Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 10 (1936-1937)
- Issue
- Heft 654 (25.6.1937)
- Date
- 1937-06-25
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 Nr. 654. •— Wien, Freitag, 25. Juni 1667. DIB STIMM» t isehen Gemeinde, Bürgermeister Rokach. der Präsident der Gemeinden von Jaffa und Tel-Aviv. Daniel Sirkis, Vizebürgermeister von Jerusalem Auster, der Bürgermeister von Petaoh Tiikwa Stamper. die Präsidenten der Kolonienräte von Rechowoth, Ohedera, Kfar Saba und Ramat Gan. der Vizepräsident des A. C. F a r b s t e i n, Rabbi Ostrowski, Doktor Bodenheim er. Prof. J. K 1 a u s n e r, der lettische Konsul Kaspi u. a. Ussischkitis Aktion , Jerusalem, 22. Juni. (JTA.) Der Präsident nistisehen Ak tionskomi te es. M. M. Us- ■s i s o h k i n, hat eine Reise durch alle jüdischen »Siedlungen des Landes unternommen, um zum Widerstand gegen die Pläne einer Zerreißung Palästinas aufaufordern. In Newe Chajim bei Cbedera nahm Ussisohkin an der Einweihung einer nach ihm benannten Straße teil. Die Ansprachen ■llssiscihkins, in denen er zur Stärkung des zionistischen Selbstbewußtseins und zur Sicherung jüdischer Geschlossenheit zur Durchsetzung der jüdischen Forderungen auf ruft, werden überall mit großer Begeisterung aitigenommen. ■ .des Jüdischen Nationalfonds und des Zio- Der Bericht der Palästina-Kommission fertiggestellt Allgemeine ZionistenI Laßt Euch nicht irreführen! Die wahrhaften Allgemeinen Zionisten kandidieren unter Führung von Dr. Oskar ärUnbaum, Sabine Passweg und Dr. Frey nur auf der Liste „Nationaler Block“ London, 22. Juni. Der Bericht der Palästina-Kommission ist heute von den einzelnen Mitgliedern der Kommission unterzeichnet worden. Er soll unverzüglich dem König unterbreitet werden. Mit der Veröffentlichung dürfte noch zugewartet werden, bis der Oberkommissär Wanchope das Dokument kennengelernt hat Nach Informationen, die der Sonderberichterstatter der„Sunday Times“ erhalten haben will, verfolgt der Bericht eine Jerusalem, 22. Juni. (JTA.) Die arabischen Zeitungen Palästinas haben Meldungen der syrischen Presse über eine englisch-französische Verständigung, die sich auch auf Palästina erstrecken soll, aufgegriffen. Wie diese Zeitungen behaupten, sollen England und Frankreich bereit »sein, ihre Zustimmung zai der Schaffung eines alle arabischen Länder einschließlich des Irak und Ägyptens umfassenden Staatenbundes zu geben, falls die arabischen Staaten sich verpflichten, den gleichzeitig in einem Teil Palästinas zu errichtenden Judenstaat anzuerkennen. Was „Falastin" meldet Das Organ des Mufti, der „Falastin“ behauptet im Zusammenhang mit der Reise des High Commission er nach London, d e r Teilungsplam sei bereits aufgegeben worden. Es sei der Zweck der Reise des High Commissioner, Beratungen über den neuen politischen Kurs in Palästina einzuleiten. Hierfür gebe es zwei Vorschläge: Nach dem einen sollen jüdische Einwanderung und Bodenkauf verboten und eine dem gegenwärtigen zahlenmäßigein Verhältnis der beiden Bevölkerungsteile entsprechende Repräsentanz in Palästina eingesetzt werden, zu der Juden aber nur wahlberechtigt sein sollen, wenn sie palästinensische Bürger sind. Nach dem zweiten Vorschlag soll Palästina mit Transjordanien vereinigt und jüdische Einwanderung so lange zugelassen werden, als die Zahl der Juden 30 Prozent der arabischen Bevölkerung da3 Gesamtgebietes nicht übersteigt. Die Nashashlbipartei für Teilung Jerusalem, 22. Juni. (JTA.) Die Mitglieder der „arabischen Opposition“, die ihren Hauptsitz in Bethlehem und dem benachbarten Bet Dsohalla hat, führen eine intensive Propaganda für den Plan der Teilung Palästinas durch. Diese Aktion hat eine scharfe Gegenpropaganda von Seiten der Anhänger des Mufti ausgelöst, deren Angriffe sich besonders gegen den Bürgermeister von Bethlehem, Issa Bend a k, richten. „Palestine Post“ berichtet, daß der Mufti Ende Juni nach Syrien gehen wird, um mit den dortigen Nationalistenführern Shekib Arslan und Issan Dschabri zu konferieren. Wie die arabischen Zeitungen melden, soll unmittelbar nach der Veröffentlichung des Berichtes der Königlichen Kommission ein arabischerKongreß zusammentreten, zu dem auch Syrien, Tr ans Jordanien und der Irak Vertreter entsenden wenden, um die Richtlinien der arabischem Politik einheitlich festzulegen. Wauchope nach London abgeflogen Jerusalem, 21. Juni. (Palcor.) Der Oberkommissär hat sich heute im Flugzeug nach London begeben, wo er sich an der endgültigen Formulierung der neuen Palästina- Politik der Regierung beteiligen wind. Seine Abwesenheit wird drei Wochen dauern. verhältnismäßig drastische politische Linie, die auf die Erfordernisse des britischen Weltreiches weitgehend Rücksicht nimmt, sowie die Errichtung einer „Racial Settlement“ (Rassensiedlung) in Palästina selbst betrifft. PENSION ECKSTEIN - Sein! . neu renoviert Chefsekretär Battervshill wird ihn unterdessen in Palästina vertreten. Balcor erfährt, daß der High Commissioner am Samstag um VAX Uhr abends dem Mufti eine P r i v a t a u d i e m z gewährt hat. Auch Polizeichef Spicer nach England Jerusalem, 21. Juni. (Balcor.) Der Chef der palästinensischen Polizei, Roy Spicer, auf den, wie gemeldet, in Jerusalem ein Attentat verübt wurde, hat einen der verhaftetem Araber als Täter - erkannt. Spicer tritt morgen eine Urlaubsreise nach England an. BLAU-WEISS - Zünder - (Kerep-Kajemelh- Zünder) erhältlich bei: Viktor Adlersberg, Trafik- und Hausbaltartikel, Wien, VI., Millergasse 44, Tel. B 23-002. Der für den 3. August nach Zürich einberufene XX. Zionistenkongreß findet in einer Zeit größter Bedrängnis des jüdischen Volkes statt. Aus aller Welt kommt die Kunde von grausamen Verfolgungen, die auf die moralische und materielle Vernichtung der Juden abzielen. Darüber hinaus, um das Maß voll zu machen, ist Erez Israel, das jüdische Nationalheim, in Gefahr geraten. Die jüdische Einwanderung ist tatsächlich gesperrt und Pläne einer in ihrer Wirkung vernichtenden Zerreißung und Zerkleinerung des . durch die Abtrennung Transjordaniens bereits arg verstümmelten Landes werden wieder erwogen. Angesichts dieser katastrophalen Lage haben sich die Unterzeichneten Verbände zur Vermeidung eines Wahlkampfes der zionistischen Parteien gegeneinander um die Aufstellung einer Einheitsliste für die bevorstehenden Wahlen zum XX. Zionistenkongreß bemüht. Leider ist der Plan eines einheitlichen Vorgehens gescheitert, und zwar vor allem an der Haltung des Verbandes „Binjan Haarez“ („Arbeitendes Palästina“). Ein Wahlkampf wird also stattfinden. Um ihn nach Möglichkeit abzugrenzen, haben sich die beiden gefertigten Verbände (Zionistischer Landesverband und Judenstaats-Zionisten) entschlossen, eine gemeinsame Liste unter dem Titel „Nationaler Block“ aufzustellen. Beide Verbände, Allgemeine Zionisten und Judenstaats-Zionisten, sind dieses Wahlbündnis unter völliger Wahrung ihres Programms eingegangen und jeder von ihnen wird auf dem Kongreß für sein Programm einstehen und kämpfen. Den Wahlkampf selbst aber wollen sie gemeinschaftlich im Zeichen folgender Postulate führen: I Ein Untersuchungsausschuß der Mandatskommission? London, 23. Juni. Infolge der zahlreichen Proteste, die seitens der Araber sowie der Juden wegen des angeblichen Inhalts des Gutachtens der Royal Kommission eingelaufen sind, rechnet man hier damit, daß eine, endgültige Entscheidung des britischen Kabinetts kaum vor E nde des Sommers fallen wird. Man rechnet sogar ipiit der Möglichkeit einer neuen U n t e r s u c h u n g. Jedenfalls /werden die Vertreter der arabischen und der jüdischen Bevölkerung noch einmal gehört, werden. Es gehtauch das Gerücht, daß die Mandatskommission in ihrer Palästina-Session einen Antrag auf Entsendung einer eigenen Kommission nach Palästina verhandeln wird. Die Opposition gegen den Mufti Jerusalem, 21. Juni. (Palcor.) Die Opposition innerhalb des Arabischen Obersten Komitees hat beinahe vollkommen aufgehört, sich an der Tätigkeit des Komitees zu beteiligen, ohne jedoch offiziell ihren Austritt anzumelden. Soviel ist aus einem aus zuverlässiger arabischer Quelle stammenden Bericht« ersichtlich.' Das Fernbleiben Nashas'h i bis anläßlich der Audienz, die der High Commissioner vor kurzem einer Abordnung des.; Komitees gewährte,., wird auf diese Weise erklärt. Wierier-Kinder-Lido vom Vorjahr beslens bewährt HEUER IM GEBIRGE bieiet JUirem- Kind n. 4. Schuljahr voll Arbeit und Zimnierluft:. KÖrperl, T5et{tlisun'r, jugendl. Gemeini •''-V<Pschaftsleberf bei.-, geordnetem Tagesablauf;: Eig» Föhrenwald, Tennisplatz, Spielwiese beim Haus. SchwimmbadnSfhe. Arzt. Ren. Küche. (Helno BulterkUche). Sorgsamste u. erziehliche Leitung. Auskunft: U 14-903 nur von 1 bis 2 Uhr.; Kampf um die restlose Erfüllung der Bfelfour-Deklaration und des Palästina- IVJandates durch die britische Mandatsmacht; freie jüdische Einwanderung und Förderung der geschlossenen jüdischen Siedlung. > Kampf für einen Judenstaat in den historischen Grenzen und gegen jeden Versuch einer Teilung Palästinas oder seiner Zerreißung in arabische und jüdische Kantone. Friedlicher Aufbau Erez Israels im Zeichen der nationalen Einheit. Ablehnung der Ideologie des Klassenkampfes, welcher das Volk in feindliche Lager spaltet und den Willen zu gemeinsamer Arbeit für das Land und zu gemeinsamer Abwehr des äußeren Feindes untergräbt. Ablehnung des Kulturkampfes, welcher die Atmosphäre im Lande vergiftet und die Grundfesten des jüdischen Volkstums, erschüttert. Meinungsfreiheit für den einzelnen, verbunden mit tiefster Achtung vor dem jüdischen Reiigionsgesetz, das in allen Einrichtungen der Zionistischen Organisation und ihrer Fonds zu respektieren ist. Das sind die Grundsätze, welche den im „Nationalen Block“ geeinten Verbänden gemeinsam sind und in deren Zeichen sie in die Wahlen zum XX. Zionistenkongreß eintreten. H: Zionistischer Landesverband für Österreich. Verband der Judenstaats-Zionisten österrdchs. v. v *i' ' Eilt überfall aus Versehen Auf einen j ü d Ischen A u t o b n s, der aus Jerusalem zum Toten Meer unterwegs war, wurden mehrere Schüsse abgegeben. Untersuchungen ergaben, daß die Schüsse von Gegnern des Emir Abdullah in der Absicht abgefeuert wurden, die nach Amman reisenden palästinensischen Abordnungen, die von der arabischen Oppositions-Partei entsandt waren, in ihrem Vorhaben au stören. Ans. Versehen wurde jedoch der jüdische Autobus angegriffen. Parteigänger von Naishashilbi legten bei der -Regierung energischen Protest ein, worauf starke Polizeipatrouillen zur Bewachung der Chaussee nach Transjordanien abgeordnet wurden. RESTAURANT STEFANIE HW II., Taborstr. 12 — Tel. R 48-4-46 Hugo und Julie Herlinger, geb. Zöllner Erstklassige renommierte KUche O Große Auswahl,reichhaltige Menu v. S 1.60 aufw. O Exakte Bedienung, schöner schattiger Garten Angenehmer Aufenthalt 90% Steuerlast, aber nur 8% Arbeit Jerusalem, 22. Juni. (JTA.) Obwohl die jüdische Bevölkerung von Jerusalem 90 Prozent der Gemeindesteuern zu tragen hat, hat die Stadtverwaltung soeben einen großen Auftrag auf öffentliche Arbeiten Im Werte von 4000 Pfund zu 92 Prozent an arabische Firmen übertragen, während nur ein einziges jüdisches Bauunternehmen einen kleineren Auftrag erhalten hat. überdies hat die Stadtverwaltung der jüdischen Firma die Bedingung gestellt, daß sie zu 50 Prozent arabische Arbeiter beschäftigen müsse, während den arabischen Firmen die Beschäftigung jüdischer Arbeiter nicht zur Bedingung gemacht wurde. Währerid der ersten zwei Monate dieses Jahres haben die beiden Elektrizitätsgesellschäften (Ruthenberg-Gesellschaft und die englische Gesellschaft in Jerusalem) 7,714.000 Kilowatt Strom (gegenüber 7,587.000 im gleichen Zeitraum des Vorjahres) geliefert. Restaurant Bille! y** Bestrenommierte Küche .^3 Reichhaltige Menüs a S 1’90 u.2'60 H.,Hammerpurgstallgasse3 (nächst Salztorbrücke) Jugendliche am XX. Zionistenbongreß Das Büro des XX. Zionistenkongresses teilt uns mit, daß bei der Einteilung in den Ordnerdienst nur Jugendliche über 16 Jahren, die in zionistischen Jugend verbänden, organisiert sind, eingestellt werden. Jugendliche, welche hebräische Spradhkenntniisee besitzen, worden bevorzugt. Bei der Einteilung in den Ordnerdienet werden nur Anmeldungen berücksichtigt, die von den Zentralen der Jugend gruppen oder den Zionistischen Landesverbänden erfolgen. Einzelanmeldungen können keine Berücksichtigung finden. Es ist daher notwendig, daß alle, die zum Kongreß als Ordner oder als jugendliche Kongreß-Teilnehmer zu kommen beabsichtigen, sich bei den Jugend- Zentralstellen oder Landesverbänden unter Angabe ihres Alters, Wo hnort es, ihrer Sprach kenntnisse biß 14. Juli meiden. Spätere Meldungen können weder für den Ordner dienst noch für billige Unterkunft und billige Verpflegung berücksichtigt werden. Vergütungen an Ordner, beziehungsweise jugendliche Kongreß-Teilnehmer werden auch bei diesem Kongreß nicht gewährt. Ordnor erhalten nur unentgeltliche Unterkunft; für ihren Aufenthalt und Verpflegung jedoch müssen sie selbst auf kommen. HINTCRUnOlIL —■ Pension FORTI1V, UauptatraOe 41, Telephod 117 Pension BRÜHLEGG, HauptstraBe 114, Tel. V Erstklassige Häuser, beste KUohe, mäßige Preise Judenstaat und arabischer Staatenbund Aufruf der Liste „Nationaler Block“ (Zionistischer Landesverband — Verband der Judenstaats-Zionisten Österreichs)