Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1937-05-14 · Heft 643 (14.5.1937) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
10 (1936-1937)
Issue
Heft 643 (14.5.1937)
Date
1937-05-14
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3053752-3054338-3054399--6672-3062551
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

16 entity mentions

- m* 4 Wien, Freifog, 14. Mat 1037. - Nr. m DU ITtMMI Arthur Schnitzler und Theodor Herzl Ein Briefwechsel und ein Interview mit dem Dichter aus seinen letzten Lebensjahren Zum 75. Geburtstag Schnitzlers am 15. Mai 1937 Von Dr. Martha Hofmann, Wien 'Ate ich mich mit dem Gedanken trug — es ist etwa zehn Jahre her — das Leben Theodor Herzls zu schreiben, nicht, wie in allen damaligen Herzl-Biographieo, eine äußerliche Aneinanderreihung seiner Haupt- und Staatsaktionen, sondern das Abbild seiner Seele und seines Geistes in ihrem Werden und Vergehen, da. fühlte ich, daß unter der bekannten Oberfläche dieses sinnbildlichen Lebens eine große, tödliche, unbekannte Wunde liegt. Briefe, die Herzl in jenen Jahren um 1893 gewechselt hat, insbesondere seine Bekenntnisse an den um einige Jahre jüngeren Schnitzler, zu dem er erst aus der Entfernung so recht den freundschaftlichen Kontakt gefunden, Briefe, die Leon Kellner zum Teil in seinem biographischen Versuch „Herzte Lehrjahre“ veröffentlicht hat, wiesen in diese schmerzliche Tiefe den Weg, den ich damals zaghaft abzutasten begann. Zugleich wurde mir klar, daß nach des Prager Tbeaterdirektörs Teweles Tode niemand so sehr letzten Aufschluß über jene tragische Zeit in Herzte Leben zu geben vermöchte, wie Arthur Schnitzler. Ein gemeinsamer Freund ermutigte mich, an den Dichter zu schreiben. Und da vieles ten Allüren —■ mm wird er Mensch und hat etwas zu sagen. Aber immer hatte er Heimweh nach dem „Garten Eden“ der Dichtkunst... „Sie, Dr. Arthur Schnitzler, Sie haben Herzl gekannt! Briefe voll letzter Offenbarung hat er in seinen tragischesten Jahren von Paris aus an Sie geschrieben, Sie haben wie ein Freund an ihm gehandelt, ihn ermutigt, zum Schaffen angeregt. — Wer war Theodor Herzl? Wie haben Sie ihn erkannt? Ich ringe um ihn, um sein Bild, um die Wahrheit über Theodor Herzl, der bald ein grandioser Führer, bald ein kleiner allzumenschlicher Mensch erscheint. Wollen Sie mir helfen, ihn zu erkennen?“ Kurze Zeit danach erreichte mich die außerordentlich beglückende und bestätigende Antwort des Dichters. Sie lautete: „Verehrtes Fräulein! In dem interessanten Briefe, den ich vor wenigen Tagen, von meiner Reise heimgekehrt, in meinem Hause vorfand, geben Sie eine fast durchwegs zutreffende Charakteristik Theodor Herzls. Ganz überraschender Tiefblick, wenn man bedenkt, daß Sie ihn persönlich nicht gekannt haben. Es wird mir sehr angenehm sein, über das in jenem innig erlebten Briefe gesagt ist, das . Problem Herzl — dener war im wahrsten ich heute nicht mehr so auszudrücken ver- Wortsinn ein problematischer Mensch— einmöchte, so sei das Schreiben hier zitiert, das! mal mit Ihnen zu reden; — zu schreiben geschon beinahe eine kleine, kontrastierende Abhandlung war^ worin ich die beiden Zeitgenossen jenes in der Kulturgeschichte so berühmt gewordenen, heute so weltenfernen „Jung-Wien“ der Neunzigerjahre charakterisierte. Es schien mir damals — und scheint mir bis auf kleine Nuancen unverändert noch heute — daß Herzls antithetische Natur zusammengesetzt war aus jenem Widerstreit von „Drang nach Wahrheit und der Lust am Trug“, der für alle hochbegabten jungen Menschen, vor allem aber für junge Juden, so bezeichnend ist. In seiner frühen, selbstgefälligen Leichtlebigkeit die er erst dann als eitel durchschaute, als sich sein hippokratisches Todesantlitz mit den großen, tiefen, allzu wissenden, ewigen Judenaugen auf tat — schien er mir Heinrich Heine zu gleichen. Und ich schilderte jenen Herzl der Pariser Tage, der erkennt, daß nicht das Schauen und Schildern, sondern das Erkennen und Gestalten seiner Zeit ihm das Wesentliche ist. Der große historische Zusammenhänge, denke ich vorläufig nicht über ihn. — Ich hoffe bald von Ihnen zu hören. Bitte, rufen Sie mich an. (Folgt Telephonnummer und Zeitangabe.) Mit verbindlichen Grüßen Ihr sehr ergebener Arthur Schnitzler.1 Eine Woche später war ich bei Schnitzler in seiner Villa im Währinger Cottage. Arthur Schnitzler war damals schon ganz grau, ganz fahl, aber ein hoher Ausdruck von Güte lag in diesem einsam gealterten Gesicht. Er war nicht mehr — oh, wie lange nicht mehr! — der Elegant von einst, sein Knebelbart wirkte ungepflegt, seine Haltung müde, aber die gütigen, klugen Augen blickten dem Gast mit einer südländischen Lebendigkeit und Liebenswürdigkeit entgegen. Bald waren wir mitten im Gespräch. Aus den Erinnerungen seiner studentischen Jugendjahre schöpfend, erzählte mir nun der Dichter, wie er Herzl noch als den schönen, deutschnationalen Studenten gekannt habe, zu dessen Eleganz er — selbst als Dandy berühmt — bewundernd aufgesöziale und technische Entwicklungen, derj blickt habe. Damals, mit 17, 18 Jahren die Struktur, das nackte Gerippe seiner Zeit zu begreifen sucht — nicht mehr liebend gebannt" an ihre Oberfläche, die andere —, die in Wien vor allem Arthur Schnitzler in ihrem Duft und Schmelz, ihrer Anmut und Süßigkeit so unnachahmlich geschildert hat. Herzls „Bildungserlebnis“ — um mit Friedrich Gundolf zu reden — war Wien, dasselbe Wien, dem Arthur Schnitzler nur um wenige Jahre später das unvergängliche Siegel seiner Kunst aufgedrückt hatte. Auch der junge Herzl hat solches sagen gewollt, ehe er sein eigentliches Wesen erkannte. Aber er ließ sein Talent nicht wachsen und reifen wie eine süße, goldene Beere am Hiigelihang längs der Donau, nicht »tili sich füllen mit edlem Saft, wie Arthur Schnitzler es getan, der erst dreiunddrelßigjährig mit seinem „Märchen“ debütierte. Herzl hatte es eilig gehabt, sich und der Welt ein noch ungeklärtes, unausgereiftes Talent zu beweisen. Und er mußte auf diesem Wege scheitern, um zu sich selbst zu finden. Nicht, als ob es ihm an Künstlertum gefehlt hätte, wie die feinsten seiner Novellen und Feuilletons beweisen. Aber sein Talent war zartes Filigran. Und das Werk mißlang, wenn der Ehrgeiz des Autors den Maßstab verfehlte. Er mußte an sich verzweifeln, unsäglicho Depressionen erleiden — mit sich selbst sozusagen „fertig sein“, mußte gänzlich aufhören an sein literarisches Talent zu glauben, um zu seiner wesentlichsten Bestimmung, der des Zeitendeuters und Führers zu gelangen. Vorher war er ein als Wiener Literat verkleideter jüdischer Elegant mit selbstbewuß- Restaurant Billet Bestrenommierte Küche ^3 Reichhaltige Menüs ä S 190 u.2'60 II., Hammerpurgstal gwse 3 (nächst Salztorbrücke) Herzl überragte »ihn um Kopflänge und war überdies zwei Jahre älter und zehnmal schöner. Das genügte, um einem Siebzehnjährigen zu imponieren. Schnitzler erzählte die berühmt gewordene Episode von jenem Ball in einem damals sehr mondänen Hotel, als Herzl auf ihn, der sich für tadellos angezogen hielt, entsetzt zugeeilt kam: „Schnitzler, welche Krawatte! — Und ich habe Sie für einen Brummei gehalten!“ — „Ich war vernichtet“, fährt der Dichter mit seinem wehmütig-ironischen Lächeln fort. „Sie wissen — wir waren gesellschaftliche Rivalen — große Dandys — es war die Zeit Oskar Wildes —“ „War es auch die Zeit Anatols?“ — „Nein“, sagt Schnitzler lachend, „der war erst später. Aber es gehörte dazu. Es gehörte dazu — und loh schäme mich dessen nicht — gehörte zu dieser ganzen Epoche, in der man nicht 3m einfachen Komfortable fuhr, sondern im noblen Fiaker, in der man gesucht elegant gekleidet war, verwöhnt und gepflegt, ein wenig scheinbar blasiert und doch im Innern so grenzenlos jung. Es gehörte dazu.“ „Gewiß“, denke ich boi mir, „zu jener Wiener Stimmung der Achtziger- und Neunzigerjahre, zu den Menschen des jungen Schnitzler und Hofmannsthal, zu ihrer Schönheit und kultivierten Erlesenheit gehörte cs wohl. Eine andere Welt...“ „Ich bin Herzl ja im ganzen nicht allzuoft begegnet. Wir waren niemals eigentlich Freunde, darin irren Sie in Ihrem Brief, der sonst so treffend ist. Wir hatten uns nio gut verstanden. Etwas — ich sago es schon — von Rivalität war zwischen uns, er trat mit solch anmaßender Würde auf, deren Grund man damals noch nicht begriff, ich glaubte, er blickte auf mich herab — ich fand ihn ein wenig aufgeblasen und doch — wie bewunderte ich don natürlichen Adel seiner Erscheinung und seiner Gebärden. Al« er in Paris war und mir jene Briefe schrieb, deren neuer, anerkennender Ton voll so selbstlosen Lobes mir gerade von ihm wohltat — und doch auch weh, wogen der unverkenn¬ Der „Hum. Verein Norodeitka“ gratuliert seinem Vlzeobmann Herrn Markus Eckerling und Familie zur Geburt dei ersten Enkels lebendige Individuum und das kleinste Detail.“ Das Gespräch kehrt zu Herzl und zu anderen Menschen, jüdischen Menschen, zurück. Schnitzler erzählt auf meine Frage von «einem Jugendfreund, jenem schönen russischen Zionisten, der das Urbild des Leo im „Weg ins Freie“ war und den er so tief liebgehabt hat. Er selbst sei Heinrich Beermann —- und das sage alles. Gewiß entsänne ich mich doch jener langen Gespräche der beiden über die Judenfrage. Diesen so natürlichen, schlichten und sohönen russischen Zionisten habe er nähergestanden und tiefer mit ihm gefühlt, als mit Theodor Herzl, der doch viel Pose an eich gehabt habe. „Und noch eines“, fährt Sc-hnitzler fort, „Herzl hatte, gleich so vielen bedeutenden Menschen, den unseligen Spleen, «ein Talent in verkehrter Richtung zu suchen. Ich hätte ganz recht gehabt, wenn ich ihm geschrieben, daß Herzl erst zu eich selbst habe finden müssen, um Bedeutung zu erlangen. baren Wehmut seiner Empfindung — damals schien ee, als sollten wir Freunde werden. Aber dann kam er nach Wien zurück und war schon ganz erfüllt von seiner zionistischen Idee. Seine Stellungnahme zu den Menschen hing davon ab, wie diese sich zu seiner Idee stellten. Und, sehen Sie, ich habe mich niemals einer Partei anzuschließen vermocht. Das tet bei mir ganz echt und ehrlich — das habe ich schon mit siebzehn Jahren in mein Tagebuch geschrieben. Und als Herzl, von Paris zurückgekehrt, mich nach seiner Art großartig ansah (Schnitzler imitiert ein wenig die bedeutende Gebärde des zionistischen Führers), großartig und imponierend in seiner stoben Schönheit, und zu mir sagte: „Ich habe die Judenfrage gelöst“ — da schien mir das etwa« viel gesagt und ich antwortete ihm nach meiner Art davon hören“, sagte Zeit später lag «ein kleines Büchlein (die j n-ic{lt verstanden und einen unglückseligen -, Aber etwas daran stimme nicht ganz, etwas, ein wenig ironisch. „öie werden bald f]as gcinver zll erklären «ei — auch als er m hören *, sagte Herzl und einige (Führer geworden, habe Herzl sich selbst ganze Verachtung eines vielbändigen Autors für solch dünnes, kleines Büchlein liegt in Schnitzlers Tonfall) „Der Judenstaat“ auf meinem Schreibtisch. Mir schien, als ob Herzl sich die Sache zu einfach dachte — und das scheint eich ja auch zu bewahrheiten. So schnell und einfach geht das nicht. Und nun müssen Sie auch wissen, daß ich kein Zionist war und bin. Wie ich mich zum Judentum stelle, ist bekannt („Professor Bemhardi“ und „Der Weg ins Freie“ fällt mir ein). Doch «eben Sie, ich bin auch hierin ganz ehrlich. Ich mache mir nichts vor, das liegt mir nicht. Ich bin ein Jude und stolz darauf; ich glaube «ogar, in hundert Jahren — vielleicht dauert es auch länger — wird die Welt überall dort, wo besonders subtiler Geistsich zeigt, sagen: „Gewiß tet jüdisches Blut in seinen Adern“, man wird darauf kommen, auf diese Feinheit de« jüdischen Geistes. (Obgleich es auch beleidigend blöde Juden gibt.) Dennocih — ich bin ein deutscher Dichter, so gut wie Theodor Fontane ein deutscher Dichter war, obgleich er von französischem Blute stammte. Ich bin ein deutscher Dichter jüdischer Rasse.“ „Und Sie halten da« jüdische Element nicht für wesentlich in Ihrer Substanz?“ „Aber für sehr wesentlich. Nur aus meinem jüdischen Blute bin ich ganz zu verstehen, das hat niemand weniger verhehlt als ich. Man kann ja auch gar nichts verhehlen, niemand kann wirklich lügen, es gibt nur dumme Menschen, die sich beschwindeln lassen. Schriebe ich in jiddischer oder hebräischer Sprache, so wäre ich ganz und gar jüdischer Dichter und gehörte zur jüdischen Literatur. Wenn man mich heute dazu zählen will, so ist das eine Lüge.“ „Man nennt Sie den Wiener Dichter pa-r excellence, das ist Ihre eigenste Marke.“ „Ich bin deutscher Dichter und gehöre Europa“, antwortete Schnitzler entschieden. Natürlich wurzle ich in Wien, wie Thomas Mann in Lübeck und Wassermann in Franken. Gewiß ist eine bestimmte lokale Färbung bei mir vorhanden — aber darüber hinaus bin ich einfach einer in der Reihe der deutschen Literatur. Wie Fontane. Oder gehört der etwa zur französischen Literatur?“ „Und würde das jüdische Neuland, würde Palästina Sie nicht heute doch locken oder zumindest interessieren?“ „Nur wenig“, sagt Schnitzler. „Ja, wäre es irgendwo ganz in der Nähe, ich führe natürlich hin, um es anzusehen. Aber — fährt er zögernd fort — auch dessen bin ich nicht ganz sicher. Die Landschaft stört mich, diese südländische farbenstarke, orientalische Landschaft. Ich hängo nun einmal am. Wienerwald. — Außerdem“, fährt er rasch überleitend fort, „ist mir nichts widerlicher als national-chauvinistischor Ton, wie man ihn auch im politischen Zionismus einer bestimmten Richtung begegnet. Die Chowewe-Zionbewegung, das war etwas, das hat mich tiefer angesprochen. — Doch verstehen Sie mich, bitte, rocht: Ich halte den Zionismus für notwendig und richtig, er mußte kommen, so gut wie der Sozialismus, ich verstehe das alles ganz gut, aber ich mache mir nichts vor. Ich kann mich nicht selbst belügen, wie Jakob Wassermann es kann; der wohnt in einer Villa mit zwanzig Zimmern in herrlichor Umgebung. Aber am Ende seiner Romane ,Macht er in Menschenbeglückung*, da ,nimmt or seinen Havelock und geht in dio Wüste*. Das kann ich nicht. Er liebt die Menschheit als Abstraktum in abstracto, Ich liebe einzelne Menschen und dieso ganz konkret. Und so geht es mir auch bei großen Bewegungen. Sie bleiben mir abstrakt r-r doch mich interessiert nur daß Mangel an Selbstkritik in literarischer Hinsicht besessen. So sei er, Schnitzler selbst, einst mit Hofmannsthal und Beer-Höfmann in Cafö Griensteidl in ein literarisches Gespräch vertieft gewesen, als Herzl hinzutrat und — da kurz vorher ein unbedeutender, kleiner Einakter von ihm gegeben worden war, eine ganz nichtige Kleinigkeit — habe Herzl gefragt, ob einer der drei Dichter sein Stück gesehen habe. Diese Frage auf Grund eines so unbedeutenden kleinen Einakters habe unsäglich peinlich, ja, grotesk auf alle gewirkt. Zum Unglück hatte Schnitzler das Stück gesehen. ,Wollen Sie wirklich, daß wir darüber sprechen?* .Ich bitte darum*, sagte Herzl hartnäckig. Nun habe Schnitzler es leider, leider! — seiner Überzeugung gemäß in Grund und Boden verrissen. Es sei ja auch grenzenlos nichtig und wertlos gewesen. Aber Herzl sei jäh erbleicht und, wie taumelnd, vom Tisch fortgetreten. Lange habe dann Schnitzler nichts mehr von ihm gehört, bis dann eines Tages die Nachricht von Herzte tödlicher Erkrankung kam. Da habe es ihm innig leid getan, daß sein letztes Gespräch mit ihm ein so bitteres gewesen sei, doch konnte er es nicht über sich bringen, seine Meinung, da er so wider seinen Willen gefragt worden war —, zu verhehlen. Er hätte viel darum gegeben, wäre Herzl damals nicht an seinen Tisch gekommen. Dieser bedeutende Mann hat den Literatenehrgeiz bis zuletzt nicht abgelegt, ganz im Gegenteil. Hermann Bahr und Siegfried Trebitech, die an Herzls Totenbett in Edlaeh weilten, wußten zu berichten, wie Herzl bis zum letzten Atemzug weit mehr nach der Aufnahme seiner literarischen Arbeiten, als nach dem Schicksal der zionistischen Bewegung gefragt habe.“ Hier schüttelte ich stumm den Kopf. Ja, Bahr und Trebitsch mag er danach gefragt haben, denn was wußten sie von der Idee und der Bewegung? Aber immerhin — immerhin — sie war tiefer, als ich gedacht — unheilbarer — tödlicher noch, als ich spürend geahnt hatte, Herzte tiefe Wunde —. seine Verzweiflung an sich selbst und an seinem Dichtertum. Und dennoch, denko ich beim Heimweg sinnend, nachdem ich den liebenswürdigsten der Dichter vorlassen habe — und dennoch: wer von beiden hintorläßt wohl letzten Endes das schönere, das unsterblichere Lied? Ehevermittlung für meinen gutsituierten Sohn g-esuem. Unter „Event, auch direkt" an dio Administr. d. BJ. Die Wiener Tagung des I. W. K. Zu der am 10. Mai stattfind enden Tagung des Administrative Comiteo des Jüdischem Weltkongresse« kommon _ auch Sejanabgeordnoter Rabbiner J. R u b i n s t c 1 n, Präsident dos polnischen Misrachi und des Jawne-Schulwerkes, der Generalsekretär dos Misrachi Sohaemoky, Vorstandsmitglied dor jüdischen Gemeinde in Wilna sowie Dr. Knhane, Direktor der polnischen Jawneschulen nach Wien. ■ÄywrWi *yt iö wnan1? mna1? shö fi3*u rnam mW Dttap J't3D*nö jn ^nw iöi «p ♦sw nb ö'ayfc tm:n jvaa ronin mwu ♦wttom mihrt w» Sy mW niste am ‘Awu **3^0 ‘wikvi ,-n ^sö'iy.i wö mn

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.