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Die Stimme · 1937-05-11 · Heft 642 (11.5.1937) · page 4

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Journal
Die Stimme
Volume
10 (1936-1937)
Issue
Heft 642 (11.5.1937)
Date
1937-05-11
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seile * DU STIMMI Nr. 642. Wien, Dienstag, 11. Mal 1937. Entscheidung des Obersten Gerichts: Drei Urteile gegen Przytyker Juden kassiert Warschau, 9. Mai. (JTA.) Der Oberste Gerichtshof in Warschau füllte am 7. Mai seine Entscheidung im Revisionsverfahren in Sachen der im Zusammenhang mit dem Pogrom in Przytyk verurteilten Juden. Die Urteile gegen Elieser K i r s c h e n z w e i g, dor zu sechs Jahren Gefängnis, Leih Soholem L e s k o, der bu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden war, wurden kas siert und gegen sämtliche drei Angelklagten ein neuerliches Verfahren vor dem Lublin er Gericht angeordnet. Die Urteile gegen die übrigen Juden wurden bestätigt. Die Ent Scheidung bezüglich der ni ah tjüd,Ischen Ver urteilten wurde noch nicht gefällt. Blinder Jude Vater zweier Kinder, infolge Krankheit aller Mittel entblößt, arbeitslos, bittet die jüdische Öffentlichkeit um Hilfe. Geldu. Kleiderspenden nimmt entgegen u. weist aus die Administration der „Stimme“. Die Psychologie der schwarzen Listen Die „Reichspoet“, das katholische Wiener Blatt, war jüngst in der Lage, eine Geheiminstruktion der nationalsozialistischen Reichsjugendführung im Dritten Reich zu veröffentlichen und nennt sie „ein wichtiges, aufschlußreiches Dokument, das die innersten Gedankengänge einer Politik bloßlegt, die hier vertraulich gesteht, daß sie einen großen Teil des Volkes zu rechtlosen Parias machen will“. Einen anderen Grund der vorgeschriebenen Vertraulichkeit erblickt die „Reichspost“ in dem „in dem Schriftstück enthaltenen Eingeständnis der geistigen Überlegenheit und nachahmenswerten Vorbildlichkeit dessen, was der Nationalsozialismus im deutschen Volke ausrotten möchte.“ Das nationalsozialistische Schriftstück spricht von zwei Möglichkeiten, eine feindliche Bewegung zu vernichten. Die eine Methode ist die, die gegnerische Gemeinschaft aufzulösen und zu verbieten, die zweite fußt auf einer planvollen und systematischen Bekämpfung der Gegner mittels ihrer listenmäßigen Erfassung und durch die Taktik der Verächtlichmachung und des Totschweigens. Zugunsten der listenmäßigen Erfassung aller Gegner wird zunächst ein praktischer Grund angeführt: die Möglichkeit, diese Elemente von sämtlichen Posten in der Partei, aber auch im Staate und sonstigen wichtigen Institutionen dauernd (auch nach ihrem eventuellen Übertritt zur NSDAP.) fernzuhalten. Noch interessanter aber ist die psychologische Wertung dieser Taktik: „Wir könnten uns gleichzeitig von einer derartigen Aktion eine Aktivierung des Geistes unserer Einheiten versprechen, da die Anlage einer .schwarzen Liste1 bekanntlich immer zieht.“ Wir Juden kennen alle die hier empfohlenen Praktiken au» unserer Leidensgeschichte. Wir haben seit langem unsere angestammten Ehrenplätze in den schwarzen Listen der Antisemiten aller Schattierungen, wobei diese Listen ihre Attraktionskraft bald im Dienste des wirtschaftlichen Boykotte, bald zur moralischen und ästhetischen Verächtlichmachung der Judenheit, immer häufiger aber auch zu beiden Zwecken zugleich erproben müssen. Wie alles, was die NSDAP. — vertraulich oder marktschreierisch — in den Dienst ihrer Bewegung stellt, sind auch die oben angeführten Mittelchen nicht auf ihrem eigenen Krautacker gewachsen, sondern der geistige Abfall der vom Nationalsozialismus brutal erledigten und beerbten „Systemparteien“. Mit Recht agnosziert die „Reichspost“ die schwarzen Listen gegen Andersgesinnte als „ein Mittel, das einst von einem kapitalistischen Ausbeutertum erfunden und dann von den marxistischen Terroristen gegen mchtsozialistische Arbeiter nachgeahmt wurde“. Aber diese Aufzählung ist unvollständig, Es fehlen die aus dem christlichsozialen Lager stammenden Antisemiten, die von den schwarzen Listen im Kampfe gegen die Juden stets einen so virtuosen Gebrauch zu machen verstanden und noch verstehen, daß man vielfach sie als die eigentlichen Erfinder dieses „Brotraubs, um selber alles einzusacken“, wie die „Reichspost“ diese Taktik jetzt qualifiziert, ansehen mußte. Wir meinen die Kreise um den Vizebürgermeister Kresse, der die Gewerbetreibenden durch eine Revision der Heimatberochtigung jener Altösterreicher, die nach dem Weltkrieg in Wien eingebürgert wurden, retten will; wir meinen ferner die katholische Presse Österreichs, die in der Erörterung und Aufbauschung dee JudflofrsgQ mit des betont oaäotuim Kon* kurrenz erfolgreich wetteifert, wobei groteskerweise die diesem Problem beigemessene Wichtigkeit mit dem Quadrate der örtlichen Entfernung der betreffenden Blättchen von den jüdischen Zentren proportional wächst. Je judenreiner die Gegend, desto eifriger die Erörterung der angeblichen Judengefahr! Daß zur Veranschaulichung dieser „Gefahr“ mit dem abenteuerlichsten Zahlenmaterial operiert wird, ist dabei noch nebensächlich angesichts der Erstaunüchkeit der Argumentation selbst, die in einem hohen Prozentsatz berufstätiger Juden oder auch bloß die Volksschule besuchender jüdischer Kinder — auch dae haben wir vor kurzem in Wien erlebt! — eine Gefahr wittert. Eine Gefahr für wen? Im Dritten Reich hat man die,, Judengefahr“ bekanntlich radikal beseitigt. Die arischen Ärzte, die arischen Rechtsanwälte usw. sind von der Gefahr der jüdischen Konkurrenz gründlich befreit worden. Wie aber steht eg um die Klientel der entjudeten Berufe? Vor kurzem erkrankte in Berlin die Tochter des Herrn Ribbentrop, der es als geeichter Nationalsozialist zum besonderen Vertrauensmann Hitlers und als solcher zum deutschen Botschafter in London gebracht hat, an Gehirnhautentzündung und geriet in Gefahr, zu erblinden. Die deutschen Ärzte, die an ihr Krankenlager berufen wurden, besaßen zwar arische Großmütter, aber nicht die Fähigkeit, die Patientin zu kurieren. Kurz entschlossen verließ Herr Ribbentrop mit seiner Tochter die arische Domäne des Dritten Reiches und ließ die Kranke in Amsterdam von dem polnischen Juden Oljenic operieren, der zwar keine arische Großmutter hat, aber der Tochter des nationalsozialistischen Diplomaten das Augenlicht retten konnte. Im deutschen Paradies ist demnach die Situation in bezug auf die Judengefahr sehr grotesk: Alles gerettet — rette sich, wer kann! Wer aber kann schon. Die Führer sind in der glücklichen Lage, sich und ihre Angehörige durch jüdische „Schädlinge“ gesund und sehend zu erhalten, die geführten Massen aber sollen ihr Glück im ungesunden Dunkel blinden Judenhasses finden! Da« von der „Reichspost“ veröffentlichte Geheimdokument formuliert diesen Kontrast in folgendem Rezept: „Während die Führer hochpolitisch, psychologisch und umfassend zu bilden sind, müßte der Masse doktrinär und dogmatisch der Nationalsozialismus in primitivster Form eingeimpft werden.“ Bei dieser Art Massenerziehung leisten die schwarzen Listen treffliche Dienste. Den psychologischen Kern ihres Zaubers hat jüngst Thomas Mann enthüllt, indem er den Antisemitismus als „Aristokratie des Pöbels“ qualifizierte, dessen Eigenliebe die „Weltanschauung“ schmeichelt: „Ich bin nichts, aber der Jud’ ist noch weniger!“ Dr. H. Sp. Ruhiger 1. Mai in Palästina. Aue Jerusalem wird gemeldet: Die Maifeiern der jüdischen Arbeiterschaft sind in ganz Palästina ruhig verlaufen. In Jerusalem, Tel- Aviv und Haifa sowie in den jüdischen Kolonien fanden Meetings statt. Einer Versammlung der jüdischen Arbeiter auf dem Gelände der Levante-Messe in Tel-Aviv wohnten 50.000 Menschen bei. Die Redner betonten die Entschlossenheit der jüdischen Arbeiterschaft, sich jedem Versuch einer Verkleinerung des jüdischen Nationalheim« in Palästina entgegenzustellen.;iiiiiniiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiininniiiiiiiinii[niiiiiiiiiiiiiiiuiimniiiiMiiMiiiiiiMimiiiii|iniii|iiitt Großer Erfolg der Nikolsburger Reise Die Reise der „Stimme“ nach Nikolsburg war ein großer Erfolg. Die vom Gg. Ignaz Müller in drei Autobussen geführte Reisegesellschaft batte dank des liebenswürdigen Entgegenkommens der maßgebenden jüdischen Kreise Nlkolsburgs die Gelegenheit, die einzigartigen Kulturschätze Nlkolsburgs zu besichtigen. Alle Reiseteilnehmer waren über das Arrangement der Reise voll des Lobes. I RUNDSCHAU | PATRIARCH ARIDA, das Überhaupt der Maronitisohen Kirche im Libanon, hat sich vor seiner Reise nach Rom und Paris in feierlicher und demonstrativer Weise von den Juden Beiruts verabschiedet. Wir haben kurz gemeldet, was er damals über die Juden und ihr Werk in Palästina gesagt hat. Jetzt liegen nfthero Meldungen über diese Demonstration vor, die ee verdient, auch in ihren Einzelheiten dargestellt zu werden. Es war eine Absehiedsfeier, die die jüdische Gemeinde für den Patriarchen veranstaltete. Ihr Schauplatz war die Magen-Abra.ham-Synagoge. Auf einem Triumphbogen waren die Worte zu lesen: „Willkommen im Namen des Herrn. Gesegnet sei dein Kommen und dein Gehen.“ Die gesamte Judenschaft Beiruts mit allen ihren Organisationen nahm an der Feier teil. Der Gemeindevorsteher nannte im einer Begrüßungsrede den Besuch des geistlichen Oberhauptes der Christen vom Libanon, der gleichzeitig das Oberhaupt, der großen Kirche in der Levante sei, ein historisches Ereignis. Das jüdische Volk werde sich stets des Hirtenbriefes erinnern, den der Patriarch an alle christlichen Kirchen des Orients geriohtet habe und in dem er gegen die Verfolgung der Juden schärfstem Protest erhob. Patriarch Arida sagte im seiner Antwort: Die Juden sind nicht nur unsere Väter, sie sind auch unsere Brüder. Unsere Sprachen sind fast gleich, und unser Vater im Himmel ist auch ihr Vater. Wir sind stolz darauf, mit den Juden gleichen Stammes zu sein. Wir haben ihnen alles zu verdanken. Unsere heiligen Gebote sind der Thora entnommen, unsere Religion gleicht der ihren. Wir wünschen aufrichtig dauernde und fruchtbare Beziehungen zu den Juden und besonders zu den Zionisten. Wir wollen einander helfen und wünschen aus vollem Herzen, daß Gott der Allmächtige die Juden aus ungerechtem Druck befreie. Wir wünschen den Juden Frieden, weil wir wissen, wie tief und ehrlich ihre Zuneigung zu uns ist. Bischof Mubarrak versicherte sodann im Namen des Patriarchen und im eigenem Namen, es sei seit langem der Wunsch des Patriarchen, daß das jüdische Volk frei nach dem Libanon einwandern könne. In Palästina sei durch die Juden Ödland in fruchtbaren Boden verwandelt worden. Während die ganze Welt unter der Wirtschaftskrise litt, hatte Palästina Überfluß, und all dies dank den Juden. Wenn man Mgre. Arida als „Patriarchen der Juden“ bezeichnet habe, so wolle auch er sich stolz einen „Bischof der Juden“ nennen. Es folgte ein kurzer Gottesdienst, dann wurde dem Patriarchen eine kostbar ausgestattete Rolle mit einem in hebräischer und syrischer »Sprache geschriebenen Gebet für eine glückliche Reise überreicht. Diese vorbehaltlosen Kundgebungen der gegenseitigen Freundschaft und Liebe verdienen schon darum aufgezeichnet zu werden, weil wir in Österreich gerade jetzt so oft Zeugen von Kundgebungen christlicher Persönlichkeiten sein können, die ihre Freundschaft in so viele Vorbehalte einpacken, daß mam sich des Eindrucks nicht erwehren kann, der eigentliche Zweck dieser Übungen seien die Vorbehalte.., IN BELGIEN befolgt man gegenüber den Nationalsozialisten sehr einfache, aber um so wirksamere Methoden. Als der Rexiatenführer Degrclle einem seiner Parteigänger befahl, sein Paria m en f smandat niederzulegen, damit, er, Degrelle, durch seine eigene Kandidatur einen demonstrativen Erfolg produzieren könne, stellte sieh sofort der Präsident der Regierung, van Zeelamd, zum Duell. Die vernichtende Niederlage Degrolles ist bekannt. Im kleineren Kreis haben jetzt die belgischen Diamamtenhändler auf ihre Art einen nationalsozialistischen Vorstoß einfach und wirksam erledigt. Der Führer einer Gruppe brauner Diamanten* händlcr, Joss Hollings, regte die Einführung des Arierparagraphen im der Dlaraantenindustrie an. Erst vorgestern ist die Meldung von dieser Anregung zu uns gelangt und heute kommt schon die neue Meldung, daß der Diamantenhändlerklub Joss Hellings einfach »ausgeschlossen hat. Solche schnelle und einfache Methoden sind darum besonders wirk* sam. weil man gerade den Nationalsozialisten zu fühlen geben muß, daß Gewehre manchmal auch nach hinten losgehen. NICHT EINMAL DIE BLINDEN, die Unglücklichsten der Unglücklichen, sind vor dem blinden Haß und vor der Verfolgung geschlitzt, -wenn sie Juden sind. Was immer der Antisemitismus an Lügen über die „jüdische Weltgefahr“ erdichtet hat, mau sollte doch meinen, daß er vor den Blinden, die wirklich niemandem mehr , gefährlich“ sein können, vor diesen Hilflosen, Hilfsbedürftigen doch Halt macht. Und mau sollte vor allem meinen, daß nicht Blinde selbst gegen Blinde vorgelien, nur weil die erloschenen Augen zum Körper eines Juden gehören. Man sollte meinen... es ist in Wien aber doch folgendes geschehen: In der Generalversammlung der Interessengemeinschaft blinder Musiker, Klavierstimmer und Musiklehrer stellte ein Mann immens Otto Binder den Antrag auf Einführung des Arierparagraphen. Er begründete ihn damit, daß die „nationalen“ Zeitungen die Blinden eifriger unterstützen würden, wenn sie wüßten, daß ihre Unterstützung nur „Ariern“ zugutekommen werde. Der Antrag wurde angenommen und die jüdischen Bünden wurde auch sofort aus der Vereinigung ausgeschlossen. Dieser Beschluß ist wohl noch nicht rechtskräftig, denn es wird sich noch der Verband der Blindenvereine Österreichs, der diese Woche Zusammentritt, mit der Angelegenheit zu befassen haben. Wir hören, daß. im Vorstand des Verbandes keine Mehrheit für die Bestätigung einer solchen Brutalität zu haben sein werde. Die wirtschaftliche Vernichtung, die den blinden jüdischen Musikern von den blinden „arischen“ Musikern zugedacht worden ist (die Interessengemeinschaft ist dio einzige Arbeitsvermittlung für diese Menschen), wird also vermieden werden. Aber der Beschluß der Interessengemeinschaft bleibt doch ein tieftrauriges Symptom unserer Zeit und er müßte alle menschlich fühlenden Christen alarmieren, denn er zeigt wieder ein* mal kraß, welche Verrohung der Gefühle der Antisemitjsmus hervorruft. J e h u d a. Sdiülerhort Central vom 14. bis Inkl. 18. Hai am BortUer$ .Klein-Semmering Auskunft U14-9-08 von 8-10 Uhr vorm. Ein ausführlicher Bericht erscheint in unserer nlchatea Nummer. Arbeitendes, kämpfendes, glaubendes Palästina In einer Reihe von Vorträgen berichtete der Vizepräsident des Zionistischen Landesverbandes, Dr. Paul Berger, über seine Eindrücke von einer Palästinaroiso. Es war nicht Schönfärberei, sondern Tatsachen bericht, wenn er Gläubigkeit, Seelenstärke, Optimismus, Glücksgefühl der jüdischen Bevölkerung pries, die sich leuchtend hervor heben aus dem Gewittergewölk der politischen Situation. Beherrscher des Jisohuw ist der Wille, der — durch umfangreiche Wakipflanzungen — sogar das Landeslima günstig zu. beeinflussen vermochte, deT herrliches Obst reifen läßt, wo früher Stoinwüste war. Wie der Boden, so verändert »ich auch das Volk. Dr. Berger rühmte die jüdischen Schulen, dio es als vornehmste Aufgabe betrachten, den jungen Bürger in Erez Israel zu verwurzeln; die Kinder wollen nur mehr hebräisch sprechen! Die vorzüglichen höheren Schulen sind den englischen „Colledges“ vergleichbar, die Universität ist ein wahres Weltwunder an wissenschaftlicher und ethischer Leistung! Der Vortragende befaßte sich eingehend mit den deutschen Emigranten, deren Zahl etwa 85.000 beträgt. Aus Kindern, die am Rande dos Verderben« standen, werden blühende, da&einefrendige junge Menschen. Die Erwachsenen könne eich durchsetzen, sofern® sie sich zur Um Schichtung entschließen. Es gibt im Land unter anderem eine Siodlungsgemeinschaf von fünfzig deutschen Emiigrantenfamilieii bewundernswert, was da ehemalige Regie rungspräsidemten, Justizräte, Dozenten ii rastloser, apfervoller Arbeit geschafft haben. Die Beispiele, womit Dr. Beiger Erfin diungsgoist, Hoffmingsfreude, Daseinszähig keit des Jischuw illustrierte, sind überwälti gond. Wie tapfer sind doch unser® Brii der! Keine Stunde hatten die jüdisohei Chauffeure trotz des Terrors ihn Pflicht verabsäumt, wenn Tommies durcl das Land befördert wurden, dann saß steti ein jüdischer Heid am Volant. Auch dei Kindern ist das Wort „Angst“ fremd; ir den Unruhzeiten gewöhnten sie sich daran nachts beim Warnungsaignal unter die Bet ten zu kriechen, dort ruhig woitorznsohlafer und beim Auf hören der Schießerei wiedei hervorzukommen. Bezeichnend für den gesunden Sinn des Palästinensers ist sein siegliafter 0 p t i m i s m u s, der die Allzubedenk,liehen mit denn Wort abfertigtj „Wird sein P®«saoh, werden sei® Maazes!“ JJr, W« ,

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