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Die Stimme · 1937-05-27 · Heft 646 (27.5.1937) · page 6

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Journal
Die Stimme
Volume
10 (1936-1937)
Issue
Heft 646 (27.5.1937)
Date
1937-05-27
Page
– (sequence 6)
Language
German
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$•!»• O Oll ITIMMI Nr. 646. — Wien, Donnerstag, 27. Mat 1A37- HatUcu* Qzofy zum* (jede* Am 25. Mai 1922 (28. Itjar 5682) starb plötzlich im Haag’ Nathan Groß, der Leiter des Hauptbureans des Keren Kajemeth Lejisrael. Unserem, der Befreiung entgcgeneilendem Volke fehlt es offenbar an Zeit zur Dankbarkeit. Denn wie sich im ..Jüdischen Lexikon“ keine Zeile über Groß vorfindet. so erinnert in Altneuland keine der vielen zionistischen Schöpfungen durch ihren Namen an sein Wirken und Streben. Und doeih war er einer unserer besten Pioniere! Mir als Freund und Weggenossen sei es dämm erlaubt, am 15. Jahrestag seiner zu gedenken... 1874 in Tarnopol — einer vormals ma.sk ilischen Zelle Ostgaliziens — geboren, kam Groß in jungen Jahren nach der Reichshauptstadt Wien, wo er sein autodidaktisches Wissen mehrte und neben seinem Brotberuf als Advokatursbeamter der sozia 1demokratißcihen Partei diente. Doch stieß es ihn — den Sohn aufrechter Juden — ab, als er die Führer der österreichischen Sozialdemokratie unter dem Vorwancl des Internationalismus ihr Judentum verleugnen sah. Da nun Herzl nach dem Weckruf im „Judenstaat“ daranging, die zionistische Weltorganisation aufzurichten, fühlte Groß sich berufen, ihr das jüdische Proletariat zuzufiihren, damit es im Rahmen des Gesamtvolkes mit der nationalen die soziale Befreiung finde. 1898 gründete er in Wien den ersten jüdischen Arbeiterverein „Ae hwah4!, und auf ihn gestützt mit Gleichgesinnten den „Verband der jüdischen Arbeiter und Handelsangestellten Österreichs“, aus welchem und ähnlichen Gruppen in Rußland lind anderwärts sich allmählich die Richtung der ,,P o a 1 e Zion“ entwickeln sollte. Groß, volkswirtschaftlich geschult und gewandten Ausdrucks, kämpfte in mancher Massenversammlung und in den Spalten jungfrischer Blätter, wie die „Jüdische V o 1 k s s t i m m e“, Brünn, und später ,^Der jüdische Arbeite r“, Wien, gegen die assimilatorischen Methoden der Sozialdemokratie; auch half er auf Tagungen seiner engeren Gesinnungsfreunde deren programmatische Grundsätze zu formen; schon da nahm ihn die hohe Idee von der Nationalisierung des Bodens im Lande der Väter restlos gefangen. Dabei blieb Groß überzeugter Anhänger einer einheitlichen, straff disziplinierten zionistischen Weltorganisation. In deren Landeskomitee für Österreich gewählt, versah er dort voll Eifer die Funktionen als Schriftführer und Herausgeber des Monatsblattes ,,Z i o n“. Er wandte sich gegen den Absplitterungsversuch der „J ü d ischen Volkspartei“, die nebst praktischer Palästinakolonisation Eingreifen in die österreichische Landespolitik forderte, wie gegen die Werbung der demokratischen Fraktion Feiwels und Bubers, bestritt nach dem Ugandakongreß die Cbarkower Rebellion, und nach Herzl« Tod die Neigung, mit dem Wiener plutokratischen Kahal zu paktieren. 1907, am 8. Zionistenkongreß im Haag nahm Groß als Delegierter der Poale Zion teil und war in jener prinzipiellen Auseinandersetzung zwischen „Praktischen“ und „Politischen“ einer der Generalredner, der packend die Notwendigkeit eines raschen, wirtschaftlich und sozial gesunden Aufbaues Altneulands verfocht. Auf selbigem Kongreß wurde zugleich mit Wolffsohns Wahl zum Führer der Bewegung das KKL - Hauptbureau von Wien nach Köln in Dr. Bodenheimers Obhut übertragen. Als dieser nun einen leitenden Beamten für das Bureau brauchte, konnte ich keinen Geeigneteren empfehlen als eben Groß. Er trat im Juli 1908 sein verantwortungssobweres Amt an, um es durch 14 Jahre in enthusiastischer Hingäbo zu verwalten; zunächst in Köln, und nach Kriegsausbruch seit November 1914 im Haag, wohin als nach dem neutralen Holland er das bedrängte KKL-Schifflein zu steuern wußte. Der Ausbau der KKL-Ongamisation mit ihren 60 Landessteilen und Vieltausenden freiwilliger Sammler, sowie die sogar dem Krieg zutrotz stetige Steigerung des Spenderiert.vajge« von £ 14.000 (1908) auf £ 161.000 (1920) ist hauptsächlich «ein Verdienst, Mit reicher Phantasie und psychologischem Verständnis begabt, wußte er — für jede Anregung frohempfänglich — immer neue Sammelmittel und -mothoil e n dem Volksschatz dienstbar zu machen. Nie aber .wurde er müde, dien schwierigen I Apparat, der volkstümlichen Büchse auszu- | gestalten. Durch rege Korrespondenz und bei verschiedenen Tagungen, zumal bei eigenen KKL-Konferenzen zur Kongreßzeit, zog Groß geschickt, frische Mitarbeiter heran. Doch neben der praktisch-technischen Arbeit übersah er nicht, die theoretischen Grundlagen der KKL-Idee zu festigen und die ihr noch vielfach selbst in gutzionistischen Kreisen widerstreitenden Vorurteile zu zerstreuen. Diesen Zweck erfüllten nicht zuletzt die vom Hauptbureau seit 1916 unter Mitwirkung Deliemes, Kaplanekys tisw, edierten wissenschaftlichen Sammelbiiether „Erez Israe 1“. So hat Nathan Groß durch das Medium des KKL in der zionistischen Bewegung und im jüdischen Volk schlechthin hochwichtiges Erziehungswenk geleistet. Und über dies berufliche Gebiet hinaus hat er nie aufgehört, an allen zionistischen Fragen regsten Anteil zu nehmen. So hat er insbesondere das Leibensrecht der Arbeitergenossenschaft, der Kwuzah, sich auf KKL-Boden zu erproben, dargetan. Sein kluger Rat und seine reiche Erfahrung, voran betreffend Organisation und Propaganda, wurden auch von Herzl und Wolffsohn nicht verschmäht. Groß war stolz darauf, der zionistischen Sache im Hauptberuf seine volle Kraft widmen au können und mitzuschaffen an dem Typus des künftigen jüdischen Staatsbeamten. Deshalb zielte — bei höchster persönlicher Bescheidenheit — «ein Ehrgeiz schließlich dahin, gerade als Beamter ins KKL-Direktorium auf zu« teigen; biefür jedoch war damals die Zeit noch nicht reif. Die Aufgaben des KKL in und nach dem Weltkrieg waren wirklich schwer genug! Nur mit unendlicher Mühe ließen sich die paar Siedlungen auf KKL-Boden in dem vom Tyrannen Djemal Pascha kommandierten Palästina aufrechthalten und, als 1921 der Wähningssturz eineetzte und zugleich der zur Beschleunigung des Aufbauwerkes neubegründete Keren Hajessod die größten Opfer der Judenbeit für sich beanspruchte, kamen die KKL-Einnabmen ins Abwärtsgleiten. Da anerkannte es Groß als das 1 wichtigste Rettungsmittel für unseren Bodenfonds, dessen Leitung auf den Arbeitsplatz, Erez Jisrael, zu konzentrieren, und kaum hatte der 12. Kongreß in Karlsbad diesen Vorschlag zum Beschluß erhoben, als Groß anfangs 1922 nach Jerusalem eilte, um die Übersiedlung des Hauptbüros entsprechend vorzubereiten. Begeistert kehrte er von dem. was er in Erez an jüdischem Heroismus gesehen, nach dem Haag zurück. Hing er doch mit jeder Faser seines Herzens am Land der Väter. Unvergeßlich bleibt mir die Szene, als Groß auf die Hiobspost, daß „unser“ High Commissioner Herberth Samuel den Maipogrom 1921 mit der Alijahsperre quittiert habe, dessen Bild in stummem Schmerz von der Wand des Bureaus weghing. All diese Sorgen und Mühen hatten — was Wunder! — die Kraft unseres Freundes Groß aufgezehrt und, gerade als sich sein Leben erfüllen sollte, brach es jäh zusammen. Sein Geist indes wirkte über den Tod hinaus. Plangemäß führte das KKL-Ha.uptbureau ian September 1922 die Übersiedlung nach Erez durch und zog alsbald den Keren Hajessod und die anderen zionistischen Institutionen nach sich dahin. Heute besteht wohl kein Zweifel mehr darüber, wie sehr das die Aufrichtung des Volkszentrums in Jemschalajim gefördert hat. Und auch Groß’ Witwe und sein einziger Sohn hatten es ßcbon vor Jahren als Pflicht der Pietät erkannt, hierlands die Stätte ihres Bleibens zu suchen. Möge ihnen das Verdienst des Vaters und Gatten beistehen! Doch im Gedanken an den stillen Waldfriedhof von Waissemaar will mir der Vorwurf unserer Undankbarkeit keine Ruhe lassen. Alsbald nach Groß' Hintritt hatte Ing. Jakob Ettinger vorgeschlagen, das damals frisohgepflanzte Arboretum in K i r j a t h A n a w i m, das bei seinem Paläst'inabesuch Groß’ Entzücken geweckt, nach ihm zu benennen. Fürwahr eine bescheidene Anerkennung seines Opfertodes, und dennoch fiel sie unter den Tisch. D a s KKL-Direktorium würde eine drückende Dankesschuld tilgen, wenn es heute — nach 15 Jahren wenigstens — jene Anregung wieder auf nimmt und dem Andenken Nathan Groß’ die EliTe zollt, die ihm gebührt. Dr. E. M. Zweig, Jerusalem. Der Tag der jüdischen Jugend Das große jüdische Sportfest, das am Sonntag, den 6. Juni, auf dem Hakoahplatz vom österreichischen Makkabikreis veranstaltet wird, verspricht schon nach der Zahl der angemeldeten Sportler zu einer machtvollen Demonstration der Größe, der Geschlossenheit und des Könnens der jüdischen Jugend zu werden. Sämtliche Jugendbiinde Wiens haben bereits ihre Teilnahme am Aufmarsch und bei den für sie ausgeschriebenen Konkurrenzen zugesagt. Die Festrede an die jüdische Jugend wird Staatsrat Dr. Desider Friedmann halten, der auch den Ehrenschutz dier Veranstaltung übernommen hat. Die Emtrittpreise für dieses Fest wurden so angesetzt, daß auch ein Massenbesuch ermöglicht wird. Sitzplätze S 1.50, Stehplätze S —.80, Klnderkarten S —.30. Die Karten berechtigen zum Besuch des Platzes sowohl Vormittag als auch Nachmittag. Beginn vormittags 9 Uhr, die Hauptveranstaltung beginnt um 14 Uhr. Als Abschluß des Festes findet mit Beginn um 20.30 Uhr im Garten des Cafe Continental, H., Praterstraße 7, eine feierliche Preisverteilung statt, die von dem Sonderdelegierten des Makkabi-Weltverbandes zum Tag der jüdischen Jugend, Mister Barnett Jänner, Mitglied der Exekutive de* M. IV. V. vorgenomnien werden wird. Anschließend Tanz und künstlerische Vorträge prominenter Schauspieler. Eintritt zu diesem Abend S 1.50. Dr. Kaminka: Erez Israel gedeiht I // Vortrag im Altberren-Ring. Wenige Besucher des Heiligen Landes sind gleich Rabbiner Dr. Kaminka in der Lage, den bewundernswerten Aufschwung, den das jüdische Land in den letzten Jahrzehnten genommen, zu überblicken. Denn Dr. Kaminka, der als junger Mensch noch mit Leon P i n sk e r in Verbindung gestanden und der auch am ersten Kongreß teilgenommen hat, später allerdings seinen eigenen Weg gegangen ist, hat heuer im Frühling zum viertenmal in Palästina geweilt. 1912 hatte das Land trotz der paar Kolonien im ganzen einen niederschmetternden Eindruck gemacht. Aber schon 1926 konnte er ein erfreuliches Aufblühen dos Jischuw und der jungen Stadt Tel-Aviv feststellen. 1934 hinterließ das Geschaute bereits einen imposanten Eindruck, obwohl das Gefühl, es handle eich hier um ein großartiges Experiment, noch nicht überwunden werden konnte. Erst heuer schien dem Besucher das Unsichere, Zweifelhafte, Problematische endgültig von Festigkeit und Siegesgefühl üborwunden zu sein: so wie die jüdische Bevölkerung nicht bloß zahlenmäßig zugenommen hat, so haben sich überhaupt die Landesvorhältnisse nicht bloß quantitativ, sondern auch qualitativ günstiger gestaltet. Vor allem hat sich — nicht zuletzt als günstige Auswirkung der Unruhen — eine kompakte jüdische Siedlung planmäßig ausgebildet, die sowohl strategischen Anforderungen entspricht als auch mehr und mehr sich dem Ideal wirtschaftlicher Selbständigkeit nähert und deren lückenloser Gürtel den Anschein erweckt, man befände sich bereits in einem autonomen, nurjüdischen Land. Dr. Kaminka zeigte an Hand von Zahlen die erfreuliche Abwärtsbewegung der jüdischen Wirtschaft, er erzählte von Kolonien, die buchstäblich innerhalb eines Tages aus dem Boden gewachsen sind, er rühmte die Tapferkeit der Bevölkerung, die sich durch dio vereinzelten, von den Telegvaphenagenturen bisweilen im Ausmaß sogar übertriebenen Bandeneinfälle nicht entmutigen läßt und die Angriffe erfolgreich abwehrt. Bedeutend ist das kulturelle Leben in Palästina, das seine stärksten Exponenten in den hebräischen Tageszeitungen, in den Theatern, aber auch in den hebräischen Sendungen des Jerusalemer Radios hat. Die neue hebräische Literatur nimmt einen ungeahnten Aufschwung und kann es heute an Qualität bereits mit so mancher abendländischem Nationallitoratur aufnehmen. Dr. Kaminka beschloß seine interessanten und von echtem Optimismus getragenen Ausführungen mit einem Appell, den Aufbau Palästinas auch geistig, insbesondere durch immer intensivere Anteilnahme am jüdischen Kulturleben zu fördern, auf daß die Galuth ein „erweitertes Palästina“ werde. Dr. A. W. Dr. S. Frankl ordiniert, in B a d L u h a c ov i c e (CSR) von Mai bis Oktober. Fini Brada: »Die Stellung der Frau In der Gesellschaft« Das neuerschienene Büchlein Fini B radaß ..Die Stellung der Frau in der Gesellschaft“, stellt in knapper Form den Kampf der Frau um ihre menschliche Anerkennung und ihre gesellschaftlichen Rechte dar. Es will vor allem ein Wegweiser sein, ein Wegweiser für die Frau und ein Wegweiser für den Mann. Denn die Stellung der Gesellschaft zur Frau und die Stellung, die die Frau der Gesellschaft gegenüber einnimmt, ist vor allem eine Frage der Erziehung sowohl des Mannes als auch der Frau. Von der Frau der Urzeit an bis in die jüngste Gegenwart zeigen die Betrachtungen Fini Bradas, wie sich der Aufgabenkreis, zugleich aber auch die Fähigkeit der Frau, Aufgaben zu erfüllen, wandelte. Nicht auf die ökonomischen Bedingungen allein darf und soll es ankommen, wenn der Frau ihr Platz in der Gesellschaft zugewiesen wird, sondern auf die Durchsetzung des Gedankens der Gleichwertigkeit und der Gleichberechtigung der Frau, die die Grundlagen jeder sozialen Ordnung bilden müssen. Von der aktiven verantwortungsvollen Anteilnahme der Frau am Leben der Gemeinschaft und von der Erziehung zu dieser verantwortungsvollen Anteilnahme, die erst die Voraussetzung jeder erfolgversprechenden Arbeit bildet, ist auch eine Beeinflussung der Weltpolitik im Sinne des Friedens zu erwarten. Fini Brada stellt die Vorurteile dar, die sich einer wirklichen Emanzipation der Frauen seit jeher eutgegenstelKen und auch heute noch entgegenstelleu. Sie zeigt auf, wie die praktische Gleichberechtigung der Frau mit der rechtlichen keineswegs gleichen Schritt hält und erörtert in besonderen Kapiteln die Lage der Frau in den demokratischen Ländern, im heutigen Sowjetrußland und in Palästina. Auf die Stellung der Jüdin wird ganz besonders Rücksicht genommen und diese Frage in den verschiedenen Zeiten und Epochen gesondert behandelt. Ein reichhaltiges Literaturverzeichnis ist ein Wegweiser für die weitere intensive ' Beschäftigung mit den von Find Brada angeschnittenen Problemen. Fini Brada schließt ihre Schrift mit den programmatisch bedeutenden und menschlich schönen Worten: „Der Zweck der Arbeit wäre erreicht, wenn der junge weibliche Mensch endlich begreifen würde, daß es seine ureigenste Pflicht ist und zutiefst in seinem Interesse liegt, wirkliche feministische Arbeit zu leisten. Darüber hinaus aber muß sich die Frau in eine Linie mit denen stellen, die für eine bessere Zukunft der Menschen überhaupt und so auch für die freie Entfaltung der Frauen kämpfen. Dies gilt in erhöhtem Maße für die jüdische Frau, die in der für das Judentum so schwierigen Zeit immer für die Belange ihres Volkes einzustehen hat, ohne aber ihre tiefe innere Verbundenheit mit allen Frauen- und Menschheitsfragen aus den Augen zu ver-, iieren.“ Dr. Henny Lichtenstein. Der Herzl-Grabgang findet heuer am Sonntag, den 20. Juni, um 10 Uhr vormittags statt. 40jähriges Jubiläum des Dr.-Krüger-Helms Aus Anlaß des 40jährigen Jubiläums veranstaltot das Dr.-Krüger-Heira im eigenen Hause, II., Malzgasso 7, am Nachmittag des 3. Juni, in der Zeit von 4 bis 8 Uhr, einen Empfang mit Jause und Führung durch die Ausstellung der Arbeiten aus den Frauenberufsschulen der Anstalt. Ab 4. Juni ist die Ausstellung ganztägig geöffnet und bis inklusive 6. Juni frei zugänglich. Zur Ausstellung gelangen Arbeiten aus der zweijährigen Fachschule für Kleidermachen und Wäschewarenerzeugung, der dreijährigen höhoren Lehranstalt für wirtschaftliche Frauenberufe und der zweijährigen Kindergärtnerinnon-Bildungsanstalt. Die Generalversammlung des Akademischen Vereines jüdischer Mediziner hat für das laufende Sommcrsomoster folgendo Herren in das Präsidium und in don Ausschuß gewählt: Obmann: Dr. Heinrich Holler, 1. Vizeobmann: Isidor Tenenbaum, 2. Vizoobniann: Salomon Strauber, Kassier: Dr. Fritz Ilaberfeld. Ausschuß: Dr. Roinkraut, Emil Katz, Marcel Kawalok, Otto Ivauder, Szygmunt Himmels, Bruno Landosborg, Paul Prager, Leopold Sichert, Martin Goldenborg, Jakob Szmuszkowicz. Jüdischer Hochschulausschuß. Die „Judäa“ veranstaltet vom 26. Mai bis 30. Mai eine Reise nach Budapest. Auskünfto und Anmeldungen täglich von 1 bis 3 Uhr im Sekretariat, IX., Alserstraße 26. Tolephon A 25-2-23.

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