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Die Stimme · 1937-04-27 · Heft 639 (27.4.1937) · page 2

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Journal
Die Stimme
Volume
10 (1936-1937)
Issue
Heft 639 (27.4.1937)
Date
1937-04-27
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seit« 2 OIB STIMM! Nr. 639. — Wien, Dienstag, 27. April 1937. Verfassung utrd Minderheit den soll nur aus dem Grunde, weil er den Schriftleiter und hakenkreuzlerischer Tag-' Nationalsozialisten, die ihn ermordet haben Anfoidenmgen der nordischen Rae&enfcheorie dicbe öffentlich vertreten hat. Eine solche! — geschaffen worden ist. Er hat in Venedig nicht entspricht. Wer sich gegen das Gesetz Revision — deren Tragweite der Redner eindie Grundlagen der österreichischen Politik vergeht., soll vor den Richter gestellt werden. Zusehen bekennt — würde nichts anderes ervon neuem bekräftigt. Während er in Vene- Die Ven dio-er Besprechungen sind vorbei 'Aber diese Forderung, so selbstverständlich geben, als daß Tausende vom deutschen Bedig weilte, gab in Paris der italienische Ge- und sie haben keine \ndentn1des bis-' a‘e ist> mnß gwtdlt werden angesichts der amten, die nach dem Umsturz Ihr deutsches sandte die Erklärung ab, daß seine Regieheri -’-en Verhältnisses Österreichs zu '"Italien ®etze, f^ie die wahren oder entstellten Ver- Volk in der Tschechos’owakei, in Galizien, rung an der Verfassung festhalten und die uml^zum Römischen Protokoll o-ebracht Der Ölungen einzelner der ganzen Gemeinschaft, n der Bukowina und in Kiaiu im Stich geantijildIschen Strömungen, die in derbekann- Bun leskanzier hat selbst die österreichische a halsen will. Und wenn man von Verfehlassen haben, ln Österreich eingebürgert wurten Zusammenstellung von Namen und hl Bevölkerung über die Konferenz und ihre ,un'3en spricht, so ist nicht zu vergessen, daß len und hier Ihre Emlgrantenpsyehologie ln der Broschüre Orlandos sich zeigten, unter* Er^batee "informieren lassen und hiebei wenn sie Vorkommen, durch die b\«on- ’hruvinist.'seh^m Radikalismus a.uelefcen. Daß binden weide. Wenn eine solche Erklärung widitbe Feststellungen vor’-enommVn: daß ^f'r0 Art der Behandlung jü liischer Gerieh durch rine solche Überprüfung auch abgegeben wird, so soll sie besagen, daß der .. wpn!\r>t.r<a.iWoTVlAT rvrnvn7.iorf. toat/Ion TTj» wird Iv rvnfl.ilrfo m.if dum Ana! und mir'! arvr.nr Hia ifa V?an!,apiku PVcnlii'ß/mii.fl nir 1V1 f OmUlCn ißt, er und am herzug b^n. öiter^Soh^keinem^Bbcik^anschTießt ~däß kein :^fin „Montageblatt“ glauben will, wieder der, Der Bundeskanzler hat in Eisensta^dt, ehe Und darin liegt auch rin Merk für die in nationa'sozialistischer Vertreter in’ die Lei- Vi^büigermeister Dr. Kresse gewesen, der er nach Rom fuhr, die Verfassung erwähnt, | Österreich, die sich ganz an den Stürmer und tung der ~ Vaterländischen Front berufen , c^e'sen Herzenswunsch antisemitischer i die von dem ermordeten Dollfuß — cs waren Streicher assimilieren wollen. wird und daß aus den außenpolitischen Tatsachen keine innerpolitischen Folgerungen zu ziehen sind. Diese Feststellungen, diie sich übrigens naturnotwendig aus der gesamten Struktur Mitteleuropas ergeben, sind Im Hinblick auf die bekannten Mitteilungen im „Giornale dltalia“ von großem Wert, deren erste Quelle die außerordentlich agile deutsche Propagandastelle in Rom sein dürfte. Die österreichische Regierung bleibt bestrebt, das innere Leben des Staates vor jeder Erschütterung zu bewahren und kein Britisches Orientkommando nach Palästina London, 28. April. (JTA.) Einer Meldung der Haifa soll hei dieser Verlegung eine große | vom High Commis&ioner aufgesetzten Er- „Sunday Dispatch“ zufolge soll das H a u p t- Rolle spielen. | greiferprämie noch nicht auf die Spur gekoramando der britischen Truppen Laut englischen Pressemeldungen soll die! kommen sei. Es besteht die Möglichkeit, im Nahen Osten in nächster Zelt aus Ägyp Königliche Kommission bei der Bearbeitung daß Mitglieder einer Terrorbande, deren ten nach Palästina verlegt werden, ihres Berichtes diese militärisch strategischen gerichtliche Verfolgung herbeizuführen der Die Kommandoste'len ln Kairo und Alexan- Änderungen berücksichtigt haben. Sie soll Ermordete als stellvertretender Leiter der ...... ____ — . *T%n 3tch k0nrtlg In Jerusalem und n. der Obereengung gelangl seln, d.0 die« j A^^enS’'veretekeTdnd^ ’ “ Experiment m unternehmen, das zumindest!Hal,a befin,,en' D1« Verlegung soll erfolgen, Xndernngen auch die DnreMBIimng der poll- Atlt eIne wejter(, Anfrage erkIllrle Ko. neue Komplikationen schaSt, Damit fallen; "achdem die britischen Garnisonen In Kairo tischen Pläne e,leichtern werden, die sie zur lonienminister Ormsby-Gore im Unterhaus, auch die Träume der verschiedenen Führerond. Alexandrien «nlgeläst und die Truppen Lösung des Palästinaproblems vorschlagen | daß er mit der gegenwärtigen Lage in Panoch vor dem im englisch-ägyptischen Abwill. Sollte die Königliche Kommission eine! lästina im allgemeinen zufrieden sei. Die kommen vorgesehenen Zeitpunkt vom Suez- Teilung Palästinas in Kantone oder in zwei britischen und jüdischen Polizeikräfte seien Aspiranten der braunen und bräunlichen Couleurs in sich zusammen. Die Mitteilungen des Bundeskanzlers sind Kanal zurückgezogen sein werden. Die B e- Staaten empfehlen, daun würden J e r uwachung des Suez-Kanals wird dann salem und Haifa als militärische stellt sein. Auch die Frage der Bewachung der ben oder zu einem britischen kolonialgebiet Erdölleitung von Mossul nach proklamiert werden. ein© Woche vor der Verfasßungsfeier erfolgt■ dem iyfjntäro},eritoimnand0 ]n Palästina unter- BasU unter einem Mandatsregime verbleiwvi stellen sich als ©ine Bekräftii^ng der j Attck hi» prav« tta* Rpn/ßpfimiir hap tiAn aHo«> •»« Ainom krUiepiiAM irAiAnioiivAkiAf Richtlinien der inneren Entwicklung dar, an denen seit der Erlassung dieses Grundgesetzes, für das Dollfuß sein Leben eingesetzt hat, festgehalten wird. Die Verfassung spricht die Gleichberechtigung aller Bürger Österreichs aus und sie hat auch die Bestimmungen über die Minderheiten als verpflichtend anerkannt. In der öffentlichen Erörterung der Verfassung wird dieser Um- Zionistische Bezirkssektion Ottakring-Hernals, XVIL, Fraueng. 9 Donnerstag, den 29. April, halb 9 Uhr abends. „DerJubiläumskongreß" Dr, Oskar Grünbaum, Präsident des Zionistischen Landesverbandes f. Österreich: verstärkt worden und zeigten sich zusammen mit der arabischen Polizei ihrer Aufgabe gewachsen. Auni Bey Leiter der arabischen Piopaganda in Lo cfon Jerusalem, 22. April. (JTA.) Wie die Tageszeitung „Haarez“ meldet, dürfte sich der Generalsekretär des Obersten Arabischen Ausschusses, Auni Bey Abdul Hadi, in den nächsten Tagen nach London begeben, um an der Spitze der offiziellen arabischen Propagandaabordnung die politische Aktion zu leiten. stand meistens nicht behandelt, so daß e« ausdrücklich festgehalten wurde, daß der Bundeskanzler in seiner Eisenstädter Rede die Minderheiten erwähnte und den Willen Österreichs betonte, Rechtsstaat zu bleiben. Gerade diesen Punkt sucht sich die nationalsozialistische und die mit ihr auf der gleichen Linie operierende subversive Agitation aus, die auf die Unterwühlung des Reehtssystems gerichtet ist. Diese Bestrebungen suchen sich natürlich den Ort des geringsten Widerstandes aus. Die tschechische Minderheit ist durch Vertrag, die kroatische und slowenische einfach durch die Existenz des jugoslawischen Staats geschützt, die jüdische Minderheit hält man für wehrlos. Die deutschen Chauvinisten hatten in der Vorkriegszeit allerhand Möglichkeiten, ihren Furor zu betätigen, als sie noch gegen Italiener, Südslawen, Tschechen losstürmen konnten. In dem heutigen Österreich können sie alle Tatkraft an die allein übrig gebliebene jüdische Minderheit setzen, und sie sind in ihren Mühen zu besonderer Energie gelangt, seit eich in Berlin das System etabliert hat, dessen Kernstück der Krieg gegen eine halbe Million Juden bildet. Es ist nichts an dieser neuen Doktrin, was sonst nachahmenswert wäre. Deutschlands innere Schwierigkeiten sind trotz der virtuos gehandhabten Zensur zu bekannt, seine Kreditfähigkeit hat ganz auf gehört und seine Vertragissdoherheit wird so bewertet, daß sich alle Welt gegen Überraschungen durch ausgedehnte militärische Rüstungen sichelt. Man erkennt in dem Schicksal der deutschen Juden das Aviso, wie es allen europäischen Völkern ergehen würde, wenn säe sich nicht rechtzeitig wappnen. Aber dieser Zustand wird von denen in Österreich, die das Faustrecht verehren wollen, nicht erkannt oder nicht gewürdigt. Ihnen geht es darum, die Unabhängigkeit Österreichs zu zerstören und durch eine innere antisemitische Agitation zu schwächen, die nicht nur das Rechtsgeftiibl, das Empfinden für Loyalität und die Treue zur Verfassung angrelffc, sondern auch au die Grundlagen der Wirtschaft greift, neue Arbeitslosigkeit und weitere Not erzeugt. Es sind ja nicht nur die Juden an sich, die getroffen werden sollen; es ist auch die Wirtschaft selbst, die erschüttert wird. Das Zusammenwirken aller ira Staat vorhandenen Kräfte zu fördern und von allen falschen Tendenzem freizuhalten erscheint jedem, der um das Gemeinwohl bemüht ist, als erste Pflicht, und es ist deshalb Hochverrat, wenn, ein Teil der Bevölkerung ausgesohaltet wer*| Manöver im Terrorgebiet Jerusalem, 25. April. Als Vorsichtsmaß-' das „Terror-Dreieck“. nähme für den Fall des Wiederaufßackerns, Für diese Manöver, die umfangreichsten ' der Unruhen werden in dieser Woche von seit Beendigung des Weltkrieges, werden j Montag bis Samstag umfangreiche Manöver fast die gesamten in Palästina stationierten 'in dem Dreieck Nablus-Tulkereraenglischen Streatkräfte heraugezogen. Den J e n i n durchgeführt werden. In englischen Oberbefehl führt der englische Oberstkommiliitüriseben Kreisen heißt dieses Dreieck mandierende General J. G. Dill. Erstes Flugzeug für Palästina-F iegerklub Jerusalem, 24. April. Das erste der sieben Flugzeuge, die der Palästina-Fliegerklub (Tel- Aviv) für Lernzwecke anzuschaffen beabsichtigt, Ist Freitag, vom Piloten Major Ziembinski gelenkt, am Flugzlatz von Ludd gelandet. Das Flugzeug Ist in Polen erworben worden. Das Nebi-Musa-Fest Arabische Nationalisten gegeneinander Jerusalem, 23. April. Das Nebi-Musa-Fest begann mit Zusammenstößen zwischen den zwei großen arabischen Parteien, den Angehörigen des Mufti und der Naehashibi- Partei. Zunächst kam es in Nablus beim Eintreffen der Prozession zu Zwischenfällen, so daß Polizei edngreifen mußte. In Jerusalem wurde die Prozession von einer großen Menschenmenge empfangen,1 die zunächst — zusammen mit den Pilgern — gegen die Juden demonstrierte, Plötz-j lieh gerieten aber auch hier die Araber anj einander. Die Schlägereien veranlaßten; auch hier die Polizei zura Einschreiten. Acht Personen wurden verletzt, sechs Araber I wurden verhaftet. Die Schlägereien wieder holten eich im Laufe des Tages mehrmals Mißlungene Flucht Fauzis Jerusalem, 25. April. (JTA.) Wie „Haarez“ zuverlässig erfährt, hat der syrische Rebell Fauzi Bey e] Kaukadyl, der bekanntlich auch die Banden in Palästina kommandiert hat, den Versuch gemacht, aus Kelrkut, wo er seitens der Irak-Regierung interniert wurde, zu entfliehen. Er wurde gefaßt und an einen sichereren Platz gebracht. Oberste Repräsentanz der arabisdien Länder? Jerusalem, 25. April. (JTA.) Arabische Zeitungen melden, daß gegenwärtig der Plan der Schaffung einer obersten Repräsentanz aller arabischen Länder mit König Ihn Saud an der Spitze ernsthaft erörtert -wird. Diese Institution soll die Aufgabe haben, alle arabischen Angelegenheiten, auch das Palä&t.inaproblem, zu behandeln. Die britischen Kreise seien dieser neuen Konstellation nicht abgeneigt, da England sich überzeugt hat, daß alle Anregungen, im die auch Ibn Saud einbezogen ist, sich in maßvollen Grenzen halten. Vor dem Bericht der Kommission Unterhaus wird nicht ausgeschaltet London, 22. April. (JTA.) ln der Unterbau witzung vom 20. April gab Premierminister Stanley Baldwin auf eine Anfrag« bekannt, daß dar Bericht der Königlichen Kommission voraussichtlich dem Parlament zugänglich gemacht werden wird, ehe die Regierung ihre Entscheidung trifft. - Der Abgeordnete Geoffrey Mander hatte von dem Ministerpräsidenten die Zusicherung verlangt, daß der Bericht den Mitgliedern dos Hauses früher zur Verfügung gestellt werde als allen sonstigen Körperschaften und Personen außerhalb der Regierung. Demgegenüber erklärte Baldwin, der Bericht werde, sobald er vorliege, nicht nur den Mitgliedern des Kabinetts, sondern auch verschiedenen Beamten etreng vertraulich zur Kenntnis gebracht werden müssen. Kolonienminteter Ormsby-Gore beantwortete eine Anfrage des Abgeordneten Creeoh Jones Über dde Ermordung des arabischen Polizeioffiziers Halim Basta in Haifa dahin, daß man den Tätern trotz desr Erweiterung des Flugplatzes in Amman Jerusalem, 25. April. Aus Amman wird berichtet, daß die britische Regierung einen Betrag von 100.000 Pfund Sterling zwecks Vergrößerung des Militär-Flugplatzes in Amman bewilligt habe. Schiffe des Lloyd Triestino in Tel-Aviv Jerusalem, 22. April. (JTA.) Die Schiffe der italienischen Gesellschaft Lloyd Triestino, die diie Levante Häfen an laufen, werden, wie seitens der Gesellschaft mitgeteilt wird, ab Juli 1987 an der Anlegestelle in Tel-Aviv ankern und dort die Passagiere ans Land bringen. In der letzten Woche wurde im Hafen von Tel-Aviv ein Rekord an Arbeit geleistet: Außgeladen wurden 986 Tonnen ausländischer Ware gegen 63 Tonnen Ware ira Mai 1936, dem ersten Monat der Existenz des Hafens. Was Interessiert uns heute? Sicher in erster Linie der Weg, den wir eiusohlagen müssen, um unsere Lage wesentlich zu verbessern. Diesen Wog bezeichnet allen klar und einwandfrei der unserer heutigen Auflage beiliegende Prospekt der „GlUokstelle Stein‘r an der „Hohen Brllcke“. In der neuen Somraerlotterie 1937 Ist wieder ein Millionen- Haupttreffer zu gewinnen, ferner 8 200.000, 100.000, 60.000, 00.00 Uisw. Es finden zweimal monatlich Ziehungen statt: A-Ziehungen in der ersten Monatsnälfto und B-Ziebungeu in der zweiten. Jedem steht eB frei, die Hälfte des Lospreises bei jeder A-Ziehung zu bezahlen, die zweite Hälfte vor der B-ZIehung. Lospreis pro Klasse für A- und B-Ziehungen zusammen: V» Los S 6.—, K 8 12.—, H 8 24.—, ‘/‘ 8 48.—. Bestellungen auf Klassenlose aus den Bundesländern sind per Postkarte zu richten an die „Glückstelle Stein“, Wien, I., Wlpplingerstraße 21, an der „Hohen Brttoke“. Wiener Filialen: I., Kärntnerstraße 84, H., Taborstraße 20, VI., Mariahilferstraße 85, X., Favoritenstraße 101,

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