Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 10 (1936-1937)
- Issue
- Heft 642 (11.5.1937)
- Date
- 1937-05-11
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 OIE STIMME Nr. 642. — Wien, Dienstag, 11. Mal 1937. dem Großen zu streben und an die Verbin-. Kräfte innerhalb unseres eigenen Kreises düng der Menschen zu denken. Wir haben | werden erziehen und wirksam werden gute und große Menscheri hervorgebracht in | lassen. Ob mit oder ohne Doktorat, ob mit Zeiten des Leidens und der Not. Wir werden j oder ohne deutsche Anerkennung. Sie krie- Größeres schaffen können, wenn wir unsere I gen uns nicht unter. S 1*50 für Zion? Angst vor dem jüdischen Genie Aus Berlin wird amtlich die Anordnung niitgeteilt, daß Juden deutscher Staatsangehörigkeit nicht mehr zur Promotion zugelassen werden. Sie können den Doktortitel nicht mehr erwerben, der weniger als Titel, denn als Bestätigung des erforderlichen Grades der wissenschaftlichen Ausbildung internationalen Anwert hat. Die Verfügung ist ein weiterer Schritt auf dem Wege, den der Reichskanzler vor zwei Jahren in Nürnberg zur Erzielung „eines“ erträglichen Verhältnisses zwischen Deutschen und Juden angezeigt hat. Eben erst wurden Greise, Frauen und Kinder aus den Heimen des Bne Brith auf die Straße gejagt. Diesen Menschen ist die physische Unterkunft und das Essen genommen worden: die neue Anordnung richtet sich gegen die jüdische Jugend, die, soweit sie noch an den höheren Schulen zugelassen ist, nunmehr geistig obdachlos gemacht wird. Wenn man im Ausland die Verfügung bespricht und sie als Symptom des im Dritten Reich herrschenden Systems verzeichnet, so werden die Wortführer Deutschlands und ihre auf die Welt losgelassenen Kreaturen wieder von Greuelnachrichten und von Emigrantenhetze sprechen. Aber was aus Deutschland amtlich mitgeteilt wird, genügt für sich selbst. Es wirkt nach außenhin viel stärker als jede von privater Seite kommende Darstellung. Die Maßregel ist ein Akt der abgrundtiefen Bosheit; die Leute, in deren Händen eich die Macht befindet, haben nichts anderes vor Augen als die Tatsache, daß in Deutschland noch immer Juden am Leben sind, und es ist höchstes Streben, diesen das Atmen zu vergällen und sie keine Stunde lang an das Schicksal vergessen zu lassen, das sie in diesen Raum hineingeschleudert -hat. Und neben dieser Niedrigkeit der Gesinnung ist es auch noch die Angst vor dem jüdischen Gehirn, die zu solchen Exzessen führt. Juden haben das deutsche geistige Leben in einem das Ziffemmaß weit übersteigenden Ausmaß bereichert, die deutsche Kultur mit ausgebaut. Medizin, Rechtsentwicklung, Technik, allgemeiner Verkehr, Wirtschafts- und Finanzorganisation sind in Deutschland ohne jüdische Mitarbeit gar nicht denkbar gewesen. In dieser Wirksamkeit des jüdischen Genies L egt ja einer der Hauptgründe für die satanische Gesetzgebung des Dritten Reiches, für den abgrundtiefen Haß. Die Machthaber und ihr Troß wollen die bedrückende Last des Dankes von sich wälzen. Sie und alle ihre Nachbeter auf dem weiten Erdenrund hassen uns nicht wegen der paar Betrüger, die uns schänden und ihnen passen, nein, sie hassen und fürchten den jüdischen Geist, der die Grundlagen des Kulturbaues, der menschlichen Gesellschaft gelegt hat und immer weiter daran arbeitet, das Recht, die Sittlichkeit und das Wiesen zu erhöhen. Man haßt das jüdische Volk, weil es einen Moses, einen Maimonides, einen Spinoza, .einen Popper-Lynkeus, einen Einetein hervorgebracht. Wenn so ein Deutscher sich umsieht, so merkt er das Telephon, das ein Jude erfunden hat, den Telegraphen, den ein Jude erfand; er hört von der gewaltigen Elektroindustrie, die vom Juden Emil Rathenau geschaffen worden ist, vom Radio, das der Jude Hertz entdeckt hat. Die medizinische und chemische Forschung ist von Juden Ehrlich, Haber u. a. organisiert und geordnet worden. Würde man die jüdischen Namen aus dem stolzen Turm der deutschen Kultur lösen können, so bliebe ein Trümmerhaufen übrig. Und das ist das, was uns ein braver Arier nicht verzeihen kann. Er will auch nicht daran erinnert sein und des um so ■weniger innerhalb eines Svstems, das von diirchgefallenen Politikern, von davongejagten Dichtern, Schauspielern, unfähigen Intellektuellen getragen wird, deren einziger Befähigungsnachweis das Maul und der Revolver ist. Jeder dieser neuen Herren nimmt den Grad seines Geistes als bestimmend und das Niveau, das bestenfalls das der SS.-Kaserne und des Konzentrationslagers sein kann, soll das Niveau des ganzen deutschen Volkes sein. Da sind die Juden störend, sie lassen sich nicht degradieren und in der Welt des Gehirns sind und bleiben sie führend. Sie sollen also nicht mehr zur Ausbildung zugelassen werden, und da man draußen das Doktorat als den Nachweis ehrt, so nimmt man den Juden die Möglichkeit, ihn zu erwerben. An dem Tage, an dem die Verordnung er- , flössen ist, explodierte in Lakehurst das Zeppelin-Luftschiff „Hindenburg“ uncl da wird sofort die Erinnerung daran lebendig, daß dieses Luftschiff die Erfindung eines : Juden, des Holzhändlers David Schwarz in Kroatien ist. Dieser Mann hat nicht studiert ' und ist kein Doktor gewesen. In ihm wirkte; das jüdische Genie, das Gehirn des Volkes, das im Trotz gegen seine Geschichte in eimer - immer neuen Auslese nie aufgehört hat, nach Als Theodor Herzl die zionistische Welt* Organisation gründete, führte er den Schekel ein. Wer den Schekel erwarb, bekannte sich dadurch zur zionistischen Idee und zur zionistischen Organisation. Im Laufe der Jahre wurde das Instrument des Schekels durch die Zionisten selbst seines idealistischen Inhaltes beraubt. Die Zionisten kauften in kongreüiosen Jahren de« Schekel immer weniger. Dafür schnellten in den Kongreßjaliren die Schekelziffern immer sprunghafter in die Höhe. Im Jahre 1935, dem letzten Kongreßjahre, wurden rund 1,000.000 Schekel abgesetzt, im vergangenen kongreßlosen Jahre 1936 nur 48.000. So haben die Zionisten selbst die von Herzl geschaffene Institution des Schekels verhöhnt. Ähnlich liegen die Dinge in Österreich. Im Jahre 1935 wurden 16.539 Schekel verkauft, Im Jahre 1936 dafür aber nur 4707 Schekel. Untersucht man nun diese Ziffern, so ergibt sich, daß die Allgemeinen Zionisten des Landesverbandes im Jahre 1935 — 7517 Schekel und im Jahre 1936 — 3101 abgesetzt haben. Im letztgenannten Jahre haben alle anderen Gruppen zusammen nur 1606 (!) Schekel abgesetzt. In jedem der beiden Jahre haben die Mitglieder des Zionistischen Landesverbandes für Österreich die meisten Schekel abgesetzt. Man kann sagen, daß die Allgemeinen Zionisten im Landesverband — wenn auch nicht ziffernmäßig, da leider auch hier nicht alle Gesinnungsgenossen den Schekel erworben haben — die einzigen Zionisten sind, die auch in kongreßlosen Jahren der Weltorganisation den Tribut zollen, den Theodor Herzl jedem Zionisten zur Pflicht gemacht hat. Die von den anderen Gruppen im Vorjahre erzielten Schekelziffern sind so grotesk, daß es nicht notwendig ist, darüber auch nur ein Wort zu verlieren. In diesem Jahre aber, wo es um das Wahlrecht zum Kongreß geht, werden die Schekelziffern wieder sprunghaft steigen. Dieser Zustand Ist skandalös. Seit vielen Kongressen kämpfen die Allgemeinen Zionisten vergeblich dafür, daß nur solche Zionisten das Wahlrecht zum Kongreß haben sollen, die in zwei Jahren Joachim STUTSCHEWSKYI Mein Weg zur indischen Musik flesammelte Aufsatz« Da? Bekenntnis und Prorramm eines Künstlers, der den Problerut n mit offenem Sinn für die Notwendigkeit der Pnxis sroge Übertritt, zugleich eine unentbehrliche Einführung für eile je e, denen der Begriff el er JQdlsohen Musik fremd ist. JIBNEH-MUSIKVERLAG 366 Zu beziehen durch alle Musikalien- und Buchhandlungen KURZE NACHRICHTEN Friedensstipendien für die Universität Jerusalem. Aus New York wird gemeldet: Der National Council of Jewish Women hat bekanntgegeben, daß er zwei Stipendien für Studien über den Frieden an der Hebräischen Universität Jerusalem gestiftet hat. Im April 1200 jüdische Einwanderer. Aus Jerusalem wird gemeldet: Nach vorläufigen Schätzungen der Jewish Agency sind im Laufe des Monats April über 1200 jüdische Einwanderer ins Land gekommen, darunter etwa 200 Kapitalisten. Welt-Zentrum für jüdische Musik in Erez Israel. Das Initiativ-Komitee (Doktor Salli Levi, Jerusalem, House Halbreich, King Georg Av.) teilt mit: Joachim Stutschewsky, Darius Miihaud, Ernest Bloch, Kurt Weill, Karol Rathaus, Jakob Weinberg, Ernst Toch, Heinrich Schalit, Max Ettinger, Hugo Adler, Paul Dessau und Herbert Fromm haben sich als Mitarbeiter zur Verfügung gestellt. Die Gründung von „Länderkomitees zur Pflege und Förderung der jüdischen Musik“ ist in folgenden Ländern in die Wege geleitet: Vereinigte Staaten, Erig- — im kongreßlosen Jahr und im Kongreßjahr — den Schekel erwerben. Aber immer wieder wurden alle diesbezüglichen Anträge von den in dieser Frage brüderlich vereinten Flügelparteien niedergestimmt. Dieser Zustand ist auf die Dauer unwürdig und unerträglich. Es darf nicht weiter geduldet werden, daß — um bei den Verhältnissen in Österreich zu bleiben — immer nur wir Allgemeine Zionisten unsere Pflicht erfüllen. W i r erhalten die Organisation, w i r kaufen den Schekel, w i r sind die größten Spender für die Fonds. Kommt es aber zur Kongreßwahl, dann haben plötzlich die andere« Gruppen Geld und sie rühren dann beim Kongreß, wo die wichtigen Entscheidungen gefällt werden, das große Wort. Hier muß gründlich Wandel gechaffen werden. Wir, die wirklichen Allgemeinen Zionisten, wollen weiter unsere Pflicht gegenüber der Organisation und den Fonds erfüllen. Wir haben es aber satt, nur die Holzfäller und die Wasserträger zu sein. Wir wollen, daß das Unrecht, das unseren Chaluzim und unseren Mittelständlern in Erez-Israel zugefügt wird, endlich aufhört. Wir wollen es rund heraus sagen: Wir wollen nicht nur immer geben, wir wollen auch für unsere Chaluzim und Mittel- Ständler alle Vorteile erlangen, die die Organisation zu vergeben hat. So wollen wir, daß das Zertiflkatensystem geändert und auch den allgemein-zionistischen Interessen gerecht wird. Wir wollen eine vermehrte Vorsorge für die Mittelständler, Wir wollen Gerechtigkeit bei der Zuweisung von Boden und bei der Kreditgewährung an Mittelständler und Kibbuzim. Das alles können wir durchsetzen, aber nur dann, wenn wir dort stark vertreten sind, wo die entscheidenden Beschlüsse gefaßt werden: Beim Kongreß. Es ist daher nicht nur die bedingungslose Pflicht jedes Allgemeinen Zionisten den Schekel zu erwerben. Er muß auch in der Wahlarbeit mittun und zur Wahl gehen und für solche Kandidaten stimmen, die beim Kongreß für seine Interessen eintreten. Seine Kandidaten sind die Männer und Frauen, die jahraus, jahrein selbstlos in der Organisation arbeiten. Zu ihnen und nur zu ihnen kann er Vertrauen haben. Sie werden auch für die Beseitigung der Schekelschande beim Kongreß kämpfen. S 1.50 für Zion einmal in zwei Jahren, das Ist eine blutige Verhöhnung Theodor Herzls und der zionistischen Idee. Damit muß ein Ende gemacht werden. Wir müssen den Zwei-Jahr* Schekel durchsetzen. Bis dahin aber müssen wir den Schekel die weiteste Verbreitung sichern. Jeder muß bis spätestens Ende Mai den Schekel erwerben, sonst hat er nicht die Möglichkeit, am t. Juli — dem Tage der Wahl — sein Wahlrecht auszuüben. Es geht um die Gesundung der Organisation und um Gerechtigkeit auch für die Allgemeinen Zionisten in Erez-Israel! land, Frankreich, Deutschland, Österreich, Polen, Tschechoslowakei, Jugoslawien, Litauen, Dänemark, Schweiz, Italien, Ägypten, Syrien, Indien, Niederländisch-Indien, Südafrika. Neuer Flughafen in Afule. Aus Jerusalem wird gemeldet: Die Palästina-Regierung plant den Bau eines großen Flughafens für den Norden Palästinas in Afule, dem Hauptort dem Emek-Jezreol. Derzeit gibt ee Flughäfen in Gaza, in Attarot bei Jerusalem, in Haifa, schließlich den zentralen großen Flugplatz in Ludd, wo die Flugzeuge der kontinentalen Fluglinien landen, die Palästina mit fast allen Ländern Europas und Asiens verbinden. Der Ausbau de« Strandes von Tel-Aviv. Dae sogenannte Grüniblatt-Projekt, das die Trockenlegung und Verbauung e&nes MoeresÄtivllLiUj in Tel-Aviv Vorsicht, erregt seit Wochen dio Geantiter. Trotz der Vorteile, die da« Projekt verspricht, werden insbesondere von ärztlicher Seite große Bedenken gegen die Verbauung, bcziehungeweiße Verlegung des Strandes geäußert. Auch der Chefredakteur dies „Haarez“ spricht sich aus mehreren Gründen dagegen aus. Es iat zu hoffen, daß den geäußerten Bedenken durch entsprechende Änderungen und Ergänzungen Rechnung getragen und das große Werk dies Ausbaues des Tel- Aviver Strandes bald in Angriff genommen wird. Gesellschaftsreise Zionistenkongreß -Weltausstellung - Riviera Am 3. August findet der Ziomistenkongreß in Basel statt. Vielfachen Wünschen folgend, veranstaltet der Klub „Erez-Israel“ wie bei den letzten Kongressen auch diesmal eine Gesellschaftsreise zum Kongreß, welcher aus Anlaß der Weltausstellung in Parts ein viertägiger Besuch von Paris und ein fünftägiger Badeaufenthalt an der Riviera angeschloa&en wird. Selbstverständlich wird auf rituelle Verpflegung Rücksicht genommen. Die Reise, die vom 1. bis 15. August dauert, wird gegen S 298.— kosten. Gegen Aufzahlung von zirka S 60.— kann der Aufenthalt an der Riviera um eine Woche verlängert werden. Genauere Dotem folgen demnächst an dieser Stelle. Anmeldungen nehmen alle zionistischen Bezirksorganiaationen sowie WIZO-Gruppen entgegen. Auskünfte Montag von 19 bis 20 Uhr beim Klub „Erez Israel“, 31., Praterstrafte 13, Tel. R 42-4-07, und täglich von 12 bie 1 Uhr im Zionistischen Landesverband, I., Marc-Aurel-Straße 5, Tel. U 22-2-11. ********** **4+t**+ 80.000 Menschen haben die Konzerte des Palästina-Orchesters besucht. Aus J e r u s a- 1 e m wird gemeldet: Aus dem von dem Generalsekretär Levertov erstatteten Bericht an die in Tel-Aviv etattgefundene Generalversammlung der Orchestervereinigung geht hervor, daß die in der letzten Saison von dem Orchester veranstalteten 48 Konzerte von 80.000 Personen besucht worden sind. Für die siebzig Mitglieder des Orchesters, von denen nur ungefähr ein Viertel Palästinenser sind, wurden eigene Hebräischkunse eingerichtet. Ferner wurde Vorsorge getroffen, daß jedem einzelnen Mitglied durch individuelle Maßnahmen die- Erhaltung seine« künstlerischen Niveaus gesichert werde. Die Pläne für die kommende Saison wurden von Dr. Simon entwickelt, der die Versammlung entsprechend der von Huberman auegegebenen Losung aufforderte, dafür zu sorgen, daß jeder Abonnent auch Mitglied der Vereinigung werde. Der Maroniten-Patriarch beim Oberrabbiner von Ägypten. Aus Kairo wird gemeldet: Der Patriarch der maromlischen Kirche des Libanon, Mgre. Arida, besuchte im Kairo, wo er sich auf der Durchreise nach Rom und Paris aufhielt, den Oberrabbiner von Ägypten, Haim Nahum Effendi. Dem Empfang wohnten die am-, gesehensten Vertreter des ägyptischen Judentums sowie hervorragende Repräsentanten anderer Bekenntnisse bei. Josef Kaufmann und Frau danken herzlichst allen Verwandten, Bekannten und Freunden für die ihnen anläßlich der *n3-Feier ihres Sohnes Arthur erwiesene Aufmerksamkeit. Tausend Tonnen täglicher Umschlag im Hafen von Tel-Aviv. Aus Jerusalem wird gemeldet: In einer Versammlung des Palästina- SeefahrtB-V»reines, der 2500 Mitglieder zählt, berichtete der Hafenmeister von Tel-Aviv, Kapitän Zeev Hayam, daß die Anlegestelle etwa 1000 Tonnen Ware täglich abfertige, das heißt zwei Drittel der in Jaffa und die Hälfte der in Haifa gelöschten und verladenen Warenmengen. Der Redner teilte ferner mit, ctaß der Hafen bereits 500 Angestellte beschäftige, und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, daß es demnächst möglich sein wird. Passagiere an der Anlegestelle zu landen. Selbstmord Jacob Harzfelds. Aue New York wird gemeldet: Im Alter von sechzig Jahren starb in Causas City der Rechtsanwalt Jacob Harzfeld, ein Führer der zionistischen Bewegung in Amerika und einer der Mitschöpfer der Verfassung der Jewish Agency. Harzfeld wurde tödlich verletzt im Ankleideraum aufgefunden, neben ihm lag eine Pißtole. Eine hebräische Tageszeitung In Warschau. Aus Warschau wird gemeldet: Auf Anregung von Oberrabbiner Senator Professor Mosche Schorr, Dr. Aron Solowaitschik und Dr. M. Tauber wurde in Warschau eine Kooperativgenossenschaft gegründet, die eine neue hobrälsohe Tageszeitung herausgeben will. Dr. tned. Paul Stein, Wien, H,, Obere Domaustr&ßo 33, teilt uns mit, ee sei von einer ihm selbst unbekannten Seite das Gerücht verbreitet worden, daß er mit »einer Familie aus dem Judentum ausgetreten und zuim katholischen Glauben übergetreton wäre. Dr. Stein ersucht uns um die Feststellung, daß dieses Gerücht jeder Grundlage entbehrt. Wir kommen diesem Ersuchen nach und fügen hinzu, daß wir uns selbst auch davon überzeugt haben, daß weder Dr. Paul Stein noch ein Mit« glied »einer Familie aus dem Judentum aus« getreten ist.