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Die Stimme · 1937-05-25 · Heft 645 (25.5.1937) · page 3

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Journal
Die Stimme
Volume
10 (1936-1937)
Issue
Heft 645 (25.5.1937)
Date
1937-05-25
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Wien, Dienetag, 25. Mal 1987. — Nr. 645. Oll tTIMMI Seit« 3 WIE WIR ERFAHREN, wird im Zuge der Reorganisation der Österreich isehen Casino A. G. an oh eine Neuregelung des Besuches der Inländer erfolgen. JENE MITGLIEDER des Vereines österreichischer Cercle, die aim 14.Mai 1937 bereits Mitglieder des Vereines waren, haben bis auf weiteres die Berechtigung, die Spielbetriebe, welche von der österreichischen Casino A. G. betrieben werden, zu besuchen. INLÄNDER, welche nicht Mitglieder des Vereines österreichischer Cercle sind, erhalten, sofern sie über eine entsprechend© soziale Stellung, Vermögen oder Einnahmen verfügen, vom Proponentenkomitee des in Gründung begriffenen „Sporting Clubs“ Anweisungen, auf Grund deren sie berechtigt sein sollen, an den Entreekassen der Spielkasinos die Karten m lösen. Eine derartige Anweisung gibt die Berechtigung für einen einmaligen Besuch. Die Anweisungen müssen auf Namen lauten und die Unterschriften entweder von zwei Mitgliedern des Proponentenkomitees oder von einem Mitglied des Proponentenkomitees und einem Sekretär tragen. Bei Übernahme dier Anweisung ißt eine Gebühr von S 3.— zu erlegen. DER SITZ des Proponentenkomitees befindet sich im Grand Hotel, I., Kämtnerring 3, Telephon R 23-5-60. Sprechstunden aib Dienstag, den 18. Mai, von 10 bis 12 und von 16 biß 18 Uhr. BIS ZUM 1. JULI 1937 muß sich der Sporting Club bereits konstituiert hoben. Bis dahin werden alle zur Überleitung notwendigen Maßnahmen getroffen werden. Schekalim sind erhältlich in nachstehenden Beainkssektionen und im Büro des Zionistischen Landesverbandes, I., Marc-Aurel-Straße 5. Zionistische Bezirkssektion Innere Stadt, I., Neutorgasse 6, U 22-9-77. Zionistische Bezirkssektion Prater, H., Btuwerstraße 1, täglich ab 6 Uhr abends. Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt, H., Braterstraße 13, täglich ab 5 Uhr nachmittags, R 42-407. Zionistische Bezirkssektion Landstraße, I., Stubenring 18, Wiener Ring-Cafö. Jeden Diene tag ab 8 Uhr abends. Anfragen S. Gaspard, B 23-7-32. Zionistische Bezirkssektion Wieden-Margare ten, IV., Hauslabgasse 2 (Eingang Dräschepark). Anfragen Fritz Müller, U 46-9-66. Dienstag und Samstag ab 7 Uhr abends. Zionistische Bezirkssektion Mariahilf-Neubau, VI., Loquaiplafcz 11, täglich ab 5 Uhr nachmittags, B 20-0-81. Zionistische Bezirkssektion Josefstadt-Alsergrund, IX., Währingerstraße 6—8 (Eingang Hörlgaese 2), täglich ab 4 Uhr, R 52-0-12. Zionistische Bezirkssektion Favoriten, X., Pernerstorfergasse 25. Mittwoch, ab 8 Uhr abends. Anfragen Erich Jellinek, A 30-1-77. Zionistische Bezirkssektion Meidling, XIV., Seohshauserstraße 52, Cafe Mariensäle, jeden Montag ab 8 Uhr abends. Anfragen Dr. Richard Pokorny, R 26-0-12. Zionistische Bezirkssektion Hietzing, XHL, Hietzinger Hauptstraße 22, Cafö Hietzingerbof. Jeden Donnerstag ab 8 Uhr abends. Anfragen Eugen Prager, B 22-0-31. Zionistische Bezrrkssektion Rudolfsheitn-Fünf* haus, XV., Herklotzgasse 21. Jeden Mittwoch ab 8 Uhr abends. Anfragen Otto Ruzek, R 31-5-77, und Erwin Rotter R 32-7-79. Zionistische Bezirkssektion Breitensee, XV., Schanze frraße 32. Anfragen Bernhard Schleier, .U 30-3-31. Zionistische Bezlrfessektion Hernalß-Ottakring, XVI., Ottakringerstraßo 102, Oaf6 Baldiähof, jeden Mittwoch ab 8 Uhr abends. Anfragen Heinrich Löwy, A 29-8-68. Zionistische Bezirkssektion Währing, XVIII., Weimarerstraßo 7, jeden Dienstag ab 8 Uhr abends. Anfragen Ing. S. Ehrlich, R 63-3-29. Zionistische Bezirkssektion Döbling, XIX., , Dolinergasse 3, Dolinertempel, jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat ab 8 Uhr abendls. Anfragen Dir. S. Altmann, B14-0-74, Zionistische Bezirkssektion Brigittenau, XX., ’Jägerstraßo 80, jeden Dienstag und Donnerstag ab 7 Uhr abends. Zionistische Bezirkssektion Zwischenhrücken, Anfragen U 22-2-11. Organisation Zionistischer Frauen Österreichs „WIZO“, I., Scbottenrimg 26, täglich ab 7 Uhr abends, A 11-6-26. Auskünfte über die Bezirkssoktionen, Ortsgruppen und Jugend.verbände bei Dr. F. Pickholz, täglich von 11 bis 1 Uhr im Zionistischen Landesverband für Österreich, I., Marc-Aurel- Straße 5, U 23-2-11. Eine verschwiegene Wunde In Palästina ist zwischen der Histadruth und der revisionistischen Gewerkschaft ein Übereinkommen zustandegekommen, das den revisionistischen Arbeitern entsprechende Arbeitsplätze bei öffentlichen Arbeiten und Bauarbeiten sichert. Die Histadruth ist eine Macht im Lande. Sie hat über 100.000 Mitglieder, ist reich, übernimmt große Arbeiten, wie Straßen- und Häuserbauten. Sie ist mit einem Wort der größte Kapitalist im Lande und monopolisiert den Arbeitemarkt. Wenn nun die Histadruth mit der außerhalb der Weltorganisation stehenden revisionistischen Arbeiterschaft ein Übereinkommen geschlossen hat, so ist das an eich durchaus begrüßenswert, weil dadurch der innere Friede im Lande gefördert wird. Auffallend ist aber, daß die Histadruth, die nur angeblich unpolitisch ist, faktisch aber der verlängerte Arm der politischen Arbeiterpartei ist., ausgerechnet mit den Revisionisten ein Arbeifcsübereirikommeii geschlossen hat, nicht aber mit anderen Arbeitergruppen, die der zionistischen Weltorganisation angehören. Besonders auffallend ist hiebei, daß es der Gewerkschaft der allgemein - zionistischen Arbeiter (Irgun) nicht möglich gemacht wird, mit der Histadruth zu einem Arbeits- Übereinkommen zu gelangen. Der Irgun ist bisher nicht einmal der Auszeichnung teilhaftig geworden, von ihr als Organisation anerkannt zu werden. Man muß sich nur daran erinnern, daß vor mehr als zwei Jahren einige hundert allgemein-zionistische Ohaluzim, die der „Allgemeinen Gewerkschaft“, der Histadruth, angehörten, den von dieser ausgeübten Gesinnungsziwang und die täglich ausgeübte wirtschaftliche Benachteiligung nicht länger ertragen konnten und die Allgemein-zionistische Gewerkschaft gründeten. Da war es geradezu tragikomisch, daß die allmächtige Histadruth es mit der Angst bekam und durch ihre Freunde im allgemein-zionistischen Lager eine Spaltung im Weltverband der Allgemeinen Zionisten herbeiführen ließ. Es sollte den allgemein-zionistischen Arbeitern nicht erlaubt sein, was den misrachistischen Arbeitern im Kapoel Hamisr a c h i von der Histadruth gestattet worden war, sich nämlich als autonome Gruppe zu konstituieren. Es scheint aber, daß die Histadruth nicht auf ihre Rechnung kommen wird. Wohl wurden die in der Histadruth verbliebenen, also der Gruppe A angehörenden allgemein - zionistischem Ghaluzhn gehätschelt, aber nur, um die B-zionistischen Arbeiter zu ködern. Aber die Unzufriedenheit der A-zdonistischen Arbeiter, die auch unter sich in ihrer Sijah reden, aber der Histadruth in nichts dreinreden dürfen, bekommen es langsam satt, sich aim Gängelband führen au lassen. Eines schönen Tages wird die Histadruth erkennen müssen, daß sie ihr Spiel bei allen Allgemeinen Zionisten ver loren hat — wenn diese einmal erkennen werden, wie eie politisch mißbraucht wer den und wohin man eie führt. Schon heute hat der Irgun 2500 Mitglieder und in der Sijah der A-zionistiscken Arbeiter gärt Daran soll man gerade jetzt denken, wo die Histadruth just mit den Revisionisten in der Frage der Arbeitsbeziehungen ihren Frieden gemacht hat, mit dem. Irgun aber nicht. Und das trotz des „Gentlemen Agrements“ heim 19. Kongreß in Luzern das die Regelung der Arbedtebeziehungen vorsah. Seither sind bald zwei Jahre ver gangen, ohne daß ein Erfolg erzielt werden konnte. Nicht nur das, der moralische und wirtschaftliche Druck wurde noch, wie zum Hohn, verstärkt. Unaufhörlich sind die Klagen unserer Ohaluzim, die man vom Hafenbau in Tel-Aviv davongejagt hat. denen die Stadt Tel-Aviv keine Arbeit gibt und die man von den Arbeitsplätzen buch stäblich davongeprügelt hat, um nur einige Beispiele anzuführen. Hier liegt das brennendste inner zionistische Problem, das zumindest so wichtig äst, wie die Frage der Tel krag Palästinas. Hier schwärt eine schwere Wunde am Volkskörper. Wer dabei mithilft, sie zu verheimlichen, statt sie zu heilem, ladet schwerste Verantwortung auf sich. Ge rade jetzt, vor dem Kongreß, soll den All gemeinen Zionisten wieder Sand in die Augen gestreut werden. Ein Strom von Histadruth-Agenten — die Histadruth hat's ja und kann sich das leisten — ergießt sich über die Galuth und erzählt naiven Allge meinen Zionisten das Märchen von der „un politischen Histadruth“. Und die großen politischen Kinder unter den Allgemeinen Zionisten, sie hören es gerne. Die Allgemeinen Zionisten be schuftigen sich eben leider zu wenig mit den Arbeit s pro blemen Palästinas. Ihr gewiß sehr vornehmes Arbeitsgebiet ist hauptsächlich die Erhaltung der Organisation und die För derung der Fonds. Die Allgemeinen Zio nisten sollen dieses Arbeitsgebiet auch weiter und noch intensiver pflegen. Sie sollen auch gegen die Histadruth keine faktiöse Opposition führen, haben aber in erster Linie die Pflicht, für ihre eigenen Kinder zu sorgen und dafür, daß Pa lästina für das ganze jüdische Volk und nicht für eine Parte aufgebaut wird. Daran müssen die Allgemeinen Zionisten denken, wenn sie der Organisation und den Fonds geben, wie es sich gebührt. Daran sollen sie aber auch denken, wenn sie den Schekel erwerben und verbreiten, Insbe sonders müssen sie daran denken, wenn sie zur Kongreßwahl gehen. Die Allgemeinen Zionisten besitzen den Schlüssel zur Schaffung gerechter Verhältnisse in Erez Israel Sie müssen nur wollen. Die Wiener Tagung des jüdischen Weltkongresses Jüdischer Angestelltenverband „Emunah“, Wien, II., Praterstraßo 11. Wählend der Sommermonate ist unser Verbandsheim in den Abendstunden nur Dienstag und Donnerstag von 7 bis 10 Uhr geöffnet. Au dieson Tagen findet auch die Büoherausgabo unserer Bibliothek statt. Verschiedene Neuerscheinungen wurden angesehafft. Leihgebühr nur 5 Groschen pro Band und Woche. Mitgliedsbeitrag 50 Groschen monatlich (für Jugendliche und Arbeitslose 30 Groschen). Stellenvermittlung. Wir ersuchen um Angabe von freien Stellen. Tel. R 40-1-56 U, wochentags von 3 bis 7 Uhr, Die Vermittlung erfolgt kostenlos. Das Administrativkomitee des jüdischen Weltkongresses äst am 18. Mai in Wien zu einer Tagung zusammengetreten, in der alle aktuellen Fragen der jüdischen Massen behandelt werden. An der Tagung, für die der Hing der Alten Herren-Verbände seine Klubräume zur Verfügung gestellt hatte, nahmen teil: Die Mitglieder der Exekutive Dr. Goldmann (Genf), Dr. Zuckermann (Paris), Rev. Perlzweig (Lon d o n), Saly Mayer (Präsident des Schweizer Isr. Gemeomdebiindes), Dr. H. Nurock (Riga) und Henri de Toledo (Genf), letzterer als Mitglied des Fmanzkomitees; eine polnische Delegation, bestehend aus den Herren Dr. N. Rosmarin, A. Reiß, Dr. A. Tartakower, Dr. J. Hellm a n, Dr. J. K1 e i n b a u m, Ki r s c h e nbaumi, N. Prdluoki, Dr. IC ah an e, öberrabbiucr Isuk Rubinstein, Jakob Lestschinsky, Sundels vios; eine rumänische Delegation, bestellend aus Doktor M. Krämer, Chefredakteur Rosenthal, Dr. Jos. F i s o h o r, Dr. J. Singer, Horia C<arp; ferner Rechtsanwalt Doktor George Guggenheim (Vizepräsident der Jüdischen Gemeinde Zürich), Ahg. Dr. Angelo Go Idstei n (Prag) und öberrabbdner Dr. Alkalay (Belgrad). Begrüßungstelegramme waren unter anderen eingelangt von den amerikanischen Mitgliedern der Exekutive Stephen W i s e, Louis L i p s k y, George Mack, und von den Pariser Mitgliedern der Exekutive Naiddtsch und J a r b 1 u m. Die Sitzungen leitete der Vorsitzende des Adniinistrative-Coaumittees Dr. Nabuni Goldmann. Den Teilnehmern an der Sitzung wurde eino Reihe von Materialien und Dokumenten vorgelegt, unter anderen ein BexMi (über die Tätigkeit der Exekutive, ein am Reuiiid Re- Bericht über die Tätigkeit der Wirtechaftsabtedlung des Jüdischen Welt-Kongresses, ein Memorandum über die Wirtschaftslage der Juden in Polen, eine Analyse über den deutschen Außenhandel im Jahre 1936 und die Boykottbewegung, ferner das eben er schienen« Protokoll des I. Jüdischen Welt- Kongresses, sowie dio kürzlich von der Wirtsahaftsabteilung des Kongresses herausgegebene Broschüre in deutscher Sprache „Der wirtschaftliche Vemichtungskampf gegen die Juden im Dritten Reich, und in französischer Sprache „La bitte eoonomiquo contre les Juifte dane le Trofeieme Reich“. Die meritorisohe Beratung begann 19. d. mit ausführlichen politischen feraten, die Dr. Nahum Goldmann Rev. Pe r 1 z w e i g erstatteten. Die ferenten behandelten die bisherige keit der Exekutive, die in den wichtigsten politischen Fragen, die dio jüdische Offent liobkeit im letzten Jahre beschäftigt haben, mittelbar oder unmittelbar oingegriffen hat. Die politische Situation der Juden in Polen und Rumänien hat in letzter Zeit die außerordentliche Aufmerksamkeit der Exekutive in Anspruch genommen, ebenso die Probleano der Juden in Danzig, Ob ers oh 1 es ie n und Deutschland. Die Referenten hoben hervor, daß die Tätigkeit des Weltkongresses sich erst in den Anfängen befindet und der notwendige Apparat noch nicht vollkommen ausgebaut werden konnte. Dennoch zeigt die Arbeit im vergangenen Jahre, daß die Autorität des Weltkongresses sich sowohl in der jüdischen, wie auch in der nichtjüdischen politischen Welt immer mehr durckzuisetzem beginnt. Die Exekutive steht Heue Binde der Bücherei des Schecken verlats-Berün Band 60 I. G. HERDER: Blätter der Vorzeit, Dichtungen aus der morgenländischen Sage. (Jüdische Dichtungen und Parahein.) Band 61 I. F. Hner: Galut. Geschichte der Galut- Ideen von den Anfängen der Diaspora bis an die Schwelle der Gegenwart. Band 62 MARTIN BUBEK: Zion als Ziel und als Aufgabe. Gedanken aus drei Jahrzehnten. Mit einer Rede über Nationalismus als Anhang. Band 63 ONECHI: Reh Abbe. Eine Erzählung. Aus dem Jiddischen übersetzt von Fe.ga Frisch. Band 64 JECHESKEL ROTTE: Das Haus meiner Großeltern. Ans dem Jiddischen Übersetzt von Leo Hirsch. Band 65 I. H. WEISS: Meine Lehrjahre. Aua den hebräischen Erinnerungen des Verfassers. Deutsch von Moris Zobel. Band 66 I. L. PEREZ: Chassldische Erzählungen. Aus dem Jiddischen übertragen von Ludwig Strauß. Ba.nd 67 M. I. BERDYZCEWSKI: Aus einer Judenstadt. Übersetzt von Ra>hel bin Gorion. Band 68 DROSTE HüLSHOFF: Die Judenbuche. Band 69 LUDWIG STRAUSS: Die Zauberdrachenschnur. Märchen für Kinder. Band 70 THEODOR MOMSEN: Judaea und die Juden. Mit einem Nachwort von Eugen Täubler. Band 71 Die Gesetzeslehrer, von Schimon, dem Wahrhaftigen, bis zum Auftreten Hilels. Zusammengestellt von Kalman Schlesinger. Den Übersetzungen sind die von A. Spanier sorgfältig vokaMerten Originaltexte gegenübergestellt. Band 72 MOSES CALVARY: Das neue Judentum. Fünf Aufsätze. Band 73 Die häuslichen Sabbatbgesäuge. Gesammelt und herausgegeben von Arno Nadel. Band 74 JEHUDA BURLA: In den Sternen geschrieben. Eino Erzählung. Aus dem Hebräischen übersetzt von E. bin Gorion. Band 75/76 ADOLF REIFENBERG: Denkmäler der jüdischen Antike. 63 Seiten Text und 63 Tafeln, Leinen (Doppelband). Jeder Band kästet S 2.84. Diese und auch alle übrigen jüdischen Bücher bei R. Limit (Dr. Max Präger) Wien, I., Wollzeile 6-8 Tel. R 25-4 53 mit verschiedenen Regierungen und dem Völkerbund in permanenter Verbindung und hat zu allen Instanzen, die für jüdisch-politische Fragen von Wichtigkeit sind, jederzeit Zutritt. Im Verlauf der Generaldebatte referierten die Delegierten einzelner Länder über die Situation in ihren Ländern. Schließlich erstatteten die Delegierten B. Z/uckermann und Dr. M. Nurock einen Bericht über Organisation und Propaganda des Weltkongresses. Die österreichische Delegation besteht aus Oberbaurat Stricker, Dr. S o k a 1 und Th. G r u b n e r. Als Mit- Bad Gleidienberg HOTEL PENSION orthod.^flj^ö Restaurant VfjlaDreibaum(&>e^ Modernst renoviert. Ab 20. Mai geöffnet. VORZÜGLICHE KÜCHE. MASSIGE PREISE. glieder des Adanänistrative-Commdttees wurden zu Beginn der Sitzung kooptiert: B. Zundelewioz (Warschau), A. Rosentbal (OMsinau), Dr. J. Singer (Bukarest). Jotschaft der Liga für Menschen^ rechte in Paris Von der Liga für Menschenrechte in Paris traf die folgende Botschaft an die Tagung ein: „Unsere Liga verfolgt mit Angst die Entwicklungdes Antisemitismus in den Ländern Mitteleuropas, besonders in Polen und Rumänien. Sie konstatiert noch einmal, daß überall, wo die Prinzipien der Demokratie im Rückschritt sind, überall, wo Doktrinen der Macht vorherrschen und die Acht u n g" vor der menschlichen Individualität sinkt, der Antisemitismus in Erscheinung tritt, beziehungsweise stärker wird. Indem die Liga für Menschenrechte ihre Stimme gegen die Ansnahmeregeln, die augenblicklich die Juden Osteuropas bedrohen, erhebt, ist sie sich bewußt, die heiligen Prinzipien der Freiheit und Gerechtigkeit zu verteidigen, zu deren Schutz sie gegründet wurde. Dio Verfolgung, die sich der Vorwände der Rasse oder Religion bedient, dehnt sich logischenveiso auf dio politische Opposition aus. Dio Verletzung der Gewissensfreiheit bringt mit sich dio Verletzung der Meinungsfreiheit. Im gleichen Moment, da d e m p o 1i s c h e n Antisemitismus in mißbräuchlicher Weise Genüge getan wird, löst die polnische Reaktion auch willkürlichorweise die polnische Liga für Menschenrechte auf. Indem wir die Entrüstung des Jüdischen Weltkongresses gegenüber den Verfolgungen

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