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Die Stimme · 1937-06-01 · Heft 647 (1.6.1937) · page 5

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Journal
Die Stimme
Volume
10 (1936-1937)
Issue
Heft 647 (1.6.1937)
Date
1937-06-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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W!«n, Dienstag, 1, Jüni 1937. — Nr. 647. DIB StiftMl Sftltft 5 Herbert Samuel - Oberkommissar des ludlsdien Palästina? Oie tschechischen Makkabi-Mefsterschaften: Generalprobe zum „Tag der jttd, Jugend"! London, 30. Mai. (JTA.) Emir A 'b d u 1- Iah von Transjordanien, der an den Krönungsfeierliohkeiten in London teilgenommen hatte, hat London am 27. Mai nach* •mittag« verlassen. Emir Abdullah hatte in London wichtige Unterredungen sowohl mit der britischen Regierung als anoh mit dem bei der Krönung anwesenden türkischen Ministerpräsidenten lernet Inöuü. Die Besprechungen sollen sowohl der englisch-arabischen Zusammenarbeit als auch der Palästinapolitik gegolten haben. „News Review“ will dazu wissen, daß England beabsichtige, den Völkerbund zu ersuchen, das britische Mandat über Palästina aufzuheben und damit die Voraussetzung für die Errichtung eines eigenen Dominions zu schaffen. Das Land soll dann in ein arabisches und ein jüdisches Gebiet auf geteilt werden. Kommissar für das arabische Gebiet soll der Emir von Transjordauien werden; als High Commissi oner für das jüdische Gebiet kommt Viscount Herbert Samuel in Betracht. * Diese Meldung ist stark anzuzweifeln. Der gegenwärtige Stand der Mittelmeerfrage läßt es fast ausgeschlossen erscheinen, daß England selbst die Mandiat&probleme aufrollt. Die Ernennung Herbert Samuels, der als Oberkosrnmissär ohne Zwang Transjordanien Von Palästina abgeschnitten und nach den Unruhen von 1921 ein Einwandemngsverbot erlassen hat, wäre für die zionistische Organisation eine unerträgliche Zumutung. Ein wiederentdeckter Brief Theodor Herzls Vor einigen Jahren verstarb in Olmütz Herr Wilhelm Spitzer, einer der .Gründer des dortigen Volks Vereines Zion, an dessen Wiege unter anderen auch Dr. Egon Michael Zweig stand, der jetzt in Jerusalem wohnt. Nach dem Tode der Witwe Wilhelm Spitzers wurde von dessen Sohne der Nachlaß gesichtet und hiebei fand sich ein Brief Theo- Anläßlich des 25jährigen Jubiläums der „M a k k a b e a“ in Bratislava, wurde dieser die Durchführung der diesjährigen Meisterschaften des tschechischen Makkabikreises übertragen. Der große jüdische Allroumlklub Führte diese Konkurrenzen im Rahmen eines einzigartigen Festes durch, das an Größe und Mannigfaltigkeit nur vom „Tag der jüdischen Jugen d“ in Wien tiberlroffen werden dürfte. Bei prachtvollem Wetter, unter Anwesenheit von mehreren tausend Zuschauern, unter denen sich die Spitzen der jüdischen Gesellschaft und des jüdischen Sports befanden, wurden die Konkurrenzen, die unter der Leitung Erich F r i s c h s standen, durchgeführt. Sie brachten der Wiener Hakoah und dem veranstaltenden Verein große Erfolge. Hakoah gewinnt alle Lauf* Konkurrenzen Es war vorauezuseheii, daß die Wiener in den Laufbewerben dominieren würden. Daß aber alle Bewerbe a.n die Hakoah fallen sollten, war auch für diese eine angenehme Überraschung. Kalb gewann die 100 Meter trotz schlechten Starts in 11.5; König war über 400 Meter vor Kaiser und Deutscher erfolgreich, Kaiser siegte Uber 800 Meter in 1:59.8 Minuten und Blödy holte sich die 1500 Meter, bei denen Feuer, der am Vorbag bei den Neuiingsmeistersohaften in 4:12 eine ausgezeichnete Zeit gelaufen war, Dritter werden konnte. Auch die 5000 Meter fielen an B 1 ö d.y, doch mußte er sich hier mehr anstrengen, um Beck bezwingen zu können. Bei den Damen war Gerda G o 111 i e b die erfolgreichste. Sie gewann die 60 Meter ln der international sehr guten Zeit von 7.8 Sekunden vor Fischer und Wagner und war auch im Weit- und Hocksprung Erste. Im Kugelstoßen belegte sie den zweiten Platz. Reisch war Über 200 Meter erfolgreich. Auch die S taff 61bewerbe waren sowohl bei den Herren als auch bei den Damen eine leichte Beute der Wiener. Die technischen Disziplinen Die W urfbewer b e standen ganz im Zeichen des tschechischen Makkabi-liekordmannes Weiß (Makkabea), der Diskus- und Hammerwerfen mit Weiten von über 37 Metern gewann und auch im Speerwerfen und Kugelstoßen erfolgreich blieb. Hier war die Hakoah nur durch Heilig vertreten, dem cb überraschenderweise gelang, im Kugelstoßen mit 11.85 Metern als Zweiter zu landen. Im Diskuswerfen reichte es mit 82.48 Metern nur auf den vierten Platz. Tschechischo Makkabim waren auch in den Sprungbewerben erfolgreich, von denen lediglich die Leistung Dr. S c h i ppers im Stabhochsprung mit 3.2 Metern erwähnenswert ist. Die Rahmenbewerbe Außer den Meisterschaften wurde auch eine Anzahl Jugend bewerbe durchgeführt, bei denen die Hakoah mehrere Erfolge buchen konnte. Die beste Leistung schuf Groß im 100-Meter-Lauf mit 11.9 Sekunden. Weiters wurden von den Pfeßburger Turnern prachtvolle Übungen an den Geräten und auf dem Boden durchgeführt, Ringkämpfe, Fechtvorftihrungen und rhythmische Tänze ergänzten das Programm, das mit einem Spiel einer kombinierten Hakoah- Mannschaft gegen Makkabea - seinen Abschluß fand, das die Wiener 7:2 (5:0) gewinnen konnten. Da« Publikum ging bei allen Darbietungen, herzlich . mit und freute sich der wirklich guten Leistungen. Unter den Zuschauern befand sich auch eine Anzahl Wiener, die mit der Gesellschaftsreise des Landesverbandes gekommen waren, doch fiel es allgemein auf, daß sich der größere Teil der Reißeteilnehmer beim Fest der Makkabea nicht blicken ließ, da er scheinbar für den jüdischen Sport, für die körperliche Ausbildung der Jugend nicht genug Verständnis hat. Hoffentlich ist es am nächsten Sonntag in Wien anders, wo man es sich nicht entgehen lassen sollte, die Panade der jüdischen' Jugend und deren gute sportliche Leistungen zu sehen. Diejenigen, die diesmal dabei waren, haben ihre Freude daran gehabt und haben das, was sie gesehen haben, jedem anderen Sonntagsvergnügen — auch dem Kaffeehausbesuch — vorgeZogen. h. h. dor Herzls, der als Erwiderung auf eine Einladung, in Olmütz zu sprechen, geschrieben wurde. Der Brief, auf Papier cler „Welt“ verfaßt, trägt das Datum 17. Dezember 1897 und hat folgenden Wortlaut: Mus einem Reisebrief „Meine sehr geehrten Herrenl Ihrer freundlichen Einladung kann ich zu meinem größten Bedauern nicht nachkommen. Ich bin jetzt mit Arbeit schwerer überhäuft als sonst. Übrigens brauchen Sie mich nicht. Sie selbst und, mehr als wir alle, die täglichen Ereignisse, machen für den Zionismus Propaganda. Der große Körper unserer nationalen Idee wächst. Setzen Sie eine neue Zelle an und Sie werden sich um. das Qatize verdient gemacht haben. MH Zkmsgruß Ihr ganz ergebener Th. Herzl.(i Der Brief stammt aus einer Zeit, die wirklich sehr bewegt war. In Prag war damals im Zusammenhang mit den Badenischen Verordnungen das Standrecht verkündet und die nationalen Zwistigkeiten zwischen Tschechen und Deutschen wurden auf dem Rücken der Juden ausgetragien. Herzl schrieb wenige Tage nach diesem Brief über die Prager Ereignisse den Artikel „Jagd in Böhmen“, der auch in seinen gesammelten Werken ahgedruckt ist. Auch die Tagebücher aus dieser Zeit geben Zeugnis von der starken Inanspruchnahme Herzls. Wilhelm Spitzer hatte den Brief auf einer Allonge mit der Bemerkung versehen, daß er die Antwort auf die Einladung zum ersten österreichischen Zionistentag sei. Es handelt sich offenbar um einen Irrtum, denn der erste österreichische Zionistentag fand erst im Jahre 1901 in Olmütz statt. Hingegen dürfte das Schreiben die Erledigung einer Einladung zur Gründungsversammlung des Olmützev Volksvereines Zion sein, der heuer 40 Jahre alt wird. Der Brief Theodor Herzls wurde als kostbare Reliquie vorläufig in Verwahrung des Volksvereines Zion genommen, Dr. Fritz Tauiber, Olmütz. iittMljlliiiliiiiiif In Jedes Jüdische Haus „Die Stimme" Van Dr. Ma yer Ebner Jerusalem hat zwei Gesichter. Eines sehe ich bei hellem Sonnenschein vom Toteufelde aus auf dem ölberg, unddas andere bei Vollmond auf der Dachterrasse der Sochnuth. Es war am Dienstag, den 27. April,- als das A. C. unserem toten Motzkin die: Ehre erwies, seinen neugeeetzten schliohten Grabstein ein-, zuweihen. Motzkin ruht in einem Felsengrab auf dem ölberg, auf jenem Friedhof, der unter allen Friedhöfen der Welt wohl die wundervollste Lage hat. Heiligtümer der drei Bin- Gott-Religionen umgeben ihn. Hier der Garten von Ghethsemane, wo Jeschu in der Nacht gebetet hat, es möge der Kelch an ihm vorübergehen, und er dennoch von der Polizei des Synedrions (oder der Römer?) verhaftet wurde, und da nebenan das Grab seiner Mutter Maria, dessen Echtheit auch von christlichen Theologen bestritten wild. Die Legende heiligt auch Unhistorisches. Ein ewiges steinerne« Denkmal ist der Friedhof auf dem ölberg. Tausende von liegenden Grabsteinen, und es mag auch Schichten von Toten geben,, die noch tiefer unten schlummern, und alle harren sie der Posaune am Tage, da die Ankunft des Messias verkündet wird, und da nach de« Propheteu Jeohoskels Vision Gebein kriechen wird zu Gebein, um sich mit Fleisch zu umgeben und aufzuerstehen zu neuem ewigen Leben. Mir ist, als wenn-Hunderttausende von bleichen Armen sich aus diesen Gräbern streckten Ln der Richtung zum Har habajit,. zum heiligen Berge, auf dem einet der Tempel stand, in dem Gott wohnte. Aber auf dem großen Platz ist kein Stein auf dem anderen geblieben, wenigstens hat man dies bisher uieht feststellen können, wie man überhaupt heute mit Sicherheit nicht angeben kann, wo der Vorhof, das Heilige und das Ailerheiligste gewesen sind. Nur in der Mauer, die den Terapelplatz sowie die alte Stadt umgibt, sind die riesigen, an den Rändern behauenen Steine unverkennbar. Sie stammen zumindest aus der Zeit Ilerodes des Großen — wenn nicht noch aus der Zeit Salomons. Auch dies vermag die noch junge jüdische Archäologie nicht zu erkennen, Lange stand ich mitten unter den Gräbern auf dem ölberg, versunken in den Anblick der alten Stadt, über die eine gnadenlose Sonne ihre heißen Strahlen ergoß: So armselig das Gewirr der schmalen Gassen mit ihren in den unteren Lagen finsteren Wohnhöhlen ist, 60 imposant ist der Anblick des Weichbildes dieser alten Stadt, , die kaum einen Quadratkilometer bedeckt und von einer mittelalterlichen Mauer umgeben ist.- Die heutige Altstadt ist aber kleiner als das alte Jerusalem war. Der Berg . Zion, auf dem, einst die Burg Davids stand und heute eine Kirche steht, liegt jetzt außerhalb der Stadtmauer. Einst lag er innerhalb ihrer. Die Königsburg stand in direkter Verbindung mit dem Tempel. Unter den Kuppeln, die dem Bilde der, Altstadt das besondere Gepräge geben, ragt die der Churva, der größten Synagoge Alt-Jerusalems, hervor. * Während der A. C.-Sitzungen flüchtet man gprne aus der Hitze des Saales in die Kühle aüf der großen Dachterrasse der Sochnuth. Der rote Feuerball der Sonne war im Westen untorgegaugen. Während der kurzen Dämmerung schweift, das Auge nach allen Weltrichtungen und bewundert die von Jahr zu Jahr wachsende Größe von Jerusalem, das seine Bergabhänge herab- und die der Berge der Umgebung hinaufkriecht. . Noch ein Menschenalter und auch diese Berge werden '"on prächtigen Steinhäusern strotzen und mächtige Steinbritckeh werden durch Schluchten getrennte Stadtteile verbinden. Rechawia liegt auf einem Bergabhang und bildet gleichsam eine Stadt für sich. Rechawia ist deutsch, die Kinder aber sprechen durchwegs hebräisch, und mit jüdisch-deutscher Meisterschaft assimilieren sich die deutschen Emigranten dem hebräischen Judentum, * Auf der Dachterrasse der Sochnuth ist es merklich kühler geworden. Die Schatten der Nacht senken sich sachte herab. Der Mond ist äufgegangen, silbern ist sein Antlitz. Hoch steht er am nächtlichen Himmel, nur wenige Sterne konkurrieren mit seinem Liobte, das sioh magisch Uber die ganze Stadt ergießt. Da erst wird man sioh der Größe und Erhabenheit des alt-neuen Jerusalem erst recht bewußt* Nicht weit vom Ja.ffator und der Stadtmauer, deren Umrisse man mehr ahnt als sieht, blinken die Lichter aus den Fenstern des grandiosen King-David-Hotels und wie 'in großer Daumen sticht der schlanke weiße Turm des Palastes der .,christlichen jungen Männer“, einer amerikanischen Stiftung, in den blauen Abendhimmel. / I.m Scheine einer Lichtreklame erstrahlt ln der Jaffastraße da« neue monumentale Postgebäude. Von den fernen Schecbunoth 'linken Lichter herüber. Wie flinke Funken fliegen auf der King-Georg-Straße, wohl der vornehmsten der Stadt, hochelegante Autos an der Sochnuth vorbei, und als ich in nächtlicher Stunde durch die Straßen von Merchawia ging, sah mb ng aneinander geschmiegte Pärchen, die in der Sprache des Schir haschirim- Salqmons oder des Buches der Lieder Heines sich zärtlici'o Worte zuflüsterten. Jerusalem ist eine keusche und reine Stadt — sagt man. Im Cafe 1*Europa wird allabendlich modern getanzt. Die feine Gesellschaft siebt man selten in den Kaffeehäusern; sie gibt sich in streng voneinander gesonderten Kreisen in ihren bescheiden vornehmen Häuslichkeiten Rendezvous. In Jerusalem merkt man nichts von den Unruhen seit den Tagen der Bombenwürfe. Noch . rät inan mir ab, in die Altstadt zu gehen und. wie alljährlich, der Klagemauor meinen Besuch zu machen'. Nach der A.' C.-Session fuhren wir :nach Jerusalem über Nablus und Jenin, also' durch rein arabische Bezirke, in den Emek Je'srae’, um die neuen Siedlungspu.nkte zu besichtigen. In allen arabischen Städten und Dörfern werteten die Bewohner auf die Autokolonne des Emir Abdullah, der als Fürst von Transjordanien mit seinem glänzenden Gefolge nach London zur Teilnahme an den KTünungsfeieriiehkeiten von seiner Hauptstadt abgereist; war. Überall passierten unsere jüdischen Autos" ohne jedwede Belästigung, als wenn ein dreißigjähriger Friede bisher im Lande geherrscht hätte. Wir hatten wohl keine Furcht, .aber als wir aus der arabischen in die jüdische Zone kamen, war uns Immerhin wobler zu Mute..-. j^wetkU zßun VöilU" Als „Die Tragödie der Assimilation“ könnte man mit einem Nordauschen Buchtitel ' den seelischen Gehalt des Stückes von Leo K o b r i n ausdrücken, das in den Jüdischen Künstlerspielen in der Bearbeitung von A. M e is e 1 s zur Aufführung gelangt. Der polnisoiijtidisebe Student Schwarz, der in Amerika um. der Karriere willen seine Vergangenheit . ansstreicht, sich taufen läßt,.den Nainen auf -Black ändert,, eine Christin heiratet .v-^- als. angesehener Bankier muß er es doch erleben, daß in seiner eigenen Familie der uralte S tr e i t zwischen Edom und Jakob wieder aufflämmit, daß der Sohn den Antisemiten spielt, daß die. Gemahlin,. unsicher geworden, sich krampfhaft bemüht, ihrer Gesellsohaftssebichte die „Hundertprozentigkeit“ des Gatten darzutun! Da ist aber auch, anders geartet als die beiden, seine Tochter, in der der jüdische Erbteil stärker ist als der andere, die zu einem jüdischen Maler Zuneigung gefaßt hat — und er selbst, der alte Black, steht tragisch z w ischen den Rassen, Nationen, Klassen! Nun erfährt der an seintem Daseinszweck Irrgewordene von der ' zionistischen Tätigkeit des längst vergessenen. Bruders. Der dem Selbst Entfremdete reißt sich die Maske vomGesieht, der „Graf“ findet zu seinem Volk zurück uud schifft sich nach Palästina ein, um das Land einer plötzlich erwachten Sehnsucht zu schauen. Es ist ein Propagandastück, aber es ist mehr als das. Denn die Charaktere sind scharf gezeichnet, die Diskussionen von dialektischer Gespitztheit und auch die Rolle1 von Zionismus und Antisemitismus im jüdischen Weltgeschehen wird nicht lehrhaft politisch, sondern menschlich ergreifend dargelegt. Wichtiger als das Stück selbst sind aber hier die. Schauspieler. Leo Reuß hat in seiner Rolle wieder seine Höhepunkte: die Auseinandersetzung mit der unschlüssigen Gattin, die zornige Zurechtweisung des Sohnes, die Begegnung mit dem Bruder. Lore Glückamann stellt die Vollamerikaneriu mit Geschmack dar; überzeugend wirkt A. B e 11 als Schwager dos Bankiers: der Typus des vorurteilsfreien, angelsächsischen Demokraten. Jenny L o v i c ist hier eine scharmante Liebhaberin, die sieh nur so geben muß, wie sie ist, uui alle Herzen zu erobern; Michael P r e i ß gibt die unsympathische Rolle des antisemitisch reagierenden Halbblutes. Silvia, Grobs spielt die christliche Braut des Bankierssohnes, ein rassenstolzes Gänschen, Heimi Le win ist ausgezeichnet als Maler Reinstem. B.. S i g a 1 spielt die Rolle des zionistischen Agitators. Alle« in allem: ein gutes Stüek mit einer wertvollen Tendenz, unter der Leitung des Regisseurs Eugen Jensen mit Überzeugungskraft gebtacht. Dr. A. W,

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