Entgelt den Gottesdienst | nicht besuchten, sind nicht wert, beachtet zu , werden. Wahre Patrioten und aufrechte Juden führen nicht ununterbrochen Worte, wie ReH- 1 gion und Vaterland, im Munde, sondern sie beweisen ihre Treue durch die Tat. Judenstaat und Mandat In dem Bericht gibt die Kommission auf' 146 Seiten einen Überblick über die Geschichte Palästinas über einen Zeitraum von fast 4000 Jahren. Die Kommission verfolgt die jüdischen und die arabischen Zusammenhänge mit Palästina vom Jahre 2000 vor Beginn der bürgerlichen Zeitrechnung bis zur Gegenwart. „In den zwölf Jahrhunderten und mehr, die seit der arabischen Eroberung des Landes verflossen sind, war Palästina faktisch aus der Geschichte ansgesohaltet... Aber wie arm und verlassen es auch war, für die Araber, die in Palästina lebten, blieb es doch ihr Land, ihre Heimat.“ Der Bericht beschreibt ausführlich das Schicksal der Juden in der Welt mit der Feststellung, daß das Palästina-Problem mit dem jüdischen Gesamtproblem unauflöslich verknüpft ist. „Während ihrer Zerstreuung über die Welt haben die Juden niemals Palästina vergessen und ihre Verbindung zu Palästina war nicht etwa nur geistig oder intellektuell. Immer, oder fast immer, seit dem Untergang des jüdischen Staates, haben Juden in Palästina ge- 1 e b t. Unter arabischer Herrschaft gab es nicht, unbedeutende jüdische Geimehxlen in den größeren Städten.“ I Der Bericht beschreibt das Entstehen und die Entwicklung der zionistischen Bewegung. In dem Abschnitt „Der Krieg und das Mandat“ beschäftigt sich der Bericht mit den Versprechungen, die den Juden und den Arabern gemacht wurden. Es wird festgestellt, daß England im Jahre 1915 dem Seherifen von Mekka versprach, daß im Falle eines Sieges der Alliierten der größere Teil der arabischen Provinzen des türkischen Reiches seine Unabhängigkeit be»kommen, würde. Die Araber verstanden dieses Ver-I sprechen dahin, daß Palästina in den Umkreis der unabhängigen arabischen Gebiete einzubeziehen sei. Bei Besprechung der zwischen Dr. W e i zmann und dem Emir F e i s a 1 am 3. Jänner 1919 geschlossenen Vereinbarung bemerkt der Bericht: „Diese Vereinbarung stellt einen der kurzen Augenblicke in diar ganzen Geschichte dar, in dem durch arabische und jüdische Staatskunut eine wirkliche Harmonie erreicht wurde. Wenn König Hussein und Emir Feisal ihre großen arabischen Staaten erlangten, so seien sie bereit, das kleine Palästina den Juden zu überlasse n.“ Bei Erörterung der Frage, was der eigentliche Sinn eines jüdischen nationalen Heimes sei, sagt der Bericht: „Im Cburchillschen Weißbuch von 1922 ist nichts enthalten, was die sohließliche Errichtung eines jüdischen Staates a.usschließen würde, und Mr. Churchill hat uns in seiner Vernehmung selbst erklärt, eine derartige Ausschließungseiauchnichtbeabsichtigt g e w e s e n.“ An anderen . Stellen dieses Kapitels heißt es: „Unter dem Gebiet, in welchem das jüdische nationale Heim errichtet werden sollte, wurde zur Zeit der Balfour- Deldaration das ganze historische Palästina verstanden und die Zionisten waren außerordentlich enttäuscht, als in Erfüllung des MacMahon-Versprechens, das zeitlich vor der Balfour-Deklaration lag, Transjordanien abgetrennt wurde.“ „Ohne Frage (jedoch) war das primäre Ziel des Mandates... die Errichtung des jüdischen nationalen Heimes zu fordern.“ Die Bevölkerung Palästinas Jerusalem, 9. Juli. (JTA.) Das statistische Bulletin der Palästinaregierung gibt die Bevölkerungszahl Palästinas, die im Jahre 1931 66.553 Seelen umfassende Nomadenibevölkenmg und die Angehörigen der britischen Armee nicht miteingereohnet, am 31. März 1937 mit 1,361.142 an. Die Bevölkerung bestand aus 805.173 Mohammedanern, 389.390 Juden (nach den Erhebungen der Jewish Agency 404.000), 110.146 Christen und 11.433 Angehörigen sonstiger Bekenntnisse, unter denen die Drusen am zahlreichsten waren. Verhältnismäßig entfallen somit auf die Mohammedaner 61,2%, auf die Juden 29.6%, auf die Christen 8.4% und auf die •Übrigen 0.8%. Die Bevölkerungszunähme im ersten Vierteljahr betrug schätzungsweise 15.991, davon 11.231 natürlicher Zuwachs »lind 4760 neu Eingewanderte. Die mohammedanische Bevölkerung hat um 8996 Personen zugenommen, 8566 durch natürlichen Zuwachs, 430 durch Zuwanderung; bei den Juden ist die Bevölkerungszahl um 5307 (1807 durch natürlichen Zuwachs, 3500 durch Einwanderung) gestiegen; der Zuwachs von 1633 bei dem Christen setzt sich »aus 890 Personen durch Geburtenüberschuß 'und 843 durch E in wand er ungsübe rs ohuß zusammen. Die Zunahme durch Einwanderung »ergibt sich aus dem Überschuß der Einreisen üiber die Ausreisen und ist daher durch saisonmäßigen Touristenverkehr usw. IbeeinfLußit. Die Zahl der registrierten Einwanderer im ersten Vierteljahr betrug 8643, also fast um 1000 weniger als der aus der Differenz von Ausreisen und Einreisen sich ergebende Bevölkerungszuwachs. Im April kamen 22.474 Personen nach Palästina, etwas mehr als im April 1936; verlassen haben Palästina 20.303 Personen, um 2221 mehr als im April 1936. Die Zahl der •registrierten Einwanderer betrug 1464 (1340 Juden und 124 Nichtjuden) gegenüber 3524 5»m April 1936. Von den jüdischen Einwanderern sind 503 aus Polen und 486 aus Deutschland gekommen. 1153 Personen, davon 1135 Juden, wurden im April eingebürgert. Der früheren Staatsangehörigkeit nach waren von ihnen 572 Polen, 121 »Deutsche, 80 Russen und 73 Rumänen. Mausdiel freut si'di Millionen Juden, auch wenn sie keine Zionisten sind, stellen sich in diesen Tagen in die Reihe der Kämpfer gegen die Teilung Palästinas. Eine unrühmliche Ausnahme macht, wie es nicht anders zu erwarten ist, das Organ der „Union“ in Wien. Wieder einmal tobt sich Mauschel in seinem geradezu pathologischen Haß gegen den Zionismus aus. Und noch mehr: Mauschel freut sich. Da lesen wir: „Die jüdische Einwanderung nach Jerusalem soll an ein verschärftes Bewilligungsrecht der Engländer gebunden sein. Da« heißt, daß an der jüdischen Universität auf dem ölberg in Hinkunft der Numerus clausus für jüdische Hörer und Dozenten gelten wird!“ Au einer anderen Stelle heißt es: „Den jüdischnationalen Zionisten, die an dieser auch sie in Bestürzung versetzenden Entwicklung ein gerüttelt Maß von Schuld tragen und die eine ungeheure Propaganda entwickelt hatten, um den Judenstaat Palästina unter Einbeziehung Transjordaniens zu schaffen, und die Juden veranlaßt haben, mehr als 100 Millionen Pfund, das sind zirka 3 Milliarden Schilling für Palästina zu opfern, kann mit Recht zugerufen werden: .parturiunt montesnascitur ridioulus m»us‘ (es kreisen die Berge — geboren wird eine lächerliche Maus)!“ Die „lächerliche Maus“, das sind 400.000 Juden, die um ihre nationale Souveränität und für die Zukunft von 16.000.000 Juden in der ganzen Welt, auch für Mauschel von der „Union“ kämpfen. Wir wollen ein jüdisches Wort zitieren und allen anständigen Juden sagen: „Denkt an Amalekl“ Dubnow über den Selbstmord Stefan Lux’ Am 3. Juli 1936 hat sich im Saale des Genfer Völkerbundes Stefan Lux erschossen. Anläßlich des Jahrestages seines Todes gibt die Witwe, Frau Dora Lux, einen Brief des großen jüdischen Historikers Professor Simon Dubnow an sie wieder, in dem es unter anderem heißt: „Ich kann nur sagen, daß ich die Tat des Stefan Lux für so sehr historisch halte, daß ich beschlossen habe, sie in den neuen Epilog, den Schlußteil der kommenden Ausgabe meiner „Weltgeschichte dies jüdischen Volkes“, einzureihen, als ein Symbol des Reagierens des jüdischen Gewissens aiuf das Graue»n unserer Zeit.“ Oberst Biandrie! - Präsident der Triester jüdischen Gemeinde Bei den in Triest stattgefundenen Wählen in den Vorstand der jüdischen Gemeinde, dessen Agenden während der vergangenen Monate von einem Regierungskommissar geführt worden waren, ist Oberst Acbille Levi Bianchini zum Vorsitzenden der Gemeinde gewählt worden. Oberst Levi Bianchini ist ein Bruder des Kommandanten Levi Bianchini, der im Jahre 1918 anläßlich des Besuches der Zionistischen Kommission in Palästina, der er als Vertreter Italiens angehörte, von Arabern ermordet wurde. In zwei Tagen vier Kwuzot neu angesiedelt Jerusalem, 9. Juli. (JTA.) In zwei Tagen haben vier Kwuzot neuen Boden in ‘wichtigen Gegenden des Landes besetzt. Von einer Kwuza von Einwanderern aue Deutschland wurde nördlich von Ejn Gharod eine Siedlung geschaffen, der zweite Punkt liegt bei Mischmar Haemek und wurde von Cha 1 u zim aus Amerika besetzt, die dritte, aus Jugendlichen des Verbandes der Allgemeinen Zionisten bestehende Gruppe hat sich zwischen Beisan und dem Jordan niedergelassen, die vierte, aus Einwanderern aus Deutschland bestehend, östlich des Tiiberias- Bees. Juden! Spendet Kleider, Wäsche, Schuhe für die Chaluzim und Chaluzoth, die sich auf landwirtschaftlicher Ha chscharah befinden! AllfäMige Spenden werden vom Bureau des Landeskomitees, Marc-Aurel-Straße 5 (Tel. U 22-2-11), abgeholt. Hechaluz Haklal Zloni Freitag, den 9. Juli, wurden drei landwirtschaftliche Plugoth nach Niederösterreich abgefertigt. Anmeldung für landwirtschaftliche Hachscharah im Sekretariat des H. H. Z., I., Marc- Aurel-Straße 5, im Zentralheim, II., Novaragasse 29, im Stadtkibbuz, II., Rueppgasse 8, und in allen Snifim des H. H. Z. Mitgliederzusammenkunft während der Sommermonate jeden Mittwoch um 8 Uhr abends im Zentralheim, II., Novaragasse 29. Jüdischer Hochschulausschuß. Die „Judäa“ •veranstaltet am 1. August eine Reise nach Paris mit eventuell anschließendem Aufenthalt in der Bretagne. Auskünfte und Anmeldungen täglich von 12 bis 1 Uhr und 3 bis 4 Uhr, Wien, IX. Alserstraße 26, Tel. A 25-2-28.

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